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Leselupe.de > Ungereimtes
Dem Ende nahe
Eingestellt am 14. 01. 2002 20:34


Autor
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sturmwind
Hobbydichter
Registriert: Dec 2001

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Dem Ende nahe

Dunkelheit flutet die Welt
Die Feuer erl├Âschen
Dem Ende nahe
Nahe wie noch nie zuvor
So geht man auf den Abgrund zu
Man wei├č ja um das Ende
Alles wird verschlungen
F├Ąllt in ewige D├╝sternis
So gehen sie ergeben weiter
Einer nach dem anderen hinab
In tiefsten dunklen Abgrund
St├╝rzen freiwillig in den Tod
Weil das Ende nahe ist
Sie nahmen dieses Schicksal an
Ohne anzuzweifeln ob es stimmt

Doch dann steht jemand am Abgrund
Steht still vor der Schlucht
Alle, nur diese Person nicht, springen
Springen brav, gehorsam nieder
Dem Ende Nahe

Nur diese eine Person verharrt
Der Blick dieser schwenkt gen Himmel
Und pl├Âtzlich dreht sie um
Geht zur├╝ck dem Strom entgegen
Der wie Lemminge von den Klippen rennt
Dem Ende nahe

Doch nur der, der es akzeptiert


13. Juni 2001 by sturmwind




PS: Ich f├Ąnde es nett, wenn dieses Mal jemand irgendwas dazu sagt... ob es gef├Ąllt oder nicht, aber jedes Gedicht ohne Antwort zu sehen ermutigt nicht unbedingt
__________________
Alles ist so leicht -
und doch wieder schwer

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Khalidah
Fast-Bestseller-Autor
Registriert: Sep 2001

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Hallo sturmwind,

ich find das als Geschichte ganz interessant, ├╝ber den letzten Satz hab ich paarmal nach-lesen m├╝ssen, bis meine tr├Ągen Synapsen die Verbindung zu "dem Ende nahe" gezogen haben.
Stellenweise k├Ânnte man meiner Meinung nach mehr Eleganz reinbringen, beispielsweise bei "Alle, nur diese Person nicht, springen".
"Alle anderen springen", "Der Rest springt"

Auch im ersten Satz der 3. Strophe find ich das etwas m├╝hsam. Ginge "Dieser Eine" auch? Oder generell "Einer" statt "diese eine Person", als "Namensbezeichnung" vielleicht- z.B.

Doch dann
steht jemand am Abgrund
Einer
Steht still
vor der Schlucht
Alle, nur Einer nicht
Springen brav, gehohrsam nieder
Dem Ende nahe

Nur Einer verharrt
Schwenkt den Blick gen Himmel
Und pl├Âtzlich
dreht Einer um
...
Nur
Alle
die es akzeptieren


Dies ist nur ein unverbindlicher Vorschlag, gell!? (ich glaub, mir sind da ein wenig die Pferde durchgegangen...)

Liebe Gr├╝├če

Khalidah
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"Naddel, ich habbn Fadden verloren...!"

Bohlo Mann

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cantik
Hobbydichter
Registriert: Jan 2002

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ich finde es sch├Ân, weil sich doch sehr wenig Menschen an dieses Thema heran trauen.. was hast du als hintergrund genommen? ich finde es nicht schlecht, dass du es nicht specified hast sondern allgemein..
danke auch f├╝r deine nachricht.. das hat mich sehr ermutigt, da ich noch neu bin wenn es um das schreiben geht
gr├╝├če
cantik

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sturmwind
Hobbydichter
Registriert: Dec 2001

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Ich danke erstmal

Hey Khalidah,
danke f├╝r die Anregung. Ich werde es zwar in diesem Fall so belassen, weil ich es f├╝r mich besser lesen kann, aber vielleicht kann ich diese Anregung ja mal in ein sp├Ąteres Gedicht einflie├čen lassen
Ich denke irgendwie, dass es demjenigen, der ein Gedicht schreibt oft leichter f├Ąllt bestimmte Stellen zu lesen, weil man manchmal ja beim Schreiben einen bestimmten Rhythmus (?) im Kopf hat. Zumindest bei mir ist es so. Und da kann es schon vorkommen, dass jemand anderes diesen Rhythmus (?) nicht ganz trifft. Vielleicht ist das der Grund f├╝r das "m├╝hsame" Lesen, wie du meintest. Aber wie gesagt, ich bin dankbar f├╝r alles, was mir zeigt, dass sich jemand mit meinen Texten auch mal ├╝ber das "Ah ja, klingt ganz nett" hinaus auseinandergesetzt hat.

-

Hey cantik,
danke auch dir erstmal vorweg.
Der Hintergrund des Gedichtes war im Grunde ich selber. Ich habe keine Lust darauf, dass ich mit der gro├čen Masse miteile und nebenher ganz blind der vielen "Gleichartigen" das Einzigartige ├╝bersehe. Schon, viele Menschen haben etwas gemeinsam, aber manchmal sind es auch nur kleine Dinge die einen von einem anderen unterscheiden, sei es im ├äusseren oder im Denken. Es w├Ąre doch schade, wenn alle das gleiche Denken, wo bleibt dann der Austausch? Alles w├╝rde sich in ein stumpfes Dasein entwickeln, denn wor├╝ber sollte man auch noch reden, denn man teilt ja bereits alles. Ebenso ist das Aussehen. Will man wirklich wie jeder andere aussehen und dar├╝berhinaus seine Individualit├Ąt verlieren?
Das sind so Dinge, die mir spontan wieder dazu einfallen. Was genau ich dabei dachte, kann ich nicht mehr sagen, nur wei├č ich, dass ich oft anders bin, in mancher Hinsicht. Ich bin anders als die Menschen in der Stadt, wenn ich durch die Gesch├Ąfte bummel, denn sonst w├╝rden sie nicht manchmal so "merkw├╝rdig" schauen, ich bin anders als die Leute aus meiner Klasse. Warum? Nur weil mein Aussehen sich geringf├╝gig von dem ihren abhebt, weil mein Denkweise andere Richtungen schl├Ągt. Wer schreibt schon Gedichte? Bisher habe ich noch niemanden in meiner Umgebung getroffen, die Menschen, die ich kenne, die Gedichte schreiben, lernte ich durch das Internet kennen.
Nunja, bevor ich nun ganz von allem abkomme und hier halben Roman oder dergleichen hintippe, h├Âre ich jetzt mal lieber auf

freundlich gr├╝├čend (und sich f├╝r die Antworten nochmals bedankend)
~sturmwind~

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theubner
Guest
Registriert: Not Yet

...hmm...

...ich gebe Dir absolut recht, da├č jeder seinen eigenen Rhythmus im Kopf hat, der oft nicht der offensichtlichste ist. Geht mir auch so...

...so von der Formulierung finde ich, da├č sie keiner Gl├Ąttung oder einer Hebung der Eleganz bedarf...

...allerdings st├Ârt mich, da├č zwischen all Deinen Versen ├╝berhaupt keine Verkn├╝pfung die Worte verkettet. So erklingt das Ganze als Aufreihung von Thesen und Phrasen, einzig durch den Sinnzusammenhang in Verbindung stehend...

...die Version von Khalidah k├Ânnte dabei als gute Grundlage zur ├ťberarbeitung dienen...

...VLR...theubner...

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Khalidah
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Hallo Strumwind,

sicher f├Ąllt es dem Sch├Âpfer meist leichter, sein eigenes Produkt oder Werk zu durchschauen (schlie├člich wei├č er ja, warum er was und wie geschrieben hat). Gilt auch f├╝r den Rhythmus, klar. Ich hab auch manchmal "Melodien" im Kopf & versuche das dann aufs Papier zu ├╝bertragen, so dass ich vielleicht einen Absatz mache, wo ich eine Pause haben will. Wenn ich das dann laut lese, ist es auch schwierig, diesen Rhythmus wiederzugeben. Ja, das Problem kenn ich
Noch etwas ist mir aufgefallen - kann ein Schicksal stimmen? Ein Urteil vielleicht, aber ein Schicksal...?

LG

Khalidah
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Bohlo Mann

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