leselupe.de Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   4298
Themen:   66472
Momentan online:
13 Gäste und 3 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?

 Leselupe Werke   Werke suchen
Foren-Übersicht
Prosa-Foren
Lyrik-Foren
Das Beste
Das Neueste
Werke des Monats
Die LL empfiehlt
Schreibwerkstatt
Diskussionsforen
Anonymus

 Leselupe Service
Anthologien u. Reihen
Ausschreibungen
Fan-Shop
Für Webmaster
Lektorat
Neues von der LL
Rezensionen
Literatur-Webkatalog


Leselupe.de > Erotische Geschichten
Beiss mich!
Eingestellt am 27. 08. 2010 19:50


Autor
Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.
bonito
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Mar 2010

Werke: 15
Kommentare: 78
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um bonito eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Lucy verließ die Sitzungshalle, durchquerte den Prunksaal mit schnellen Schritten und begab über das Treppenhaus zu ihrem Schlafgemach. Dort erwartet sie der Mann, für den sie sterben würde. Orfeo Fahan. Orfeo lag in seinen feinen Anzug gekleidet in ihrem Himmelbett mit den gefalteten Händen auf der Brust. Seine Augen waren geschlossen, er atmete tief und ruhig. Lucy schloss die Tür hinter sich sachte, dann trat sie an das Bett und betrachtete ihn. Düster schienen seine Züge, streng und stark. Hinter den geschlossenen Lider aber brannte ein haselnussbraunes Feuer, tief wie ein See, tief genug, um darin zu ertrinken. Stolze, arabische Züge trug er, aristokratisch und wie in Bernstein gehauen. Er roch gut, als sie neben ihm stand. Lucy kniet sich nieder und sprach für ihn. Ihre Worte, weich und sanft, galten niemandem außer ihm. Nur für ihn sprach sie und niemand sonst würde sie jemals so sprechen hören.

“Ich bin zurück, wie du gesagt hast”, flüsterte sie in sein Ohr.

“Gut”, erwiderte er, ohne die Augen zu öffnen.

Lucy führte ihre Hand an seine Nase. Er roch ihr Blut aus der Schlagader.

“Hat er es genossen?” fragte er.

“Ja.”

“War er von Sinnen vor Lust?”

“Er wäre beinahe gestorben.”

“Gut.”

Lucy erhob sich und warf ihren Mantel über einen Stuhl. Danach stellte sie sich vor das Bett und wartete mit angelegten Armen. Orfeo ließ sie für eine Weile dort stehen, dann endlich schlug er seine Augen auf. Mit dem Blick eines Raubtiers sah er sie an. Langsam richtete er sich auf und schlug die Beine aus dem Bett. Dann erhob er sich und näherte sich ihr langsam. Er streckte seine Hände aus und pflügte mit den Nägeln durch ihre Wange. Ganz langsam tat er dies und hinterließ rote Striche auf ihrer schneeweißen Haut.

“Was hat so lange gedauert?” fragte er.

“Mein Vater hat mich zur Senatorin ernannt. Außerdem gab es wir eine Besprechung.”

“So? Worum ging es? Um diese Abtrünnigen? Ja?”

Lucy lächelte verlegen. “Das durfte ich dir eigentlich gar nicht verraten.”

Er ergriff ihr Kinn und drückt zu, sodass sie leise stöhnte.

“Du darfst mir alles erzählen”, sagte er. “Es ist besser, wenn ich dich genau kenne,
alles über dein Leben weiß und deine Handlungsweisen verstehen lerne. Ich will wissen, was du tust, bevor du es tust.”

“Ja, ich weiß.”

“Gut.” Er gab sie frei. “Deine Kleidung riecht nach Rauch und Alkohol. Ich helfe dir.”

Er griff unter ihr Hemd und zog es ihr über den Kopf. Dann griff er mit beiden Händen hinter ihren Rücken und riss den BH entzwei. Achtlos ließ er ihn fallen. Sein Blick glitt an ihr herab.

“Du bist meiner würdig.”

Er führte Mittel- und Zeigefinger seiner rechten Hand hinter ihren Gürtel, immer tiefer, bis er ihren Slip erreichte. Dann zerschnitt er ihn mit seinen Krallen auf der linken und rechten Seiten und zog ihn hervor. Schwarze Spitze. Für einen Augenblick hielt er ihn hoch, dann ließ er auch ihn fallen. Seine Finger fanden den Gürtel. Er zog einmal kräftig, sodass sie zusammenzuckte. Der Gürtel lief mit einem leisen Geräusch durch die Schlaufen und landete ebenso auf dem Boden. Nachdem dies geschehen war, sah er sie auffordernd an. Lucy stieg auf ihre Fersen und rutschte aus den Stiefeln. Sodann ergriff sie Orfeo bei den Schultern und führte sie zum Fußende des Bettes. Dort versetzte er ihr einen sanften Schubs und sie fiel auf die Matratze. Decke und Kopfkissen lagen bereits beiseite.

Mit geschickten Fingern öffnete er ihre Hosen und zog sie über die Füße hinab. Die Socken folgten, dann lag sie dort. Orfeo betrachtete sie ausgiebig und mit offensichtlichem Wohlgefallen. Alles, was er sah, war perfekt, nicht weniger verlangte er. Wie ein sanfter Schatten kam er über sie, küsste sie auf die Brüste und den Mund. Lucy bemerkte, wie sie sich entspannte, der Welten Last floss aus ihren Gliedern und ihrem Herzen. Nun gab es nur noch sie und ihn.

Neben dem Bett stand ein Stuhl mit einem Bastkorb darauf. Orfeo griff danach und schnürte den Deckel auf. Er öffnete ihn und lächelte. Dann kippte er den Inhalt über Lucys Brustkorb aus und vier grüne und eine gelbe Schlange wanden sich auf ihr. Ihre Körper waren kühl. Orfeo ergriff Lucys Hände und führte sie zum Bettgestell. Gleichzeitig schlängelten sich zwei der Tiere an ihren Armen herauf und umschlungen ihre Handgelenke und das Gestell. Auf diese Weise wurden sie zu Fesseln, die sich fest zuzogen. Lucy konnte sich nicht mehr rühren.

Orfeo rutschte zum Bettende und zog ihre Beine sanft auseinander. Zwei weitere Schlangen krochen kühl über ihre Beine und wickelten sich um ihre Fußgelenke und die Bettpfosten. Auch sie zogen sich zu, bis Lucy sich nicht mehr bewegen konnte. Orfeo kehrte zurück auf ihren Bauch, leicht wie eine Feder. Die letzte Schlange war nicht grün, sondern gelb mit einem weißen Bauch. Sie kroch von ihrer Brust hinauf, wickelte sich um ihren Hals und sog sich sanft um sie.

“Dein Blut ist mein Blut”. flüsterte er in ihr Ohr.
Er begab sich zurück zum Fußende des Bettes und beugte sich hinab. Lucy konnte nicht sehen, was er tat, doch sie spürte seinen Atem an der Innenseite ihrer Fußfessel. Sein erster Biss ging nicht sehr tief. Er drang in sie und saugte neben ihrem Knöcheln. Nur einen Zug, dann wandte er sich dem anderen Fuß zu. Auch dort sog er einmal. Lucy erschauderte zart. Seine Lippen fuhren an ihren großen Gefäßen hinauf bis zu den Innenseiten ihrer Schenkel. Dort umspielte er einen bestimmten Punkt mit seiner Zunge, bis sie zu zittern begann. Danach grub er seine Zähne hinein und trank aus ihr. Er sog einige kräftige Züge, dann wandte er sich der anderen Seite zu und trank auch dort.

Er kam vorwärts und leckte mit seine blutigen Zunge über ihren Bauchnabel. weiter nach oben, immer weiter, über ihren empfindlichen Bauch, das Schwertbein, bis hoch zwischen ihre Brüste. Er liebkoste ihre Warzen und schabte mit seinen Zähnen sanft über sie. Überall hinterließ er Blutspuren auf ihr. Dann küsste er ihr Gesicht und ihren Mund. Seine Zunge drang in sie ein und ließ sie Blut schmecken. Wie Schlangen wandten sie sich aneinander. Als er sich wieder von ihr löste, glitten seine Lippen ihren linken Arm hinauf, bis zu ihrer Pulsader. Dort grub er seine Zähne ein und trank mit kräftigen Zügen. Blut rann ihre Haut hinab und tropften auf das Laken. Sein Atem wurde kräftiger. Als er fertig wurde, ging er zum anderen Arm und trank auch von dort. Lucy fühlte, wie sie langsam leer wurde. Er labte sich an ihrer Kraft, doch noch war er nicht fertig.

Nachdem er aus ihren Hände gesaugt hatte, setzte er sich zurück auf ihre Bauch und lächelte. Seine Lippen waren rot von ihrem Blut, sowie seine Zähne. Etwas war aus seinen Mundwinkeln gelaufen. Er griff zu beiden Seiten um ihren Oberkörper und ließ sich seine Finger in der Mitte unter ihrer Wirbelsäule treffen. Dann stellte seine Krallen auf und ließ sie langsam nach außen wandern. Dabei schnitten sie tief durch ihre Haut. Lucy erbebte und wölbte den Oberkörper auf. Ihr Kopf erhob sich und streckte sich ihm entgegen, soweit es möglich war. Orfeo beugte sich vor und ergriff die gelbe Schlange mit seinen Zähnen, ohne sie zu verletzen. Die Schlange gehorchte seinem Biss und lockerte ihren Griff. Nun zog Orfeo sie langsam von Lucys Hals und entblößte ihre geschwollenen Schlagadern. Ihr Blut floss mit kräftigen Schlägen, schnell und hörbar laut. Orfeo spie die Schlange auf den Boden und näherte sich Lucy. Ihr Atem ging schnell und stoßweise, sie war außer sich. Sein Biss schüttelte ihren ganzen Körper durch. Auf einen spitzen Schmerz folgte ein elektrisiertes Brennen, welches durch ihren gesamten Leib floss. Sie wand sich unter ihm, als er sie aussaugte. Zug um Zug floss ihr Blut in ihn. Er steigerte sich in den Blutrausch, wurde rasend und sog immer kräftiger. Dazu knurrte er wie ein Raubtier. Lucy antwortet mit leisen, wimmernden Lauten. Er drückte ihre Schultern auf die Matratze und sog weiter. Lucy schloss die Augen und vergaß ihren Körper. Nur dieses eine Gefühl erfüllte sie und bald wurde sie selbst zu diesem Gefühl, mit allem, was sie war. Die Zeit stand still, nichts existierte mehr, nur der Blutrausch, der sie verschlang und davontrug.

Eine Endlosigkeit verging, dann kam sie wieder zu sich. Schwer atmend und vollkommen außer sich. Sie war noch nicht wieder bei sich, musste sich besinnen, wo sie sich befand und wer sie überhaupt war. Der Moment danach war, wie neu geboren zu werden. Sie fand zu sich und fühlte sich belebt und ausgefüllt. Sanft war ihr zumute, mit der Welt vollkommen im Reinen. Ihr Mann zog die Decke vom Stuhl neben dem Bett und bedeckte ihren zitternden Körper. Dann schmiegte er sich an sie und zog sie an sich, wärmte sie. Gleichzeitig wickelten sich die Schlangen auf und fielen zu Boden.

Lucy fühlte sich leer und vollkommen befreit. Er hatte ihr nur soviel Blut gelassen, dass sie den morgigen Tag und die Nacht darauf überleben würde. Mit dem Blut aber kam jene Leichtigkeit und der Frieden zurück, den sie nur ihn seinen Armen fand. Sie hörte ihn
atmen, tief und regelmäßig. Lucy zog die Knie an den Körper und schloss die Augen.

“Ich bin glücklich”, sagte sie.

Dies war ein kleines Ausschnitt aus Vampyrium.

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


Zurück zu:  Erotische Geschichten Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.