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Leselupe.de > Ungereimtes
Das Rinnsal kreischt, der Felsen bricht in Stuecke
Eingestellt am 11. 04. 2002 08:05


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Bernd
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Das Rinnsal kreischt, der Felsen bricht in Stuecke,
der Adler faellt vom Himmel wie ein Stein,
in allen Waeldern modert sein Gebein,
durch alle Haeuser zieht sich eine Luecke.

Ein Lufthauch traegt die Gabe um die Welt,
ich huste laut, ich falle lautlos um,
auf allen Strassen starren Menschen stumm
zum Himmel, der verspricht, was er nicht haelt.

Ein Gott blickt auf die Erde und erschrickt,
er ist unsterblich, das bedauert er,
die Sonne schmilzt erbarmungslos den Teer
auf allen Strassen, eine Sanduhr tickt.

Solange irgendwo etwas besteht,
geht es zugrunde, doch die Fahne weht.
__________________
Copy-Left, samisdada

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Haget
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MoinMoin Bernd,
WAS Du schilderst, gefällt mir nicht (die Idee ja!), WIE Du schilderst: Gratuliere!
Nur in den beiden letzten Zeilen:
>> Solange irgendwo etwas besteht,
geht es zugrunde, doch die Fahne weht. <<

Kann etwas GLEICHZEITIG bestehen UND zugrunde gehen? Ich bin mir da etwas unsicher. Klingt aber bedrohlich GUT.

Liebe Grüße
Hans-Georg
__________________

Haget wünscht Dir Gutes!
Selbst dümmste Sprüche machen oft Sinn
- auch krumme Pfeile fallen irgendwo hin!

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Pseudorinym
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Hallo Bernd,

das Gedicht fängt wirklich gut an mit dem kreischenden rinnsal und dem brechenden Felsen,aber das Bild von dem Adler, der einfach so mal eben vom Himmel plumpst und merkwürdigerweise in allen Wäldern gleichzeit zu vermodern beginnt, paßt meiner Meinung nach nicht.
Und wenn wir schon mal dabei sind.
Der Satz:"Ich huste laut,ich falle um"
erziehlt ungeahnte Comedy-Effekte wenn man ihn sich bildlich vorstellt.Stell du dir doch mal einen normalsterblichen Alltagsbürger vor,der während dem Spazierengehen zu husten anfängt und gleich darauf einfach umkippt.Das ist das gleiche wie mit dem Adler.

Die nächste Strophe wiederum gefällt mir sehr gut,
eine geniale Idee das mit dem Gott der nicht unsterblich sein will.

Die letzte Strophe würde ich auch ändern,denn wie Haget oben schon erwähnt hat ist es etwas unlogisch.
Wie wäre es denn mit:

Alles,was irgendwann besteht
geht auch zugrunde, und die Fahne weht


Wie gesagt,nur ein Vorschlag

@--;----
xxx

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Bernd
Foren-Redakteur
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Hallo,

vielen Dank für die freundlichen Kommentare.
Ich werde darüber nachdenken.

Alltagsmenschen sind es hier übrigens nicht oder aber doch, die einfach umfallen.

Eigentlich aber geht es um die innere Wahrheit, die poetische Wahrheit des Gedichtes.

Zu dem Paradox:


Was nicht besteht, kann überhaupt nicht zugrunde gehen, die Existenz, das Bestehen, ist Voraussetzung und Ursache dafür.

In der Existenz ist das Zugrundegehen, der Wandel, bereits vorbestimmt.

Das einzig Invariante der Gesellschaft scheint die Fahne zu sein, die aber doch, obzwar sie es nicht wahrhaben will, dem gleichen (selbstähnlichen, fraktalen) Prinzip unterliegt.

Viele liebe Grüße von bernd
__________________
Copy-Left, samisdada

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Elmar
???
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@ Haget:
...klar kann etwas bestehen und zugrunde gehen...
Aristoteles war ja ganz toll, aber warum zum Teufel immer entweder oder? "Tertium non datur" ist zwar Latein, aber völliger Quatsch.
Gruß, Elmar
__________________
...ein Märchen, eine Reise, eine Suche - einfach ein fesselndes Abenteuer...
"Kybele"
Der Roman von Elmar Woelm

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Bernd
Foren-Redakteur
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Tertium datur


Danke.
__________________
Copy-Left, samisdada

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