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Leselupe.de > ErzÀhlungen
Das Portemonnaie
Eingestellt am 26. 06. 2005 18:27


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Josie
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"Heute stand ein Artikel ĂŒber dich in der Zeitung", strahlte Arno stolz, "ich habe ihn eben entdeckt und ausgeschnitten. Hier, sieh selbst!". Und hielt Susanne eine Zeitungsnotiz hin, die er im Sichtfenster seines weinroten Nappaleder-Portemonnaies verewigt hatte. - Die erste Narbe ihrer blutjungen Ehe.

Es war an einem heißen Sommertag im Juli. Schon am frĂŒhen Vormittag hatte Susanne sich aufgemacht um die malerische Kleinstadt zu erkunden, die seit zwei Wochen ihr neues Zuhause war. Vier Wochen war sie jetzt mit Arno verheiratet, die gemeinsame Wohnung war fertig eingerichtet, Susannes Umzug geschafft. Ihr neues Leben konnte beginnen.
Sie parkte ihr Auto auf dem Parkplatz gegenĂŒber der Drogerie, denn von hier aus konnte sie viele GeschĂ€fte bequem und schnell zu Fuß erreichen.
Sie genoss diese Art von Kleinstadt-Milieu und bummelte neugierig die Marktstraße entlang. FĂŒhlte sich wie ein Abenteurer auf Entdeckungsreise. Lugte in jedes Schaufenster hinein und ließ verspielt ihre Finger durch die KleidungsstĂ€nder vor den Boutiquen gleiten. Am Marktplatz angekommen legte sie eine kurze Rast ein, setzte sich am Eiscafe draußen an einen der zierlichen Tische und bestellte sich einen Kaffee.
Es machte ihr Spaß die Menschen zu beobachten, wie sie gemĂŒtlich am Markt von Stand zu Stand schlenderten oder geschĂ€ftig an diesem bunten Treiben vorbei eilten.
Die Sonne stand mittlerweile hoch am Himmel und brannte auf Susannes schwarzes Haar herab. `Ist ja schon bald Mittag!®, fiel ihr siedend heiß ein,®wie schnell die Zeit vergangen ist.®
Sie bezahlte eilig ihren Kaffee, denn sie hatte noch ihre
Pflichten als Hausfrau zu erfĂŒllen. Es war ihr wichtig, dass die Wohnung sauber und gemĂŒtlich war, wenn Arno von der Arbeit nach Hause kam. ZĂŒgig erledigte sie ihre Lebensmittel-EinkĂ€ufe und ging dann zum Parkplatz zurĂŒck.

Die Straßen der Kleinstadt waren ihr noch nicht vertraut. Darum fuhr sie sehr langsam den Weg zurĂŒck, um die Abzweigung am Kirchhofplatz nicht zu verpassen. An der Abzweigung hielt sie kurz an, um den Gegenverkehr vorbeizulassen, nutzte diesen Augenblick und streifte die wunderschöne Johanneskirche mit einem ehrfĂŒrchtigen Blick.
Als der Gegenverkehr vorbei, warf sie vorsichtshalber noch einen Blick die Straße hinauf: Alles frei. Dann bog sie links ab.
Im selben Moment hörte sie einen Knall und nahm ein Blitzen vor ihrer Frontscheibe wahr. Stieg auf die Bremse, ihr Auto stand sofort. Um sie herum, Stille.
`Was war das?ÂŽ, sah sie verdutzt durch das linke Autofenster auf die Straße. In unmittelbarer NĂ€he ihres Autos lag ein Fahrrad. Sein leuchtendes Rot hob sich krass vom grauen Asphalt ab.`Wo kommt das denn her?ÂŽ, fragte sie sich verwirrt. Erst dann nahm sie den jungen Mann wahr. Er lag seitlich gekrĂŒmmt neben dem Fahrrad und bewegte sich nicht. Erschrocken stieg Susanne aus dem Auto aus, setzte an, um auf den Verletzten zuzugehen. Doch ihre Beine gehorchten ihr urplötzlich nicht mehr, zitterten. UnfĂ€hig sich zu bewegen stand sie wie angewurzelt an der Unfallstelle. Ein grauer Schleier legte sich auf ihre Augen, trĂŒbte ihren Blick.
Vor dem Verletzten kniete ein Mann. Wo kam er her? Wann war er gekommen? Irgendwann hob er den Kopf zu Susanne: " Er ist ansprechbar", hörte sie ihn sagen. Sein Blick war irgendwie kĂŒhl, verĂ€chtlich. Warum? Susanne fröstelte.
Wie durch einen Nebel drangen Stimmen zu ihr: "Bestimmt hat die Sonne sie geblendet, sie konnte ihn nicht sehen." "Nein, er ist viel zu schnell gefahren, mit seinem Rennrad. Sie konnte nicht mehr bremsen." Dann vernahm sie ein FlĂŒstern: "Sie ist schuld. Sie ist zu frĂŒh abgebogen."
Susannes Kopf begann zu schmerzen. Ein Dröhnen machte sich in ihm breit, drĂ€ngte ihr einen entsetzlichen Verdacht auf: `Bin ich schuld?ÂŽ Der Schleier vor ihren Augen wurde dĂŒnner, ihr Blick wieder etwas klarer.
Sie sah Menschen vor der Johanneskirche stehen. Sie sahen zu ihr herĂŒber. Susanne starrte sie verzweifelt an. Die Schmerzen in ihrem Kopf wurden stĂ€rker.
Wie aus dem Nichts stand plötzlich ein Polizist vor ihr, stellte ihr Fragen. Susanne versuchte ihm zu antworten, konnte sich ihm aber nicht verstĂ€ndlich machen. Ihr Kopf fĂŒhlte sich an, wie mit Watte gefĂŒllt.
Dann hörte sie das Signal eines Rettungswagens. Empfand es wie eine Anklage, fĂŒhlte sich schuldig. Endlich gab sie dem Brennen in ihren Augen nach, ließ ihren TrĂ€nen freien Lauf - und fĂŒhlte sich mutterseelenallein, in ihrem neuen, fremden Zuhause.

Der Radfahrer hatte eine schwere GehirnerschĂŒtterung erlitten, lag einige Zeit im Krankenhaus. SchadenersatzansprĂŒche kamen auf Susanne zu, mussten anwaltlich geregelt werden. Den Schaden an ihrem Auto ließ Arno notdĂŒrftig reparieren, das blutige HaarbĂŒschel, dass sich hartnĂ€ckig im Autodach festgesetzt hatte, entfernen.

Einige Tage nach ihrem Unfall begannen die schon lange geplanten Sanierungsarbeiten im Ortskern. Auch der Kirchhofplatz wurde verschönert, der graue Asphalt durch rustikale Pflastersteine ersetzt, FußgĂ€ngerĂŒberwege geschaffen, bunt bepflanzte Blumenrondelle zur Verkehrsberuhigung aufgestellt.
Diese VerĂ€nderungen machten es Susanne leicht, dieses Erlebnis in die hinterste Ecke ihres Bewusstseins zu verdrĂ€ngen. Sie verdrĂ€ngte es ebenso, wie die Zeitungsnotiz ĂŒber ihren Unfall, im Sichtfenster eines weinroten Nappaleder-Portemonnaies. - Die erste Narbe ihrer Ehe.

( ĂŒberarbeitet am 29.06.05; 30.06.05; 02.07.05 )

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jon
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Ich fĂŒhle mich berĂŒhrt. Das ist genau diese Art "Verwundung", die mich außerordentlich beschĂ€ftigt


Deshalb greif ich gleich in die ganz Vollen und verpasse dem Text ein „echtes Lektorat“:

Generell:
** ICH weiß (oder glaube zu wissen), worin die Narbe besteht – fĂŒr Leute, die sich in dieser Richtung nicht auskennen, fehlt aber sicher noch was. Vielleicht ein Hinweis, wie Arno damals reagierte und/oder wie er (inzwischen) „es“ (er denkt: das Ereignis, in Wirklichkeit: das SchuldgefĂŒhl) herunterspielt.
** Es ist sehr wichtig zu erfahren, was mit dem Radfahrer passierte. Erstens ist das fĂŒr die Story wichtig (, diese „Geschichte“ muss inhaltlich abgeschlossen werden) und es ist wesentlich fĂŒr die Aussage. Es mag nach Nuancen klingen, ist aber gravierend: Wenn der Radfahrer einen bleibenden Schaden behalten hat oder gar tot ist, dann ist Arnos Aktion zynisch oder sogar bösartig. Ist der Radfahrer inzwischen wieder topfit, ist Arno „nur“ gedankenlos und unsensibel.
** Ich komme mit dem Zeitablauf nicht ganz klar: Der Zeitungsartikel ist doch der vom Unfall – der erste Abschnitt findet also unmittelbar nach dem Unfall statt. Der letzte Abschnitt klingt so, als sei er eine (modifizierte) Wiederholung des ersten Abschnitts – und das kann nicht sein (denn immerhin ist eine Ortskernsanierung „drĂŒber gegangen“).
Eine andere Rahmen-Struktur wĂ€re wohl gut: Erster Abschnitt – sie findet das (inzwischen alte) Portmonee und sieht, dass der Zeitungsausschnitt immer noch drin ist (, am besten noch ohne Hinweis auf das Traumatische). Dann der Unfall. Dann „Arno hebt den Zeitungsauschnitt auf“ (eventuell mit der Info: „Der Radfahrer befindet sich auf dem Weg der Besserung/starb auf dem Weg ns Krankenhaus“) und „Arno spielt‘s runter“. Dann wieder zur ersten Szene und diese fortfĂŒhren (wirft sie das Portmonee weg, „löst“ sie ihr Problem, steckt sie es zurĂŒck in Arnos Tasche, ist das Problem schon seit einiger Zeit keins mehr; am stĂ€rksten wĂ€re, wenn Arno dazukommt und {ohne zu bemerken, was in Susanne vorgeht} das Potmonee nimmt und einsteckt – dann haben die beiden ein echtes Problem).

Generell 2:
Manchmal ist weniger mehr – man muss nicht immer die farbigsten Worte wĂ€hlen. Sowas wirkt schnell ĂŒberladen oder gar „kĂŒnstlich aufgeblasen“. Manchmal reicht einfach nur die sachliche Info


Generell 3:
Der Kontrast zwischen dem ganz entspannten Bummeln und dem Unfall selbst spiegelt sich zu wenig im Klang des Textes. Ich sehe zwar anhand der Bilder und Aussagen, was du beabsichtigst, aber ich höre es nicht anhand der „Melodie“. Die etwas lĂ€ngeren, weichen SĂ€tze der Bummel-Szene sind ok – im Unfallgeschehen fehlt aber die Action und auch das nur nach und nach und bruchstĂŒckhafte Bewusst-Werden (kurze/kurzatmige, an besonders „krĂ€ftigen“ Stellen sogar ultrakurze SĂ€tze).


Details:


"Heute stand ein Artikel ĂŒber dich in der Tageszeitung" Sagt man das? „Tageszeitung“? Oder doch nur „Zeitung“
 , strahlte Arno stolz, "ich habe ihn eben entdeckt und ausgeschnitten. Hier, sieh selbst!". Und hielt Susanne eine Zeitungsnotiz hin, die er im Sichtfenster seines weinroten Nappaleder-Portemonnaies verewigt hatte. - Die erste Narbe ihrer blutjungen Ehe.

Es war an einem heißen Sommertag im Juli. Von Abenteuerlust gepackt Zu dick: Sie ist neu und schaut sich um – das reicht als Motiv. Abenteuerlust ist als ErklĂ€rung ĂŒĂŒĂŒĂŒberhaupt nicht nötig. Bestenfalls Neugier auf die neue Heimat fĂ€nde ich noch „un-ĂŒberladen“. machte sich Susanne schon am frĂŒhen Vormittag auf um die malerische Kleinstadt zu erkunden, die seit zwei Wochen ihr neues Zuhause war. Nicht wirklich nötig, aber mir kam die Frage: Wieso ist sie neu? Ist Susanne zu Arno gezogen?
Sie parkte ihren kleinen Fiat Völlig belanglos, was das fĂŒr ein Auto ist. Halbwegs wesentlich ist nur, dass sie dort parkt, weil auch Arno immer dort parkt ODER weil die Wege von dort kĂŒrzer sind. auf dem Parkplatz gegenĂŒber der Drogerie. Dort Oder lieber „hier“? stellte Arno auch immer sein Auto ab, denn man konnte von dort aus viele GeschĂ€fte bequem und schnell zu Fuß erreichen.
Sie genoss diese Art von Kleinstadt-Milieu und bummelte neugierig die Marktstraße entlang. FĂŒhlte sich wie ein Abenteurer HIER passt es. Oben ist ein Motiv, hier ein sich einstellenden GefĂŒhl. auf Entdeckungsreise. Lugte in jedes Schaufenster hinein, dass das ihren Weg sĂ€umteKOMMA EIN Schaufenster kann den Weg nicht sĂ€umen, ergo auch nicht jedes (fĂŒr sich). Aber: Sie betrachtet (fast) jede Auslage in der Schaufensterfront, die ihren Weg sĂ€umte.und ließ verspielt ihre Finger durch die KleidungsstĂ€nder vor den Boutiquen gleiten. Am Marktplatz angekommen legte sie eine kurze Rast ein, setzte sich am Eiscafe draussen draußen an einen der zierlichen Tische und bestellte sich einen Kaffee. Es machte ihr Spass Spaß eine Weile Nein: Es machte ihr Spaß, die Menschen zu beobachten, also tat sie das ein Weile. Weil: Etwas macht eine Weile Spaß – nur gaaaaanz selten: es macht Spaß, etwas eine Weile zu tun. die Menschen zu beobachten, wie sie gemĂŒtlich am Markt von Stand zu Stand schlenderten oder geschĂ€ftig an diesem bunten Treiben vorbei eilten.
Die Sonne stand mittlerweile hoch am Himmel und brannte gnadenlos Zu viel: Sie brannte, das ist unangenehm genug. auf Susannes langes, schwarzes Haar WofĂŒr ist das wichtig? Schwarz reicht – um den Sonnen-Effekt zu verstĂ€rken – aber lang ist ein Tick zu viel. herab. Es ging auf Mittag zu. 
 das ist meist so, wenn die Sonne hoch am Himmel steht .
Gerne hĂ€tte Susanne noch lĂ€nger hier verweilt, aber sie hatte noch ihre Pflichten als Hausfrau zu erfĂŒllen Aah ja! Es war also gar nicht die brennende Sonne, die sie vertrieb! Lass es also einfach „auf Mittag zugehen“ und Susanne aus ZeitgrĂŒnden aufbrechen. und wollte, dass die Wohnung sauber aufgerĂ€umt und gemĂŒtlich war, wenn Arno von seinem ersten Arbeitstag nach seinem störende Dopplung / Und: Ist es denn nur sein Urlaub gewsen? Urlaub nach Hause kam. 
das ist dann doch etwas viel Info fĂŒr einen Satz. Am besten nach „Pflichten erfĂŒllen“ teilen. Also erhob sie sich, bezahlte ihren Kaffee, erledigte anschliessend zĂŒgig ihre Lebensmittel-EinkĂ€ufe Das klingt sehr sperrig. Warum nicht einfach „
bezahlt ihren Kaffe, erledigte die restlichen EinkĂ€ufe und marschierte 
“? und marschierte dann mit strammem Schritt Klingt deplaziert – zu burschikos fĂŒr den Rest des Textes. Außerdem wissen wir ja, dass sie es jetzt eilig hat. zum Parkplatz zurĂŒck.
Langsam fuhr sie den Weg zurĂŒck, den sie gekommen war. Obwohl sie sich den Weg gut eingeprĂ€gt hatte fuhr sie dennoch sehr langsam Störende Dopplung von „langsam“, ja der ganzen Aussage. Der ganze Absatz lĂ€sst sich – weil die konkreten Bauten und so auch nicht wichtig fĂŒr die Story sind – einfach zusammenfassen: „Sie fuhr langsam, denn sie fĂŒhlte sich noch immer etwas unsicher in der neuen Stadt. Am Abzweig am Kirchhofplatz hielt sie kurz an, 
“ , um die Abzweigung am Kirchhofplatz nicht zu verpassen. Denn in der anderen Richtung kannte sie sich noch nicht aus. An der Abzweigung hielt sie kurz an, um den Gegenverkehr vorbeizulassen. Sie nĂŒtzte nutzte diesen Augenblick und streifte die wunderschöne Johanneskirche mit einem ehrfĂŒrchtigen Blick.
Als der Gegenverkehr vorbei war KOMMA warf sie vorsichtshalber noch einen Blick die Strasse Straße hinauf: Alles frei. Dann bog sie links ab.
Im selben Moment war ihr, als wĂŒrde etwas ihr Auto krĂ€fig schĂŒtteln. “Kraftig schĂŒtteln“ ist wie „ausheben und shaken“ – passiert das wirklich? / Und: Oh je! In der Zeit, die dieser Satz braucht, kann man ganze StĂ€dte erzittern lassen! Im Ernst: Das Ganze ist ein Augenblick – schreib es auch so. So vielleicht: „Da passiert es: Das Auto wackelte, es gab einen Knall und gleichzeitig sah Susanne etwas vor sich aufblitzen.“ Sie hörte einen Knall und sah etwas Metallartiges Ich bezweifel, dass sie das sah. Sie sah es blitzen – aber sie sah noch nicht mal, ob es ein Reflexion oder ein Funke oder ein Aufleuchten einer Lichtquelle war. geschweige denn, ob das, was aufblitze, matallisch aussah. vor ihrer Frontscheibe aufblitzen. Intuitiv trat sie fest auf die Bremse. Zu lang – klar, dass sie intuitiv handelt, man hat keine Zeit zu ĂŒberlegen. Also: „Sie bremste.“ oder „Sie stieg auf die Bremse.“ Ihr Auto stand sofort. Um sie herum war Stille. `Was war dasÂŽ", ,Was war das?‘, fragte sie sich erschrocken. Zu lang – so lange dauert „Erschrecken“ nicht. Und: Erst erschrickt man, dann setzen die Gedanken ein und man fragt sich. Und: Dass sie erschrocken ist, ist klar. SAG es dem Leser nicht – die Bremsaktion hat es schon GEZEIGT. / Besser fĂ€nde ich, wenn du auch die Frage zeigst – so?: „
Stille. Susanne reckte sich, um besser sehen zu können, und schaute sich um. Auf den ersten Blick war nichts zu erkennen. Dann sah sie links 
 Erst dann sah sie links neben ihrem Auto ein Fahrrad liegen. Daneben lag störende Dopplung von lag/liegen ein junger Mann, gekrĂŒmmt, auf dem heißen Asphalt Zu dick: Susanne nimmt sicher nicht den Asphalt oder gar dessen Hitze wahr (, die SIEHT man ja auch gar nicht). . Er bewegte sich nicht.
Susanne schaffte es noch auszusteigen. Das SAGT zu viel – ZEIG es: Susanne stieg aus. Sie trat zu dem Mann und dem Fahrrad und starrte hinab. Sie sah jedes Detail – das sich noch immer drehende Hinterrad, die seltsman verdrehten FĂŒĂŸe des Mannes und die blinkende CD im aufgeprungen Walkman. Von dem Zeitpunkt an, aber, stand sie nur noch wie angewurzelt an der Unfallstelle, unfĂ€hig sich zu bewegen. Nahm die Umgebung wie durch einen Schleier wahr.
Sie sah Passanten vor der Johanneskirche stehen DAS dauert noch – dazu muss sie erstmal wieder „aufwachen“. Ist es nicht eher so, dass sie auf die Passanten erst aufmerksam wird, als die ersten GerĂ€usche von dort, die ersten Worte von dort in ihr Bewusstsein dringen? . sie Sie sahen zu ihr herĂŒber, zu ihr und dem Mann, der immer noch reglos auf der Straße lag. Ein Schatten löste sich aus der Menge. Es war ein Ă€lterer Herr. Er ging mit schnellem Schritt auf den jungen Mann zu Sollte er sich nicht ein bisschen durchdrĂ€ngeln mĂŒssen und dabei das obligatorische „Ich bin Arzt“ murmeln? , kniete sich vor ihn, sprach auf ihn ein und hob irgendwann den Kopf zu Susanne, sah sie kĂŒhl an. Das „irgendwann“ schreit förmlich danach, den Zeitabstand durch Satz-Trennung „hörbar“ zu machen. '"Er ist ansprechbar", hörte sie ihn sagen.
Ein Frösteln lief Susanne ĂŒber den RĂŒcken, bei seinem kĂŒhlen Blick. Moooment! Der KĂŒhle Blick war vorher, jetzt sollte Susanne auf die WORTE reagieren. Oder: „Er ist ansprechbar“, sagte der Mann und sah Susanne dabei kĂŒhl an.“ / Was heißt eigentlich. Er sah sie kĂŒhl an? Emotionslos sachlich? Das ist ja ok, dann reicht aber „Er sah sie an.“. Vorwurfsvoll? Warum? Dann breitete sich ein entsetzlicher Verdacht in ihrem Bewusstsein aus: GUUT! Sie denkt nicht, es „wird in ihr gedacht“ Aber
 "Bin ich etwa schuld an diesem Unfall?" entfuhr es ihr bestĂŒrzt. 
 das ist zu lang. Erstens „entfĂ€hrt“ einem sowas Langes nicht, höchstens ein „War ich das?“, und zweitens formt sich der Verdacht erst wortlos und gipfelt mit dem PUNKT (kein langer „ „Rede“, sagte dieser und jener so und so“-Satz“) der Erkenntnis (hier als Frage).
Eisiges Schweigen. 
 ich weiß nicht. Sind die Passante schon mit dem eignen Schreck und der Neugier fertig, dass sie diese „Anklage“ so vehement erheben können? Der Blick des Ă€lteren Herrn sagte mehr, als Worte es hĂ€tten tun können. Ausgelutschtes Klischee.
Ein GefĂŒhl der Schuld kroch in Susanne hoch. Raubte ihr einen Moment die Luft zum Atmen. Klingt „falsch gemixt“. Entweder die Schuld kroch hoch und raubt ihr den Atem, oder sie ĂŒberfĂ€llt sie und raubt ihr fĂŒr einen Moment den Atem. Sie fĂŒhlte sich schuldig, ohne zu wissen, warum. Dopplung: Du sagtest schon, dass das SchuldgefĂŒhl in ihr hochkroch. Und: Um „ohne Grund“ festzustellen, mĂŒsste sie ihrer Gedanken schon wieder so mĂ€chtig sein, dass sie sich die Frage nach dem “Warum“ stellt. Und: Vom SchuldgefĂŒhl zu „Nur ein Traum!“ fehlt was. Genau genommen ist „Schuld“ schon zu viel – Das SchuldgefĂŒhl ist real, „Alles nur ein Traum“ ist aber eine Reaktion auf „Entsetzen“ {das unsere Psyche „gern“ fĂŒr grundlos erklĂ€rt, indem es uns weigern lĂ€sst, an die RealitĂ€t der Situation zu glauben.} `Das ist nur ein TraumÂŽ, versuchte sie sich zu beruhigen, `nur ein Traum. gleich Gleich wache ich auf, und alles ist gutÂŽ. 
ist gut.‘
Wie durch einen Nebel drangen Stimmen zu ihr: "Bestimmt hat die Sonne sie geblendet", sagte die eine, " sie konnte ihn nicht sehen"... Was ist hier ausgelassen, dass du AuslassungspĂŒnktchen setzt?"Nein", sagte eine andere, "er ist viel zu schnell gefahren mit seinem Rennrad. Sie konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen". Moooment! Mit den Blicken haben die Leute Susanne schon verurteilt – warum nehmen sie es hier wieder zurĂŒck??
Dann erreichte Susanne ein leises FlĂŒstern: " Sie ist schuld daran, sie ist zu frĂŒh abgebogen!". Unbarmherzig wuchsen diese leisen Worte in Susannes Kopf zu einem Donnergrollen an. Genau! JETZT erst kommt der Vorwurf. Und JETZT erst – als Susanne wieder einigermaßen zu denken beginnt – kommt auch die Erkenntnis, dass sie schuld sein könnte. Und damit das SchuldgefĂŒhl.
`Ich bin schuld?ÂŽ, schrie ihre innere Stimme fragend. Ihr Kopf dröhnte, begann zu schmerzen. Das ist inhaltlich richtig, aber irgendwie klingt das mit der inneren Stimme zu „ausgelutscht“ und zu „groschenromanmĂ€ĂŸig“.
Wie aus dem Nichts stand plötzlich ein Polizist vor ihr, stellte ihr Fragen. Susanne hörte seine Worte, aber sie konnte sich ihm nicht verstĂ€ndlich machen. Inhalt ĂŒbersprungen: Sie hörte die Worte. Sie verstand sie auch. Sie wusste auch die Antworten. (Wusste sie sie??) Sie konnte sie nur nicht formulieren. Nur wirre Satzfetzen kamen ĂŒber ihre Lippen. Ihr Kopf war wie mit Watte gefĂŒllt.
Dann hörte sie das alles ĂŒbertönende Signal Wir wissen, dass das laut ist, es mit „alles ĂŒbertönend“ zu beschreiben wĂ€re nur sinnvoll, wenn es etwas – und zwar etwas Lautes – zu ĂŒbertönen gĂ€be. eines Rettungswagens. Und fĂŒhlte sich mutterseelenallein, in ihrem neuen, fremden Zuhause. Allein, mit einem GefĂŒhl von Schuld, fĂŒr das sie keine ErklĂ€rung fand. Nein: Sie fĂŒhlt sich erst allein, als der Rettungswagen weg ist, der Polizist den Block eingepackt hat und gegangen ist und die Passanten sich getrollt haben. Und sie immer noch da steht es es nicht recht fassen kann./ Was heißt: „keine ErklĂ€rung fand“?! Die ErklĂ€rung ist einfach: Sie hat einen Menschen verletzt. Es kann zwar sein , dass sich – spĂ€ter – herausstellt, dass sie den Unfall nicht verursacht hat, dann aber ist die ErklĂ€rung noch immer die selbe (sie fĂŒhlt sich schuldig, weil sie einen Menschen verletzt hat). Ob sie Schuld hat ist was anderes – davon ist nicht Rede, es im von SchuldgefĂŒhl die Rede. / Frage am Rande: Warum zu Teufel kĂŒmmert sich niemand um die Frau? Sie ist im Schockzustand – das ist ein medizinisches Problem!

Einige Tage nach ihrem Unfall setzten die lĂ€ngst fĂ€lligen Sanierungsarbeiten im Ortskern ein. Arbeiten setzen nicht ein (Wehen setzen ein ), Arbeiten beginnen oder – genauer – werden begonnen. Und: Mir fehlt hier – außer der Absatzbildung – noch eine Luft-Hol-Trennung. Ein Hinweis darauf, dass es eine Zeit zwischen dem Unfall und den „rettenden“ Umbaumaßnahmen gab, eine Zeit, in der Susanne in Gedanken noch bei dem Unfall ist. / Der Satz klingt ein bisschen, als sei der Unfall Anlass fĂŒr den Umbau. Auch der Kirchhofplatz wurde verschönert: der Der graue Asphalt wurde durch rustikale Pflastersteine ersetzt, neue FußgĂ€ngerĂŒberwege geschaffen, bunt bepflanzte Blumenrondelle zur Verkehrsberuhigung aufgestellt. 
 also hat der Unfall doch dafĂŒr gesorgt, dass man jetzt endlich umbaut? / Diese AufzĂ€hlung sol wohl zeige, dass jetzt allesa nders aussieht. Nur: Wir haben gar nicht erfahren, wie es vorher aussah. Es wĂ€re – fĂŒr dieses Stilmittel – wichtig, dass man (wie in es in Susanne passiert) die alte Optik direkt mit dem Unfall verknĂŒpft und dann hier „spĂŒrt“, wie der „Unfall wegsaniert“ wird.
Diese VerĂ€nderungen fĂŒhrten dazu, dass Susanne schnell Abstand fand, zu diesem traumatischen Erlebnis. Das ist zu flach, das ist GESAGT (, „traumatisch“ ist ein Wort fĂŒr Gerichtsgutachten – nicht, um GefĂŒhle darzustellen). In diesem Vorgang steckt so viel Potential – HIER kann man ZEIGEN, wie tief die ErschĂŒtterung in Susanne sitzt. Wie oberflĂ€chlich die „Verarbeitung“ ist – aus den Augen, aus dem Sinn sozusagen. Es rĂŒckte mehr und mehr in die hinterste Ecke ihres Bewusstseins, wurde unrealistisch. Dann verdrĂ€ngte sie es ganz. Zu sehr GESAGT. „VerdrĂ€ngen“ ist der psychologische Fachbegriff – was in Susanne passiert ist: „
sie dachte nicht mehr daran.“ (Oder so – man mĂŒsste das noch besser sagen können, ich lass mir das mal durch den Kopf gehen.)
VerdrĂ€ngte es ebenso, wie die Zeitungsnotiz ĂŒber ihren Unfall, 
wenn sie es (inkl. Zeitungsnotiz) also „vergisst“ – bei welcher Gelegenheit findet dieser Textabschnitt statt? Es ist so: NatĂŒrlich kann ein Allwissender ErzĂ€hler sehen, dass Susanne es verdrĂ€ngt, und hier dem Leser sagen, was passiert. Aber: Der ganze Text ist aus der Perspektive der Susanne geschrieben – also nimmt man diesen Abschnitt auch so wahr. Und tatsĂ€chlich wĂ€re „es“ ja – zumindest fĂŒr lĂ€ngere Zeit – erledigt, wenn Susanne „es“ (erfolgreich) verdrĂ€ngt hĂ€tte. Das Problem ist doch aber eher, dass es eben nicht ganz verdrĂ€ngt ist, dass es – wenigstens ab und zu – wiederkommt. Oder? im Sichtfenster eines weinroten Nappaleder-Portemonnaies. - Die erste Narbe ihrer Ehe. GUUUT formuliert – oben war es noch die „blutjunge“ Ehe, hier ist zu sehen, dass es eine Narbe (oder eigentlich Wunde) ist, der noch viele folgten. Höchstwahrscheinlich nicht nur chronolgisch sondern auch ursĂ€chlich

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Josie
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Danke !

Hallo Jon

Jetzt bin ich berĂŒhrt.
Vielen herzlichen Dank, dass du dir soviel Arbeit gemacht hast! Das sind klare Ansagen, die ich nachvollziehen kann. Bei einigen deiner Kritikpunkte habe ich mir an die Stirn geklopft und mich gefragt, wieso mir das nicht selbst aufgefallen ist. Aber insgesamt gesehen sind sehr viele Schwachpunkte im Text, die ich selbst niemals gefunden hÀtte.
Ich lese meine eigenen Texte noch zuviel als Autor, kann sie noch nicht so recht mit den Augen des Lesers, und schon gar nicht mit den Augen des Lektors, beurteilen.

Ich denke, ich habe diesen Text "zerarbeitet". Immer wieder habe ich ihn mir vorgenöpft und anhand deiner Anregungen ist mir jetzt klar geworden, dass vieles von dem, was dir im Text fehlt, ursprĂŒnglich einmal vorhanden war. Ich habe gekĂŒrzt, wo es nicht passte und bin ausschweifender geworden, wo es nicht nötig war.

Was den Rahmen, den Aufbau betrifft, damit war ich auch nicht zufrieden. Ich kam nicht dahinter, was hier nicht passt. Es sollte ursprĂŒnglich ein 3-fach-Zeitsprung sein. Als Experiment gedacht. Die einleitenden SĂ€tze in der Vergangenheit, der nachfolgende Text in der Vorvergangenheit, der Schluss eine Mischung aus Vorvergangenheit und Gegenwart. Dieses Experiment ist misslungen. Soviel ist klar.

Was den Ă€lteren Herrn betrifft,der sollte keinen Arzt darstellen sondern einen hilfreichen Passanten. Er hat ja lediglich versucht festzustellen, ob der junge Mann ansprechbar ist. Dazu musss man nicht Arzt sein. Ich hĂ€tte natĂŒrlich einen Arzt aus ihm machen können, aber das kam mir zu geplant vor, zu "soap-mĂ€ĂŸig".

Mit "ß" und "ss" - das krieg ich einfach nicht in meinen Kopf. Ich muss mich mal eingehender mit der neuen Rechtschreibung beschĂ€ftigen. Und die Kommas, herrje.

Es freut mich sehr, dass du, trotz der vielen Schwachpunkte, dennoch die "Verwundung" herauslesen konntest. Das gibt Auftrieb. Es kommt nĂ€mlich selten vor, dass die Gedanken hinter meinen Worten von einem Leser erkannt werden. Und dieses HintergrĂŒndige ist nun mal das, was ich rĂŒber bringen möchte. Darin liegt fĂŒr mich der Spaß am Schreiben.

Nochmals vielen, vielen Dank, Jon! Da kommt jede Menge Arbeit auf mich zu. Ich werde einige Zeit dafĂŒr brauchen. WĂ€re furchtbar nett von dir, wenn du nach meiner Überarbeitung mein "Portemonnaie" noch mal lesen wĂŒrdest.

LG Josie

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jon
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quote:
WĂ€re furchtbar nett von dir, wenn du nach meiner Überarbeitung mein "Portemonnaie" noch mal lesen wĂŒrdest.

 na klar doch.


Der Nicht-Arzt: Er muss kein Arzt (oder Krankpfleger oder so) sein, aber ich hatte sofort diesen Gedanken. Es "klang" nur so, als mĂŒsste er beim Vortretenirgdnwas sagen. Er könnte auch einfach nur sagen "Darf ich mal?" und sich dann zu dem Radfahrer runterbeugen.
Nicht immer sind Klischees schlecht, sonst wĂŒrden sich diese "vorgefertigten Formen" nicht so hartnĂ€ckig halten. Im Randgeschehen erspart es einem oft lange ErklĂ€rungen – es sind schnell erfasste Infos. Die Kunst ist (neben dem Erkennen von Klischees – das ist auch nicht ganz ohne) zu erkennen, wo man es wie intensiv einsetzen kann und wo es tödlich wĂ€re.


Zu "ss" und "ß" – das ist (entschuldige ) die einfachste Regel der Neuen RS: Spricht man den Vokal davor kurz, ist es "ss" (analog zum "mm", "nn" etc.), ist es ein "normaler" Vokal (oder ei, eu, au etc.), dann ist es ein "ß" (, das "stimmlose S" – probier: reisen – reißen). Einziger (?) Stolperstein ist nach wie vor "das - dass", weil es hier nach dem Inhalt und nicht nach dem Klang geht (, wie schon bei "das - daß")

Was das Erkennen der "Verwundung" angeht: Das ist wirklich saumĂ€ĂŸig schwierig, weil es um "unlogische" GefĂŒhle geht. Es gibt eigentlich keinen GRUND so zu fĂŒhlen – trotzdem ist das GefĂŒhl da. (Ich nenn es manchmal "Es ist eben so"-GefĂŒhle/Eigenschaften.) Es ist keine einfache Kette der Art "weil ich ihn liebe, sorge ich mich um ihn" oder "ich hasse ihn, deshalb kann ihn nicht ertragen". Es ist sowas wie "ich liebe ihn, deshalb kann ich ihn nicht ertragen". Oder eben: "Ich will nicht an mein Leiden erinnert werden, aber wenn du so tust, als litte ich nicht, verneinst du einen wesentlichen Teil von mir."
Es ist schwierig, herauszufinden, was genau passiert. Noch schwieriger ist, es zu zeigen (und nicht nur zu sagen – DAS glaubt einem sowieso keiner ) Aber wenn uns (mein Anligen ist das auch) gelingt, diese "unlogische, unbegrĂŒndbare Seite" menschlicher Emotion zu zeigen, klar zu machen, wie unglaublich stark die sind (, vielleicht, weil sie mit keiner Logik zu brechen sind?), dann ist das Literatur wie sie – meiner Meinung nach – sein muss.
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Es ist nicht wichtig, was man mitbringt, sondern was man dalÀsst (Klaus Klages)

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Zefira
???
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Liebe Josie, liebe jon,

mich hat diese Geschichte sofort an einen Vorfall in meiner weiteren Verwandtschaft erinnert: Ein Mann wurde bei einem Unfall schwer verletzt, lag in der Klinik eingegipst und an SchlÀuchen - seine Frau ging her und fotografierte ihn mit den ganzen Infusionen und Kabeln, um das Bild dann den an seinem Befinden interessierten Verwandten und Freunden zu zeigen.

Voll daneben.

Man weiß nicht so genau warum - oder vielmehr man ahnt es, aber es lĂ€sst sich eben nicht so einfach in einem Kausalsatz zusammenfassen und im Zweifelsfall kann sich der "TĂ€ter" immer auf ein gekrĂ€nktes "ICH mein es doch nur gut!" zurĂŒckziehen. Was noch mehr daneben ist ...

Euch beiden herzlichen Dank fĂŒr diesen Thread. Man kann einiges daraus lernen - sowohl aus dem Text aus auch aus dem Lektorat.

GrĂŒĂŸe von Zefira




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schmollfisch

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Josie
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Habe teilweise ĂŒberarbeitet

Hallo Jon, hallo Zefira

Jon:
Ich habe den Text eben teilweise ĂŒberarbeitet. Zumindest das Gröbste. Mehr krieg ich jetzt nicht mehr hin. Bin mĂŒde. Muß ins Bett.
Danke auch fĂŒr die zusĂ€tzlichen RatschlĂ€ge! Die Sache mit dem Ă€lteren Herrn hab ich erst mal nur grob gelöst. Bin mir noch nicht so ganz im Klaren, wie ich die Szene am Besten gestalte.

Zefira:
Danke fĂŒr die lieben Worte! Tut gut.

Liebe GrĂŒĂŸe euch Beiden.
Gute Nacht.
Josie

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