Ach wär ich die Luft
Der Atem, die Stille
Behütete auch deine Seele in mir
Ich hielt deinen Duft
Und wär es dein Wille
Dann kündeten all meine Stürme von dir
Ach wär ich das Meer
Das Wasser, das Fließen
Und all deine Tränen, die lebten in mir
Du triebest umher
Wärst frei zu genießen
Die endlosen Weiten gehörten nur dir
Ach wär ich die Glut
Das Feuer, die Liebe
Und flammend verzehrte dein Herz sich nach mir
Ich schenkte dir Mut
Und Hoffnung die bliebe
Es fände kein Zweifel mehr Beute in dir
Ach wär ich der Grund
Die Erde, die Tiefe
Dann lägest du warm und geborgen in mir
Und zu jeder Stund
Die ich nach dir riefe
Da wüchsen aus mir bunte Blumen auf dir
Ach wär ich die Zeit
Ach wärst du am Leben
Ich ließe dich nie wieder gehen von mir
Ich wäre bereit
Dir alles zu geben
Dann stünde ich zeitenlos immer bei dir
Es reimt sich schon…irgendwie.
Es reimt sich sozusagen um den Reim herum.
Sozusagen.
Die Zeile bricht nicht mit dem Reim.
Aber verstaucht ist es schon irgendwie.
Ich weiß auch nicht.
Die Reimeheimer wüssten´s besser zu formulieren.
So wie vom unreinen Reim oder so.
Die fangen dann gleich an zu zählen.
Und haste nicht gesehen, biste ausgezählt…
…mit deinem Reim.
Walter! Also immer wenn man den Kerl braucht.
Der Walter wüsst´ jetzt was zu erzählen.
So von den Tugenden des Reims und so.
Bei mir ist es halt so mehr der Klang.
Und irgendwie will der nicht so richtig.
Aber wie gesagt…es reimt sich schon.
So um den Reim herum.
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Das hab ich alles aus meinem Kopf abgeschrieben.
Ich hab gezählt und muss sagen: Alle Achtung, Trasla! Stimmt haargenau. Und trotzdem gehts mir ein bisschen wie Otto; die Sache mit dem "Klang". Und warum der in der letzten Zeile besonders aufstößt, könnte daran liegen: "Dann bliebe ich stehn ewig LICH neben dir". Und das entbehrt nicht einer gewissen Komik. Eigentlich schade bei dem schönen Inhalt. Wieso nicht ganz einfach: "Dann bliebe ich ewiglich stehn neben dir"?
Nur mal so gesagt von:
Silvia
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Am jüngsten Tag, wenn die Posaunen schallen und alles aus ist mit dem Erdeleben, sind wir verpflichtet, Rechenschaft zu geben von jedem Wort, das unnütz uns entfallen. - J.W. Goethe -
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Liesske Häufig gelesener Autor
Registriert: Jul 2011
Hallo Trasla,
ich möchte der Diskussion um die letzte Zeile deines Gedichtes noch eine Variante hinzufügen. Auch ich bin bei 'ewiglich' gestolpert. Allerdings weniger des Rhythmus' wegen. Für mich ist das Wort 'ewiglich' ein bisschen veraltet, sozusagen leicht historisch gefärbt und das passt mir irgendwie nicht in diese andere schöne gegenwärtige Sprache des Textes.
Vorschlag: statt 'ewiglich' - 'zeitenlos'. Das hätte evtl. sogar den Charme, dass eine Brücke zur ersten Zeile der letzten Strophe geschlagen wird.
Also dann klänge es so:
'Dann bliebe ich zeitenlos stehn neben dir.'
Liebe Grüße
Frank
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Frank Ließke
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Trasla Häufig gelesener Autor
Registriert: Jun 2011
Woah, vielen Dank für die vielen Kommentare und guten Vorschläge!! Freue mich sehr über die rege Geschäftigkeit!
Ich neige momentan zu einer Kombination aus zwei Vorschlägen:
"Dann stünde ich zeitenlos immer bei dir"
Wie klingt das?
Die Brücke zur ersten Zeile sollte zwar auch schon das "ewiglich" schlagen, aber "zeitenlos" ist natürlich konkreter und scheint mir deshalb charmant, weil "zeitenlos" auch gleichbedeutend mit "selbstlos" ist, wenn man selber die Zeit ist.
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