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    Megan Chance: Das Haus der kalten Seelen

    Von hera | 17.Juni 2004

    New York, 1885. Der reichen Lucy Carleton gelingt es nicht, ihre Rolle als angesehene Ehefrau glaubwürdig zu spielen. Immer wieder plagen sie Angstzustände und Kopfschmerzattacken. Bei gesellschaftlichen Anlässen fällt sie auf. Ihr Ehemann, der Börsenmakler William, scheint überaus besorgt. Er stellt seine Frau den angesehensten Ärzten vor. Lucys Zustand bessert sich jedoch nicht. Dr. Victor Seth, dem ein Ruf als Scharlatan vorauseilt, wird zur letzen Hoffnung für Lucy und William. Dr. Seth behandelt Lucy mit Elektrotherapie und Hypnose.
    Die Therapie schlägt an. Doch Lucy und Dr. Seth, der eine geradezu unglaubliche Ausstrahlung hat, kommen sich immer näher und gehen schließlich eine leidenschaftliche Affäre miteinander ein, die Lucy aufleben lässt. Doch William kommt dahinter. Er lässt Lucy in eine Anstalt einweisen. Und dort glaubt Lucy niemand, dass sie keiner Behandlung mehr bedarf, sonder von Dr. Seth längst geheilt wurde.

    Erzählt wird die Geschichte aus Lucys Sicht, die kein eigenes, sondern das vorgeschriebene Leben einer reichen Ehefrau spielen muss. Eigene Bedürfnisse treten vollkommen in den Hintergrund. Erst Dr. Seth glaubt zu wissen, was Lucy wirklich fehlt, und dass die gesellschaftlichen Zwänge und die mangelnde Liebe Williams Lucy krank machen. Doch Dr. Seth ist nicht nur Arzt, sondern vor allem Wissenschaftler. Von Hypnose, und wie uneingeschränkt Lucy darauf anspringt, ist er begeistert. Seine Aufzeichnungen verraten seine wahren Gedanken. Es ist schnell abzusehen, dass diese Behandlung außer Kontrolle geraten wird. Lucy wird schnell abhängig von Dr. Seth, der nicht davor zurückschreckt, seine Patientin nach seinen Vorstellungen zu formen und zu manipulieren.

    Geschrieben ist das Buch in einer klassisch anmutenden Sprache. Die Geschichte ist spannend und unglaublich. Die Autorin spart nicht mit sehr pikanten und intimen Details der Behandlung, die Dr. Seth seiner Patientin angedeihen lässt und die dem Leser als persönliche und nicht für die Öffentlichkeit gedachten Aufzeichnungen zu lesen bekommt. So löst die Geschichte unterschiedliche Reaktionen aus, angefangen von Unglauben bis hin zu Empörung. Das sich aus dieser Geschichte ein wahrer Krimi entwickelt, ist eine Überraschung. Der Leser wird lange im Unklaren gelassen, wer für das, was passiert, verantwortlich ist, und wie Lucys Gesundheitszustand zu bewerten ist. Die Frage ist: Handelt Lucy aus eigenem Antrieb oder ist die Marionette von Dr. Seth, bereit sogar einen Mord zu begehen?

    Über die Autorin:
    Megan Chance ist in den USA bekannt für ihre großen historischen Frauenromane. Nach ihrem Studium war sie zunächst beim Fernsehen tätig, bevor sie mit dem Schreiben begann

    Rezension von Heike Rau

    Megan Chance
    Das Haus der kalten Seelen
    Aus dem Amerikanischen von Anja Schünemann
    446 Seiten, broschiert
    Wilhelm Heyne Verlag, München
    ISBN: 3-453-87769-1
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