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Leselupe.de > Erz├Ąhlungen
Der Himmel
Eingestellt am 08. 07. 2002 20:26


Autor
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Sternenzauber
???
Registriert: Jun 2002

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Kommentare: 13
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Der Himmel verliert seine intensive blaue Farbe.
Verschiedene Formen bilden sich und setzen sich in den Vordergrund. Schwere blaue Wolken sind es die sich ver├Ąndern und zu verschiedenen dunklen Gesichter werden. Sie Blicken auf mich herab. Durch schwarze R├Ąnder, die wie mit einem dicken schwarzen Stift nachgezeichnet sind, kommen sie immer n├Ąher. Der Wind treibt die Wolken zusammen, daraus bildet sich ein gro├čer weitausgebreiteter dunkler Schleier, der sich zur Erde beugt, der sich ├╝ber mich beugt.
Je n├Ąher sich der Schatten ├╝ber mich senkt um so dunkler wird alles um mich herum.
Ich halte mich an einem Gel├Ąnder fest. Beim ein- atmen der Natur, richte ich meinen Blick nach oben und sehe einen Spiegel. Wie vom Wind vertrieben schienen die Wolken, schien der Himmel. Der Spiegel, der mich in Tausenden von Gesichtern spaltete, f├Ąrbte sich Rot.
Ich machte die Augen zu, stellte mir den blauen Himmel vor, den ich sah und strich mit meinen H├Ąnden ├╝ber meine Wangen.
Ein s├╝├člicher Geruch machte mich neugierig und lie├č meine Augen ├Âffnen. Ich erblickte kurz darauf meine feuchten rote H├Ąnde. Fragend blickte ich wieder zum Himmel um zu hoffen das alles nur ein Traum war. Doch mein gespaltenes rotes Gesicht war noch unz├Ąhlige Male am Himmel zu sehen.

Der Himmel brach ├╝ber mich zusammen. Rote Splitter kamen mir entgegen und bildeten eine Mauer um mich herum. Wie durch ein Wunder trafen sie mich nicht. Meine Freiheit stand jedoch auf dem Spiel denn mein Gesicht ging verloren in den roten Mauern, die mich einsperrten.
Jeder Schritt nach vorn aus dem engen Raum w├╝rde mich t├Âten. V├Âllig zerschnitten von den Spiegelspitzen, die sich zur Mauer auft├╝rmten, lege ich dann neben mir zu Boden.
Mit blutenden Tr├Ąnen wartete ich eingeschlossen auf ein zweites Wunder.

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Daniel Dauner
Guest
Registriert: Not Yet

Der Himmel

Lieber Sternenzauber :-)
Deine Geschichte hat mich sehr bedr├╝ckt. Es steckt so viel unendlich trauriges drin. Weisst Du ich denke, es gibt immer einen Weg, auch nach den Erlebnissen die Du da mit in Dein Werk nimmst. Es ist wirklich nicht meine Art etwas dazu zu schreiben, sondern es ist auch wichtig etwas stehen zu lassen, und seine Wirkung zu akzeptieren.
Wenn ich darf - vielleicht auch hilfreich f├╝r Dich w├╝rde ich gerne Deine Geschichte auf einen Weg f├╝hren, der Dir vielleicht einen Bogen zum Gl├╝ck bietet.
- Ich sa├č da, die Augen geschlossen, ich weiss nicht wie lange, aber ich sp├╝rte auf einmal die W├Ąrme der Sonne auf meiner Haut, und durch die geschlossenen Lieder merkte ich die Helle der Sonne. Langsam und blinzelnd ├Âffnete ich die Augen. Das Bild hatte sich gewandelt. Ich sa├č noch immer auf der alten gr├╝nen Bank neben der Weide. Aber seltsame Ger├Ąusche, es war das rascheln der Bl├Ątter an der Weide die wie ein fernes Meer an meine Ohren drang, und als ich aufsah bemerkte ich die Lerche, die hoch in die Luft flog und ein Lied des Sieges und der Zuversicht sang. Als ich dann von dem H├╝gel hinab sah ins Tal und den goldenen Glanz der Sonne auf dem kleine See sah, da f├╝hlte ich dass eine Fessel in mir zerprang. Wie e├şne Welle kehrte das Gef├╝hl des Gl├╝cks und der Zuversicht wieder in meinen Geist zur├╝ck.
Aber ich will Dir keine ganze Geschichte hier schreiben - vielleicht findest Du nun der Weg der f├╝r Dich wichtig ist. Denke daran auch die geschriebenen Worte sind wie eine Ber├╝hrung. Kannst Du sie f├╝hlen ? Ich denke schon. Als ich bin gespannt ├╝ber Deine weiteren literatischen Werke hier in der Leselupe.
Daniel Dauner

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Sternenzauber
???
Registriert: Jun 2002

Werke: 26
Kommentare: 13
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re: der Himmel


Hallo Daniel,

du hast Recht. Inhaltlich habe ich es sehr traurig beschrieben.
Wege, die wird es immer geben im realen Leben doch in dieser Geschichte war mir nicht nach einem Happy- end.
Da ich unter dem Sternbild „Fische“ geboren worden bin, f├Ąllt es mir nicht schwer einzutauchen ins Reich der Phantasien. Eigentlich bin ich es nicht die schreibt, sondern meine innere Stimme lass ich auf mich einwirken und fasse sie somit in Worten.
Dann stecke ich meistens mitten in dem Werk und erfreue mich ├╝ber den Himmel, den ich als Spiegel f├╝hlen und sehen lernte, oder auch frieren kann, wenn die Sonne versucht mich zu verbrennen. Diese Gabe wurde mir gegeben. Ich bin stolz darauf auch die nat├╝rlichen Dinge so wie ich sie f├╝hle, sie in Worten fassen zu k├Ânnen, wenn auch mit einigen sprachwissenschaftlichen Fehlern.

Die Geschichte die du daraus gemacht hast, ist zwar auch sch├Ân aber ist immer alles zufrieden stellend und wundervoll auf dieser Welt?

Danke f├╝r deine Worte die durchaus auch mein inneres erreichte.

Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht dir

Sternenzauber



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Daniel Dauner
Guest
Registriert: Not Yet

Der Himmel

Weisst Du, Deine Traurigkeit ist es gewesen, die mich beeiflusst hat Dir das zu schreiben. Gef├╝hle und Worte sind auch M├Ąchte des Unterbewusstseins, und ich dachte mir ganz einfach, dass ich Dir damit ein paar gute Signale schicken kann.
Da Dein Sternzeichen Fisch ist, ja da verstehe ich Dich noch mehr. Denn Du verf├╝gst ├╝ber die F├Ąhigkeit aus der Zeit des Stillstandes (jahreszeitlich) mit dem Erahnen des kommenden Lebens Dein Bewusstsein in die Welt des mystischen eintauchen zu lassen. Ich w├╝nsche Dir viel Gl├╝ck f├╝r alles das Du wirklich anpackst. Lies mal die Sternzeichen der Kelten - da bist Du der Weidenbaum. Kannst ja auch mal meine Geschichte unter Erz├Ąhlungen lesen.
Alles Gute Dir :-)

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