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Leselupe.de > Erz├Ąhlungen
Der Blick in die Zukunft
Eingestellt am 05. 10. 2007 18:07


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Raniero
Textablader
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Der Blick in die Zukunft

Regina Rahmann, die weit ├╝ber die Grenzen der Region bekannte, examinierte Wahrsagerin zeigte sich sprachlos.
So etwas war ihr bisher noch nicht widerfahren, in ihrer langen Karriere als Zukunftsdeuterin, kein Wunder, war sie doch von Berufswegen her gegen ├ťberraschungen aller Art gefeit.
Seit mehr als f├╝nfzig Jahren darin erprobt, anderen wie auch sich selbst die Zukunft vorauszusagen, hatte sie, wie sie sich eingesehen musste, das erste Mal auf ganzer Linie versagt, indem sie das kommende Ereignis einfach nicht vorausgesehen hatte.
Dennoch weinte sie fast vor Gl├╝ck, als sie die unerwartete Nachricht erhielt.
Ein langj├Ąhriger Stammkunde, ein millionenschwerer ├ľlmagnat, hatte ihr bei seinem Ableben ein Verm├Âgen von f├╝nfhunderttausend Dollar vermacht.
Als Begr├╝ndung f├╝r seine spendable Geste lie├č der Erblasser bei der Testamentser├Âffnung durch seinen Anwalt erkl├Ąren, dass er Frau Rahmann praktisch seinen ganzen finanziellen Erfolg verdanke, da sie ihn durch ihre stets richtigen Voraussagen dazu veranlasst habe, in gesch├Ąftlichen Dingen immer das richtige zu tun.
Dies konnte die Wahrsagerin nur best├Ątigen, z├Ąhlte der Verstorbene doch in der Tat seit Jahrzehnten zu ihren Kunden, und sie konnte sich noch gut daran erinnern, als er das erste Mal in ihrer Praxis erschien, ohne einen roten Heller, und das damalige Honorar f├╝r den Blick in die Zukunft noch in ihrer K├╝che abstottern musste.
Und nun so etwas!
Befragt, warum ihr bei diesen F├Ąhigkeiten nicht selbst eine finanzielle Karriere beschieden war, konterte sie mit dem Hinweis, dass ihr Sternbild eine solche leider nicht hergegeben habe, daf├╝r sei sie umso gl├╝cklicher, dass sie anderen durch ihre Weissagungen helfen konnte.
Insgeheim aber wurmte es sie immer schon, dass sie zwar ├╝ber einen ausgezeichneten Ruf in ihrem Metier, zeitlebens jedoch nie ├╝ber viel Geld verf├╝gte und jetzt, kurz vor dem Pensionsalter, so wenig auf der hohen Kante hatte.
Da kam ihr der unerwartete Geldsegen gerade recht, wie ein Geschenk des Himmels, und sie zog in Erw├Ągung, die Wahrsagerei aufzugeben und noch vor Erreichung der Pensionsgrenze in den Ruhestand zu treten.


In der Nacht wurde Regina von s├╝├čen Tr├Ąumen heimgesucht.
Sie warf einen Blick in die Zukunft, einen allerletzten, wie sie sich fest vornahm.
Hierbei sah sie sich in einem wahren Kaufrausch, alle Model├Ąden ihrer Heimatstadt st├╝rmend, einen Mann an ihrer Seite, der sich als der ersehnte Br├Ąutigam herausstellte.
Eine Heirat n├Ąmlich, die war ihr bisher verwehrt geblieben; w├Ąhrend ihrer beruflichen Laufbahn hatte sie zwar des ├ľfteren von ihrem Ideal getr├Ąumt, nie jedoch den Richtigen vorausgesehen.
Sodann sah sie sich, den Br├Ąutigam an ihrer Seite, in einem vornehmen Reiseb├╝ro, wie sie gemeinsam eine Traumreise, nat├╝rlich auf dem dazugeh├Ârigen Traumschiff, buchten.
Mitten im dritten Traum jedoch, der von ihrer Hochzeitsnacht handelte, wachte Regina j├Ąh auf und stellte mit Erschrecken fest, dass sie in der letzten Nacht, so mir nichts, dir nichts, verstorben war.

Regina wurde von einer unb├Ąndigen Wut heimgesucht, hatte sie doch schon wieder daneben gelegen, ein zweites Mal in ihrer Karriere.
Spontan warf sie die Kristallkugel aus dem Fenster und h├Ąngte ihren Beruf an den Nagel.
Man kann davon halten, was man will, aber dieses Beispiel verdeutlicht es: Wahrsagen hat momentan einfach keine Zukunft.

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Orangekagebo
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo Raniero,

an sich eine Story mit Potential und wohl eher eine Kurzgeschichte. Ein Fingerzeig, dass die echten ├ťberraschungen nur im wahren Leben stecken, nicht vorhersehbar sogar f├╝r eine Wahrsagerin.
Sprachlich holpert┬┤s m.E.n. durch zuviel Nebens├Ąchliches. Etliche "hatte" m├╝ssten raus und verschiedene Doppelungen.

quote:
Regina Rahmann, die weit ├╝ber die Grenzen der Region bekannte, examinierte Wahrsagerin zeigte sich sprachlos.
So etwas war ihr bisher noch nicht widerfahren, in ihrer langen Karriere als Zukunftsdeuterin, kein Wunder, war sie doch von Berufswegen her gegen ├ťberraschungen aller Art gefeit.

Zum Beispiel k├╝rzer so:
Regina Rahmann, weit ├╝ber ihre Region hinaus als Wahrsagerin bekannt, war sprachlos. So etwas hatte sie noch nie erlebt, w├Ąhnte sie sich doch gegen ├ťberraschungen als Seherin gefeit.



quote:
Seit mehr als f├╝nfzig Jahren darin erprobt, anderen wie auch sich selbst die Zukunft vorauszusagen, hatte sie, wie sie sich eingesehen musste, das erste Mal auf ganzer Linie versagt, indem sie das kommende Ereignis einfach nicht vorausgesehen hatte.

Z.B.
Diesmal hatte sie vollends versagt.



... und so weiter.

K├╝rzen und eine knackigere Pointe, schon passt es m.E.n., aber es steht ja nicht unter Humor. Schade.

Gru├č, Karsten

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