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Leselupe.de > Erzählungen
Das Problem der Fliegen
Eingestellt am 20. 11. 2006 14:17


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Roland Knappe
Festzeitungsschreiber
Registriert: Oct 2006

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Das Problem der Fliegen

Wie unlängst eine Zeitung berichtete, soll der 38-jährige Simon Z. für den Versuch, einen Fliegenschwarm in seinem Büro zu erschlagen, beinahe mit seinem Leben, zumindest aber mit der Zwangseinweisung in eine Nervenheilanstalt bezahlt haben, nachdem er bei diesem Vorhaben das Mobiliar zertrümmert und das Zimmer in Brand gesteckt hatte. Zufällig war ein Bekannter von mir schon seit der Schulzeit mit Simon Z. befreundet, sodass er ihm, sobald dies gestattet war, einen Besuch in der Psychiatrie abstatten konnte. Hätte er mir nicht von ihrem Gespräch berichtet, hätte ich die Zeitungsnotiz, so unterhaltsam sie auch war, wohl rasch vergessen; der genaue Hergang der Dinge weist jedoch auf den besonderen Ernst des Problems hin, dem sich der Betroffene in seinem Büro gegenübergestellt sah.

Simon Z. bewohnte seit mehreren Jahren allein ein kleines Haus, in dem er eine Kanzlei für Zivilrechtssachen unterhielt, von deren Gewinn er dank seiner spartanischen Lebensweise gut leben konnte. Gewiss war meinem Bekannten – einem der wenigen Menschen, mit denen er privaten Umgang hatte – hin und wieder ein exzentrischer Wesenszug aufgefallen, eine Art nervöser Überreiztheit; jedoch verbarg er ihn meist durch sein allgemein sehr beherrschtes, ja um Perfektion bemühtes Auftreten.
Dass das Auftreten der Stubenfliegen in diesem Jahr außergewöhnliche Ausmaße annehmen würde, war Z., wie er meinem Bekannten erklärte, bereits zu Anfang des Frühjahrs aufgefallen. Er habe es sich zunächst mit der Lage des Hauses erklärt, das sich am Ortsrand und in der Nähe eines Waldes befand, sich jedoch bald entschlossen, auf unnötige Erklärungen keine weiteren Gedanken zu verschwenden; wenn er sich auch an den gelegentlichen Eindringlingen störte, ja sogar sich in seiner Arbeit beeinträchtigt fühlte, hätte er zunächst nichts weiter unternommen, als sämtliche Fenster des Hauses mit Fliegengittern auszustatten und Fliegenbänder in seinem Büro und dem benachbarten Zimmer seiner Sekretärin, Frau B., aufzuhängen, auch wenn diese sich keine Aufregung angesichts der kleinen Plagegeister hätte anmerken lassen.
Als Z. an dem für ihn so verhängnisvollen Dienstagmorgen um sieben Uhr sein Arbeitszimmer betrat, ahnte er noch nichts von der dramatischen Zuspitzung der Ereignisse. Der Zeitungsausträger hatte sich nicht verspätet; Frau B. würde erst in einer Stunde ihren Dienst antreten, und seine Sprechstunde begänne erst am Nachmittag; er hatte sich eine schwierigere Streitigkeit wegen einer Erbschaft vorgenommen, einen jener unangenehmen Fälle, bei denen er, wollte er den Auftrag nicht verlieren, kein Zeichen des begründeten Misstrauens gegenüber den Darlegungen seiner Mandanten erkennen lassen durfte. Draußen schien die Sonne, doch gegen eine allzu große Erwärmung des Zimmers würde die Klimaanlage gute Dienste leisten; einige Fliegen schwirrten freilich vor dem Fenster, jedoch durch das Fliegengitter sorgsam am Eindringen gehindert.
Die Zahl der Fliegen musste sich indes in kurzer Zeit derart vermehrt haben, dass schließlich eine von ihnen in der Nacht einen versteckten Zugang zu dem Büro von Z. gefunden hatte; als er ein leises Summen vernahm, trübte sich seine Hoffnung auf einen unbeschwerten Arbeitstag zwar etwas ein, doch der strittige Erbschaftsfall ließ ihm keine Zeit, sich dem Ärgernis zu widmen. Erst als ihm nach einer Viertelstunde die deutliche Penetranz dieses Summens auffiel, ebenso wie die Tatsache, dass das Insekt, anders als die übrigen Vertreter seiner Gattung, offenbar keinen Gefallen am Geruch des Fliegenbandes fand, blickte er auf und sah auf halber Höhe eine Fliege in beinahe völlig regelmäßigen Bahnen kreisförmig durch sein Zimmer schweben. Allerdings gelang es ihm, das Summen und Kreisen zu ignorieren, indem er darauf achtete, seinen Blick ausschließlich auf die bereitliegenden Akten und den Bildschirm des Computers zu richten; und als er einmal sein Büro verließ, stellte er zufrieden fest, dass sich die Fliege an der Wand gesetzt hatte, sodass er einen Versuch unternehmen konnte, sie beim Hinausgehen mithilfe einer bereitgelegten Zeitung zu erschlagen – was ihm indes nicht gelang. Als wollte sie ihn dafür bestrafen, hatte sie sich bei seiner Rückkehr immerfort kreisend seinem Schreibtisch angenähert und zudem, wie es schien, ihr leises Summen zu einem störenden Brummen gesteigert. Ein Versuch, sie aus dem Zimmer zu scheuchen, misslang, und nach einiger Zeit blieb Z. nichts anderes übrig, als mit Schaumstoff in den Ohren weiterzuarbeiten. Die Erleichterung währte nicht lange. Als er nach wenigen Minuten von seinen Akten aufsah, bemerkte er zu seinem Verdruss, dass eine Fliege über seinen Bildschirm krabbelte; zudem sah er sich in seinem aufkeimenden Verdacht bestätigt, dass sich mittlerweile ihre Anzahl vermehrt hatte; zwei von ihnen marschierten soeben eine Wand entlang, eine weitere hielt sich an der Deckenlampe auf. Die Wirkung des Fliegenbandes musste nachgelassen haben, aber vielleicht half es, so hoffte Z., bei geschlossener Jalousie das Licht einzuschalten, um den Fliegen einen zwar schmerzhaften, aber doch recht kurzen Verbrennungstod zuzufügen.
Tatsächlich sollten sich in kurzer Zeit einige Exemplare instinktiv dem Zimmerlicht genähert haben, und nach mehreren Telefonaten glaubte Z. auch in dem Erbschaftsfall einen Hoffnungsschimmer zu erkennen – bis er aus den Augenwinkeln einen kleinen, lang gezogenen Fliegenschwarm wahrnahm, der sich nicht dazu entschließen konnte, sich irgendwo zu setzen. Da die beiden Türen und das Fenster des Raumes geschlossen waren, ließ sich das Auftreten dieser Fliegen nicht damit erklären, dass sie über seine Wohnräume, das Zimmer der Sekretärin oder von außen hereingekommen waren, und nachdem er den allmählich größer werdenden Schwarm eine Zeitlang beobachtet hatte, bemerkte er, dass die Eindringlinge durch ein kleines Loch in der Wand in das Zimmer gelangten. Es war ihm noch nie aufgefallen, da sich eben jene Stelle hinter einem Regal befand und durch einige selten benutzte Aktenordner dem unmittelbaren Blick verborgen blieb. Vorläufig beschloss er, sich mit einem Abkleben des Lochs zu begnügen; die Zahl der Fliegen im Zimmer mochte nunmehr bei etwa 20 liegen, die sich gegenseitig nicht zu stören schienen, da sie auch nach einem kurzen Öffnen des Fensters das Zimmer nicht verließen – im Gegenteil: Dem Schwarm strömten noch Fliegen von außen zu. Missmutig setzte sich Z. auf seinen Bürostuhl, ratlos, da ihm auch Frau B. nicht zu helfen wüsste, zumal er sie verdächtigte, dass sie ihn seit längerem trotz des offensichtlichen Fliegenproblems im Stillen belächelte.
Als sich dann eine Fliege in seinen Hemdkragen verirrte und Anstalten machte, seinen Rücken abwärts zu krabbeln, konnte er sich nicht mehr zurückhalten, sich das Hemd vom Leib zu reißen und unter verzweifelten Verrenkungen zu versuchen, mithilfe der Zeitung das dreiste Insekt zu erschlagen, was ihm allerdings nicht gelang, im Gegenteil: Sogleich hatten sich einige seiner Artgenossen auf seiner Haut niedergelassen. Es war nun ernsthaft zu bezweifeln, ob er angesichts dieses aggressiven Verhaltens noch mit einer gewöhnlichen Fliegenart zu tun hatte; womöglich handelte es sich um eine eingewanderte oder mutierte Abart der an sich harmlosen Stubenfliege, die im schlimmsten Falle allerlei Krankheiten übertragen konnte. Erst angesichts dieser Befürchtungen kam Z. der rettende Einfall, dass er nach einem ähnlichen, doch weitaus harmloseren Fliegenüberfall vor einem Monat ein Fliegenspray für seinen Arbeitsplatz gekauft hatte, mit dem er nun mitten auf den Kern des Schwarms zielte – und tatsächlich fielen sofort einige Exemplare tot zu Boden. Nachdem er die Fliegenkadaver mit rachsüchtiger Genugtuung beseitigt hatte, wollte er unverzüglich seine Arbeit wieder aufnehmen, denn jeder, so sagte er sich, würde darüber den Kopf schütteln, erführe er davon, wie viel Zeit er für die Beseitigung eines Fliegenschwarms aufzuwenden Gefahr lief; energisch fasste er den Entschluss, nun einen geordneten Arbeitstag zu verbringen; er zog sein Hemd wieder an, sammelte seine Gedanken und bemerkte dabei, dass es sich um den Ersten des Monats handelte: Ein Anlass, die Wende des Tages rituell zu besiegeln. Feierlich riss er das alte Blatt des Fotokalenders ab.
Fassungslos blickte Z. auf das neue Motiv: Musca domestica, die Gemeine Stubenfliege, vierzigfach vergrößert, starrte ihm aus ihren pupillenlosen Facettenaugen entgegen, schwarz, haarig, gierig und im Begriff, ihren niederen Instinkten gemäß mit ihrem Saugrüssel unentwegt nach Nahrung zu tasten, wäre sie nicht auf Papier gebannt worden. Doch als hätte sie ihren leibhaftigen Artgenossen das Signal zum Angriff gegeben, bemerkte Z. nun, dass sich hinter ihm eine immer dunkler werdende Fliegenwolke formierte, deren Herkunft es sofort zu ermitteln galt, stand die Absonderlichkeit dieser Erscheinungen doch nun völlig außer Frage. Hastig entfernte er die Ordner aus den Regalen, wobei er sie anfangs noch auf seinem Schreibtisch stapelte, dann aber in wachsender Verzweiflung wahllos auf den Boden warf, zumal er immer neue Löcher in der Wand entdeckte, aus denen fliegende Heerscharen in sein Zimmer strömten; es hatte offenbar keinen Zweck, zu versuchen, alle Löcher mit Klebeband zu verschließen – die einzige Genugtuung, die ihm blieb, konnte darin bestehen, eine möglichst große Anzahl zu erschlagen, wobei er binnen weniger Minuten tatsächlich einige Treffsicherheit erlangen sollte. Da keine Zeit verblieb, über die Wahl der Mittel nachzudenken, bediente er sich dabei auch der schweren Aktenordner, mit deren Wucht er bis zu einem Dutzend auf einen Streich den Garaus machen konnte; und doch war diese Möglichkeit nicht effektiv genug, der Plage Herr zu werden und die Herausforderung zu bewältigen, die er, nur er allein meistern musste – wäre es doch nicht auszudenken, was geschähe, wenn sich das Ungeziefer weiter ausbreitete: Nicht nur er selbst müsste seine Arbeit unterbrechen, vielmehr drohte das ganze öffentliche Leben zum Erliegen zu kommen, wenn es sich nicht an Ort und Stelle aufhalten ließe. Ein ganzer Schwarm des Ungetiers hatte sich auf dem Boden niedergelassen; blutrünstig fielen die kleinen Biester über die Kadaver ihrer eigenen Artgenossen her, nicht ahnend, dass sie sich im Fallwinkel eines geschlossener Aktenschranks befanden – Z. hingegen erkannte die Gelegenheit und ließ unter Aufbietung von Kräften, deren er sich nie bewusst geworden war, den Schrank auf die schwarze Armee niedersausen, sodass kurzzeitig ein völlig fliegenfreier Raumabschnitt entstand. Wie er befürchtet hatte, währte der Triumph nicht lange, und bald war das ganze Büro ausgefüllt vom süßlichen Geruch des Fliegensprays und der schwarzen Wolke der unerbittlichen Angreifer, die nun freilich auch aus den Löchern strömten, welche sich hinter dem umgestürzten Aktenschrank aufgetan hatten. Es half nicht länger, mit der Schlagkraft der Aktenordner gegen die schwärmenden Biester vorzugehen; die Umstände verlangten drastische Mittel, und mit einer aussichtsreichen Idee kehrte Z. kurz zu seinem Schreibtisch zurück, als er auf den Monitor seines Computers blickte und entsetzt feststellte, dass der Bildschirmschoner ein völlig unbekanntes Motiv zeigte – nicht etwa mehr die bunten Fische, die ihre friedlichen Bahnen zogen, sondern einen wabernden Schwarm kleiner schwarzer Fliegen, der sich auf weißem Hintergrund im Abstand von wenigen Sekunden zu den immer gleichen Worten formierte: versuche – nicht – uns – zu – verleugnen – versuche – nicht – uns – zu – verleugnen –
Auch wenn sich Z. später nur noch ungefähr an die folgenden Ereignisse erinnern sollte, wusste er noch, dass er eine Schublade aus seinem Schreibtisch riss und in rasender Wut den Bildschirm zertrümmerte, ohne sich an dem Feuer zu stören, den der Funkenregen auf seinen Akten auslöste, hatte er doch ursprünglich ohnehin mit dem Vorsatz, sich dieses Elements zu bedienen, seinen Schreibtisch aufgesucht. Mordlustig entzündete er ein Feuerzeug, hielt das Insektenspray dahinter und machte sich mit seinem improvisierten Flammenwerfer daran, die inzwischen fast gleichmäßig schwarze Fliegenwolke in seinem Zimmer nach allen Richtungen in Brand zu setzen, wobei er ganze Heerscharen des Ungeziefers im Flug vernichtete. Das Zimmer stand in Flammen, und auch wenn ihm der beißende Rauch und die Hitze allmählich die Sinne raubten, triumphierte er innerlich in dem Glauben, die einzige sichere Möglichkeit zur Vernichtung der Fliegen ergriffen zu haben. Allerdings wäre er beinahe seinem eigenen Kampfeinsatz zum Opfer gefallen, wäre nicht Frau B. rechtzeitig eingetroffen, um ihn, der mittlerweile schon zu Boden gesunken war, aus dem Flammenmeer seines Büros zu retten.

Im Nachhinein gab Z. zu, dass er im Kampf gegen die Fliegen zwar zu weit gegangen war, stünde doch die Wiedereröffnung seiner Kanzlei im selben Ort sehr in Frage, nachdem sich die Vorfälle herumgesprochen hatten; jedoch sei er mehr und mehr davon überzeugt, dass seiner Überreaktion nicht nur ein Sinn zuzusprechen, sondern sie sogar notwendig gewesen sei, da er ohne sie nie die einzige Möglichkeit erfahren hätte, wie sich ein drohender Fliegenüberfall verhindern ließe: Und den entscheidenden Hinweis auf diese Möglichkeit hätten ihm die Fliegen selbst geliefert, als er auf dem Höhepunkt des Kampfes auf den Bildschirm geblickt hatte. In seiner Erregung und angesichts der prekären Situation hätte er freilich die Bedeutung der Worte nicht ermessen können, doch dass er anschließend die Einrichtung seines Büros einschließlich vieler unentbehrlicher Akten unwiederbringlich zerstört hatte, zwinge ihn wenigstens zu einem radikalen Neuanfang. Im Grunde sei es ihm schon während des Aufenthalts im Krankenhaus klar geworden, dass er nie wieder versuchen dürfte, die Existenz der Fliegen zu verleugnen, ja dass es sich dabei um einen verhängnisvollen Fehler der meisten seiner Mitmenschen handele, die er mit Sorge der Gefahr eines Fliegenüberfalls ausgesetzt sah. Auch wenn er nicht daran glaubte, den Ärzten in der Heilanstalt, welche er besonders gefährdet sah, seine Erkenntnisse in nächster Zeit vermitteln zu können, habe er doch einen geeigneten Zeitvertreib für seinen Aufenthalt gefunden, gegen den auch seine Betreuer nichts einzuwenden hätten; und mit einem verschmitzten Lächeln zeigte er meinem Bekannten eine Leinwand, hinter die er sich nach seinem Besuch wieder zurückzog – und auf der ein großes schwarzes Exemplar der Gemeinen Stubenfliege entstand.

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Josie
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Hallo Roland

Zwar nett erzählt und flüssig geschrieben aber, meiner Meinung nach, zu langatmig.
Wenn du den "Bekannten" raus nehmen und statt dessen Simon Z. seine Geschichte selbst erzählen lassen würdest, nur aus seiner Sicht, dann wäre der Text näher am Leser, bekäme so vielleicht mehr Würze. Auch die häufige Wortwiederholung der "Fliegen-" würde so ein wenig Witz hineinbringen, weil der Leser sich dann eher genervt fühlt, weil sie so häufig im Text auftauchen. Und darin liegt ja, zumindest sehe ich das so, der Urgedanke für die Geschichte. Am Ende soll der Leser sich genau so genervt von den Fliegen fühlen, wie Simon K. Was aber so, wie es jetzt hier steht, nicht rüber kommt.
Für den Fall, dass die Fliegen-Wiederholung von dir nicht so angedacht war, wie ich es gedeutet habe, würde ich dir dann dazu raten, den größten Teil der Wiederholungen durch Synonyme zu ersetzen.

Kurz und knapp gesagt: Mit etwas Überarbeitung könntest du mehr aus dem Text machen,

meint
Josie

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HFleiss
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Das Problem der Fliegen

Am Ende habe ich mich mißtrauisch im Zimmer umgesehen, ob da nicht vielleicht so ein Biest herumschwirrt. Und obwohl keins da war (meine Kater fressen sie immer mit Begeisterung, ehe ich sie überhaupt bemerke), wurde mir ganz schwummerig - immerhin könnte doch eine da sein. Aber verdichte den Text mal, sonst hältst du den Leser nicht bei der Stange, er ist ein bisschen zu ausgedehnt, ehe du zum Punkt kommst.

GruĂź
Hanna

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nobody
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Hallo Roland!
Eine gut und flüssig erzählte Geschichte, die ich sowohl aus Interesse am Thema als auch an der Form gerne gelesen habe. Auch ich plädiere für etwas strafferen Text, allerdings hat die Figur des „Bekannten“ für mich durchaus eine Funktion. Die Verwendung von Synonymen für „Fliegen“ wäre vielleicht ein Experiment wert, nur befürchte ich, dass dann der charakteristische Rhythmus gestört wird.
Und noch etwas: Einige Absatzmarken an geeigneten Stellen wĂĽrden das Lesen erleichtern.

Nebenbei, aber (im weiteren Sinne) durchaus zum Thema gehörend:
Duplizität der Ereignisse: Gestern habe ich in „Lupenautoren.de“ eine Kurzgeschichte mit dem Titel „Musca domestica“ veröffentlicht, siehe
Hier klicken

LG Franz

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Roland Knappe
Festzeitungsschreiber
Registriert: Oct 2006

Werke: 4
Kommentare: 1
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Danke fĂĽr die konstruktive Kritik. Es stimmt, dass mir beim Schreiben der mittlere Teil zu lang geraten ist, denn der Anfang und das Ende sind zumindest genauso wichtig. Um zu verdeutlichen, dass das "Problem der Fliegen" auch aus neutraler Sicht reell ist, habe ich es Simon Z. nicht direkt schildern lassen.

Zum Kursivtext in der Geschichte "Musca domestica" würde ich anmerken, dass er das beste Mittel darstellt, um zwei parallel ablaufende und doch ganz unterschiedliche Erzählebenen voneinander abzugrenzen. Ich finde den Text jedenfalls gut gelungen!

Viele GrĂĽsse

Roland

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