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    Die falsche Herrin

    Von hera | 4.Juni 2008

    Die Magd Anna-Maria will den Weg über die Berge wagen, obwohl Winter ist. Das könnte ihr das Leben kosten, aber die junge Frau schafft es. Obwohl Krieg ist, schlägt sie sich durch. Sie begegnet dem gebildeten Magnus Weber. Ihm gegenüber behauptet sie eine Zofe zu sein. Er nimmt sie mit sich.

    Einige Monate später taucht Anna-Maria wieder auf. Sie ist nicht wiederzuerkennen, gibt sich als Tochter des Richters Joseph Anton Reding aus. Sie nutzt die Gelegenheiten, stielt Gemälde und verschwindet wieder. Später wird sie in Bern verhaftet und zurück nach Schwyz gebracht. Vor dem Richter werden ihr ihre Vergehen vorgeworfen. Das Urteil ist hart, schon einmal stand Anna-Maria wegen Diebstahl vor diesem Gericht.

    Sie sucht nach Arbeit als Zofe von Frl. Reding, der Tochter des Richters, und wird abgewiesen. Anna-Maria gibt sich nicht geschlagen. Man wird sie nicht los. Sie gibt sich selbst eine Stelle im Hause als Waschfrau und macht sich unentbehrlich. Anna-Maria streift durchs Herrenhaus und lernt.

    Bis sie wieder verschwindet. Sie schlägt sie sich bis nach Frankreich durch. Diesmal gibt sie sich als Tochter des Richters aus und findet Unterschlupf in einem reichen Haushalt. Anna-Maria sieht sich am Ziel angekommen. Doch das Gerüst aus Lügen beginnt zu wackeln und stürzt schließlich ein.

    1742 wird Anna-Maria in Schwyz zum Tode verurteilt. Aber das Urteil wird nicht vollstreckt, weil ihr ein Retter zur Hilfe kommt. Das ist historisch belegt. Die Autorin hat mit Hilfe der recherchierten historischen Details der Geschichte um Anna-Maria Inderbitzin wieder Leben eingehaucht.

    Die Figuren im Buch sind perfekt ausgearbeitet. Auch wenn die Autorin hier ihre Fantasie hat spielen lassen, wirken diese authentisch. Im Vordergrund steht natürlich Anna-Maria, eine junge emanzipierte Frau, die ein Ziel vor Augen hat und dieses durchzusetzen gedenkt. Ihre Rolle perfektioniert sie immer weiter. Sie macht sich der Hochstapelei schuldig.

    „Die falsche Herrin“ ist ein literarisch anspruchsvoller Roman. Die Autorin verwendet in ihrem Text viele Innerschweizer Ausdrücke und Redewendungen, passt ihren Schreibstil der Zeit, in der ihr Roman spielt, an. Damit wird das Buch zur spannenden Gesellschaftsstudie mit tragisch-komischer Wirkung.

    Rezension von Heike Rau

    Margit Schriber
    Die falsche Herrin
    142 Seiten, gebunden
    Nagel & Kimche
    ISBN: 978-3312004133
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