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Leselupe.de > Erzählungen
Albatros
Eingestellt am 02. 02. 2002 17:04


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dusselmann
Hobbydichter
Registriert: Feb 2002

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Es wendet sich getrost zu Wort der Spielgefährte Albatros:
"Was wundert's mich, du bist schon längst gegoren,
gefesselt in des Meisters Stube, ja ganz unverfroren
dem Gesetze √ľberlassen. Die Natur ist deines Meisters Schmied
und lässt dich's schnell bereuen, hast du einmal Mist gebaut.
Drum lausche meinem Wort und handle mit Bedacht.
Denn du bist schneller schon bestraft, als du je gedacht."

"Aber Albatros, ja Albatros, mein liebster Spielgefährt',
was kränkt dich so, was macht' ich denn verkehrt?"

"Nun, siehst du nicht die Blätter welken, siehst du nicht
wie alles was einst je geschaffen zu Grunde geht und bricht?
Hast deinesgleichen nie geliebt, nie geehrt, Mensch!
Und nun, so dass sich deine Zeit dem Ende neigt
fragst gar du ganz unbesonnen nach dem Sinn der Greueltat,
welcher die Schande schon gen Himmel schreit?"

"Aber Albatros, ja Albatros, magst du denn nicht die Sonne sehen,
den Mond verschmähen, solange es noch Tag?
Muss ich schon weichen, alsbald der Friede scheint gebrochen?"

"Du bist aller Laster Quelle, der Ursprung allen Leidens.
Bist nie zufrieden, nie ist jemals dir was recht.
Zerst√∂rst und machst nach gutem D√ľnken,
gehst an die Grenzen der Natur.
Das ist nicht der rechte Weg!
Werd dir doch endlich mal bewusst, dass die Natur auch ohne dich,
doch du nicht ohne sie dein heil'ges Leben leben kannst.
Drum geb ich dir noch einmal Zeit, in Ruh' dar√ľber nachzudenken.
Doch denke nicht, die Zeit ist lang; sie meint's nicht gut mit dir!
Dein Leben wird dir nur deine eigne Einsicht schenken.



Daniel G√ľnnel


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