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    Hilgensee

    Von hera | 6.Februar 2009

    Änne kommt auf der Suche nach einem Rückzugsort nach Hilgensee. Sie füllt damit die Lücke, die ihre Vorgängerin, von der man sagt, sie sei verrückt geworden, hinterlassen hat. Änne lebt sich schnell ein, gibt allerdings nicht ihre Zurückhaltung auf. Jede der Damen hat eine sinnvolle Aufgabe. Änne kommt es zu, Fräulein von Hasleben in der Bibliothek zu unterstützen. Doch bald entdeckt sie, dass das Fräulein dem Alkohol über die Maßen zuspricht. Gertrud von Rhoda überredet Änne hier einzugreifen. Dies wird der Auftakt einer Reihe von seltsamen Vorkommnissen.
    Ein kopfloser Hahn wird im Apfelbaum hängend aufgefunden. Und als ob das noch nicht genug wäre, findet man in der Orangerie Elsbeth von Hasleben, die sich, wie es scheint, durch eigene Hand vom Leben zum Tode befördert hat. Und wie der hinzugezogenen Arzt feststellt, war hier auch Alkohol im Spiel. Das ist eine Katastrophe. Es gibt keine Anweisungen in den Hausregeln, was in diesem Fall zu tun ist. Aber es ist klar, es muss eine elegante Lösung für diese Sache gefunden werden, die am besten unter den Teppich gekehrt gehört, steht doch der gute Ruf der Damen Hilgensees auf dem Spiel. Der Oberstaatsanwalt wird informiert und der schickt Assessor von Wächter. Dieser hat allerdings keine gute Meinung von den Frauen. Leider lässt er auch das nötige Feingefühl bei seinen Ermittlungen vermissen.
    Da der Fall nicht zur Zufriedenheit von Änne, Gertrud und Alwine behandelt wird, beschließen die drei Stiftfräulein die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Was sie herausfinden, ist mehr als haarsträubend.

    Ein geköpfter aufgehängter Hahn, eine erdrosselte Frau und ein mysteriöses Liebespaar bringen das Leben im Stift gehörig durcheinander. Drei der Damen beschließen der Sache auf den Grund zu gehen. Ihre Ermittlungsarbeiten gestalten sich turbulent. Und dass, wo doch eigentlich Ruhe und Eintracht im Stift herrschen sollte.
    Der Leser darf sich über einen ausgesprochen spannenden Krimi freuen, der im Jahre 1904 spielt. Die Kulisse bildet ein Damenstift mit strengen Regeln. Die Fräulein geben sich introvertiert. Das spiegelt sich im Schreibstil der Autorin wieder, der wirklich einzigartig ist und genau den Zeitgeist trifft. Für den Leser ist es äußerst amüsant verfolgen zu können, wie die Damen, selbstverständlich unter Wahrung von Anstand und Würde, agieren. Auch, wenn ihr Urteilsvermögen durch Glühwein getrübt wird. Der Fall ist tragisch, und dennoch ist man beim Lesen immer wieder am Schmunzeln. Die Autorin liebt die leisen Töne, untermalt mit wohl dosiertem Humor. Das ist perfekte Unterhaltung.

    Rezension von Heike Rau

    Renate Petry
    Hilgensee
    400 Seiten, Klappenbroschur
    dtv – Deutscher Taschenbuch Verlag
    ISBN: 978-3423246972
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