Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, m├╝ssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5284
Themen:   87728
Momentan online:
501 Gäste und 14 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Ungereimtes
Absturz
Eingestellt am 18. 01. 2002 18:49


Autor
Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.
G├Ąnsebl├╝mchen
Hobbydichter
Registriert: Apr 2001

Werke: 13
Kommentare: 35
Die besten Werke
 
Email senden
Profil

Absturz,

wollte mich fallen lassen in Deinen Armen,
von Dir aufgefangen, getr├Âstet werden.
Doch Du kamst nicht
und f├╝r mich war es zu sp├Ąt,
dem Absturz zu entgehen.

Ein Abgrund ├Âffnet seinen grauenhaften Schlund,
zerrt mich unbarmherzig in seine Tiefe.
Zeit und Raum, jedes Ma├č geht verloren.
- Ewigkeit
Boshaft kriecht die Angst in meinen K├Ârper,
beginnt, ihr tr├╝gerisches Netz zu weben.
Doch der Aufprall schmerzt nicht,
bin nur noch Schatten.

Unten geisterhaft graue Gestalten,
verwitterten Statuen gleich,
- alles Gefallene
n├Ąhern, umkreisen, be├Ąugen mich,
erahnen ihr Spiegelbild,
entfernen sich gelangweilt,
nur noch schemenhaft erkennbar
verschmelzen sie mit den Felsw├Ąnden.

Will nicht versteinern wie sie, in einem Meer dunkler Einsamkeit,
und sp├╝re doch, wie schon die K├Ąlte nach meinem Herzen greift,
es verf├╝hrerisch umwirbt, umspielt, samtschwarz umschmeichelt,
es mit dem Angebot des Vergessens, der Unverletzbarkeit lockt.
W├Ąre so leicht nachzugeben, aufzugeben, sich abzugeben.

Ein Strom hei├čer Tr├Ąnen entspringt meiner Tiefe,
bahnt sich seinen Weg ├╝ber k├╝hle Haut,
sprengt Mauern, unaufhaltsam, kraftvoll, befreiend,
unerm├╝dlich bis aller Schmerz fort gesp├╝lt ist.
Ihm folgen Ersch├Âpfung, schwerer traumloser Schlaf,
und LEBEN.



Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


autechre
Hobbydichter
Registriert: Jan 2002

Werke: 12
Kommentare: 33
Die besten Werke
 
Email senden
Profil
gro├če worte

irgendwie ganz gut und irgendwie doch nicht... nimmst gro├če worte mit ins gedicht... ewigkeit, zeit, raum... true ich mich kaum ran und vielleicht, vielleicht sollte man da mehr ├╝berlegen, bis der gro├če wurf gelingt...├╝ben, ├╝ben...
trotzdem zugang zur sprache,
ein lieb gemeinter tip, nicht unbedingt stilmittel reinzw├Ąngen
liebe gr├╝├če
autechre

Bearbeiten/Löschen    


G├Ąnsebl├╝mchen
Hobbydichter
Registriert: Apr 2001

Werke: 13
Kommentare: 35
Die besten Werke
 
Email senden
Profil
unsicher

Gr├╝├č Dich, autechre,

ich danke Dir f├╝r Deinen Kommentar.
Hm... was soll ich darauf antworten?

- gro├če Worte...
ja, vielleicht wirkt das so, aber das sind meine subjektiven Gef├╝hle.
Bei so einem Absturz, empfinde ich weder Raum noch Zeit und das St├╝rzen in die Ungewissheit scheint sich ewig hinzuziehen.

- der gro├če Wurf...
der sollte es gewiss nicht sein, den Anspruch habe ich nicht.
Bin nur jemand, das versucht, Erlebtes durch Schreiben zu verarbeiten und hofft, da├č sich vielleicht der ein oder andere darin wiederfinden kann.

Da ich einfach nach Gef├╝hl schreibe, von Regeln, Stilmitteln usw. keine Ahnung habe, magst Du mir da vielleicht helfen, indem Du mir sagst, welche Stellen Du meinst und mir einen Tip gibst, wie ich es besser machen k├Ânnte?
Ich w├╝rde mich sehr dar├╝ber freuen.

Liebe Gr├╝├če
G├Ąnsebl├╝mchen

Bearbeiten/Löschen    


autechre
Hobbydichter
Registriert: Jan 2002

Werke: 12
Kommentare: 33
Die besten Werke
 
Email senden
Profil
sorry,

hab mich heute wohl im allgemeinen etwas zu hoch aufgeschwungen, wollte schon konstruktiv sein und wie gesagt deine art dich zu formulieren gef├Ąllt mir und vor allem negative kritik hilft oft weiter, ansonsten h├Ątte ich mir ja auch nicht die m├╝he gemacht dir zu antworten...
das mit dem gro├čen wurf kam halt so an bei mir, eben wegen wortwahl und so... ich w├╝rde nach bildern suchen, wenn du durch zeit und raum und ewigkeit taumelst, das mit dem gef├╝hl, na klar h├Ątte mir eher auffallen sollen und klar findet man sich da wieder... stilfiguren:alliteration g,g,g
na ja auch geisterhaft graue gestalten h├Ątte man vieleicht
anders gestalten k├Ânnen, bin aber zu m├╝de/hungrig gro├č alternativen zu finden,
w├╝rde mich freuen wieder von dir zu h├Âren
ciao, autechre

Bearbeiten/Löschen    


G├Ąnsebl├╝mchen
Hobbydichter
Registriert: Apr 2001

Werke: 13
Kommentare: 35
Die besten Werke
 
Email senden
Profil

Hallo autechre,

ich danke Dir f├╝r Deine Antwort. Zum Beispiel habe ich bisher nicht einmal gewu├čt, was Alliteration bedeutet, - wieder was gelernt.
Nun werde ich mal schauen, ob ich da was umbasteln kann, ohne den Sinn und das Empfundene zu verf├Ąlschen. Denn das ist so ziemlich der einzige Grund meines Schreibens,
- einfach mein Erlebtes und die Gef├╝hle dazu auszudr├╝cken damit ich es besser verarbeiten kann.
Ich wei├č nicht, ob ich das jemals so schaffen werde, da├č so etwas wie ein Gedicht dabei herauskommt und bin mir nicht einmal sicher, ob mir das so wichtig ist.
Ich lerne gern, aber es f├Ąllt mir wahnsinnig schwer, beim Schreiben an Regeln denken zu m├╝ssen. Es kann dann n├Ąmlich vorkommen, da├č mir die Freude dabei fl├Âten geht, da├č ich vor lauter ÔÇ×richtig" und ÔÇ×falsch" nicht mehr erkenne, was ÔÇ×meins" ist.

Mit lieben Gr├╝├čen
G├Ąnsebl├╝mchen

Bearbeiten/Löschen    


sturmwind
Hobbydichter
Registriert: Dec 2001

Werke: 25
Kommentare: 23
Die besten Werke
 
Email senden
Profil

Hm... ich verstehe auch nicht viel von irgendwelchen Regeln und versuche auch grunds├Ątzlich einfach nur zu schreiben was ich denke oder f├╝hle ohne mich dabei "einschr├Ąnken" zu lassen...
So ist auch das einzige was mir in diesem Fall ins Auge stach im Grunde nur ein einziges Wort.
Alles andere finde ich zum Teil sogar sehr sch├Ân geschrieben, nur ├╝ber ein Wort stolperte ich, was mich aus dem Gedicht "warf".

...
und sp├╝re doch, wie schon die K├Ąlte nach meinem Herzen greift,
es verf├╝hrerisch umwirbt, umspielt, samtschwarz umschmeichelt,
es mit dem Angebot des Vergessens, der Unverletzbarkeit lockt.
...


Dieses Wort "Angebot" finde ich treibt in dem Moment einen Keil zwischen Lesen und "Sehen". Zumindest war es bei mir so... als ich das Wort las, fand ich mich nicht mehr im Gedicht wieder, sondern sogar ziemlich abseits. Ich finde es passt so gar nicht da herein, vor allem nicht in die vorherige Wortwahl. Ich "stehe" da eher auf W├Ârter wie "Pakt" oder dergleichen... wenn ich Angebot lese, muss ich eher an irgendwelche rotmakierten Preisschilder denken, die jedes Gesch├Ąft zum Schlussverkauf ├╝berfluten.

Naja, so viel gesagt, was ich doch h├Ątte k├╝rzer fassen k├Ânnen
Aber ansonsten gef├Ąllt mir der Rest und auch die Einstellung, warum du schreibst.

freundlich gr├╝├čend
~sturmwind~

__________________
Alles ist so leicht -
und doch wieder schwer

Bearbeiten/Löschen    


Zur├╝ck zu:  Ungereimtes Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.



Leselupe-Bücher





Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!