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    Rita Falk: Winterkartoffelknödel

    Von hera | 17.November 2010

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    Die heimelige Weihnachtsfeier zu Hause im bayerischen Niederkaltenkirchen wird vom Gebimmel des Diensttelefons unterbrochen. Es nutzt alles nichts, Dorfpolizist Franz Eberhofer muss ran. Frau Dechampes-Sonnleitner ist es, die Erbin vom Sonnleitnergut, das ewig leer stand und nun scheinbar saniert werden soll. Sie behauptet, Angst zu haben, weil jemand ums Haus schleichen würde.
    Tatsächlich findet Eberhofer Spuren. Er weiß sofort, dass diese Quadratlatschen zum Flötzinger, dem Gas-Wasser-Heizungs-Pfuscher, gehören. Offensichtlich ist der auf das Schupfendach geklettert, um in ein Fenster zu sehen.

    Der Flötzinger wird zur Rede gestellt, verharmlost die Tat allerdings. Er wollte nur mal einen Blick auf die Sahneschnitte werfen. Also wird Eberhofer darüber hinwegsehen, aber nur, wenn der Flötzinger zuerst bei ihm die Heizung macht. Im bisher halbwegs ausgebauten Saustall, wo der Eberhofer nun wohnt, ist es nämlich kalt.

    Eberhofer muss sich noch um anderes kümmern, dabei war sein Leben eben noch von Langeweile geprägt. Bei den Neunhofers hat das Sterben angefangen. Mittlerweile ist nur noch der Hans da. Den Vater hat ein Stromschlag niedergestreckt, dabei ist der Elektromeister gewesen. Die Mutter hat sich wegen ihrer Depressionen im Wald erhängt und jetzt hat es den Bruder erwischt. Bei der geplanten Erweiterung des Hauses, ist er vom Dachstuhl erschlagen worden. Der übriggebliebene Neunhofer weckt sein Misstrauen. Hat der mutmaßliche Dreifachmörder doch jetzt ein neues Auto und damit ein Motiv.

    Zur Sicherheit sieht sich der Eberhofer, nach dem er die Scheibe vom Kellerfenster eingeschlagen hat, im Neunhoferhaus einmal um. Es sieht schlimm drinnen aus, da kann man nichts finden.
    Nachts kommt dann ein Anruf vom Neunhofer, weil bei ihm eingebrochen worden sein soll. Wer soll das denn gewesen sein?
    Immer komischer wird die Geschichte. Sein Vorgesetzter hält die ganze Geschichte vom Dreifachmord für Verfolgungswahn und schickt ihn zum Psychologen.

    Aber Eberhofers Misstrauen bleibt. Irgendwas ist offensichtlich seltsam an der Geschichte. 50.000 Soll der Neunhofer für das Haus bekommen haben, auf dessen Grundstück nun eine Tankstelle soll, und sich davon das Auto gekauft haben. An anderer Stelle ist allerdings von 500.000 die Rede. Da ist wirklich was oberfaul!

    Franz Eberhofer ist ein Dorfpolizist, wie er im Buche steht. Sein Leben ist gähnend langweilig. Kein Wunder also, wenn er sich auf den erstbesten vermeintlichen Fall stürzt. Er ist überzeugt, einer großen Sache auf der Spur zu sein, nur will außer ihm keiner ein Verbrechen sehen. Doch Eberhofer meint, sich auf seinen Instinkt verlassen zu können.

    Als Figur wird der Eberhofer seht schön herausgestrichen. Sein Privatleben wird von allen Seiten beleuchtet. Es ist ein bodenständiges Leben in einer merkwürdigen Familie mit Vater und Bruder. Die Großmutter hält mit ihren Kochkünsten die Familie zusammen. Sie lenkt auch das eine oder andere Mal ordentlich vom Eberhofer ab. Sie ist sehr frech, resolut und unglaublich stur. Wer nicht mitspielt, wird schon mal kräftig ans Schienbein getreten.

    Der Schreibstil ist originell. Die Autorin lässt den Eberhofer selbst erzählen, so wie im der Schnabel gewachsen ist: umgangssprachlich und mit bayerischem Dialekt. Der Eberhofer schweift beim Erzählen gerne mal ab. Was kein gutes Licht auf ihn lenkt, wird verdrängt.

    Man wird gut unterhalten. Im Grunde spiegelt das Cover sehr genau wieder, was man vom Buch erwarten kann. Die Geschichte ist witzig. Locker und flüssig liest sich das Buch. Das Landleben wird sehr schön typisch, mit viel Ironie und Augenzwinkern, dargestellt. Was Eberhofer im Laufe seiner Ermittlungsarbeiten entdeckt, dürfte nicht nur ihn selbst, sondern auch den Leser überraschen. Beide oben erwähnte Erzählstränge kommen nämlich zusammen.

    Rezension von Heike Rau

    Rita Falk
    Winterkartoffelknödel
    Ein Provinzkrimi
    240 Seiten, Klappenbroschur
    dtv – Deutscher Taschenbuchverlag
    ISBN-10: 3423248106
    ISBN-13: 978-3423248105
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