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Leselupe.de > ErzÀhlungen
Das Leben des Jonathan
Eingestellt am 19. 06. 2001 15:41


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SickGirl
Hobbydichter
Registriert: May 2001

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Das Leben des Jonathan


Jetzt will ich von meinem Bruder erzĂ€hlen. Von ihm, Jonathan Löwenherz, will ich erzĂ€hlen. Er war lange weg, der Mann. Sehr lange. Jonathan war mĂŒde, als er wieder zu Hause ankam, weil er schon weit gelaufen ist. Dort ist Dörfli, das Heimatdorf. TĂŒren und Fenster öffnen sich: „Was soll es denn geben, mh?“ Seine rasche Antwort darauf: „Macht durch Disziplin! Macht durch Gemeinschaft! Macht durch Handeln!“

Zugegeben: Heute ist Jonathan Insasse einer Heil- und Pflegeanstalt, sein Pfleger beobachtet ihn, lĂ€sst ihn kaum aus dem Auge. Geboren wurde er in Mt. Vernon, Michigan, 11. Februar 1963. Grundschule Dale Springs. High School Dale Springs, Abschluss 1981 als Vierundvierzigster von hundertachtzehn SchĂŒlern.
Eines Tages besuchte er in der Anstalt den SĂ€ufer, welcher sein Nebenzimmer bewohnte. „Was machst du da?“ fragte er den SĂ€ufer, den er stumm vor einer Reihe leerer und einer Reihe voller Flaschen sitzend antraf. „Ich trinke, um zu vergessen, um zu vergessen, dass ich mich schĂ€me“, antwortete der SĂ€ufer mit dĂŒsterer Miene. „Warum schĂ€mst du dich?“, fragte er neugierig. „Weil ich saufe!“ endete der SĂ€ufer und verschloss sich endgĂŒltig in sein Schweigen.
Als er wieder in seinem Zimmer war lĂ€utete plötzlich ein Telefon in der gespannten Stille. Unerschrocken nahm Jonathan den Hörer ab. „Heil- und Pflegeanstalt, hallo?“ sagte er so laut, dass alle, auch die Menschen auf dem Flur, denn seine ZimmertĂŒr stand offen, es hören konnten. „Ja, er ist hier, einen Augenblick.“ Mit gespieltem Ernst sagte er dann: „Mr. Nolan, es ist fĂŒr sie.“ Das Gesicht Nolans, welcher sich gerade nahe Jonathans Zimmer aufhielt, wurde dunkelrot. „Was?“ schrie Nolan. Jonathan hielt den Hörer fĂŒr ihn hoch. „ Es ist Gott. Er sagt, dass auch MĂ€dchen in die Heil- und Pflegeanstalt gehen sollen.“
Bevor Jonathan sich versah, stand er mitten im Dienstzimmer Nolans. WĂŒtend schritt dieser vor ihm auf und ab und er schrie herum und bestritt die Anweisung Gottes. Jonathan jedoch erwiderte ihm: „Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf. Aber wer sie weiß und sie eine LĂŒge nennt, der ist ein Verbrecher.“ WĂ€hrend er diesen Satz Ă€ußerte schlug er im Takt zu jeder Silbe der Worte auf seine Blechtrommel.

__________________
Doreen|URL: http://fraessdorf.virtualave.net
email: fraessdorf@yahoo.de

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Frank Zimmermann
Junior Mitglied
Wird mal Schriftsteller

Registriert: Jan 1999

Werke: 41
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Schönes Spiel...

Ach, was fĂŒr ein schönes Spiel habe ich mit dieser Schreibaufgabe begonnen...

Also, ich habe erkannt:
-Die Blechtrommel
-Der kleine Prinz
-Der Club der toten Dichter
-Die Welle (da bin ich nicht ganz sicher)

Wer hat mehr gefunden?

Danke fĂŒr Deinen Beitrag.
__________________
fz

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Kadra
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo ihr Zwei!

Ich finde noch:

- Die BrĂŒder Löwenherz
- Heidi (dörfli *gg*)
- die Möwe Jonathan

Lieben Gruß

Kadra

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