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Leselupe.de > ErzÀhlungen
Das immer wieder neue Thema- Sie trifft ihn, er trifft sie
Eingestellt am 10. 11. 2003 19:35


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andermann
Hobbydichter
Registriert: Nov 2003

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Hallo liebe Leselupenfreunde,

ZunĂ€chst einmal: Ich bin sehr froh, dass ich euch gefunden habe. Die Art, wie Ihr miteinander umgeht – Konstruktive Kritik, ohne zu verletzen- gefĂ€llt mir sehr.

Nun mein erstes Problem- eigentlich nur ein Problemchen: Mein erstes StĂŒck hier hineinstellen.

Als vollkommener Novize in diesem Metier schreibe ich an einem Roman und – wer trĂ€umt nicht davon – habe ganz hinten im hinteren Hinterkopf die Idee, diesen einmal zu veröffentlichen. Ein Weg sind Ausschreibungen.

Meine Frage: Wenn ich einen Teil ( ca. 10 Buchseiten) hier hineinstelle, verbaue ich mir damit evt. irgend eine Möglichkeit?

ZunÀchst einen kleinen Auszug aus meinem Buch:
Die immer wieder neue, aber doch so alte Geschichte


Andermann



Er trifft Sie – Sie trifft Ihn


Mittags hatte Gero Julie gefragt: „treffen wir uns zum Abendessen?“ Irgendwie war bei ihm der Eindruck entstanden, dass Julies Zustimmung nicht ganz so spontan erfolgte, wie bei der Einladung ins Theater oder der Absprache zum Sport. „Vielleicht, wenn, dann komme ich ein bisschen spĂ€ter“, war ihre vieldeutige Antwort gewesen.

Heute war \"TĂŒrkischer Abend\". Dies bedeutet, dass sowohl die Speisen und die Dekorationen als auch die Show danach unter dem Motto des Gastgeberlandes stehen.

Gero hatte lange auf Julie gewartet, sich wieder und wieder „zufĂ€llig“ auf dem Weg zu ihrem Zimmer zu schaffen gemacht, mit anderen GĂ€sten Smalltalks zur ZeitĂŒberbrĂŒckung begonnen - Julie tauchte nicht auf. So gab er auf, ging zu GĂ€sten, mit denen er hĂ€ufig zusammen saß, mit denen er schon viele Male gemeinsam einen Abend verbracht hatte.

Hier, an diesem Tisch wurden immer viele Witze erzĂ€hlt, die besonderen ZusammenhĂ€nge und GegensĂ€tze zwischen norddeutscher und bayrischer Lebensart in all ihren Nuancen offen gelegt. Unter dröhnendem Lachen wurden die Unterschiede zwischen Weißwurst und Bregenwurst, zwischen Sauerkraut und Weißkraut, zwischen „A Moaß und kleinem Hellen“, aber auch zwischen Dirndl und „Holz vor der HĂŒtten“ einerseits und Speelwaark und „Dralle Deern“ andrerseits, beleuchtet und auch sonst viel sinnvoller Unsinn geredet, jedoch, immer unter Wahrung des zwischenmenschlichen Respekts. Was nach außen als deftige Beleidigung ausgelegt werden konnte, war im InnenverhĂ€ltnis, ohne dass es je ausgesprochen worden war, die Wahrnehmung und Achtung der Andersartigkeit des GegenĂŒbers.

So auch heute: Karl, der pensionierte Friseurmeister aus der „heimlichen Hauptstadt des nördlichsten Balkanstaates“ - so Geros Bezeichnung fĂŒr MĂŒnchen -, stieg sofort ein: „Also, ich glaube unser Solo-Statist“ - und damit konnte er nur Gero meinen -„ ist da irgendwie mit etwas Schwarzem, oder war es blond?, gesichtet worden. Ich glaube, wir mĂŒssen da mal etwas nachhelfen!“. Hier war er sich der Zustimmung der Tischgesellschaft sicher, ist doch das Thema \"wer mit wem\" ein immer wieder beliebtes Spiel aller Menschen, die GesprĂ€chsstoff suchen.

Gero half das wenig. Missmutig stopfte er die köstlichen Vorspeisen in sich hinein - latucana, eine köstlich kross gebackene tĂŒrkische Art der FrĂŒhlingsrolle und Gözleme, ein Tasche aus hauchdĂŒnnem Teig, nach Wahl gefĂŒllt mit Spinat und SchafskĂ€se, ausgebacken auf einem heißen Stein. Er Ă€rgerte sich ĂŒber sich selbst. Warum konnte er nicht einfach abwarten? Wenn Julie tatsĂ€chlich ungebunden war, dann wĂŒrde sie sich, wenn sie dann Interesse an ihm haben wĂŒrde, ihm schon zuwenden, sinnierte er, das delikate Essen ohne zu genießen in sich hineinstopfend.

„Ich glaube, da kommt eine ganz besonders hĂŒbsche Dame, viel zu schade fĂŒr einen solchen Griesgram wie Gero!“, fabulierte Karl, den Kopf reckend, damit er möglichst viele Personen im Speiseraum hinter Geros RĂŒcken wahrnehmen konnte und gleichzeitig möglichst viel Aufmerksamkeit von den GĂ€sten der Nachbartische ziehend. Gero reagierte nicht, blickte weiter an Karl vorbei in die mediterrane Gartenanlage, reagierte auch nicht als Karls Augen offensichtlich einer, sich dem Tisch nĂ€hernden Person folgten. Er bemerkte auch nicht, dass sich jetzt alle sechs Augenpaare auf einen Punkt hinter seiner rechten Schulter gerichtet hatten. Alle Personen - außer dem mampfenden Gero - waren jetzt ganz still, saßen regungslos da, starrten mit offenem Mund auf eine Stelle oberhalb Geros rechter Schulter.

Gero hatte von all dem immer noch nichts wahrgenommen, wollte gerade, hastig einen der letzten Happen der SchafkĂ€se-Teigtasche in eine Joghurtsauce tauchend und mit einem viel zu großen Hieb Rotwein hinunterspĂŒlend, nach links vom Tisch aufspringen, um sich erneut Ersatzbefriedigung durch einen neuen Essensgang - nicht den letzten fĂŒr heute - zu beschaffen, da hörte er von rechts, von der Stelle, auf die die sechs Augenpaare gerichtet waren, eine Stimme: „Ist dieser Platz noch frei?“

Gero zitterte, er traute sich gar nicht, aufzusehen. Julie! Sie war doch gekommen. Langsam erhob er sich, ungelenk, ein wenig linkisch, bot er ihr den Platz rechts neben sich an, war froh, dass er sich wieder setzen konnte. Wie eine Maschine schob er mit einem StĂŒck Brot die Saucen-, Fleisch- und Salatreste auf seinem Teller zusammen, spießte das Brot auf eine Gabel und balancierte dieses widerliche Gemengsel, den eigentlich unvermeidbaren Fleck auf Hose oder Hemd mit zwischenzeitlich angelerntem Geschick gerade noch vermeidend, in seinen gierig aufgesperrten Mund, schluckte es, mit einem viel zu großen Schluck roten Tischwein hinunter, ohne wahrzunehmen, was er in sich hinein gefĂŒllt hatte.
Fassungslos starrte Julie auf seinen Teller, seine Finger, seinen Mund. Erst nach einer Weile Gero bemerkte dies. Unsicher, sich schÀmend, hob er seinen Kopf, seine Augen streiften ihren Hals, ihre Lippen, Wangen, Nase, fanden dann ihre Augen. Wortlos fanden sich die Augenpaare.

Deutlich: heute war dies nicht ihr Tisch! Eigentlich hÀtten beide lieber abgeklÀrt, was so in der Phase nach dem ersten Kennen Lernens so abzuklÀren ist. Nach einer Weile hatte auch die bayerische Fraktion ein Einsehen und Julie und Gero konnten, nachdem auch Julie sich mit dem ersten Essensgang versorgt hatte, zunÀchst ungestört reden.

Nachdem sie das Abendessen und die zwischenzeitlich wieder aufgenommene, kurzweilige Unterhaltung mit den Tischnachbarn beendet hatten, wagte Gero die Frage: \"Siehst du dir heute abend die tĂŒrkische Folkloreshow an?\", und dann: \"gemeinsam mit mir?\" Julie nickte zwar, irgendwie kam es Gero vor, als wenn dieser Vorschlag noch geringere Begeisterung auslöste, als der vorangegangene Wunsch, gemeinsam zu Abend zu essen.


__________________
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Rainer
???
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hallo andermann,

willkommen in grĂŒnland, und dir noch viel spaß hier.

nun, der text ist recht flĂŒssig geschrieben. ich habe aber einige probleme mit dem verstĂ€ndnis, was daran liegen mag, dass es mir eine szene zu sein scheint, die etwas vorkenntnis erfordert.

deinem disclaimer und profil entnehme ich, daß du an textarbeit interessiert bist. deswegen nehme ich jetzt mal kein blatt vor den mund, sondern schreibe dir meine ehrliche meinung. du kannst dir aber wenigstens sicher sein, daß ich dir so keinen honig um den bart schmiere .

deinen stil wĂŒrde ich als behĂ€big bezeichnen. vieles bleibt oberflĂ€chlich (ich habe kein lachen am tisch "gehört", ich weiß noch nicht mal wer da ist, der raum bleibt dunkel), manches dagegen zu intensiv protokollarisch-aufklĂ€rend (z.b. die "witze" kann sich sicher jeder selbst vorstellen, ihre genaue angabe zerstört sogar das eigenen fabulieren - sie dienen mir mehr zur charakterisierung deines prot; das war aber bestimmt nicht beabsichtigt). die bandwurmsĂ€tze erschweren mir das lesen, ich erkenne auch momentan noch keinen sinn am einsatz dieses stilmittels an dieser textstelle.

trotzdem glaube ich, dasss bei dir potential da ist. ich möchte dir empfehlen, unsere schreibwerkstatt zu besuchen. stelle diesen (oder einen anderen) abschnitt deines buchers mal hinein, und erklÀre genau, was du wissen möchtest.
anschließend veröffentlichst du genau den gleichen abschnitt nochmal in die erzĂ€hlungen, und erweiterst ihn um ein paar seiten bei denen du versucht hast, die hinweise welche dir in der schreibwerkstatt gegeben wurden, umzusetzen.

ich hoffe, ich war nicht zu hart zu dir; meine kritik gilt deinem text, nicht dir.


viele grĂŒĂŸe

rainer

p.s. du verbaust dir nichts, wenn du hier veröffentlichst. im falle des falles kannst du deinen text hier jederzeit wieder löschen (edit/delete-button unter deinem text).
__________________
ist meine, und damit nur EINE Meinung

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andermann
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Exposee

Hallo rainer,
ja ich werde sicher viel Spaß im „GrĂŒnland“ haben.

Vorab: Danke fĂŒr deine ehrliche Kritik. Sicher ist es ein Problem, diese Szene, die aus einer langen Geschichte herausgenommen wurde, zu beurteilen. Darum stelle ich jetzt zum besseren VerstĂ€ndnis zusĂ€tzlich das Exposee hinein.

Habe den Punkt, deiner Kritik, der mir am meisten zu schaffen gemacht hat, –behĂ€big – mit meinen 5 Kolleginnen (30 – 50 Jahre, also alle jĂŒnger als ich)besprochen. Sie bekommen alles, was ich so geschrieben habe, zu lesen. Nein, „behĂ€big“ finden sie meinen Stil absolut nicht.

Das eigene Fabulieren, d. h.: der Leser soll sich eigene Gedanken machen- setze ich sehr hÀufig und sehr bewusst ein.

Das Problem der BandwurmsĂ€tze ist mir bewusst. Ich liebe sie! Obwohl: Ich muss noch ausloten, ob es einen potentiellen Leser dazu veranlasst, genau zu lesen oderihn ermĂŒdet oder gar ĂŒberfordert. (Das kommt natĂŒrlich auch auf den Verlag an, der mein Werk irgendwann einmal veröffentlichen wird (bitte drei Smilies).

Die Schreibwerkstatt werde ich aufgreifen. Nachdem ich in den vergangenen drei Monaten allenfalls 30 Seiten schreiben konnte (Flasche leer), habe ich in den letztenTagen Stoff fĂŒr min 100 Seiten im Kopf, die mĂŒssen natĂŒrlich erst einmal aufgerĂ€umt werden.

andermann

Anhang:

Exposee

Das Jahr der KastanienbÀume

Gero hat am Ende seines wenig erfolgreichen Lebens doch noch seine Nische gefunden: Er arbeitet in seiner freien Zeit als Golflehrer in Ferienclubs am Mittelmeer. Neben der fachlichen Anerkennung sieht er sich auch sonst auf einer Ebene mit wesentlich jĂŒngeren Ski- und Tennis Lehrern.

Da tritt Julie in sein Leben: Die Frau, von der alle MÀnner trÀumen! Lange blonde Haare, strahlende blaue Augen, immer ein LÀcheln auf den Lippen und vor allem:die Pfunde an den richtigen Stellen.

Julie sieht sich als moderne Frau. Im wahrsten Sinne des Wortes genießt sie die VorzĂŒge ihres beruflichen Status; der Freiberuflerin. Seit rund zehn Jahren betreibt sie mit ihrem langjĂ€hrigen Lebenspartner Herbert ein Beratungs-BĂŒro. Stillschweigend hat sich Arbeitsteilung ergeben. Sie holt die AuftrĂ€ge herein, er arbeitet sie ab. Diese Arbeitsteilung hat es Julie seit kurz nach ihrem Einstieg in Herberts BeratungsbĂŒro ermöglicht, mehrfach im Jahr auf Reisen zu gehen, meist in die TĂŒrkei zu ihrer langjĂ€hrigen Liebe: Hasan, dem Hotelbesitzer.

Sie fĂŒhrt ein Leben wie sie es sich wĂŒnscht –wie im Paradies. Da Herbert bei einer Unterredung Kondome aus der Tasche gefallen sind, hat sie einen guten Grund gehabt, die ohnehin spĂ€rlichen erotischen Kontakte zu Herbert ganz aufzukĂŒndigen. Herbert ist zu schwach, um dies zu Ă€ndern.

Er ist mit dem Statuszufrieden: Sie die junge, frische Frau hatte den Kontakt zu ihm aufgenommen und jetzt, da er alterte, beibehalten.Wieder einmal ist Julie auf dem Weg in die TĂŒrkei. Zum letzten Male? Zum einen verlangt Herbert eine VerĂ€nderung, zum anderen hat doch Hasan die Unverfrorenheit gehabt,zu heiraten, eine TĂŒrkin! Nur weil er einen Sohn haben wollte. Julie fĂ€hrt nicht in eines von Hasans Hotels, in denen sie selbstverstĂ€ndlich freies Gastrecht genießen wĂŒrde, sie hat die erste Woche ihres Aufenthalts in einem Ferienclub gebucht.In dem Club, in dem Gero Golfunterricht erteilt.Die Sache nimmt ihren Lauf. Auch die Sache mit den Kondomen klĂ€rt sich spĂ€t,sehr spĂ€t.



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Alles kann, nichts muß

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Enza ost
Guest
Registriert: Not Yet

Lieber andermann!

Mit Interesse habe ich nun den Auszug aus dem Roman sowie auch das Expose gelesen. Ich finde das Ganze gar nicht schlecht, möchte nur zwei Dinge zu bedenken geben:

Das Expose ist zu lang und zu umstĂ€ndlich verfasst. Ziel eines solchen Textes ist es, Lust auf das ganze Werk zu machen. Du schreibst Unterhaltungsliteratur, dementsprechend frisch und munter sollte dieses AppettithĂ€ppchen daher kommen, nicht wahr!? Also bitte: KĂŒrzen!!!
Das zweite ist der Titel des Buches: "Das Jahr der KastanienbÀume". Also nein, was soll das denn heissen???
BlĂŒhen die BĂ€ume nur ein Jahr lang? Werden sie im Buch gefĂ€llt? Was passiert mit den BĂ€umen? Wieso gibt es sie nur ein Jahr lang?
Nein, der Titel ist nichtssagend, platt und absolut ungeeignet, tut mir leid! Du könntest Dir damit ein ansonsten ansprechendes Manuskript versauen...ĂŒberleg Dir das bitte noch einmal genau!!!

Aber, okay, meine Stimme hast Du ansonsten! Viel GlĂŒck bei Deinem Projekt...wĂŒnscht Enza ost

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