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    Das Zeitpuzzle

    Von jon | 24.April 2003

    Ich tue mich schwer mit diesem Buch. Denn eigentlich mag ich Geschichten, am liebsten Geschichten über Menschen. Und beides ist das Zeitpuzzle nicht. Andererseits mag ich die Eröffnung von Möglichkeiten, Gedanken über „die Dinge dahinter“. Und dies bietet das Zeitpuzzle. Reichlich. So reichlich, dass es schon wieder schwierig wird, alles als Teil eines gemeinsamen Bildes zu akzeptieren. Wahrscheinlich ist es auch nicht wirklich so gemeint, warum sonst sollte der Autor es noch im selben Buch wieder in Frage stellen.

    Aber fangen wir von vorn an: Es geht um einen scheinbar unsterblichen Grafen. Besser gesagt darum, dass der Held des Buches diesem Grafen in regelmäßigen Abständen immer wieder begegnet – und zwar nicht unbedingt in kalendarisch exakter Abfolge. Nein, eigentlich geht es darum, dass der Graf dem Helden ziemlich krude Geschichten über uralte Verschwörungen, atlantische Klon-Technologie, Bergkristall als Speichermedium für Bewusstsein, Zahlenmagie und dergleichen Dinge mehr erzählt. Oder es geht vielmehr darum, ob das nur gesponnen ist oder ob die augenscheinlichen Beweise echt sind. Oder wenigstens ein paar davon. Und wenn ja, welche. Was in diesem Mix aus Traum, Behauptungen und Erfahrungen real ist. Was also darf der Leser als feststehend annehmen? Den Grafen. Den Helden. Die Begegnungen der zwei. Oder vielleicht doch nur die bunte Literaturliste am Ende des Buches, die von Stephen Hawking und Werner Heisenberg über Angela & Karl-Heinz Steinmüller bis zu „Faust 1“ und „Die Macht der Zahl“ von Dudley und Underwood reicht – quer durch alle Gebiete, die irgendwie nichts miteinader zu tun haben. Oder doch miteinander zu tun haben?

    Apropos Faust: Im Zeitpuzzle geht es schon ein wenig zu wie bei Faust 2: Dem Helden – und mit ihm dem Leser – werden Bilder vor die Augen gehalten, die er nicht nur nicht sehen will, sondern die ihn eigentlich auch nicht interessieren. Die ihn aber irgendwie dann doch interessieren, denn was so hartnäckig gezeigt wird, an dem muss doch was dran sein. Oder doch nicht. Oder wie oder was…

    Der Versuch, auf 134 Seiten einen Blick hinter die Kulissen der Weltgeschichte zu werfen, den Kern von uralten Mythen zu finden und nebenbei – nebenbei? – ein paar methaphysischen Ideen den Status unentdeckten Wissens zu verleihen, ist sicher gewagt. Noch gewagter finde ich, es als Sammelsurium zu lassen, es eben nicht in eine stimmige Geschichte zu fügen. Es als Häufung von Puzzlesteinen vor dem Leser auszukippen und ihm zu überlassen, was er sich daraus für ein Bild macht. Aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt…

    Wer Geschichten mag, für den ist das Buch nichts. Wer Antworten sucht, für den ist das Buch auch nichts. Aber wer gern fragt und den glasklaren Dingen unserer Welt ohnehin nicht so recht traut, für den ist das Zeitpuzzle ein wahres Schatzkästchen. Und deshalb empfehle ich es. Trotzdem.

    Kai Beisswenger
    Das Zeitpuzzle
    Was der Graf erzählt, klingt absurd. Aber immerhin scheint er tatsächlich unterblich zu sein…
    ISBN:3935982240
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