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Leselupe.de > Ungereimtes
Carpe Diem
Eingestellt am 19. 05. 2001 15:47


Autor
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Der Denker
Wird mal Schriftsteller
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Stell Dir vor, des Lebens Quell sei Morgen schon versiegt.
Sag mir, was w├╝rdest du tun, bevor die Zeit verfliegt?
Br├╝lltest Du durch Wald und Flur, Du seist noch nicht bereit?
Erb├Ątest Du vom Gnadenlosen noch ein wenig Zeit?
Sperrtest Du im Raum Dich ein, wartend auf den Tod?
S├Ąhest auf einem Berg ein letztes Abendrot?

Nun dieses Tages Zeit, so w├╝nsche ich Dir gerne,
Liegt wom├Âglich ja doch noch in sehr weiter Ferne.
M├Âglich aber w├ĄrÔÇśs doch auch, ein tragisch Mi├čgeschick
Risse Dich ganz ohne Warnung aus des Lebens Gl├╝ck.
Darum freue Dich am Leben, an der Wiese und dem Wind,
Denn wer wei├č denn schon wie lange sie Dir noch beschieden sind?

Laufe an des Sommers Morgen durch das Gras, noch feucht vom Tau,
Blick im Schein der warmen Sonne in die Augen einer Frau,
Sp├╝r den warmen Sommerregen, wie er prasselt auf die Haut,
Erblick die Wunder, die man sieht, wenn man nachts gen Himmel schaut,
Gib dem Mann, in den Du verliebt, heut noch einen Ku├č,
Denn wom├Âglich ist ja Morgen mit der Freude Schlu├č.

Doch solltest Du Dich niemals sorgen,
Denn auf Heute folgt ein Morgen.
Oder wurde vielleicht ohne Dein Wissen,
Dein Zug auf die letzte Weiche gerissen?
Man kann nur sagen, da├č es nie sicher ist,
Ob Du im Buch der N├Ąchste bist.

Denke nie, ich bin noch jung, ich habÔÇś noch sehr viel Zeit,
Das Leben ist ein Augenblick im Strom der Ewigkeit.


P.S.: Wenn ich das lese, muss ich unwillk├╝rlich denken:
Na das sagt ja der Richtige.
__________________
"Ist das alles, was ich bin? Ist da sonst gar nichts mehr?"


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leonie
Guest
Registriert: Not Yet

hallo denker

Hat mir gefallen, aber warum sagt es der Richtige? Du hast ein sch├Ânes Gedicht ├╝ber das geschrieben, was viele sich kaum zu denken wagen, weil jeder glaubt, das nur anderen etwas geschieht, aber nie ihm selbst.
liebe gr├╝sse leonie

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Der Denker
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...der Richtige...

hall├Âchen leonie,

sch├Ân, dass es dir gefallen hat
was ich mit 'der Richtige' meinte, war:
ich nehme mir den auspruch 'carpe diem' selbst nicht zu herzen. ich nutze den tag eben NICHT. ich blicke nicht im schein der warmen sonne in die augen einer frau ...
das meinte ich, ich schrieb ein 'lehrreiches' gedicht ohne selbst danach zu leben

lieber gru├č
der Denker
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La Luna
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Lieber Denker,

eine wundervoll interpretierte Aufforderung bewusster zu leben.

"Was t├Ąte ich, wenn ich erf├╝hre nur noch eine bestimmte Zeit zu leben", war k├╝rzlich Thema einer Diskussion.
Manche meinten, dass sie all' die Dinge tun w├╝rden, von denen sie immer tr├Ąumten.
Andere sagten, sie w├╝rden noch mal "ordentlich die Sau raus lassen".

Doch w├╝rden wir das wirklich tun?

Ich glaube eher, dass wir in ein derart "tiefes Loch" fallen w├╝rden, das uns danach gar nicht mehr der Sinn stehen w├╝rde.
Vermutlich w├╝rden wir zwischen Verzweiflung und Wut hin - und hergerissen werden.

Bewusster Leben kann - meine ich mal - nur der, der die Grenze schon mal erfahren hat.
Nur er wei├č, wie es schnell es wirklich gehen kann und gewinnt dadurch die Erkenntnis, was im Leben wirklich wichtig ist.

In diesem Sinne....ein sch├Ânes Leben.


Liebe Gr├╝├če
Julia


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Der Denker
Wird mal Schriftsteller
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->La Luna

Hall├Âchen auch dir, Julia.

Erst mal freut es mich, dass es auch dir gefallen hat.

Was wir tun w├╝rden, wenn wir nicht mehr lange zu leben h├Ątten, wurde ja schon ├Âfter, haupts├Ąchlich in Filmen, thematisiert. Allerdings glaube ich nicht, dass man genau voraussagen kann, wie man sich verhalten w├╝rde. Es kommt wahrscheinlich auf die Person an. Manche kommen sicher eher damit klar, dass sie bald sterben werden, als andere.
Aber solange man nicht in diese Situation gekommen ist,
kann man es nie mit Sicherheit sagen.
Auf jeden Fall, denke ich, wird sich jemand, der nicht von sich aus den Tag nutzt, sei es, dass er die Todeserfahrung schon gemacht hat oder er diese Einstellung von Natur aus mitbringt, nicht ├Ąndern k├Ânnen, nur weil er dazu aufgefordert wird.

Liebe Gr├╝├če
der Denker
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willow
Guest
Registriert: Not Yet

GEFUNDEN!!!!!!!

hah - habs auch ohne deine Hilfe gefunden

Ist sch├Ân umgesetzt, das Thema "lezter Tag". Ich habe mich auch schon oft gefragt, was ich dann tun w├╝rde und habe da bisher auch nur eine Antwort drauf gefunden.

Ich m├Âchte meine W├╝rde behalten, in so einem Augenblick - eben nicht bitten und betteln - aber das ist leichter gesagt als getan. Irgendwie habe ich das Gef├╝hl, dass sich das alles noch einmal wiederholen wird - kein Augenblick ohne Wiederkehr, denn wenn ich es so empfinden w├╝rde, dann w├╝rde ich zwar bewusster leben aber leider auch todesbewusster.

Wenn wir uns klarmachten, dass von der Geburt an jeder Tag des Lebens ein Schritt auf unseren Tod zu ist, k├Ânnte das zwar sehr produktiv wirken - ich glaube allerdings, mir ginge es da wie Julia beschrieb - ein hoffnungsloses D├╝mpeln mit einem "hat ja doch alles keinen Zweck" - Feeling.

Und da bin ich sicher auch nicht stolz drauf...und von daher froh, dass es mir eben nicht bewusst ist...



Nachdenkliche Gr├╝├če,

Willow

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Der Denker
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Hall├Âchen Willow,

aus dem Blickwinkel habe ich das Thema noch gar nicht betrachtet...
Du hast wohl recht, dass man dann in tiefe Depressionen verfallen w├╝rde, wenn man sich des nahenden Endes bewu├čter w├Ąre.
Doch irgendwie bin ich in einer Art Zwischending. Ich f├╝hle die Zeit geradezu an mir vorbeiziehen. Sehe wie Tag f├╝r Tag verstreicht und mir die Zeit zwischen den Fingern zerinnt. Gleichzeitig sehe ich auch, wie ich wirklich wichtige Dinge immer aufschiebe oder ganz von der 'Zu erledigen'- Liste streiche. Doch ich unternehme nichts dagegen (wie bereits erw├Ąhnt). Ich habe den Tod vielleicht nicht nahe genug vor Augen.(?)


Gr├╝├če
dede
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