Rezensionen, Buchbesprechungen und mehr… auf Leselupe.de!
  • Amazon Bestseller


  • Werbung




  • Facebook

  • Rezensionen abonnieren!

    Ihre Email-Adresse:

    Eine Abmeldung vom Newsletter ist natürlich jederzeit möglich!

  • Schlagworte

  • Kategorien

  • Rezensionen-Links

  • « | Home | »

    Das Schweigen

    Von Claudine Borries | 28.August 2007

    Jan Costin Wagner Das Schweigen Eichborn Verlag
    ISBN 3821807571

    Wir befinden uns in einem kleinen Ort in Finnland.
    Ein Mord ist geschehen.
    Die Tat liegt 33 zurück und nun scheint sie sich identisch wiederholt zu haben. Den Mörder von damals hat man nie gefunden.
    Ein Mädchen ist auf dem Weg zum Sportunterricht verschwunden. Man findet ihr Fahrrad, die Sporttasche und Blutspuren.
    Wie jeder gute Krimi beginnt auch dieser mit Mord, Ermittlungen und einer Vielzahl betroffener Personen.
    Das beeindruckende Geheimnis um den Täter geht in eine spannende Erzählung über.
    Indizien weisen auf einen Mordfall hin, die Leiche des Mädchens ist noch nicht gefunden.
    Kimmo Joentaa, Kommissar aus dem Vorgängerroman Eismond, rotiert, um zu schnellen Ergebnissen bei den Ermittlungen zu kommen. Ketola, ein gerade pensionierter Kommissar, der vor 33 Jahren bei der Suche nach dem Mörder an der 13 jährigen Pia Lehtinen beteiligt war, wird noch einmal eingeschaltet, um bei der Aufklärung dieser Wiederholungstat mit zu helfen.

    Dabei lernen wir die Familien der Opfer beobachten,
    ahnen, wer der mögliche Täter sein könnte und dürfen raten, wie dieses Verbrechen zustande gekommen sein mag.

    Die einzelnen Szenen in den Familien, auf dem Kommissariat und bei der Suche im Archiv zum weit zurückliegenden Mord bestimmen das Klima, in dem der Roman geschrieben ist.

    Dabei gelingt es Costin Wagner, dem gefeierten Star eines neuen Genres von Kriminalromanen, psychologisch ausgefeilte Szenen still und überzeugend zu inszenieren.
    Ängste, Hoffnungen, Verzweiflung und das Gefühl des Versagens und der Schuld sind die Stimmungsträger dieses Buches. Dazu die Schicksale der Hauptkommissare, deren persönliche Lebenserfahrungen sie im Ertragen von Schmerz und Kummer für die tragischen Seiten des Lebens sensibilisiert hat.
    Jeder trägt schwer am eigenen Versagen, keiner ist frei und unbeschwert im Genießen des Augenblicks. Nur in dem Ferienhaus der Familie des Immobilienmaklers Korvensuo mit seinen fröhlichen Kindern und seiner netten Frau Marjatta scheint es ausgeglichen, freundlich und bürgerlich – friedlich zuzugehen. Er spielt einen besonderen Part in diesem Drama.

    Fein modelliert werden die kleinsten Regungen registriert, die sich im Zusammenspiel der Menschen ergeben.
    Ob es der psychisch kranke Sohn von Ketola ist, die unbeschwerte Party bei der Familie des Immobilienmaklers, bei dessen Regungen und Empfindungen man erschauern möchte,–ist er womöglich in die Morde verwickelt?—oder die vage Hoffnung von Eltern, die noch nicht wahrhaben wollen, dass der Tod der Tochter wahrscheinlich ist.
    Mit feinsten Affekten haben wir es hier zu tun.
    Grandios lässt der Autor seine Figuren sich umkreisen je nach Verfassung in Verzweiflung, Wut, Hoffnung, mal ein wenig näher an der Wahrheit, dann wieder tief im Dunkeln tappend.

    Die Erzählung steuert dramatisch auf das Ende zu, während der Leser unruhig wartet, dass sich ihm endlich die Wahrheit offenbart!

    Das raffinierte Zusammenspiel der Figuren macht den Roman zu einem Ereignis! Menschliche Abgründe tun sich auf und
    in der Lösung der Geschichte offenbart sich die Frage nach Schuld und Sühne.
    Jan Costin Wagner hat für seine ersten beiden Krimis Preise eingesammelt. Mit diesem Roman wird er seinen Erfolg festigen und weit über Deutschland hinaus zu Ruhm gelangen!

    Bestellen



    1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (Bisher keine Stimmen)
    Loading...

    ... 838 Aufrufe Kein Kommentar » | Kategorie Allgemein | Tags , | Trackback: URL/trackback

    Kommentare und Meinungen

    Was ist Ihre Meinung zu diesem Buch oder der Rezension?



    Top Suchbegriffe:

    • rezension wagner das schweigen
    • das schweigen jan costin wagner buchkritik