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    Franzobel: Das Floß der Medusa

    Von hera | 17.Mai 2017

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    Es ist das Jahr 1816, als die Medusa von Frankreich nach Afrika segelt. Eine französische Kolonie ist das Ziel. Auch der zukünftige Gouverneur ist unter den Reisenden. Alle sind voller Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Der unfähige Kapitän Chaumarey hat es zu verantworten, dass das Schiff auf einer Sandbank aufläuft. Trotz aller Mühen ist es nicht freizubekommen. Die Lage ist hoffnungslos, denn Hilfe ist nicht zu erwarten. Da die wenigen Rettungsboote nicht über genügend Platz verfügen, wird ein Floß gebaut, das mit zum Festland geschleppt werden soll. Aber der Plan geht nicht auf. Weil es nicht vorwärtsgeht und die Bote abzutreiben drohen, wird das Seil gekappt und das manövrierunfähige Floß mit 147 Menschen seinem Schicksal überlassen.

    Der Autor stellt sich diese Szenen vor und fügt sie zu einem spannenden Roman zusammen. Es ist ein Buch, von dem ich zunächst angenommen habe, dass es in seiner Schicksalshaftigkeit zu nahe gehen wird. Der Autor lässt die dafür nötige Nähe, aber nicht zu. Er schreibt in einem überzogen Schreibstil und lässt sehr viel an Sarkasmus mit einfließen. Das wirkt teilweise völlig deplatziert, verhindert aber, dass man sich inhaltlich auf das Buch voll und ganz einlassen kann oder sich den zentralen Figuren zu sehr annähert. Eine schonende Distanz bleibt also erhalten. Das spart die psychologischen Effekte, die zu beobachten sind, während sich die Katastrophe immer weiter zuspitzt, aber nicht aus. Eine Auseinandersetzung mit dem heutigen menschlichen Miteinander wird regelrecht erzwungen.

    Das Buch ist nach einer wahren Begebenheit, einem historischen Ereignis geschrieben. Die geschilderten Szenen sind der Realität nahe und könnten sich so abgespielt haben. Ein harter, sehr erschreckender Überlebenskampf, der Brutalität und Kannibalismus nicht ausspart, wird aufgezeigt. Auch das Schicksal der wenigen Überlebenden wird weiter verfolgt und die Wirkung auf die Öffentlichkeit und die Politik von damals dargestellt.

    Rezension von Heike Rau

    Franzobel
    Das Floß der Medusa
    592 Seiten, gebunden
    Paul Zsolnay Verlag
    ISBN-10: 3552058168
    ISBN-13: 978-3552058163
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