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Leselupe.de > Erotische Geschichten
Die Magie des weißen Dreiecks oder Gibt es Happyends?
Eingestellt am 22. 05. 2013 11:03


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USch
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Die Magie des weißen Dreiecks oder Gibt es Happyends?

Georg steht vor dem Spiegel und macht sich zurecht für sein heutiges Date mit seiner neuen Freundin Isabelle. Ihm geht beim Rasieren allerlei durch den Kopf. Früher fand er in einer längeren Hängepartie mit seiner Partnerin Simone eine gewisse Dosierung an weiblicher Feindseligkeit anregend. Abwehr legte den Gedanken an das Gegenteil nahe. So wie eine hübsche Nonne gleich jeden Mann an das erinnert, was ihm verweigert wird. Ihm fällt ein, dass seine Ex sich einmal so raffiniert entkleidete, dass sich folgender Dialog abspielte:
„Dein Striptease“, sagte er.
„Was ist damit?“ murmelte sie.
„Du kannst damit Tote wiedererwecken und Erektionen automatisieren?“
„Ja wirklich? Das ist doch bei euch Männern kein Kunststück.“
„Warum sollte ich das nicht auch versuchen? Männer wollen halt immer die nackten Körper der Frauen anschauen, Frauen dagegen die nackten Gefühle der Männer hervorlocken. Also mache ich jetzt einen Gefühlsstriptease.“
Simone winkte damals ab. „Lass´ es, ich will´s nicht mehr wissen.“
Das war ein Schock, der den Erektions- und Gefühlsniedergang einläutete. Der Anfang vom Ende unserer Beziehung.

Isabelle sitzt vor dem großen Spiegel neben ihrem Bett, hat sich gerade die Schamhaare abrasiert. Sie kam sich in der Sauna irgendwie zu altbacken vor unter all´ den glatthäutigen jungen Frauen. Sie betrachtet mit Neugier ihre nun weiße Haut. Diese zeichnet sich jetzt wie ein Dreieck auf ihrem solariumbraunen Körper ab. So bloß kennt sie sich noch nicht dort im Intimsten. Und das, obwohl sie doch schon Mittvierzigerin ist. Aber sie freut sich und reibt sich mit einem belebenden Citrusöl ein. Heute Abend wird sie ihren neuen Freund treffen. Und sie will ihm gefallen - und verführen. Sie spreizt ihre Schenkel und bewundert ihre neu gewonnene erogene Zone, die jetzt viel mehr zur Geltung kommt. Und fühlt sich sehr frivol dabei.

Es ist ein warmer Sommertag und sie haben geplant, heute bei Vollmond auf der Terrasse seiner Penthouse-Wohnung zu übernachten. Von dort oben können sie auf die wunderschöne Kastelburg, die nachts angestrahlt wird, blicken.

Nach einem schönen Abendessen mit einigen Gläsern Wein und dahinplätschernden entspannten Gesprächen lässt sich das neue Liebespaar auf dem Matratzenlager der Terrasse nieder. Plötzlich flüstert Isabelle betroffen ihrem Georg ins Ohr: „Ich möchte jetzt etwas schlafen. Der Wein hat mich müde gemacht. Du kannst mich gern wecken, wenn der Mond über der Burg steht.“
„O.K.“, antwortet er etwas enttäuscht über diesen Aufschub, findet ihre Klarheit und Ehrlichkeit doch auch irgendwie gut in dieser noch neuen Beziehung. Sie entschlummert sofort. Doch er kann nicht schlafen und betrachtet nachdenklich den Sternenhimmel. Da es immer noch sehr heiß ist, liegen sie beide nackt auf einem Laken.

Die nahe Kirchturmuhr erläutert mit lauten Schlägen, dass es inzwischen zwei Uhr morgens ist. Sie liegt neben ihm und atmet immer noch in festen Zügen. Der Mond steht jetzt wie auf einer Kitschpostkarte über der Burg und schattiert die Formen des auf dem Rücken liegenden Körpers von Isabelle. Das helle Licht verstärkt das weiße Dreieck. Jetzt öffnen sich langsam entspannt ihre Beine. Er betrachtet voller Sehnsucht die hervorlugenden rötlich-saftigen Schamlippen und seine Geschmacksnerven erinnern sich an frische süße Feigen. Am Mittelmeer hat er sie häufig direkt vom Baum genascht und immer erotische Phantasien dabei gehabt. Er spürt stärker werdende Wärme und Unruhe in den Lenden aufsteigen. Zu gern würde er sich jetzt den Lippen widmen, doch irgendwie ist er zu feige diesen Gelüsten jetzt zu folgen, will ihren heiligen Schlaf nicht stören.

Nach einer langen Weile beschließt er dann doch, sich ganz vorsichtig an ihren Körper heran zu robben, ohne sie zu wecken. Doch er möchte ihr jetzt ganz nahe sein. Er versucht seine Gedanken von den Lenden abzulenken, doch es klappt nicht. Dann denkt er: Warum hat sie sich die Haare abrasiert, bietet sich so offen an? Sein Penis ist inzwischen knallhart. Er wird mutiger und kniet sich vorsichtig, ohne sie zu berühren, über ihren Körper, benetzt seinen Penis mit Spucke und senkt ihn dann ganz ganz langsam und sachte hinab, vorsichtig hinein in das weiße Dreieck - Verkehrsregeln müssen schließlich nicht immer eingehalten werden. Nach ein paar Minuten löst sich ein Lustseufzer aus dem süßen Mund von Isabelle. Träumt sie noch, oder ist sie in die Mondscheinnacht zurückgekommen? Wahrscheinlich beides. Er wird mutiger und versenkt sich in unendlicher Sanftheit minutenlang pulsierend hinein in die fruchtige Tiefe.

Können sich Gedanken und Wachträume synchronisieren? Egal, nach einer halben Unendlichkeit, die Kirchturmuhr schlägt halb drei, befreien sich beide voneinander und schauen entspannt auf den Mond, der sich gleich hinter dem Berg verstecken wird. Isabelle durchbricht nach einiger Zeit die Stille der Nacht und flüstert: „Oh, wie ist das schön! Ich bin jetzt deine Traumfrau.“
„Ja“, sagt er. Und er weiß, dass er seine eigenen Ängste vor einer neuen Bindung nur dadurch überwinden kann, je näher er dem Mann kommt, der er sein will, desto mehr dünkt ihn, dass Liebe die Kunst ist, sich aus der Falle, die daran hindert, sich zu sich selbst emporzuschwingen, zu befreien und die Fesseln der Vergangenheit zu lösen. Und unsichtbare Brücken in eine grenzenlose Zukunft zu schlagen.

__________________
Kunst wäscht den Staub des Alltags von der Seele (Pablo Picasso)


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