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Leselupe.de > Erzählungen
Arthur Miller
Eingestellt am 27. 02. 2007 11:50


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Klaus Mühlen
Hobbydichter
Registriert: Dec 2006

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Arthur Miller

Wie oft schon war er damit beschäftigt gewesen: Dumme Fragen beantworten, nur weil er diesen Namen hatte. Arthur Miller!
Sicherlich, diesen Namen gibt es nicht wie Sand am Meer. Natürlich! Nicht wie Müller, Maier – mit ei oder ay – Schulze.
Er spielte Trompete im philharmonischen Orchester. So als Musiker von den Noten herunter konnte er spielen. Sprüche klopfen oder gar einen Brief schreiben dagegen fiel ihm nicht nur schwer, es gelang einfach nie. Und was sollte er da mit dem Dichter Arthur Miller am Hut haben?
„Nein und immer wieder nein!“ sagte er. „Ich bin es nicht.
Denn sie meinen, gehörte zu den bekannten Dramatikern, dort drüben in Amerika, der 1915 in New York geboren wurde. Ich bin viel jünger, Jahrgang 1940 und in Berlin geboren. Außerdem lebe ich noch. Bitte? Ob ich mit ihm verwandt bin? Keineswegs! Vielleicht wäre es für mich gut.
Stellen sie sich nur vor, dann hätte ich zu der Monroe Tante sagen müssen. Nochmals! Ich bin der Musiker Arthur Miller."
Und launisch, wie er war, betonte er es nochmals: „Arthur Miller ist nicht Arthur Miller, und nun lassen sie mich in Ruhe.“
Diese Fragerei ging ihm auf den Keks. Man sagte ihm bereits nach, dass er launisch sei. Wenn er herzhaft lachte, konnte er im nächsten Moment übel gelaunt sein. So wechselte seine Stimmung beim kleinsten Anlass, die seine Person betraf. Überhaupt dann! Dabei wäre es für ihn ganz einfach gewesen: Alles herum drehen und als launigen Einfall zu sehen. Einfach über die Verwechslung zu lachen.
„Nein! Eher fühle ich mich zu Glenn Miller hingezogen.“
Jeder Mensch ist, wie er ist. Irgendwie seltsam war er dann auch noch. Alles konnte er gebrauchen. Das Sammeln gehörte zu seiner zweiten Leidenschaft. Bevor Sperrmüll abgefahren wurde, ging er durch die Straßen, zog ein Leiterwägelchen hinter sich her und begann Defektes und Unbrauchbares einzusammeln. Die Garage neben seinem Haus quoll schon über von diesen Dingen. Und wer ihn fragte, was er wohl damit wolle, dann antwortete er: „Man weiß nie.“
Dieser kleine Mann mit dem großen Gesicht, den Schweinsaugen, der breiten Nase, mit den darunter liegenden blassen Lippen erschreckte uns. Wie jemand überhaupt auf die Idee kommen konnte, ihn mit dem Dramatiker Arthur Miller zu verwechseln.
Er an sich allein war ein Drama.



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