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Leselupe.de > ErzÀhlungen
A Baumholder Night
Eingestellt am 17. 01. 2006 23:42


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Inu
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A BAUMHOLDER NIGHT



Leben der amerikanischen Soldaten in Deutschland
um 1960.
Momentaufnahme.

Kaiserslautern.
Eine gewaltige Streitmacht haben die USA in der Pfalz stationiert. Uniformierte Soldaten der Army und Airforce prĂ€gen das Bild in den Straßen. AuffĂ€llig ist ihre PrĂ€senz bei Tag und Nacht.

An die vierhundert Bars gibt es in K’town und der Umgebung.
_

Bedienung fĂŒr CafĂ©s
auch AnfÀngerinnen
in amerikanische Garnisonsstadt gesucht
Unterkunft im Haus


so werben Zeitungsannoncen in allen deutschen Regionen.

Es melden sich massenhaft Frauen, auch aus Österreich, Belgien, Holland, Frankreich, der Schweiz. Es lockt der Dollar, es locken leichte, vermutlich lĂ€ssige Tage und eine Arbeit, von der manche glauben, dass sie gar keine ist.


STARLIGHT BAR

Im alten Bauernland, im Herzen der Pfalz, weit weg von den letzten HÀusern des Dorfes, inmitten von Feldern und Wiesen, steht seit Zeiten eine gerÀumige Scheune. Sie hat eine neue Bestimmung bekommen - ein kleiner Umbau und schon ist sie zur G.I.- Bar mutiert.

Um halb zehn Uhr morgens öffnet der Laden. Von da an tost und wummert ohne Ende die Juke-Box.

°°°° I’M JUST A LONELY BOY, LONELY AND BLUE...

- das ist Paul Anka –

I’m all alo-one with nothin’ to do.
I've got everythi-iing
you could think of.
But all I wa-ant
is someone to love
Someone, yes, someone to lo-ove, someone to ki-iss
Someone to ho-old at a moment like this.°°°°


Die Starlight Bar ... nachts schimmert sie aus der Ferne wie ein bunt beleuchtetes Passagierschiff auf graugrĂŒnem Meer, ist jedoch bei Sonnenlicht betrachtet, ein zwar sauber geschrubbter, aber schĂ€biger Schuppen.
Da lungern schlĂ€frig die Frauen vom FrĂŒhdienst herum, trinken Kaffee, pinseln sich Lack auf die NĂ€gel. Nach ‚Intimate‘ duften die Girls, dem begehrten ParfĂŒm jener Jahre. In der PX kaufen es ihnen die Freunde und Lover.
Jung sind diese MĂ€dchen. Ihre Kindheit war schlecht. Im Heim aufgewachsen, vom Leben geschĂŒttelt, haben sie noch nirgends Fuß fassen können. Hier braucht es keine Schulung und kein Wissen, hier werden sie nicht mehr versagen und nie allein sein.

Auch leuchtet die Zukunft in rosigen Farben, denn ĂŒber den großen Teich ist es von K’town bis ins Land ihrer Sehnsucht nur noch ein Luftsprung. New York – San Francisco – Los Angeles International Airport.
Und die Hoffnung kann schnell fĂŒr die TrĂ€umerinnen zur Wirklichkeit werden. Ein junger Sergeant, ein Major ... gute MĂ€nner gibt es genug unter den US. Soldaten. Und wenn einer verliebt ist, dann bietet er ... eventuell sogar Heirat.

Im Dorf wirbeln die jungen Dinger viel Staub auf. Die Bauernsöhne kriegen rote Ohren, die Landfrauen werden fuchsteufelswild, wenn diese FrĂŒchtchen zu dritt, zu viert, aufgedonnert und munter plappernd auf ihren Stöckelschuhen in die ehrbaren Gassen einfallen und dann bei Tante Emma den Laden und die Kundschaft durcheinander bringen.

Starlight-Bar. Amerikanische Soldaten kommen an freien Tagen frĂŒh her und kurieren hier ihr Heimweh mit Whisky und Bier. Polternd erstĂŒrmen sie schon vor Mittag den Schuppen. Da werden die schlĂ€frigen MĂ€dchen munter. Sie drehen die Musikbox lauter, knipsen den weiblichen Charme an. Durch Alltagsgeplauder, dummchensĂŒĂŸ oder mit Humor und Ironie gepfeffert, gelingt es den hauseigenen Blondinen, die Jimmys und Johns den Kasernenalltag fĂŒr eine Weile vergessen zu lassen. Diese Girls haben ein Pflaster fĂŒr jeden Kummer und gegen die Einsamkeit launische Worte. Trösten sie? Immerhin ... sie hören den MĂ€nnern wenigstens zu und ergattern so ganz nebenbei ihre ersten Drinks. Vielleicht gar Champagner.

*

Auch französisches Flair gibt es hier. TrÚs chic sind die Chansons der Piaf, die aus der Wurlitzer tönen:

°°°° C‘EST A HAMBOURG, a Santiago,
a White Chapel, ou Borneo.
C‘est a Hambourg, a Santiago,
a Rotterdam, ou a Frisco...

Hello boy ! You come with me ?
Amigo ! Te quiero mucho !
Liebling ! Komm doch mit mir !

C‘est a Hambourg, au ciel de pluie,
dans les bastringues a matelots,
que je trimballe encore ma peau,
les bras ouverts Ă  l'infini...
Car moi je suis comme la mer,
j‘ai l‘coeur trop grand pour un seul gars,
j‘ai l‘coeur trop grand et c‘est pour ca
qu‘ j‘ai pris l‘amour sur toute la terre...
C‘est a Hambourg, a Santiago
a White Chapel, ou Borneo...

So long, boy...
Adios, amigo...
Nachher, Schatz...
...Au r‘voir, p‘tite gueule ! °°°°


***

Eva malt heimlich auf ihrem Zimmer expressionistische Bilder, hat auch sonst den Kopf in den Wolken, ist verrĂŒckt nach Edith`s Chanson und lĂ€sst es in der Music-Box so lange laufen - vier mal, fĂŒnf mal hintereinander - bis die Kolleginnen unisono "aufhören" brĂŒllen. Dann drĂŒckt sie ihren zweitliebsten Song:

°°°° She gets too hungry, for dinner at eight.
She loves the theater, but doesn‘t come late.
She‘d never bother, with people she‘d hate,
THAT'S WHY THE LADY IS A TRAMP.

Doesn‘t like crap games, with barons and earls,
won‘t go to Harlem, in ermine and pearls.
Won‘t dish the dirt, with the rest of those girls.
That‘s why the lady is a tramp.

SHE LOVES THE FREE, FRESH WIND IN HER HAIR,
life without care.
She‘s broke, but it‘s o‘k.
She hates California, it‘s cold and it‘s damp.
That‘s why the lady is a tramp. °°°°



Zwölf Uhr Mittags. High Noon. Noch lauter dröhnt jetzt die Jukebox.

Aaron, ein Israeli mit großen Augen, mĂŒht sich hinter dem Tresen um die diversen GetrĂ€nke. Ach ja ... Schaumwein! In großen Mengen, fĂŒr zwei Mark dreißig die Flasche, wird er alle paar Tage aus dem Edeka-Laden angeliefert und verwandelt sich augenblicklich in edlen Champagner. Die Flasche kostet dann den Gast hundert MĂ€rkchen, wenn er sie seiner Lieblingsmaus spendiert. Vierzig davon verdient die Kleine. Das ist ziemlich viel Geld in den frĂŒhen neunzehnhundertsechziger Jahren.

Die Longdrinks, die weniger großzĂŒgige Herren den BarmĂ€dchen spendieren, heißen simpel 'Cognac-Cola' oder 'Tom Collins'. Beinahe sieben Mark blecht der Gast fĂŒr ein Glas des labbrigen Liquids. Zwei Mark sechzig werden der damit beglĂŒckten Dame gutgeschrieben.
Unaufhörlich 'mixt' Max, der Barmann diese Drink-Creationen fĂŒr die MĂ€dchen: Mixen tut er eigentlich nix, sondern er gießt Fanta oder Cola in eine langstielige Cocktailschale, sprenkelt ein bis zwei Spritzer wahlweise Whisky/ Wodka/ Cognac hinein. Dazu als herrliche Krönung - vom Zahnstocher durchpiekst - das obligatorische, ausgelaugte, blassrosa Dosenkirschlein. – Noch ein bunter Strohhalm ... fertig. Vorsicht! Das Zeug kann durchaus Spuren von Alkohol enthalten.
Solange nicht in Unmengen getrunken, schadet es aber der Leber kaum ...


"Das schmeckt toll", sagen die MĂ€dchen und lassen die skeptisch dreinblickenden US. Boys nicht von ihrem Wundergesöff kosten. Die zahlen dennoch und meckern selten. FĂŒr ‘nice company’ nehmen sie alles in Kauf.

Die Girls.
Sogar nachts, in der wilden, schweißtreibenden AtmosphĂ€re der stickigen RĂ€ume, gelingt es den meisten, elegant zu wirken.
Sie halten auf sich. Kleiden sich modisch. Gönnen sich Luxus. TÀglicher Besuch beim Friseur. Teures Make-up. Kostbarer Duft. Sie zelebrieren die Schönheit. Es gilt, sie zu erhalten ...
*

Im Starlight wird selten begrabscht und niemals gevögelt - eisernes Gesetz. Auch wĂŒrde ein Mann auf dem Zimmer fĂŒr eine, die hier im Haus wohnt, augenblicklich den Rausschmiss bedeuten. Denn - soviel muss gesagt sein - solche Etablissements sind keine Bordelle. Die Betreiber, reiche Herrscher im Zwielicht-Imperium, korrekte GeschĂ€ftsleute allesamt, sind darauf bedacht, dass ihre weiße Weste auch weiß bleibt. Was die quirligen Weibchen jedoch in ihrer Freizeit und außerhalb treiben interessiert die Bosse nicht.

„Come, have a drink“, rufen die G.I.s und winken die erwĂ€hlten Bargirls mit Dollarnoten heran. Den deutschen GĂ€sten geht es nicht besser. Auch sie mĂŒssen fĂŒr simple Gesellschaft teuer berappen. Na ja ... die Frauen sind jung und brauchen das Geld!

Aber ... viel zu trinken kriegt eine auf Dauer nur, wenn sie den Gast auch gut unterhĂ€lt. Das muss hier zĂŒchtig geschehen. Ohne Körpereinsatz sozusagen. Das ist verdammt schwer. Im verbalen Aufheizen der MĂ€nnerwelt ist manches Animierwesen einsame Spitze geworden, geĂŒbt im schlĂŒpfrige-Witze-ErzĂ€hlen und niedlichen Nonsens-Geplapper. Und das fĂŒr die G.I.s sogar auf Englisch.
Doch nie kann ein MÀdchen sicher sein, dass ihr Charme allein ausreicht, die GetrÀnke-ordernden MÀnner bei der Stange zu halten. Peinlich ist es, wenn der umgurrte Besucher plötzlich die Rechnung verlangt, mit der Restgeldsumme in der Tasche entkommt und zur Konkurrenz in die Bar nebenan eilt, wo man im Starlight doch so sehr auf ihn gezÀhlt hat.
Ein merkwĂŒrdiges PhĂ€nomen ist dieses Bar- Business ohnehin. Auf Abzocke angelegt, scheint es doch eine große Anziehungskraft auf die MĂ€nnerwelt auszuĂŒben. Ja, die Typen mĂŒssen tatsĂ€chlich an Wunder glauben, wenn sie auf die Willigkeit der mit ihnen zechenden Weibchen vertrauen. Es mĂŒnden die Gedanken auch der geduldigsten Freier zuletzt doch immer in das EINE.

Was bleibt den MĂ€dchen da ĂŒbrig? Sie versprechen ... versprechen. Sie lĂŒgen und ordern Champagner. Denn der bringt die Kohle. Am Ende verschwinden sie schnell zum Hinterausgang hinaus.

*

Im Starlight gibt es die beste Musik. Gegen Mitternacht kommt eine Big Band aus der Heidelberger Gegend herĂŒber. Die spielt fĂŒr die Amis und Freunde. Jazz. Blues. Und die Tanzschlager der Welt.
Beliebt sind : Rock n‘Roll, Cha- Cha, Limbo, la Bamba ...
Idole: Elvis, the King, Trini Lopez, the Platters, Pat Boone, Sarah Vaughan.

Irr ist auch der Sound von Bill Haley.

°°°° ONE, TWO, THREE O’CLOCK FOUR O‘CLOCK, ROCK,
five, six, seven o’clock, eight o’clock, rock’,
singt ein Sternchen mit heiserer Stimme.
‚Nine, ten, eleven o’clock, twelve o’clock, rock,
we’re gonna rock, rock‚ round the clock tonight.‘ °°°°



AtmosphÀre: teils Nashville, teils tiefe Provinz, dazu ein Touch Reeperbahn und furioses Menschengewimmel.
Guitar, Drums, Brass rĂŒtteln und stöhnen, hĂ€mmern den Beat in die Hirne hinein bis zum Umfallen. Die Luft ist zum Schneiden.

Doch tritt man hinaus vor die TĂŒr in die Nacht, dann riecht es nach Pferden, nach den Kartoffelfeuern der Bauern und der Wind, der aus dem PfĂ€lzer Wald her weht, ist frisch, dass die Lungen sich weiten. Raschelnd fĂ€hrt er ĂŒber Äcker und Ähren. Auch hört man Liebeslaute und das Kichern der PĂ€rchen vom Rand des Kornfelds.


Luzie hĂ€lt Hof ... in engem SchneiderkostĂŒm und weißer Bluse aus BrĂŒsseler Spitze. Niemals trĂ€gt sie FĂ€hnchen, niemals gibt sie sich billig. ChefsekretĂ€rin hĂ€tte sie werden können oder Beamtin ... in einem anderen Leben.
Ami-Soldaten, auch deutsche GĂ€ste, verlieben sich oft in Luzie. Keine bekommt so viele Drinks wie sie. Sie lĂŒgt nicht, verspricht nichts, hĂ€lt nichts von unmoralischen Angeboten und One-Night-Stands, sagt sie. Luzie ist ganz besonders ... seriös. O, sie hĂ€tte schon oft heiraten können, doch warum? Ein paar JĂ€hrchen will sie das hier noch machen. Hier ist sie zu Hause. Auch sie eine, die im Heim aufwuchs. LĂ€ngst sind die Bars zu ihrer BĂŒhne geworden. Hier spielt sie sich selbst.

*

Uschi errötet, denn da kommt ihr bester Freier von allen.
"Hallo, Mister Right."
Colonel Hornby, der Helden-Pilot der Airforce, geht in so einen Schuppen nur dann, wenn er blau ist und wenn Frau und Kinder auf Heimaturlaub in USA sind. Wow ... rasch sitzt man am Ecktisch. Der Colonel trinkt den Bourbon wie Wasser und Uschi trinkt Sekt. Ihre Schenkel, die schwarzbestrumpften, sind seidig und warm ... Seine Hand lĂ€sst er kriechen. Nach dem Nest sucht der Colonel, dem freundlichen Schlupfloch. Uschi nimmt immer wieder die vorwitzige Pranke und zieht sie, lieb lĂ€chelnd, zurĂŒck auf ihr Knie - bis hierher, nicht weiter ... spielt dabei das geschĂ€mige, aber willige Dummchen, verspricht ihm den Himmel auf Erden ... doch nicht jetzt ! Doch nicht hier! Please ... was denken die Leute ... spĂ€ter, wenn der Laden dann dicht macht, my darling, then ... you come with me."

Er weiß, dass sie flunkert – sie hĂ€lt ihn schon nĂ€chtelang hin – gibt ihm aber mit schmiegsamem Blick zu verstehen, wie sehr sie ihn mag. Da bestellt er noch eine Flasche - die zweite bereits - vom sĂŒndteuren, grottenschlechten ‘Champagner’. Uschi kippt ihn geĂŒbt aus dem Glas in den silbrigen KĂŒhler, immer dann, wenn ihr Verliebter gerade nicht hinsieht.
Die Flasche ist schon wieder leer! O my God, das kann nur schwarze Magie sein!
Schnell schwĂ€nzelt die Helga heran, rĂ€umt den SektkĂŒbel ab. Das uralte Spiel! Einen anderen KĂŒhler bringt sie in Windeseile, mit frischen EiswĂŒrfeln gefĂŒllt. In ihm prangt, von blĂŒtenweißer Servietten-Halskrause edel umschmeichelt, die dritte Flasche des obskuren Gesöffs.
"Der hier kommt aus Russland ... echter Krimsekt" - flĂŒstert die Uschi, „Krimisekti .... er kostet schon was, aber, o Connel, my Connel, ich mag ihn, er macht mich ganz ... heiß!"

Um dreihundert DM erhöht Helga beflissen die Rechnung.
Dem Freier ist dieser bescheuerte Vorgang schon lange vertraut. Er grinst und schweigt beim dreisten Manöver der MÀdchen.
Aber die Uschi ... die Uschi ... verdammt ... es zieht ihn immer wieder hier her ...
Er weiß: im Ausnehmen der GĂ€ste ist sie ganz groß, auch lĂŒgt sie, dass die Balken sich biegen. Doch sie hat ihren Stolz. FĂŒr schnöden Mammon verkauft sie sich nicht, ganz gleich, was einer ihr bietet.
Das haben ihm seine Pilotenfreunde berichtet - standhaft sei sie geblieben, als man sie einmal getestet.
Das imponiert ihm. Er denkt: ‚irgendwann krieg ich dich doch noch, MĂ€dchen!‘

***

Der Schuppen platzt jetzt aus den NĂ€hten. Es riecht nach Tabak, Haarspray und alt-verschĂŒttetem Bier.
Im Rythmus des Rock tost die Band, bebt die BĂŒhne.
Die Menge pulsiert wie verrĂŒckt auf dem Dance-Floor. Es wackeln die WĂ€nde. Und an der Decke drehen sich, Farben versprĂŒhend, die glitzernden Diskokugeln.

°°°° When the chimes ring five,
six and seven
we’ll be rocking up in seventh heaven.
we’re gonna rock around the clock tonight,
we’re gonna rock, rock, rock, till broad daylight.
We’re gonna rock around the clock tonight. °°°°



Es ist jetzt halb drei.
Flaneure der Nacht, fein gekleidete Spießer - auf der Suche ... wonach? Und Ami-Soldaten ... hier landen sie alle. Da kommt man sogar bis von K’town herĂŒber, weil die anderen, auch viel edlere Bars, um diese Stunde schon dicht sind.
Hier brummt der BĂ€r, tobt das Leben.

°°°° The warden threw a party in the county jail,
the prison band was there and they began to wail,
the band was jumpin’ and the joint began to swing,
you should’ve heard them knocked out jailbirds sing.
Let’s rock, everybody, let’s rock,
everybody in the whole cell block
WAS DANCING TO THE JAILHOUSE ROCK. °°°°



Auftritt Pascha, der Lude, lĂ€chelnd, nobel im Cashmere mit seinem Gefolge und ‘schaut mal’. Auch tĂ€nzelt herein der glatte King Coolidge, gleich drei Midnight - Babys am Arm, Duzfreund des Big Boss, ZuhĂ€lter ... und König auch er.

***

Das blonde Gift Candy hĂ€lt beim Tanzen sein Köpfchen eng an die Brust eines turmhohen Schwarzen gepresst. Sie ist mĂŒd, ihr ist schlecht, ihr Lipstick macht Flecken auf seinem seidenen Hemd. Er lacht laut ĂŒber etwas, was ein farbiges Nymphchen vom anderen Ende des Dance-Floors ihm zuruft. Dabei funkelt im Weiß seines Raubtiergebisses ein goldener Eckzahn, brilliantbesetzt.
Candy spĂŒrt ... der unstete Blick des Mannes sucht schon die frischere Frau fĂŒr die Nacht. Er lĂ€sst sie dann bald auch allein. Hebt sie auf wie eine Puppe und setzt sie wieder dorthin, wo sie herkam ... auf einen Stuhl an der Bar.

°°°° On a day like today
we pass the time away
WRITING LOVE LETTERS IN THE SAND.
Now my broken heart aches
with every wave that breaks
over love letters in the sand. °°°°


***
Eva ist schön und Ben - auch so ein windschnittiger Airforce-Typ - ist eifersĂŒchtig like hell. Heute wird er sie herausholen aus diesem Laden. EndgĂŒltig. Er meint es ernst. Jetzt reicht ihm der Shit.
Eva grinst nur. Passiv zu sein, ist immer gut. Einige Male hat er sie bereits aus der Bar gezerrt. Wenn sie mit Leuten beisammen saß und trank. Wo er sie doch 'als his girl' ansah. Und 'his girl' brauchte nicht mit 'Idioten' zu saufen. Er hat sie bei den Schultern gepackt, bei den Haaren, heftig. Hat sie auf die Straße befördert, vor allen Leuten, ins Auto bugsiert ... Evi, sein Eigentum.
Und so einen liebt sie: "My Captain!"
Sie trĂ€umt davon, endlich seiner sperrigen Seele ein StĂŒck nĂ€her zu kommen. Und dass er ihr ein bisschen mehr WĂ€rme schenke.
Die Kolleginnen kennen das Theater bereits bis zur Neige. Was fĂŒr ein Zirkus! Sie sehen sich kopfschĂŒttelnd an: eine VerrĂŒckte.
"She comes with me", sagt also Ben. Packt sich die Eva. Ausgerechnet heute, am Zahltag der Soldaten, wo immer besonders viel lÀuft. Und 'closing-time' ist noch weit.

Aaron, der GeschĂ€ftsfĂŒhrer, protestiert lauthals: "Nichts da. Hier bleibt sie!" Es gĂ€be einen Arbeitsvertrag, behauptet er plötzlich.
Diesen Zwist beendet Ben. Ein paar grĂ¶ĂŸere Scheine, von ihm angewidert auf die Theke geschmissen, lassen den WĂŒtenden schnell einhalten.
"Ihr seid beide meschugge. Schluss. Aus. Ende!", ruft Aaron und rafft sich die Knete. "Du bist gefeuert, Nutte, dein Krempel fliegt heut' noch auf die Straße!" Die Bekloppte grinst nur, als Ben, der amerikanische Pilot, groß, stark, ganz in Uniform und Lametta ... sie einfach auf den Arm hebt und mitnimmt.

***

Christa hat wie immer eine weiße Rose am Ausschnitt. An einem Ecktisch hockt sie mit ihrem scheuen, viel zu jungen Verehrer, trinkt Schaumwein und raucht die letzte Reno-Menthol aus der Packung. Reno-Menthol sind gut fĂŒr die Bronchien! Diese aber war eine zuviel nach all den SudelgetrĂ€nken, die man ihr heute spendiert hat. Sie rennt aufs Klo kotzen. Dann fĂŒhlt sie sich besser. Vor dem Spiegel frisches Make up aufgelegt, Leuchtrot fĂŒr die Lippen ... und so. Nun ist sie wieder wie neu. Schnell raus zu dem Gast, bevor der davonlĂ€uft. Denn er ist niedlich, der Kleine. Zum Vernaschen sĂŒĂŸ. Wenn ihr einer gefĂ€llt, gibt es fĂŒr Christa kein Halten.

°°°° You can dance ev’ry dance with the guy
who gives you the eye, let him hold you tight.
You can smile ev’ry smile for the man
who held your hand ‘neath the pale moonlight.
BUT DON’T FORGET, WHO’S TAKING YOU HOME
AND IN WHOSE ARMS YOU’RE GONNA BE,
SO DARLING DANCE THE LAST DANCE WITH ME. °°°°


***

Nebenan in halbverborgenen Nischen blĂŒht ĂŒppig der Nepp. Immer die gleichen WĂŒnsche haben die angetrunkenen Freier und diese bedienen die SchlĂ€mpchen mit SchlĂ€ue. Man hĂ€lt sich die Typen geschickt und trickreich vom Leib ... lĂ€sst sie brĂŒnstig von Liebe labern ... sie werden mit Augenaufschlag auf spĂ€ter vertröstet. Und spĂ€ter ist nie.
Durch frivoles Gehaben hĂ€lt man sie schön bei der Stange. Sie dĂŒrfen sie sich schon mal ein KĂŒsschen vom fest verschlossenen Mund holen oder kurz nach einer Brust tasten. Aber mehr nicht. Der stetig ansteigende Alkoholpegel der Freier arbeitet gegen sie. Die Herren der Schöpfung werden verlieren. Die Damen aber bestellen weiter lustig Champagner und schĂŒtten ihn weg.
Die armen Möchte-gern-Ficker ... ach, sie bekommen wenig fĂŒrs Geld - nicht das, was sie wollen - aber zu trinken genug. Bis die Brieftasche leer ist.

Nachher zĂ€hlen die Bargirls hinten in der KĂŒche andĂ€chtig ihre D-Mark und Dollars. Sie staunen, weil doch alles so leicht lĂ€uft und man sogar bei der ganzen Sache ... ziemlich unberĂŒhrt bleibt.

***

Die Band macht jetzt Pause. Freddy beklagt in der Juke-Box das traurige Schicksal der LegionÀre

°°°° BRENNEND HEIßER WÜSTENSAND,
fern, so fern dem Heimatland,
(so SCHÖN, SCHÖN WAR DIE ZEIT!!)
Kein Gruß, kein Herz,
kein Kuss, kein Scherz.
ALLES LIEGT SO WEIT, SO WEIT.
(so schön, schön war die Zeit.)
Dort wo die Blumen blĂŒhn,
dort wo die TĂ€ler grĂŒn,
dort war ich einmal zuhause.
Wo ich die Liebste fand,
da liegt mein Heimatland,
wie lang bin ich noch allein? °°°°


Ein Mann kracht vom Barstuhl und schlÀft auf dem Holzboden weiter.

***

Lu ist neu hier im Starlight. Der Boss hat es anscheinend bei ihrer Einstellung nicht geschnallt, die anderen MÀdchen aber schon: Sie ist eine Nutte, trÀgt ein knallrotes Kleid und wedelt wie wild mit dem Knackarsch, wenn sie den GÀsten das Bier bringt, wogt wie ein Vamp hin und her, scharwenzelt herum vor den Blicken der grinsenden Machos.
Die steht nicht auf Drinks, nein ... Lu hat ihre eigenen Arbeitsmethoden ...

Der alte Sergeant on pay-day - a little bit tipsy like always - hat eine Menge Dollars in der Tasche und ... einen gigantischen SchwÀngel steif in der Hose. Letzteren grabscht sich die Lu durch den Stoff ... wow ... sie tut höllisch begeistert und zieht den sich zierenden Soldier unterm Keckern der Meute hinaus in die Nacht.

***

Irgendwann tönt aus der Jukebox die Weise, die ist anders als alles, was man sonst hier hört ... zum Weinen schön. Jemand hat die Melodie wohl aus Versehen gedrĂŒckt, noch kennt sie kaum einer ... sie heißt: PETITE FLEUR.

Traurig lauscht Jimmy, achtzehn Jahre alt, G.I aus Kentucky, der da inmitten der vielen mit seinem Glas Bier an der Bar steht.

O, es hat ihn erwischt, er ist bis zum Wahnsinn verliebt in die Barfrau Elfriede aus Graz.
Warum flirtet sie stÀndig und schÀkert mit jedem hergelaufenen Blödmann? Er liebt sie doch so ...
"Geh", sagt sie, "geh Tschapperl, es wird nichts mit uns ... schau ... es war halt fĂŒr eine Nacht nur! Nimm‘s doch nicht so tragisch!"

Ach, Jim hasst die Kneipen, er hasst das besoffene Treiben. Er fĂŒrchtet den Kasernenhofdrill. Er fĂŒrchtet Germany. Eine TrĂ€ne rollt ihm pathetisch ins Bierglas.

***


Doris ist extra von Bad DĂŒrkheim gekommen. Sie sieht aus wie 'ne Nutte, ist aber keine, denn sie macht es umsonst. Taucht spĂ€t in der Nacht auf, lungert herum in schummrigen Ecken. Jetzt liegt sie in jemandes Armen, knutscht, sippt die Drinks, die er maulend spendiert - an denen sie keinen Pfennig verdient, denn sie gehört hier nicht dazu - Doris brabbelt betrunken vom Ficken, meint aber Liebe und trĂ€umt von dem Typen, der in der FrĂŒhe neben ihr aufwacht und sie dann trotzdem noch gern hat.

***

Im hinteren Raum bricht auf einmal Krawall los. Dort schmeißen sie schon mit StĂŒhlen und Tischen.
The allnightly fight! Die StammgĂ€ste sind es gewöhnt und grinsen nur mĂŒde.
Das Gefecht ist gerade lustig im Gang, da rĂŒckt im grauenden Morgen, sechs Mann hoch, M.P. an ... Military Police. Man nimmt die lĂ€dierten StreithĂ€hne - in Handschellen gefesselt - gleich mit.
Dann ein harscher Befehl: "It is closing time." Halb fĂŒnf. Schluss der Vorstellung. Ende!

Alles eilt zu den Autos. FahruntĂŒchtige Zecher werden aufgesammelt von ihren Freunden oder von den BarmĂ€dchen in herbeitelefonierte Taxen verfrachtet.
Noch Rufe, GedrÀnge, ein Hupkonzert.
Bremsen kreischen, aufheulen Motoren,
fern Fetzen GelÀchter, die im Wind verwehen ...

Wie ein Spuk sind sie fort, die Amischlitten, die Straßenkreuzer, die offenen Sportscars mit den FrĂ€uleins der Nacht.

Vogelgezwitscher steigt aus dem Wald auf und aus den Wiesen der Nebel.

***



NACHWORT

Dann kam Vietnam und zerbrach den leichtlebigen Zauber.
Der Krieg kostete Ben, Evas Airforce-Piloten, das Leben und mit ihm fĂŒnfundfĂŒnfzigtausend amerikanischen Soldaten
as ... the music died.

°°°° Take one fresh and tender kiss -

sang einst heiser die Lady -

add one stolen night of bliss..
ONE GIRL, ONE BOY,
SOME GRIEF, SOME JOY...
MEMORIES ARE MADE OF THIS. °°°°


Memories.

Should auld acquaintance be forgot
and never brought to mind?


K’town. Unvergesslich die SilvesternĂ€chte in den Bars im Kreis der Freunde und Freier. Unter Luftschlangengedöhns und Böllergeknalle floss drinnen Champagner - der echte. Man sang, tanzte verrĂŒckt bis zum Morgen. In all dem Remmi Demmi und Menschendunst, liebte, umarmte man ... die ganze Welt.

For au-au-auld lang syne, my dear,
for au-au-auld lang syne,
we'll take a cup of kindness yet,
for the days of auld longsyne.



Ob sie schön war die Zeit bei soviel Rotlicht und Nepp?
Doch es war IHRE Zeit, IHRE Music, der Sound einer Ära.

Und die MĂ€dchen von damals ... so simpel, so sĂŒĂŸ?

MĂ€dchen:
Ihr lebtet dem Heute unschuldig wie spielende Kinder. FĂŒr ernst-hehres Streben waren eure Gedanken viel zu leicht und zu kraus.

Ihr lebtet die sonnigen Tage, die NĂ€chte in zahllosen Betten.
Ihr giertet nach Leben in all seinen Farben, ihr liebtet die brausenden Parties und Feten. Liebtet die freien Tage unter BĂ€umen an romantischen Badeseen in vertrauter Kolleginnenrunde, umringt und umsorgt von braungebrannten Verehrern.

Jedes Restaurant, das berĂŒhmt war, jede Spielbank im Umkreis war euer Zuhause - dorthin ging man mit ‚besseren‘ GĂ€sten und war auf einmal seriös, eine ... Dame.
Dann die Fahrten durchs sommersattgrĂŒne Land bei offenem Verdeck mit American- Heros im Traum-Cadillac,
with the free, fresh wind in your hair.

Was life without care??

Schön war es, frĂŒh in der DĂ€mmerung mit den Nachteulen-Freiern in lustiger Clique durch den Wald, nah beim Starlight, zu laufen, wenn der Wind die verrĂ€ucherten Lungen, die zugenebelten Köpfe mit frischer Brise erquickte, wenn im Erwachen des Morgens in Wiesen und Auen die Vögel zu singen begannen.

Ach, ihr liebtet die Tage, ihr liebtet die NĂ€chte noch mehr, die immer wieder neue Erlebnisse, neue Zuneigung brachten, auch wenn die Ekstase kurz wĂ€hrte und ‚GlĂŒck‘ meistens nur Illusion war ...

Ihr lebtet die Liebe durch Höhen und Tiefen. Ihr liebtet wirklich und oft. Ihr trĂ€ufeltet Herzblut in all eure großen und kleinen AffĂ€ren und gabt das Sehnen nie auf.

*

LĂ€ngst seid ihr Matronen, all ihr Schönen der Fifties, ihr gierigen, bösen, ihr zĂ€rtlich-vertrĂ€umten, durchtriebenen Flittchen. Iris, Helga, Kim, Karin, Marina, Christiane ... euer Lachen klang hell und mancher G.I. denkt noch gern daran zurĂŒck.
Freunde und Lover, wo immer ihr jetzt seid, ob unterm Mond Westvirginias, ob am Strand von New England ... Dennis, Burt, Earl, Jim, Jeff ... wie Schiffe im Nebel seid ihr einander begegnet und musstet dann weiter ... ein jeder fĂŒr sich, auf eigenem Kurs.

Was bleibt?
Nostalgie.

Memories, Music, Magic der NĂ€chte, high Feelings von einstmals ...
Vergangenheit jetzt ... verwischt sind die Spuren,
nie ganz vorbei.

Say "farewell" now to lovers,
and to K’town ..."so long."

IT IS FOR AULD LANG SYNE, MY DEAR
FOR AU-AU-AULD LANG SYNE,
WE'LL TAKE A CUP OF KINDNESS YET
FOR THE DAYS OF ROSE AND WINE.





Copyright Irmgard Schöndorf Welch, Oktober 2002
ĂŒberarbeitet 03.06.2005

*



Version vom 17. 01. 2006 23:42
Version vom 06. 09. 2008 02:04
Version vom 06. 09. 2008 02:31
Version vom 06. 09. 2008 13:22
Version vom 06. 09. 2008 13:52
Version vom 06. 09. 2008 14:46
Version vom 08. 09. 2008 20:15
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pch
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Kompliment, Inu,

ein ganz feiner Text.

Darf ich ein klein wenig herummeckern?

Es ist ja fast nicht wert, erwÀhnt zu werden, aber mich stört die Juke-Box, die einmal von halb zehn an ohne Ende tost, um kurze Zeit spÀter, von high noon an und somit erneut, nicht mehr zum Stillstand zu kommen.

High-noon bringt mich zum nĂ€chsten Punkt: Du solltest dich entschließen, deine eingestreuten englischen Worte, die ich gut finde, weil sie dem Text zusĂ€tzliche AuthentizitĂ€t geben, konsequent klein oder groß zu schreiben. Ich stoße auf owner, girls, hell und closing time , aber auch auf Liquids, Drinks, Lipstick und Sportscars. Und auf lover, zu Beginn klein, gegen Schluß zu groß, was ja dann schon wieder symbolisch sein könnte, aber trotzdem nicht gut wirkt.

Und, das bin wahrscheinlich nur ich, ich hĂ€tte PX mit sachlichem und liquid mit weiblichem Geschlecht versehen, aber darĂŒber lĂ€ĂŸt sich vermutlich endlos streiten.

Wieso plötzlich AnfĂŒhrungszeichen, wenn die MĂ€dchen for drinks fishen? Stören mich nicht wirklich, aber an der Stelle ist man das eingesprenkelte Englisch schon so gewöhnt, daß weglassen schöner wĂ€re, glaub ich.

Wenn du PX nicht erklaerst, brauchst du MP auch nicht zu erlaeutern.

Nach Traum-Cadillac gehört entweder ein Beistrich, oder das with in der nĂ€chsten Zeile gehört groß geschrieben

Mit den Ausrufzeichen gehst du, meiner Meinung nach, zu großzĂŒgig um, vor allem in dem Absatz ĂŒber die gĂ€ngigen Cocktails. Die SĂ€tze sind stark genug, find ich, auch mit einem Punkt am Ende.

Ahh ja, und PrĂ€sens zu Beginn wĂŒrd sich mit einem ‘z‘ auch besser machen, aber jetzt hör ich schon auf.

Liebe Gruesse
Chris

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Inu
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Liebe(r) Chris

Fein, ich werde den Text Zeile fĂŒr Zeile durchgehen und Deine RatschlĂ€ge befolgen. Das ist ein Kommentar und eine Kritik wie ich sie mag. Damit lĂ€sst sich etwas anfangen. Du hast beinahe in allem Recht. Nur mit 'PX' und 'liquid' bin ich mir nicht ganz sicher.

Also, ich fang jetzt gleich an

Danke herzlich fĂŒr die Hilfe.
ich grĂŒĂŸe Dich
Inu

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MDSpinoza
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Article discombobulation is not quite uncommon in die Deutsche American Language. Otherwise ganz nett!
__________________
Lieber ein verfĂŒhrter Verbraucher als ein verbrauchter VerfĂŒhrer...

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Inu
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Hallo Spinoza

quote:
Article discombobulation is not quite uncommon in die Deutsche American Language

Das stimmt. Die Deutschen, die ich kenne, sagen "die" PX, ( eigentlich "der" Post Exchange, aber das sagt keiner ) Und so habe ich halt das "die" ĂŒbernommen.
Liquid ist ganz klar mĂ€nnlich, da bin ich sicher, das Wort ist schon fast eingedeutscht: Der Liquid. Waren sonst noch zweifelhafte Artikel drin? Ich habe es zwar auf Anregung von Chris ĂŒberarbeitet ... aber vielleicht doch was ĂŒbersehen.

Gut dass Du die Geschichte nett findest. Das freut mich

Gruß
Inu

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Fitzberry
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Hallo Inu,

was mir an deinem Text besonders gefĂ€llt, ist diese selten zu lesende Halbdistanz der ErzĂ€hlerin zu ihren Protagonisten /Protagonistinnen. Dadurch - nĂ€mlich genauer: durch die zwischen Ironie und ZĂ€rtlichkeit wechselnden Modulierungen der ErzĂ€hlstimme - gewinnt diese Geschichte, deren Fakten als solche nur fĂŒr die in ihr Agierenden, die Betroffenen selbst, von allerdings großem Interesse wĂ€ren, eine zusĂ€tzliche Dimension, in der die ErzĂ€hlhandlung zum Thema wird, das zumindest dieser Leser gerne studiert hat.

Meine Lieblingsstellen:

quote:
Der Dollar lockt, es locken leichte, vermutlich lÀssige Tage und eine Arbeit, von der manche glauben, dass sie gar keine ist.


quote:
knipsen den weiblichen Charme an

quote:
Auftritt Pascha, der Lude, lĂ€chelnd, nobel im Cashmere mit seinem Gefolge und ‘schaut mal’.

quote:
Wo ich die Liebste fand,
da liegt mein Heimatland,
wie lang bin ich noch allein? °°°°
Ein Mann am Tresen kracht vom Barstuhl und schlÀft auf dem Holzboden weiter.


Liebe GrĂŒĂŸe
Robert

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