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    Cynthia D’Aprix Sweeney: Das Nest

    Von Claudine Borries | 30.Oktober 2016

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    Der erste Roman von Cynthia D’Aprix Sweeney ist jetzt auf Deutsch herausgekommen.

    Es handelt sich um eine Familiengeschichte, mehrere Kinder und eine Mutter, die über einer Erbschaft nach Jahren wieder zusammenfinden. Vier Geschwister: Leo, Jack, Bea und Melody treffen sich, um die Einzelheiten zu besprechen. Es zeigt sich, dass sie alle sehr verschieden sind. Nicht mehr viel verbindet sie mit ihrer Kindheit, in der sie sich wie alle Kinder gestritten, gestört und ihren Werdegang geteilt haben.

    Cynthia Sweeney lässt sich auf eine Geschichte ein, in der es nicht immer friedlich zugeht. Erbschaftsstreitigkeiten in Familien sind Legion; auch den Geschwistern geht es da ähnlich. Leo hat das ganze Geld beiseitegeschafft, und die anderen müssen nun sehen, wo sie mit ihren Hoffnungen, Schulden und Wünschen für die Zukunft bleiben. Wie nicht anders zu erwarten, erfahren alle die Wahrheit über den Verbleib des Geldes erst nach und nach.

    Das Nest ist die Rücklage gewesen, mit der man gerechnet und auf das man sich verlassen hat. Nun sind alle Hoffnungen dahin!

    Auf der Suche nach der Wahrheit entsteht das Bild der Familie in einzelnen Kapiteln. Ein jeder und eine jede haben ihren eigenen Weg gemacht. Das Soziogramm dieser Familie ist wie die aller Familien: jedes Leben gleicht einem Roman. Wie die Autorin das aufzieht, ist lebensnah, unterhaltsam und spannend in ihrer Essenz.

    Melody hat Schulden auf ihrem Haus, und sie hat zwei Töchter, denen sie eine Collegeausbildung bieten will. Jack ist Drehbuchautor und kommt nicht zum Erfolg. Er hat Schulden genauso wie seine Schwester Bea, die sich als Schriftstellerin versucht.

    Alle hofften mit dem Erbe, das an Melodys vierzigstem Geburtstag ausgezahlt werden sollte, ihren Schwierigkeiten und finanziellen Verpflichtungen ein Ende bereiten zu können!

    In langen Zwischenkapiteln erfährt man jeweils, wie die einzelnen zu ihrem heutigen Status gekommen sind.

    Da alle inzwischen schon einen guten Teil ihres Lebens hinter sich haben, vollenden sich auch ihre Schicksale in den einzelnen Kapiteln.

    Es gab eine Reihe von dazu gekommenen Protagonisten, und es gilt, sich jeder einzelnen Entwicklungsgeschichte zuzuwenden. In der Familie gibt es Homosexualität, Scheidungen, neue Verbindungen und immer wieder den ältesten Sohn Leo, der unlautere Geschäfte getätigt und auf großem Fuße gelebt hat.

    Wie wird man als Geschwister damit fertig, dass die Mutter ihrem Lieblingssöhnchen Leo mit der Auszahlung des Erbes den anderen alles vorenthalten hat? Versprechungen Leos auf Rückzahlung an die Geschwister bleiben auf Sand gebaut.

    Jack hat aus den Trümmern der Twintowers vom 11.9. einen Schatz geborgen, mit dem er zu Geld kommen möchte. Sein Lebensgefährte Walker verlässt ihn daraufhin.

    Am Ende bleibt der Eindruck, dass sich hier zahlreiche Unglücke ereignet haben, die den Existenzkampf der Geschwister in unterschiedlicher Weise belastet haben. Doch wie im richtigen Leben finden sich Lösungen. Man lebt weiter, weil es immer irgendwie weitergeht.

    Insgesamt ist der Roman ein wenig weitschweifig und ausladend. Doch man wird sich an gemütlichen Ferientagen damit gut unterhalten können.

    Cynthia D’Aprix Sweeney

    Das Nest
    410 Seiten, gebunden
    Klett-Cotta, Oktober 2016
    ISBN-10: 3608980008
    ISBN-13: 978-3608980004
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