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Leselupe.de > Ungereimtes
Der Kelch
Eingestellt am 25. 10. 1999 00:00


Autor
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Eagon Wellington
Festzeitungsschreiber
Registriert: Dec 2000

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Kommentare: 41
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Als wir uns trafen, nahmen wir unsere Herzen
und formten daraus einen Kelch der Liebe.

Wir brannten ihn in unserer Leidenschaft
und f├╝llten ihn mit all' unserem Vertrauen,
unserer Hoffnung und unserer Sehnsucht.

Doch dann, im Laufe der Zeit,
still und heimlich,
gerann die s├╝├če F├╝llung.
Vielleicht dadurch, da├č wir sie vernachl├Ąssigten,
da├č wir durch unseren Mi├čverstand unser Vertrauen und unsere Hoffnung
zu Zweifel und Verbitterung werden lie├čen.

Und so g├Ąhrte der Saft unserer Liebe zu bitteren Tr├Ąnen,
welche sich im Laufe der Zeit immer tiefer in den Kelch fra├čen.
Wir bemerkten dies nicht, aber eines Tages zerbrach er
und vergo├č seinen Inhalt zwischen uns.

Alles, was ├╝brig blieb, waren die Scherben unserer Herzen
in einem Meer aus vergo├čener Tr├Ąnen,
und wir fanden uns wieder,
wie wie aus den Tr├╝mmern unseres zerbrochenen Gl├╝ckes
die Reste unsererer Herzen einsammelten.

Hin und wieder schnitten wir uns an den spitzen Scherben,
sowohl deiner als auch meiner.
Vielleicht hast Du einen Teil meines Herzens behalten und ich einen Teil Deines.
Aber heute haben wir daraus wieder zwei einsame Herzen geformt,
darauf wartend, da├č wir ein anderes finden,
mit dem wir es zu einem Kelch der Liebe verschmelzen k├Ânnen.

Einen Kelch, welcher vielleicht stark genug ist,
der Zeit und der Angst zu trotzen.
Einem Kelch, welcher stark genug ist,
unser Vertrauen, unsere Hoffnung und unsere Sehnsucht zu tragen
- ein Leben lang.

(Denn selbst der bitterste Fr├╝hlingsregen
wird eines Tages der Sonne weichen...)

(├ťbernommen aus der 'Alten Leselupe'.
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