Er fliegt durch die Sterne, oben im Aether,
ist ja hier Käpt’n, sein Name ist Peter,
auch ich bin im Raumschiff, oben im Aether,
nur um ihn zu sehen, den stattlichen Peter.
Ich schaufle die Kohlen in einen Kessel,
denn wir zerschneiden der Schwerkraft die Fessel,
und bin ich im Raumschiff, oben im Aether,
möchte ich fragen Kapitän Peter.
Doch vorher geh ich nach Hebeln zu sehen,
Kolben, die stampfen im stetigen Drehen,
ich gieße Öl auf die Unterlegscheiben,
dass sie nicht qualmen und dass sie nicht reiben.
Ich schaufle Kohlen in einen Kessel,
und ich erfinde da eine Fessel,
lege dem Käpt’n sie um das Herze,
so muss er bleiben, glaubt nicht ich scherze.
Flieg ich durch Sterne, oben im Aether,
seh ich den Käpt’n, sein Name ist Peter,
und ich schipp weiter Kohlen zum Trichter,
langsam verfärben schwarz sich Gesichter.
Dampf treibt die Kolben, Dampf treibt die Räder,
langsam durchfurcht das Raumschiff den Äther,
heftig in Schwingung sind alle die Regler,
wir fliegen weiter in unserm Segler,
Sonnenwind treibt ihn, sind alle die Kohlen,
und er fliegt weiter, mir brennen die Sohlen,
und er fliegt weiter heut durch den Äther,
aber ich fragte wieder nicht Peter,
denn mein Gesicht ist nicht sauber gewaschen,
Kohle vermischt sich in meinen Taschen,
verbeult und zerknittert die Krinoline,
Peter, der nennt mich „fleißige Biene“.
Er geht zurück dann anschließend ans Steuer,
ich gehe nunter und schüre Feuer,
mir ist so heiß, ich weiß jetzt nicht weiter,
steige nach oben auf einer Leiter,
und so verfliegen Tage und Wochen,
und bald schon haben wir strenger gerochen,
aber am Ende all dieser Tage
ist doch noch übrig die kleine Frage.
Wenn ich sie stelle, geht es dann weiter?
Ich suche aus mir Rüschen und Kleider,
Ketten und Perlen rasch umgehangen,
ob es gelingt, ihn damit zu fangen?
__________________
Copy-Left, samisdada
Bearbeiten/Löschen
Bernd
Foren-Redakteur Routinierter Autor
Registriert: Aug 2000
Du bist tot, wenn ein Meteor kommt und am Schiff zerschellt
und die Luft entweicht.
Du bist tot, wenn ein Meteor kommt und die Wand durchschlägt,
doch du lebst vielleicht,
drücke du nur mal auf einen Knopf und beam dich sehr weit fort,
im Weltall gibt es manch schönen Ort.
Und dein Draht, wie er glüht, wenn der Schalter ganz leise klickt
und den Stromkreis schließt.
Und dein Draht, wie er glüht, wenn die Spannung dann heftig steigt
und dich Strom durchfließt,
drücke du nur mal auf einen Knopf und beam dich sehr weit fort,
im Weltall gibt es manch schönen Ort.
Denn du kennst noch nicht das Schwarze Loch,
und du fühlst in dir die Glut,
und du suchst vielleicht den Weg zum Gral,
und sammelst allen Mut.
Wenn du meinst, dass die Weite des Alls doch unendlich sei
und kein Treibstoff reicht.
Wenn du meinst, dass der Weg irreführt und die Gravitation
zum Zerquetschen reicht,
drücke nur mal auf einen Knopf und beam dich sehr weit fort,
im Weltall gibt es manch schönen Ort.
Drücke nur mal auf einen Knopf und beam dich sehr weit fort,
im Weltall gibt es manch schönen Ort.
Im Weltall gibt es manch schönen Ort.
__________________
Copy-Left, samisdada
Bearbeiten/Löschen
Bernd
Foren-Redakteur Routinierter Autor
Registriert: Aug 2000
Der Kosmos ist ein komischer Ort,
von meinem Zimmer aus fast nicht zu sehen,
Galaxien kreisen scheinbar in ihm immerfort,
der Kosmos ist ein komischer Ort.
Das Spiel begann vor zwölf Milliarden Jahren,
vielleicht auch vor ein paar Milliarden mehr,
da schwärmten Teilchen aus in großen Scharen,
und wie es vorher war, war gar nichts mehr.
Der Kosmos ist ein komischer Ort,
von ihm ist nur ein kleiner Teil zu sehen,
er nimmt uns alles, was er gibt, bald wieder fort,
der Kosmos ist ein komischer Ort.
Der Kosmos ist von innen nur zu sehen,
von außen wirkt er wie ein schwarzes Loch,
der Urknall ist nur schwierig zu verstehen,
rasierte er doch alle Haare fort.
Der Kosmos ist ein komischer Ort,
er ist von hier fast gar nicht zu sehen,
Galaxien kreisen scheinbar in ihm immerfort,
der Kosmos ist ein komischer Ort.
(Melodie: Die Liebe ist ein seltsames Spiel)
__________________
Copy-Left, samisdada
Bearbeiten/Löschen
Bernd
Foren-Redakteur Routinierter Autor
Registriert: Aug 2000
„Aelita, Aelita!“,
wie mein Ruf ins Weltall schallt,
„Aelita, Aelita!“,
Marsprinzessin, ich komm bald.
Und muss zum Mars ich fliegen,
den leeren Raum besiegen,
meine Bahn führt mich zu dir.
Und musst du lange warten,
ich werde bald schon starten,
denn das Schiff steht fertig hier.
Und liegst du in der Kryobox,
dann wärme ich dich auf,
und ich bette dich in Phlox:
„Aelita, wache auf!
Wache auf, ich warte drauf!“
„Aelita, Aelita!“,
wie mein Ruf im Weltall schallt,
„Aelita, Aelita!“,
Marsprinzessin, ich komm bald.
Ich prüfe die Geräte,
füll den Tank meiner Rakete
und starte meinen Flug,
jetzt geht es durch die Leere,
weil ich dich so verehre,
ich komme zu Besuch.
Und dauert es noch etwas Zeit,
bin auf Fahrt und komme bald,
also halte dich bereit
„Aelita!“, wie das schallt.
Marsprinzessin, ich komm bald.
„Aelita, Aelita!“,
wie ein Ruf durchs Weltall schallt!
„Aelita, Aelita!“,
Marsprinzessin, ich komm bald.
Leoniden, Perseiden,
ich will euch nicht sehn,
durch das Weltall
will ich fliegen
und die Welt verstehn.
Denn es gäbe viel Gewimmer,
immer, tauchtet ihr hier auf,
und es käme noch viel schlimmer,
pralltet ihr auf’s Schiff drauf;
und es käme noch viel schlimmer
pralltet ihr auf’s Schiff drauf.
Doch streift ihr
durch das All,
hält euch
Gravitation,
vorbestimmt
ist die Bahn,
lange folgt
ihr ihr schon,
und mein Traum
ist, im Raum
ferne Weiten zu sehn,
und ich will
doch die Welt
draußen verstehn.
Perseiiden, Leoniden
...
Die Rake-
te vom Schiff,
hinterlässt ihre Spur;
die Natur
nimmt sie auf,
es sind Abgase pur,
aber wenn
diese Spur
sich vereinigt mit Licht,
ist das Bild
wunderschön,
seht ihr das nicht?
Perseiiden, Leoniden
...
Doch ich streif
durch das All,
halt das Steuerpult fest
und mit Voll-
gas voraus
gehe ich auf die Quest.
Wohin führt
mich das Glück?
Niemand weiß
es genau.
Komme je
ich zurück,
bin ich ganz blau.
Perseiiden, Leoniden
...
Leoniden, Perseiden,
ich will euch nicht sehn,
durch das Weltall
will ich fliegen
und die Welt verstehn.
Denn es gäbe viel Gewimmer,
immer, tauchtet ihr hier auf,
und es käme noch viel schlimmer,
pralltet ihr auf’s Schiff drauf;
und es käme noch viel schlimmer
pralltet ihr auf’s Schiff drauf.
Doch streift ihr
durch das All,
hält euch
Gravitation,
vorbestimmt
ist die Bahn,
lange folgt
ihr ihr schon,
und mein Traum
ist, im Raum
ferne Weiten zu sehn,
und ich will
doch die Welt
draußen verstehn.
Perseiiden, Leoniden
...
Heißes Gas
treibt das Schiff,
hinterlässt seine Spur;
die Natur
nimmt sie auf,
es sind Abgase pur,
aber wenn
diese Spur
sich vereinigt mit Licht,
ist das Bild
wunderschön,
seht ihr das nicht?
Perseiiden, Leoniden
...
Doch ich streif
durch das All,
halt das Steuerpult fest
und mit Voll-
gas voraus
gehe ich auf die Quest.
Wohin führt
mich das Glück?
Niemand weiß
es genau.
Komme je
ich zurück,
bin ich ganz blau.
Perseiiden, Leoniden
...
__________________
Copy-Left, samisdada
Bearbeiten/Löschen
Bernd
Foren-Redakteur Routinierter Autor
Registriert: Aug 2000
Fliegst du los, dann nimm mich mit,
kommen wir vielleicht auch erst nach Jahren an,
unser Ziel: Der Sirius,
der zog mich schon seit der Kindheit in den Bann.
Doch die langen Zeiten,
die man dazu braucht,
hat man als Ziel die fernen Weiten,
die sind es, was mich wahrhaft schlaucht.
Ein langer Weg wirkt wie ein Spiel,
wenn du nur Treibstoff hast,
erreichst du irgendwann dein Ziel.
Fliegst du nur schnell, auf deiner Bahn
siehst du das Ziel in deinem Kahn
am Ende rasend nahn.
Tag für Tag und Nacht für Nacht
dampft der Kessel und du sitzt am Steuerrad,
du spürst kaum den leeren Raum,
wenn du dich bewegst auf deinem Sternenpfad.
Aber diese Zeiten,
die man dazu braucht,
hat man als Ziel die fernen Weiten,
die sind es, was am meisten schlaucht.
Der Kessel glüht, der Kessel schwillt,
und du fliegst irgendwann
auf deiner Bahn vorbei am Licht,
Geschwindigkeit ändert die Zeit,
dann kommst du an an deinem Ziel
in der Vergangenheit.
Und kommst du einmal zurück
läuft auf der Erde ein Saurier im Moor,
aber Menschen gibt es nicht,
und selbst die Mammuts kommen noch nicht vor.
Glaube mir, die Zeiten,
die sind relativ,
wenn sie dir Ungemach bereiten,
vertraue mir, da ging was schief.
Vergangenheit liegt lang zurück,
fliegst du genügend schnell
erreichst du sie mit etwas Glück.
Steckst du dann fest in deiner Zeit,
zerbrich den Kreis, halt dich bereit,
dann ist es bald soweit.
Vergangenheit liegt lang zurück,
fliegst du genügend schnell
erreichst du sie mit etwas Glück.
Steckst du dann fest in deiner Zeit,
zerbrich den Kreis, halt dich bereit,
dann ist es bald soweit.
Melodie: Ein kleines Glück
__________________
Copy-Left, samisdada
Bearbeiten/Löschen
Bernd
Foren-Redakteur Routinierter Autor
Registriert: Aug 2000
Es wird hell, wenn der Urknall knallt und ein Quark entsteht und die Sonne scheint,
es wird hell, wenn der Urknall dröhnt und Materie sich mit sich selbst vereint,
doch dann wird alles erst einmal schwer auf der Planetenbahn,
beim Urknall fing der Kosmos einst an.
__________________
Copy-Left, samisdada
Bearbeiten/Löschen
10 ausgeblendete Kommentare sind nur für Mitglieder und nur mit eingeschaltetem Javascript erreichbar.