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    Wenn der Kabeljau mit ’ner Kabelfrau

    Von Bernd | 22.Mai 2002

    Wie Bruno Bansen „den Fischen auf die Flossen und hinter die Kiemen gekuckt“ — so der Untertitel — hat, das macht Spaß. Das Päckchen mit dem Buch traf ein, und erwartungsvoll öffnete ich es, da ich schon einige Gedichte von Bruno aus der Leselupe kannte.

    Es ist witzig. Es ist kurzweilig. Es ist vorzüglich gestaltet. Schon die Umschlaggestaltung weißt darauf hin, wie es in dem Buch weitergeht. Da ist drin, was draufsteht.

    Und hier können Sie, sehr verehrter Leser, den Umschlag sehen:
    [url]http://www.lyrik-netz.de/bansen_kabeljau.jpg[/url]

    (Nebenbei bemerkt: Dass der Autor nicht aus Sachsen kommt, merkt man gleich, sonst hätte er geschrieben: „Den Fischen auf die Flossen und hinter die Kiemen geguckt“. Er hätte aber das Leben der Fische kaum so tiefgründig studieren können, hätte sich auf Stichlinge und Plötzen beschränken müssen.)

    Aber nun schlage ich das Buch erst mal auf: Schönes, leicht mattes, nicht hochglänzendes, damit blendfreies Papier und ein gediegenes Layout erwarten uns. Ungeduldig laß ich gleich meiner Frau, Christiane, eines der Gedichte vor:

    [quote][center]
    [b]Der Bismarck-Hering[/b]

    Ein Bismarck-Hering biß mal stark,
    ’ner Scholle hinten bis in’s Mark.
    Sie hat sich, weiß man, gleich beschwert,
    und dieses war auch nicht verkehrt,
    denn fürderhin, da sah man ihn
    mit Maulkorb seine Kreise ziehn,
    und was ihm ganz erbärmlich stank:
    Seit gestern hat er Leinenzwang!
    [/center][/quote]

    Und da war ich das Buch erst mal für einige Zeit los. Ich bekam es erst wieder, nachdem sie auch einigen ihrer Kolleginnen daraus vorgelesen hatte.

    Wunderbar die schönen Illustrationen. Leider kann ich sie in der Leselupe nicht darstellen. Ich werde aber in Kürze ein paar Links zur Verfügung stellen.

    [b]Vor Lachen vom Stuhl[/b]

    Hätte ich das Buch eher gehabt, ich wäre eher vom Stuhl gefallen. Man kann wahrhaft herzlich lachen.

    [quote][center]
    [b]Der Hecht[/b]

    Es hockt, und dieses schon recht lange,
    ein Hecht auf einer Hühnerstange.
    Die Hühner wundert’s, uns nicht minder,
    denn jeder weiß es, auch die Kinder:
    Der Hecht steht sonst nur im gewässer,
    das steht ihm auch erheblich besser.[/center][/quote]

    Nicht nur bloßer seichter Unterhaltung dient dieses Buch, nein, es ist lehrreich, wir erfahren, was wir noch nie zu fragen wagten, aber worüber wir uns immer schon wunderten:

    [quote][center]
    [b]Heringe in der Dose[/b]

    Des Herings Größe ist genial,
    es passt ’ne definierte Zahl
    vom Umfang her und auch der Länge
    und bei Vermeidung von Gedränge,
    genau genommen sind’s diverse,
    in die genormte Fischkonserve.
    [/center][/quote]

    Das ist gleichzeitig und nicht zuletzt die Entdeckung einer Naturkonstante.

    Die Gedichte sind einfach wunderbar, einfach und skurril. Bruno hat einen eigenen Stil und tritt in eine würdevolle Nachfolge solcher Dichter wie Ringelnatz, Wilhelm Busch und Morgenstern, und das, ohne sie nachzuahmen.

    [b]Der Topp-Tipp der Poesie[/b]

    ©KARISMA Verlag
    Steinbecker Straße 97
    21244 Buchholz i.d.N.
    1. Auflage Buchholz i.d.N. 2002
    Einbandgestaltung, Satz und Grafik: Bruno Bansen
    ISBN-Nr. 3-936171-06-8
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