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    Kevin Power: Die letzte Nacht des Sommers

    Von Claudine Borries | 25.August 2010

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    Schicksalhaft, traurig und super spannend!

    Die letzte Nacht des Sommers verbringen viele Studenten in einem Club. Als vier von ihnen spät in der Nacht den Club in Blackrock, County Dublin, verlassen, sind sie mehr oder weniger betrunken. Bei einer folgenden Schlägerei  töten drei von ihnen ohne ersichtlichen Grund einen vierten. Mit ein paar harten Tritten und Faustschlägen haben sie Conor Harris umgebracht. Niemand begreift, wie es zur Tat kommen konnte. Schon beim ersten Tritt ist Conor Harris tot. „Die drei Studenten, die wegen schwerer Körperverletzung ins Gefängnis kamen, heißen Stephen O’Brien, Barry Fox und Richard Culhane“. Lakonisch und einfach beginnt der Bericht über ein Verbrechen, für das es in der Wirklichkeit ein Vorbild gab.

    Der Autor Kevin Power zieht diesen Krimi anders als üblich auf. Der Tathergang wird detailliert beschrieben, die Schuldigen sind ausgemacht und die Strafen verhängt.

    Im weiteren Verlauf geht es um die Herkunft und das soziale Gefüge, aus dem die Mörder und der Tote kommen. Streng katholisch, reich und privilegiert ist Richard Culhane, der als Haupttäter ausgemacht wurde, der Sohn einer wohlhabenden Familie. Er ist ein schöner junger Mann, der seine Herkunft zu schätzen weiß. Alle jungen Männer haben zusammen eine Privatschule besucht, das Brookfield College in Blackrock. Sie sind die Söhne erfolgreicher Väter, die ebenfalls dieses College besucht haben und führen die Schultradition fort.

    Immer wieder rollt die Szene der Todsnacht ab: der unbekannte Icherzähler, von dem wir erst sehr spät erfahren, wer er ist, berichtet aus verschiedenen Perspektiven, beschreibt die Mädchen und Jungen, die bei der Prügelei dabei gewesen sind, und erläutert ihre Herkunft. Sie stammen alle aus der oberen Mittelschicht. Es geht ihnen gut, die Jugendlichen sind wohl versorgt und leben ein leichtes und zufriedenes Leben. Nur langsam nähert sich der Autor seinem Plot: der Erforschung der Gründe, die zu Conors Tod geführt haben. Mit seiner Erzählweise entwickelt er eine psychosoziale Studie der Gesellschaftsschicht, aus der die Jugendlichen kommen. Alle Mädchen und Jungen dieser Schicht sind standesbewusst und selbstsicher. In der Tradition von Reichtum, Bildung, Herkommen und beruflich gesicherter Zukunft kommt ein Verbrechen wie das geschehene einfach  nicht vor. Die Schockstarre, unter der betroffene Mitschüler, Mitstudenten, Eltern und Lehrer leiden, ist merklich spürbar.

    Sie kennen sich alle, sind Kollegen oder Mitglieder gemeinsamer Clubs und Sportmannschaften. Spannend und penibel umkreist der Autor in seiner erzählten Recherche alle Freunde, Bekannten und Verwandten des Toten. Man weiß, wer der Mörder ist. Doch Verschleierung und Aufklärungsfehler bringen die Untersuchungsbehörden nur schwer voran.

    Kevin Powers geht den einzelnen Schicksalen nach und findet zuletzt Worte für die Tat und ihre Folgen, die schwer ans Gemüt rühren. Ohne Rührseligkeit beschreibt er ein Milieu, das durch Tradition und Herkunft verbunden ist, bis einer von ihnen durch seine Tat aus allen gesellschaftlichen Bezügen gerissen wird. Erschüttert und schmerzlich berührt erfährt man, wie das Schicksal jene bestraft, die sich gegen das Gesetzt stellen und die Kontrolle über das eigene Handeln verlieren.

    Kevin Powers ist ein hervorragender irischer Autor, dessen Debütroman mit zahleichen Preisen geehrt wurde.

    Kevin Power
    Die letzte Nacht des Sommers
    304 Seiten, broschiert
    Verlag: Kiepenheuer & Witsch
    ISBN-10: 3462042483
    ISBN-13: 978-3462042481
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    ... 2.587 Aufrufe 1 Kommentar » | Kategorie Krimi und Thriller | Tags , , | Trackback: URL/trackback

    Ein Kommentar to “Kevin Power: Die letzte Nacht des Sommers”

    1. Anastasia meint:
      9.Oktober 2010 at 10:53

      Das Buch habe ich gelesen und ich fand es einfach toll.

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