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Leselupe.de > Essays, Rezensionen, Kolumnen
Besinnliches
Eingestellt am 01. 12. 2003 11:36


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Michael Schmidt
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Jan 2002

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Gestern war der 1.Advent. Die Weihnachtszeit ist eingeleitet. Endlich ist es soweit. Wir d├╝rfen uns etwas w├╝nschen. Die Kinder bekommen rosige Wangen. Ein Buch von Harry Potter, die neueste CD von irgendeiner Superstarsendung, oder brandaktuelle Spiele f├╝r die Sony-Play Station. Eine breite Palette unterschiedlichster W├╝nsche.

F├╝r Kinder ist die Sache recht einfach und ├╝bersichtlich. Doch was w├╝nscht sich der Erwachsene? Kaufen kann er sich ja alles selbst. Was ist sein Bedarf?
Untersuchen wir es anhand einiger Beispiele.

Die deutsche Fu├čballnationalelf w├╝nschte sich Losgl├╝ck, bekam es aber nicht. Bleibt nur zu W├╝nschen, das die Leistungen der Mannschaft besser werden, als sie es in manchen Vergleichen der Vergangenheit waren. Und nat├╝rlich eine verletzungsfreie Zeit der wichtigen Spieler bis zur Euro 2004.

Der Kanzler der ruhigen Hand w├╝nscht sich einen Wirtschaftsaufschwung, da ohne Aufschwung sein Reformpaket zum Scheitern verurteilt sein d├╝rfte. ├ťber vier Millionen Arbeitslose und eine un├╝bersehbare Anzahl an Haushaltsrisiken gieren f├Ârmlich nach positiven Nachrichten.

Alle B├╝rger, die Kinder haben oder einen Kinderwunsch versp├╝ren hoffen indes, den Prinz aus dem S├╝den an die Macht zu bekommen. Ein wahres F├╝llhorn an Geschenken h├Ąlt dieser f├╝r alle Familien bereit, so sie sich zahlreich vermehren wollen.

Neuerdings wirbt der Verband der Kinobesitzer f├╝r Raubkopierer, stilistisch den Suchplakaten der siebziger Jahre nachempfunden. Ich sag nur Baader-Meinhof. ├ťber Geschmack l├Ą├čt sich trefflich streiten, in diesem Falle wohl kaum. Was sich der Verband wohl w├╝nscht?

W├Ąhrend wir unseren Wohlstand diskutieren und dem Verteilungskampf fr├Ânen, sinkt die Lebenserwartung in manchen afrikanischen L├Ąndern von 59 auf 49 Jahre. AIDS sei dank! Was sich die Afrikaner wohl w├╝nschen?

In Bagdad und Umgebung herrscht weiter Bombenstimmung. Danken wir unseren amerikanischen Freunden f├╝r diesen Unterhaltungswert. Das hat unserem Freund Blindschleiche viel Geld gekostet. Ob sich die Investition f├╝r ihn lohnen wird? Das d├╝rfte wohl sein Wunsch sein.

China d├╝rfte der Konjunkturmotor der Zukunft sein. So wie sich in der Vergangenheit die s├╝dostasiatischen Staaten entwickelt haben. Oder Lateinamerika. China als Markt w├╝nscht sich die Industrie. Wir d├╝rfen gespannt sein. Immerhin fliegen die jetzt im Weltall herum.

Z├╝ckt die Geldbeutel und kauft reichlich. Denn wir haben alle etwas davon. Ihr wi├čt ja, der ben├Âtigte Wirtschaftsaufschwung. Und stellt euch doch nur die leuchtenden Augen der Beschenkten vor, ist das nicht Lohn genug?

Ach ja, eines noch. Eigentlich ist die Weihnachtszeit die Zeit der Besinnung und des Miteinanders. Ist schon mal jemandem aufgefallen, dass die Menschen in dieser Zeit nicht besonders nett zueinander sind? Wenn das kein tolles Geschenk ist, dann wei├č ich es auch nicht.

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dubidu
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Lieber Michael,

ja, dar├╝ber m├╝ssen wir nachdenken! Aber reicht das?
Was empfiehlst du zu dem Leser? In deinem Text fehlt zumindest eine implizite Schlussfolgerung. Insofern ist er unvollst├Ąndig.

Gru├č
das dubidu
__________________
Die Tollk├╝hnheit des Schreibers und sein spontanes Bed├╝rfnis nach Wahrheit m├╝ssen allemal gr├Â├čer sein als dessen Furcht vor den Konsequenzen seiner Aussagen.
RAFAEL SELIGMANN

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Michael Schmidt
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Hallo dubidu,

ja, mit dem Ende meines Textes habe ich arg gek├Ąmpft. Ideen entwickelt, verworfen, neu, umformuliert, wieder neu, etc.
Die einzige Aussage, die ich machen kann, ist die Relativit├Ąt der Wichtigkeit. Es stehen ja in meiner "Liste" die unterschiedlichsten Punkte. Manche sind f├╝r manche ├╝berlebenswichtig, f├╝r andere nur eine Randnotiz. Auch sind manche Punkte einfach weniger wichtig als andere, oder?

Daher habe ich dem Text keine Aussage gegeben, jeder sollte selbst seine Schl├╝sse ziehen. Den Lehrer sollen andere mimen.

Bis bald,
Michael

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dubidu
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Gut,

Schl├╝sse sollen andere ziehen. Man k├Ânnte dem Verfasser nun vorwerfen, er mache es sich etwas zu einfach.
Ich pers├Ânlich glaube, dass eine Kolumne oder ein Essay etwas weiter gehen muss. Nat├╝rlich sollte jeder Leser seine eigenen Schl├╝sse ziehen d├╝rfen. Aber ich denke, er muss gef├╝hrt werden und der Verfasser sollte zumindest einen "verdeckten" Schluss anbieten, dessen Deutung jedoch mehrere Handlungsalternativen zul├Ąsst.

Gru├č
gez. das dubidu
__________________
Die Tollk├╝hnheit des Schreibers und sein spontanes Bed├╝rfnis nach Wahrheit m├╝ssen allemal gr├Â├čer sein als dessen Furcht vor den Konsequenzen seiner Aussagen.
RAFAEL SELIGMANN

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