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    John Williams: Stoner

    Von Claudine Borries | 1.September 2013

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    Die Geschichte von einem einsamen Mann.

    Stoner ist der eigenwillige Sohn eines armen Farmerehepaars aus Missouri.
    Arm geboren und aufgewachsen und gewöhnt an harte Arbeit verschlägt es den aufgeweckten Jungen an die Columbia Universität Missouri.
    Er kam mit dem Anliegen, Agrarwissenschaften zu studieren, doch erlebt er in der Literatur seine eigentliche Offenbarung. Geschätzt und gefördert von einem seiner Professoren bringt er es nach vier Jahren zum Literaturdozenten und folgt seiner eigentlichen Berufung. Im Klappentext heißt es: der Roman handelt „von der Liebe und von der Liebe zur Poesie und zur Literatur“.

    In der Tat ist Stoner ein begeisterter Literaturprofessor, dessen ganze Leidenschaft seiner Wissenschaft gehört. Doch sein Leben wird auch von zahlreichen Missgeschicken mit bestimmt.
    Da ist zum einen seine Ehe mit Edith, die sich als kalt, oberflächlich und lieblos entpuppt. Später sind es die Missgunst und Intrigen an der Universität, die ihm das Leben versauern. Gute Freunde aber hat er auch.

    Die Handlung schreitet flott voran. Zielstrebig und knapp erzählt John Williams die Geschichte vom Leben seines Helden, das sich über fast fünfzig Jahre erstreckt.

    1914 melden sich Freunde von ihm zum Militär und zur Teilnahme am ersten Weltkrieg, wo er einen seiner guten Freunde verliert.

    Die Erzählung wirkt in ihrer Diktion klar und entschlossen, so wie der Held der Geschichte entschlossen ist, sein Glück zu machen  Er fällt gar nicht besonders auf oder besitzt etwa ein besonderes Charisma. Allzu schnell hält er um die Hand der hübschen Edith an.
    Dass sie nicht die Richtige für ihn ist, wird mit kurzen und unumstößlichen Sätzen deutlich. Edith wünscht sich ein Kind, für das sie sich dann aber wenig zu interessieren scheint. Der Tochter Grace gilt die ganze Liebe ihres Vaters, bis Edith neben zahlreichen anderen Gemeinheiten auch diese Beziehung zu unterlaufen versteht.

    Das Leben von Stoner, der so zuversichtlich Karriere als Literaturprofessor macht, bleibt auf lange Strecken ein Fiasko. Er ist ein Mensch, mit dem man intensiv mit fühlt. Es sind die Konkurrenten an der Universität, denen er ebenso hilflos ausgesetzt ist wie den Widrigkeiten mit seiner eigenen Frau. Dass man so intensiv an seinem Geschick und seinen Niederlagen teilnimmt, lässt darauf schließen, dass in jedem Leben zuweilen Mißerfolge und Kränkungen zu verkraften sind. Hierzu nochmals ein Zitat aus dem Klappentext: “Es ist ein Roman darüber, was es heißt, ein Mensch zu sein“.

    Man kann sich dem Sog dieser Geschichte kaum entziehen und folgt atemlos ihrem Fortgang.

    John Williams ist erst heute wieder entdeckt worden, nachdem sein 1967 erstmals veröffentlichter Roman lange Jahre in Vergessenheit geraten war. Ein wahres Glück für den Leser!

    John Williams
    Stoner
    352 Seiten, gebunden
    Deutscher Taschenbuch Verlag, September 2013
    ISBN-10: 3423280158
    ISBN-13: 978-3423280150
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