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Leselupe.de > ErzÀhlungen
Der Endgegner
Eingestellt am 03. 01. 2003 13:20


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MaxiWolf
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Apr 2001

Werke: 14
Kommentare: 18
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Endlich war es mir gelungen. Ich stand vor dem Eingang, zur Höhle des dunklen Drachens. Ein dĂŒsteres BrĂŒllen drang von drinnen an mein Ohr. Einen Moment lang war die Überlegung, ob ich noch ein paar Goblins erlegen sollte um einige GoldmĂŒnzen einzusammeln. Die GoldmĂŒnzen, die mir noch fĂŒr RĂŒstung, Schild und Schwert fehlten, die ich in einem Laden in Dania sah. Es wĂŒrde sogar nicht all zu lange dauern. Ich brauchte nur in mein Luftschiff steigen, die Sachen kaufen und wieder zurĂŒck und mir den Weg zur Höhle freikĂ€mpfen. Doch nun war ich hier und wollte es wissen. War meine Magie stark genug mich mit dem dunklen Drachen zu messen? War es mir vergönnt, das Land Jaren von ihm zu erlösen? War ich der Ritter aus der Prophezeiung? Ich wollte es wissen.
Mit einem Krafttrank stĂ€rkte ich mich und fĂŒllte meine Magie mit einem Zaubertrank auf. Dann folgten meine Schritte dem Weg, der in die Höhle fĂŒhrte, in der eine tiefe SchwĂ€rze herrschte. Aber beim Einsatz meines Lichtzaubers wurde alles um mich herum sofort erhellt.
Ich beobachtete meine Umgebung, aber kein Monster lies sich blicken. Scheinbar lag nur noch der dunkle Drache vor mir. Mir zuckte es in den Fingern. Ich wollte nun endlich den Drachen erlegen und so hetzte ich dem Drachen entgegen. Mein Schritt verlangsamte sich erst, als vor mir in der SchwÀrze zwei leuchtend rote Augen auffunkelten. Und ein riesiges schwarzes Leib auf mich zukam.
Da war er nun. Der dunkle Drache. Hinter ihm funkelte etwas golden. Sicher die Schatzkammer, die er bewachte. Mein zukĂŒnftiger Schatz. Ich war sehr siegessicher und richtete mein Schwert gegen den Drachen.
Und nun begann der letzte Kampf mit einem Angriff des Drachens.
Sein Kopf schnellte auf mich zu. Sofort wich ich seinem gigantischen Maul aus und verpasste ihm einen Hieb mit meinem Schwert. Der Drache schrie auf und zog seinen Kopf ein. Seine funkelnden Augen betrachteten mich aus sicherer Entfernung. Der perfekte Augenblick, um einen Eissturm herbei zu rufen. Und es wirkte. Die Eiskristalle verletzten den Drachen aber leider war es nicht genug.
Er heulte wĂŒtend auf und spie mir seinen heißen Feueratem entgegen. Ich versuchte mich mit meinem Schild zu schĂŒtzen, aber dennoch gelang es dem Drachen mich zu verletzen. Und eh ich meinen Schild etwas zur Seite nahm um ihn erneut anzugreifen, schlugen eine seiner Pranken auf mich ein.
Meine Schritte wischen zur Wand. Ich war fast am ende. Das war wirklich ein starker Gegner. Und ich malte mir aus, wie lang meine fĂŒnf HeiltrĂ€nke noch reichen wĂŒrden. Nun musste einer getrunken werden und mir bleiben nur noch vier. Mein Gegner hatte nur einige kleinere Kratzer abbekommen. Ich machte mir nicht all zu viel Hoffnung, den Drachen besiegen zu können. Doch war es einen Versuch wert. So begab ich mich etwas erholt wieder in die Schlacht und wirbelte mein Schwert.
Sieben Treffer gelangen mir mit meinem Schwert und dreimal wurde mein Ruf nach dem Eissturm erhört. Doch als mich seine Pranken in einer Attacke pausenlos erwischten, sah ich mein Ende kommen. Der dunkle Drache setzte zum Endschlag an. Eine Feuerwalze rollte auf mich zu und die gab mir den Rest. Ich konnte mich einfach nicht mehr darauf vorbereiten.

Ich schlug zornig mit meinen FĂ€usten auf die Tischplatte. „Verdammt!“, fluchte ich und sah auf meinem Bildschirm, auf dem groß ‚Game over’ stand. FĂŒnf Stunden saß ich nun an diesem Spiel. Zwei Stunden hatte ich gebraucht, mit durch die Savanne zu schlagen, nur um vom dunklen Drachen vernichtet zu werden. Und nicht eine Speicherung war mir geblieben. Ich hatte es einfach vergessen.
Mein Blick schweifte zur Uhr. 16:14 Uhr. Ich ĂŒberlegte. Irgendwas sollte ich in der Vergangenen halben Sunde erledigen. Nur was?
Einkaufen? WĂ€sche waschen? Taub saugen? Egal! Es konnte nicht so wichtig sein.
Ich sah aus dem Fenster. Es regnete in strömen. Bei Regenwetter wollte ich auch ungern das Haus verlassen.
Ich wandt mich wieder meinem Spiel zu und mein Kampf gegen den dunklen Drachen begann erneut.

Timmy sah in die DĂŒsternis, aus der silberne Ford seines Bruders hĂ€tte kommen sollen.
Er stöhnte auf.
Über eine halbe Stunde wartete er schon in diesem Wetter und sein Bruder schien ihn total vergessen zu haben.
Alles in ihm strÀubte sich dagegen nach Hause zu laufen, aber es blieb ihm keine andere Möglichkeit. Er wollte endlich nach Hause.

__________________
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Andrea
???
Registriert: Aug 2000

Werke: 21
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V.a. wenn ich mich daran erinnere, wie oft ich bei Baldur‘s Gate mich darĂŒber geĂ€rgert habe, nicht gespeichert zu haben, gefĂ€llt mir die Idee wirklich gut. Die Umsetzung hat ihre TĂŒcken, um es einmal so auszudrĂŒcken, besonders der erste Teil. ZunĂ€chst einmal solltest du das im PrĂ€sens schreiben, mehr direkte Gedanken einbauen. es wĂ€re sogar eine Überlegung wert, vielleicht ein „er“ statt „ich“ zu benutzen, aber das „ich“ ist auch gut. Aber finde andere AusdrĂŒcke fĂŒr den Endgegner außer „der Drache“. Im dritten Absatz („Ich beobachtete...“) erschlĂ€gt einen ja schon fast das Wort allein! Versuche es mit „UngetĂŒm“, „Bestie“ oder einfach mal mit „er“.
Manchmal verschenkst du etwas durch die Reihenfolge bzw. schreibst etwas umstĂ€ndlicher und distanzierter, als es gĂŒnstig wĂ€re, z.B.:
„Der perfekte Augenblick, um einen Eissturm herbei zu rufen. Und es wirkte. Die Eiskristalle verletzten den Drachen aber leider war es nicht genug.
Er heulte wĂŒtend auf und spie mir seinen heißen Feueratem entgegen.“
Warum nicht so: Der perfekte Augenblick, um einen Eissturm herbei zu rufen. Der Drachte heult wĂŒtend auf. Es wirkt! Die Eiskristalle verletzten ihn! – Doch leider nicht genug: Feueratem schießt mir entgegen.

Der zweite Abschnitt ist gut, sollte aber noch mal Korrektur gelesen werden. „mit durch die Savanne zu schlagen“ oder „Taub saugen“ oder „in strömen“.

Die beiden SchlußsĂ€tze gefallen mir nicht. Vielleicht solltest du sie streichen, denn so wollte der Bruder schon sonst hinwollen, wenn nicht nach Hause? Außerdem fehlt im ersten Satz des dritten Abschnitts ein „der“.

Insgesamt solltest du den Text noch einmal ĂŒberarbeiten, v.a. den ersten Abschnitt in sprachlicher Hinsicht. Aber es macht jetzt schon Spaß, ihn zu lesen.
__________________
Andrea Rohmert

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Arathas
Routinierter Autor
Registriert: Apr 2001

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...

also, ich möchte nicht bitter klingen, aber mir erschließt sich der Sinn dieser Kurzgeschichte nicht. Es reißt mich nicht sonderlich vom Hocker, den niedergeschriebenen Hergang eines Computerspiels mitzulesen, vor allem, wenn das Computerspiel so un-innovativ ist wie das beschriebene. Auch die Moral von der Geschichte ist fragwĂŒrdig und will mir nicht gefallen.

Sorry, aber dieser Geschichte kann ich nichts abgewinnen. Ein kleiner Tip fĂŒr weitere Geschichten: Versuche, eine "Pointe" in deine Stories zu bekommen. Etwas, bei dem der Leser am Ende denkt - "AHA! DESHALB also dies und jenes! Da hĂ€tte ich drauf kommen können! Genial!"

So aber verbleibt lediglich ein fader Nachgeschmack, weil ich durchgehend hoffte, ĂŒberrascht zu werden, dies aber nicht geschah.

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triplezero
Hobbydichter
Registriert: Jun 2002

Werke: 3
Kommentare: 23
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Hi Arathas!

Vielleicht erschließt sich Dir der Sinn der Geschichte nicht, weil Du selbst nicht genug Erfahrung mit solchen Spielen hast. Ich jedenfalls kenne dieses "Verdammt, warum habe ich denn eigentlich den den letzten drei Stunden nicht gespeichert"-GefĂŒhl viel zu gut.

Darum haben mir die ersten Teile der Geschichte schon ziemlich gut gefallen, auch wenn sie, wie Andrea ja schon sagte, noch ein bißchen ĂŒberarbeitet werden sollten. Der dritte Teil dagegen ist meiner Meinung nach ziemlich ĂŒberflĂŒssig (und damit auch dessen Vorbereitung im zweiten Teil), und könnte vielleicht einfach gestrichen werden, um den Text komplett auf das Spiel-Erlebnis bei einem Computerspiel zu beschrĂ€nken.

Außerdem sollte vielleicht die Überschrift geĂ€ndert werden. So weiß man ja leider schon, bevor man ĂŒberhaupt anfĂ€ngt zu lesen, daß es sich nur um ein Spiel handelt.

Beste GrĂŒĂŸe

triplezero
__________________
And Saint Olga smiles out at us from the walls; you can feel her, all those prints from the same publicity shot, torn and taped across the walls of night, her white smile, forever.

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Arathas
Routinierter Autor
Registriert: Apr 2001

Werke: 26
Kommentare: 132
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Story vs. Computergames

Nein, meine Meinung ist sicherlich nicht deswegen negativ, weil ich wenig Erfahrung mit Computerspielen hĂ€tte (obwohl ich sagen muss, dass heutige Computerspiele nicht mehr das Niveau der frĂŒheren erreichen, die goldene Ära der Computerspiele, die hauptsĂ€chlich auf dem SNES mit Spielen wie Zelda, Chrono Trigger oder Secret of Mana stattfand ;-)), sondern weil hier nichts neues prĂ€sentiert wird.
Das Thema wĂ€re sicherlich interessant, wenn es nicht das 08/15-Computerspiel beschreiben wĂŒrde (außerdem ist auch ohne die Überschrift klar, dass es sich um ein Spiel handelt; allein solche Beschreibungen, wie der Darsteller sich noch schnell einen Krafttrank einschiebt oder GoldmĂŒnzen sammeln will).

So, aber ich kritisiere nicht gern, ohne konstruktive Kritik zu geben, weil ich das selbe erwarte, wenn jemand meine Stories kritisiert. Also, was ich mir besser vorstellen könnte: Eben keine 08/15-Story, sondern dir etwas besseres, etwas neues ausdenken. Computerspiele mĂŒssen nicht immer nach demselben Schema ablaufen ...

Auch könnte ich mir vorstellen, dass das ganze Thema vielleicht interessanter wird, wenn du nicht ein normales Computerspiel beschreiben wĂŒrdest, sondern irgendwie auf Virtual-Reality eingehst ... vielleicht irgendwie am Schluß, sozusagen einen kleinen "Schocker" ...

Denn Kurzgeschichten sollten am Ende eine Pointe besitzen ... das macht sie jedenfalls interessant. :-)

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Andrea
???
Registriert: Aug 2000

Werke: 21
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Da muß ich dir widersprechen, Arathas. Es gibt nicht nur die Aha!-KG, sondern auch die Genauso-ist-das!-KG, und um so eine handelt es sich hier. Die Zielgruppe sind also nicht jene, die hierin etwas vollkommen Neues lesen, sondern die sich mit dem Protagonisten/ErzĂ€hler identifizieren können.

Außerdem liegt durchaus eine Pointe vor, nĂ€mlich im Umbruch zum Computerspieler; ob sie gelungen ist, ob man die Spannung hierauf etwas lĂ€nger hĂ€tte ziehen können, mag diskutabel sein, aber wie bereits gesagt: diese KG zieht ihren Charme nicht aus einer ĂŒberraschenden Wendung!

__________________
Andrea Rohmert

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