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    Helen Fitzgerald: Furchtbar lieb

    Von Claudine Borries | 8.März 2010

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    Psychothriller mit unheimlichen Folgen.

    Mit einem Paukenschlag beginnt der Roman von Helen Fitzgerald über eine Heldin, deren Leben voll skurrilem Witz steckt, und der mit lakonischer Aussagekraft über extreme Lebensschicksale berichtet: Krissie hat ihre beste Freundin Sarah umgebracht.

    Unter einem Felsen schleppt sie den zerschmetterten Körper entlang. Sie befand sich mit ihr und deren Mann Kyle im Norden Schottlands auf einer Wandertour.

    Was war passiert?
    Krissie und Sarah sind seit ihrem vierten Lebensjahr eng befreundet. Während Sarah mit ihrer Tränen-Kuller-Puppe spielte und sich lieber drinnen als draußen aufhielt, tobte Krissie gerne herum und schien viel robuster veranlagt zu sein als ihre zarte Freundin. Doch Sarah war stets bemüht, Krissie zu behüten. Warum das so ist, das wird als großes Geheimnis bis zum Ende des Romans gehütet.

    Die Lebenswege der beiden kleinen Mädchen verlaufen so lange parallel, bis Sarah den Arzt Kyle heiratet, mit dem sie so gerne ein Kind hätte. Sie wartet vergeblich! Krissie hingegen stellt eines Tages voller Schrecken fest, dass sie von einer flüchtigen Diskobegegnung schwanger ist. Natürlich führt das zu Konflikten mit der Freundin, die sich unter der vergeblichen Fruchtbarkeitsanstrengung charakterlich entschieden verändert hat. Sie ist bissig, biestig und gemein zu ihrem einstmals geliebten Kyle geworden, der sich immer weiter von ihr zurückzieht.

    Diese Vorgeschichte lässt noch nicht darauf schließen, dass die Handlung an Spannung zunimmt und zuletzt auf einen Psychothriller hinausläuft, der es in sich hat. Man rätselt ein Weilchen, welcher Art Genre des Romans hier verhandelt wird. Dann aber nähert man sich dem Kern einer Geschichte, in der die Menschen sich in ihrer ganzen Verschiedenartigkeit zeigen, und in der die tiefsten Schichten der Psyche zu Tage treten.

    Ehekonflikte, Elternpaare, ledige Mutterschaft und normaler Lebensalltag verdichten sich zu einer subtilen Geschichte, von der man ablesen kann, dass das Leben vielschichtige schicksalsbedingte Lebensentwürfe für einen jeden parat hält.

    Der besondere Reiz des Romans liegt in der Mischung aus normalem bürgerlichem Alltag und Abirrungen in der Entwicklung einzelner, die einen schaudern lassen.

    Obendrein ist der Inhalt psychologisch so fein durchdacht, dass er nahe an der Wirklichkeit liegt. Die Sprache zeugt von differenzierter Wahrnehmung der beschriebenen Phänomene.

    Fein aufgebaut und zur Höchstform angetrieben wird in dem Roman ein breites Spektrum menschlichen Handelns  aufgeführt, und es zeigen sich die häufig verborgenen Verlogenheiten, die versteckten Wünsche und geheimen Spuren im Seelenleben. In seiner Handlung bietet der Krimi alles, was man von einem guten Psychothriller erwarten darf!

    Bissig, scharfzüngig, schwungvoll und absolut vielseitig ist die Choreographie des Romans angelegt.

    Vergleichbare Krimis kennt man von Petra Hammesfahr, die ebenfalls die tiefsten Schichten menschlicher Psyche im Blick hat.

    Der Debütroman der in Schottland lebenden Schriftstellerin Helen Fitzgerald ist äußerst gelungen!

    Helen Fitzgerald
    Furchtbar lieb
    Gebundene Ausgabe: 256 Seiten
    Kiepenheuer & Witsch
    ISBN-10: 3869710101
    ISBN-13: 978-3869710105



    1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (5 Stimmen, Durchschnitt: 3,20 von 5)
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    ... 5.979 Aufrufe 3 Kommentare » | Kategorie Krimi und Thriller | Tags , , | Trackback: URL/trackback

    3 Kommentare to “Helen Fitzgerald: Furchtbar lieb”

    1. hinterwald meint:
      27.Juli 2010 at 22:43

      naja, der anfang ist ja noch ein klitzekleines bißchen dramatischer als hier geschildert – sei’s drum: der vergleich mit hammesfahr ist jedenfalls tatsächlich angebracht.

      tolle geschichte, auch wenn es manchmal ein bißelchen seltsam anmutet, daß ein paar, daß jahrelang an einem kind „bastelt“ bei oralen varianten schwächeln soll zb. und ich nicht wirklich jede wendung nach der „auferstehung“ wirklich nachvollziehen konnte.

    2. GoeyJoe meint:
      28.Dezember 2011 at 02:48

      peinliche geschichte…und sowas von gar nicht psychologisch nah an irgendeiner realität!

      wild konstruierte, völlig künstlich und sehr krampfhaft zusammengeklebte story. unentwegt kommt was hinzu, wird was gaaanz neues eingefügt. echt anstrengend, schlicht hektisch.

      die sprache bemächtigt sich ziemlich stillos mal einer fast schon prosaischen beschreibung, ein paar zeilen später einer sehr „korrekten“ medizinersprache („…penis in die vagina“) usw., um letztlich im nächsten absatz doch schnell noch eine vulgäre umgangssprache zu pflegen („arsch“, „ficken“ usw.), meist liest man aber das klassische schulaufsatzdeutsch (oder war der übersetzer gehässig?). passt alles nicht.

      das wort spannung ist auch ziemlich übertrieben – egal wo in diesem buch. es wird vieles sinnlos im nachhinein erklärt (was dem leser den intellekt abspricht) und letztendlich ist jeglicher handlungsfaden so vorhersehbar wie kaum in einem anderen buch der kategorie „thriller“. überraschungen gibt’s gar keine, wendungen sind nur als zurechtgeschustert zu bezeichnen.

      nur weil ich einen gewissen respekt vor schreibern habe, las ich das buch nach dem (eigentlichen) mord zu ende . noch so eins und ich fange an, nach 50 seiten meinem gefühl nachzugeben…
      und mir doch ein neues – vielleicht besseres – zu gönnen.

    3. Claudine Borries meint:
      28.Dezember 2011 at 09:15

      Na ja, wie ich an anderer Stelle schon sagte: die Wahrnehmung von Buchinhalten ist sehr subjektiv. Da kann es schon zu sehr abweichenden Meinungen über einen Textinhalt kommen.Ich kann durchaus verstehen, dass man mit dem Buch nichts anfangen kann.

      Beste Grüße und einen guten Rutsch

      Claudine

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