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    Paul Auster: Winterjournal

    Von Claudine Borries | 2.Oktober 2013

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    Selbstbiographie mit Tiefgang.

    In diesem Herbst gilt es erneut einen wunderbaren amerikanischen Schriftsteller zu entdecken.

    War ich bisher an seinen Werken gescheitert, so eröffnet dieses Buch der Erinnerungen eine Weite und einen Blick auf sich selbst und die Welt, wie man sie selten findet!

    Blendend und einfühlsam hält der Dichter in seiner Autobiographie mit seinem imaginierten Selbst als Gegenüber Zwiesprache. Die Kindheit, das körperliche Wachsen, Gefühle und Ängste, Krankheiten, Unfälle und die große Liebe nach einigen voran gegangenen – sie alle machen den Reiz dieses Werkes aus. Die Perspektiven wechseln. Einmal erzählt der kleine Junge von seinen Kindheitserlebnissen, dann wieder ist der erwachsene und sogar alternde Mann das Gegenüber. Panik und Todesangst, Elternliebe und Verluste: Paul Auster hat eine Biographie verfasst, die seine sehr persönlichen Erfahrungswerte spiegeln.

    Und immer siegt im Hintergrund stellvertretend für sein Alter von 66 Jahren der Winter mit einen Reizen und Irritationen! Sommerbilder sind eher die Ausnahme.

    Selbstkritisch und schuldbewusst zählt er auf, wo er versagt hat. Die Liebe und körperliche Erfahrungen als Kind, Jugendlicher und erwachsener Mann prägen den Bericht ebenso, wie die liebevolle und zaghaft angedeutete Bewunderung für seine schöne Frau Siri Hustvedt. Mit den Innenansichten eines wachsenden Jungen und Mannes bestreitet der Autor den Inhalt seiner Biographie. Die seltene Offenheit, mit der uns Paul Auster an seinem Werden und Gedeihen während der letzten fünfzig Jahre seines Lebens teilnehmen lässt, ist bewundernswert. Seine Aufzeichnungen sind ehrlich aber nie indiskret, sie  sind poetisch und philosophisch und zeugen von einem sensiblen und einsichtigen Charakter, der aus seinen Fehlern Konsequenzen zog. So ist er nach einem schweren Autounfall nie wieder Auto gefahren.

    Aus seinem Bericht kann man auch erfahren, dass er ein liebender und liebevoller Mann und Vater ist. Anrührend, zuweilen elegisch und von sicherer Distanz zu sich selbst berichtet Paul Auster über sein vergangenes Leben in Erwartung auf das Alter, das ihn nicht unberührt lässt.

    Wer den Film über Siri Hustvedt gesehen hat, der vor einiger Jahren bei Arte gezeigt wurde, der weiß, dass dieses schöne Paar mit dem gemeinsamen Schriftstellerberuf bei einander Erfüllung gefunden hat!

    Paul Auster
    Winterjournal
    256 Seiten, gebunden
    Rowohlt, September 2013
    ISBN-10: 349800087X
    ISBN-13: 978-3498000875
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