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    Es war einmal ein Schiff

    Von hera | 26.April 2007

    Archäologische und naturwissenschaftliche Erkenntnisse zusammengenommen lassen interessante Einblicke in die Vergangenheit zu. Mit ein bisschen Fantasie werden sie zu interessanten Geschichten. Von solchen Geschichten, dem Weg dahin und vielen Hintergrundinformationen erzählen die Autoren, Archäologen und Wissenschaftler, in diesem Buch.

    Rekonstruiert wird beispielsweise der Tagesablauf einer Ertebøllerfamilie 4472 v. Chr. an der Ostseeküste bei Neustadt in Holstein.
    Interessant ist auch die Geschichte um den Goldfund von Schwesing. Er wurde um 1940 bei der Anlage eines Militärflughafens gefunden, nachdem neun urgeschichtliche Grabhügel entdeckt worden. Datiert wurde der Goldring um 3000 v. Chr. Allerdings waren die steinzeitlichen Bauern jener Zeit nicht in der Lagen einen solchen Ring herzustellen, noch verfügten sie über das Material.
    Eine bedeutende Entdeckung ist auch der Fund, der auf der dänischen Insel Alsen bei Hjortspring gemacht wurde. Obwohl schon viel eher entdeckt, wurde mit der Grabung im Moor erst 1921 begonnen. Im Buch kann man sich die Rekonstruktionszeichnung des prähistorischen, gut 2300 Jahre alten Paddelbootes genau ansehen, das als wichtigster Bestandteil des Fundes gilt.
    Gezeigt wird auch ein Foto aus dem Nationalmuseum Kopenhagen. Bewundern kann man aber auch die Fotos eines Nachbaus.
    Im Schifffahrtmuseum Bremerhafen kann man eine Bremer Kogge bestaunen. Diese Schiff konnte auf das Jahr 1380 datiert werden. Auch hier werden Bergung und Wiederaufbau beschrieben.
    Das Cover des Buches schmückt das königliche Schiff „Vasa“, das man heute im Vasa-Museum in Stockholm besichtigen kann. Hier werden Neuigkeiten aus der Forschung präsentiert.
    Interessant ist auch die Vitus-Bering-Expedition von 1991. Dänische und russische Forscher wandelten auf den Spuren von Vitus Bering. Rekonstruiert wird dessen letzte Forschungsreise.

    Die Autoren des Buches zeigen, wie spannend Archäologie sein kann. Dementsprechend gut liest sich das Buch. Forschungsergebnisse, die sich auf den nordeuropäischen Raum beziehen, werden auf interessante Art und Weise präsentiert, die daraus gezogenen Schlüsse in Form von spannenden Geschichten erzählt. Dazu gibt es viele Fotos und auch Zeichnungen zur Ansicht.
    Das Buch ist so geschrieben, dass auch Laien es gut lesen können. Vorwissen ist nicht nötig, Interesse genügt.
    Die Artikel sind chronologisch angeordnet. Es ist, als würde man eine Zeitreise machen, die vor Tausenden von Jahren beginnt und zurück in unsere Zeit führt. Das ist ausgesprochen faszinierend. Als Leser wird man in die Lage versetzt, nachvollziehen zu können, wie Meeresarchäologen arbeiten, wie sie anhand von spektakulären, aber auch kleinen, zunächst unscheinbar wirkenden, Funden ihre Schlüsse ziehen, ihren Wissenstand stetig erweitern und so manches mysteriöse Geheimnis lösen.

    Rezension von Heike Rau

    Claus von Carnap-Bornheim / Christian Radtke (Hg.)
    Es war einmal ein Schiff
    Archäologische Expedition zum Meer
    360 Seiten, gebunden, 100 Abbildungen und Karten
    Marebuchverlag, Hamburg
    ISBN: 978-3866480537
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