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    Nina Blazon: Katharina

    Von hera | 2.März 2007

    Endlich hat die Großfürstin Katharina den lang ersehnten Thronfolger zur Welt gebracht. Die Zarin ist begeistert und nimmt das Baby in ihre Obhut. Katharina wird zunächst ohne Führsorge gelassen. Die Hofdame Valentina kümmert sich schließlich um sie. Im Gegenzug muss Katharina dafür sorgen, dass Valentina nicht gegen ihren Willen verheiratet wird.
    Die Zarin geht davon aus, dass Valentina Katharina nicht gewogen ist. Doch die beiden schließen heimlich Freundschaft, spielen der Zarin ihre gegenseitige Abneigung nur vor.
    Katharina ist wütend und enttäuscht. Sie wird in ihren Gemächern isoliert wie eine Gefangene. Ihren Sohn bekommt sie kaum zu sehen. Selbst die Gratulationsstunden sind nur eine Farce. Die Räume werden prunkvoll ausgestattet, aber nur für einige Stunden. Dann wird alles wieder abgebaut.
    Ihr Gemahl will sie nicht an ihrer Seite haben. Es besteht sogar die Gefahr, dass er, als zukünftiger Zar, Katharina verstößt. Aber ohnehin will sie nicht die Frau eines Zaren sein, sondern lieber selbst regieren. Sie will Russland von der Sklaverei befreien.

    Die Autorin erzählt nicht nur die Geschichte Katharinas auf ihrem steinigen Weg zum Thron. Weitere Hauptpersonen sind die geheimnisvolle Hofdame, auch die Schneegräfin genannt, das Samojedenmädchen Sinaida, das innerlich zerrissen ist und sich nach Freiheit sehnt. Und der Soldat Dima, der sich später in Sinaida verliebt. Diese Figuren sind wirklich gut beschrieben. Ihre Geschichten sind ergreifend geschildert.
    Leider lenkt die Autorin damit zu sehr von Katharina ab. So ist es schwer Zugang zu ihr zu bekommen. Sie bleibt als Person recht blass. Viel zu wenig wird beschrieben, wie sie es letztendlich schaffen konnte, ihre Ziele zu erreichen. Die Autorin geht hier nicht ins Detail, überlässt viel der Fantasie des Lesers.
    Dennoch, das Buch ist gut erzählt und liest sich leicht. Man kann gut folgen, da die historischen Hintergründe perfekt mit der Geschichte verwebt sind. Was historisch belegt ist und was Fiktion, kann man, falls Interesse besteht, in einem Nachwort noch mal nachlesen.

    Über die Autorin:
    Nina Blazon studierte in Würzburg und Ljubljana Germanistik und slawische Sprachen, unterrichtete dann an mehreren Universitäten und absolvierte ein Redaktionsvolontariat. Sie lebt heute als freie Journalistin und Autorin in Stuttgart. Ihr erster Roman „Im Bann des Fluchträgers“ wurde 2003 mit dem Wolfgang-Hohlbein-Preis ausgezeichnet.

    Rezension von Heike Rau

    Nina Blazon
    Katharina
    412 Seiten, gebunden
    für junge Erwachsene
    Ravensburger Buchverlag
    ISBN: 978-3-473-35268-5
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