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    Ferdinand von Schirach: Der Fall Collini

    Von Claudine Borries | 11.September 2011

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    Spannung und Realität: eine Kriminalgeschichte der ungewöhnlichen Art.

    Hervorragend, klar und eindeutig wie schon in seinen vorherigen Geschichten über „Verbrechen“ und „Schuld“ beginnt Ferdinand von Schirach seinen Bericht über den Fall Collini.

    Ein überaus großer und gewaltiger Mensch hat im Hotel Adlon in Berlin den bekannten 85 jährigen Großunternehmer Hans Meyer erschossen. Der Täter stammt aus Italien, heißt Fabrizio Collini und hat 34 Jahre lang ein unauffälliges Leben als Werkmeister in Deutschland geführt. Er lässt sich nach der Tat widerstandslos festnehmen, gesteht die Tat und will keinen Anwalt zu seiner Vertretung. Er wirkt stoisch bis unnahbar.
    Daraufhin wird ihm ein Pflichtanwalt zur Seite gestellt. Dieser heißt Caspar Leinen und ahnt nicht, was auf ihn mit der Übernahme des Mandates zukommt. Es ist sein erster Fall nach dem mit Prädikatsnote beendeten Studium. Er will die Vertretung des Täters zunächst nicht übernehmen, nachdem er herausgefunden hat, wer der Ermordete ist. Hans Meyer war der Großvater eines guten Freundes seiner Kindheit und ist fast wie eine Vaterfigur für ihn gewesen. Der erfahrene und viel ältere Anwalt der Nebenkläger ist dem jungen Kollegen wohl gesonnen und hält einige wichtige Argumente für die Übernahme des Mandats bereit.

    Mit dieser Einleitung befindet man sich sofort mitten in einem Rechtsfall, der viele Rätsel aufgibt.

    Auf der Suche nach der Wahrheit für den Tathergang bleibt dem jungen Anwalt bis hin zur Gerichtsmedizin nichts erspart.

    Der aufgeschlossene und intelligente Caspar Leinen bemüht sich leidenschaftlich, mehr über die Hintergründe für die Tat herauszufinden. Fast kurz vor der Beendigung des Verfahrens kommt Caspar Leinen hinter ein Geheimnis, das näheren Aufschluss über das Tatmotiv bieten könnte. Hier kommen Partisanenkämpfe und die Naziherrschaft während des zweiten Weltkriegs in Italien ins Spiel. Pikanterweise ist bekannt, dass der Großvater von Ferdinand von Schirach, Baldur von Schirach, Reichsjugendführer der SS im dritten Reich war!

    Sehr deutlich spürt man, dass der Autor mit dem Gerichtsalltag eng vertraut ist und über Detailwissen verfügt. Er baut seine Geschichten geschickt auf, kann schreiben und erzeugt eine Spannung, die den Leser fasziniert und bis zur letzten Zeile gefangen nimmt.
    Von Schirach spart nicht mit kurzen Erlebnissen aus dem Privatleben des jungen Anwalts, die den Roman mit Leben füllen und sich folgerichtig in die Kriminalgeschichte einfügen. Man schaut interessiert hinter die Kulissen der Strafjustiz und erfährt Einzelheiten über die Verfahrensregeln in anhängigen Strafverfahren. Der höchst spannend zu lesende Kriminalfall aus dem inneren unseres Justizsystems ist sicher einer der Glanzpunkte diesjähriger Kriminalgeschichten im kommenden Bücherherbst 2011.

    Ferdinand von Schirach
    Der Fall Collini
    208 Seiten, gebunden
    Piper, SSeptember 2011
    ISBN-10: 3492054757
    ISBN-13: 978-3492054751
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