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Leselupe.de > ErzÀhlungen
Der Neukauf
Eingestellt am 07. 11. 2001 19:24


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anemone
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Sep 2001

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Mir war da eine Panne passiert. Nachdem wir uns mit einer Flasche Rotwein am Strand niedergelassen hatten und diese im Lauf der Zeit auch entleerten, muss ich wohl doch nicht mehr so ganz nĂŒchtern gewesen sein.

Marion hatte noch ihre Sinne sÀmtlich beisammen, aber mir fiel es schon schwerer, mich auf die nÀchsten Dinge zu konzentrieren, so z.B. darauf die beiden RucksÀcke mit aus dem Taxi herauszunehmen.

Bevor ich richtig begriff, dass der Fahrer schon davongebraust war, fehlte mir ein Beutel. Wir dachten ĂŒber den Inhalt nach und beschlossen, dass der Verlust nicht allzu groß wĂ€re. Erst im Lauf des weiteren Tages bemerkte ich dann noch den Verlust meiner Uhr, die wohl das Teuerste vom Inhalt dieses Beutels darstellte.

Ebenso steckte dummerweise nur eine BikinihÀlfte in dem abhanden gekommenen Rucksack, den ich auch am nÀchsten Tag nicht wieder erhalten sollte.

Trotz allem konnte ich den Verlust verschmerzen, nahm mir jedoch vor, so nach und nach die verlorenen Teile durch Neukauf zu ersetzen.

Das war dann der Grund, weshalb ich in dem Einkaufszentrum auf ein SportgeschÀft zuging, um mir die dort angebotenen Bikinis anzuschauen.

Anfangs ließ man mich gewĂ€hren. Ich schaute mir in Ruhe die Teile an und musste feststellen, dass sie zwar nicht billig, aber dennoch gut waren.

Nun hatte man mich aber wohl lange genug in Ruhe gelassen. Der VerkÀufer schritt zur Tat.

StĂ€ndig hielt er mir Bikiniteile vor, die mir unmöglich passen konnten. Er schien sich darĂŒber zu amĂŒsieren, wenn ich sie wegschob mit dem Kommentar: „Zu klein! Das Oberteil ist zu klein!“ Nun drĂ€ngelte er darauf, mich in die Kabine zu bekommen.

Er hielt mir die Bikinis vor und sobald ich nickte suchte er im Eiltempo nach der richtigen GrĂ¶ĂŸe. Nachdem er mir dann 5-6 Teile in die Hand gedrĂŒckt hatte, schob er mich damit in die Umkleidekabine.

Dort blieb mir kaum Zeit zum Anziehen, denn ich hatte den Verschluss noch nicht zu, stand er schon hinter mir, um mir behilflich zu sein. Kritisch musterte er, wog und zupfte von hinten und vorne und
lief nervös auf und ab zwischen den StĂ€ndern. Inzwischen kam er auch ĂŒberraschend in die Kabine mit einigen neuen GrĂ¶ĂŸen.

Kunden, die den Laden zwischendurch aufsuchten, schienen ihm besonders genehm, wenn sie ihn bald wieder verließen. Wies ich ein Teil zurĂŒck mit der Bemerkung: „Zu teuer!“ Gab er es mir zurĂŒck mit dem Kommentar: „Oh, nix zu teuer, Papa Kapitaliste!“

Mich begann dieser Bikinikauf zu amĂŒsieren, war doch dieser heißblĂŒtige VerkĂ€ufer scheinbar hier und jetzt zu allem bereit. Nachdem ich mich dann fĂŒr ein Raubtiermuster entschieden hatte wurde ich von ihm noch herzlich umarmt bekam das Angebot, dass er gerne bei mir vorbeikĂ€me, doch leider, hatte ich ja meinen Mann da.

Nachdem seine Finger dann auf dem Rechner hin und her surrten hatte er endlich die richtige Zahl ermittelt und der Kauf war perfekt. Zum Abschied umarmte mich der HeißblĂŒter noch und drĂŒckte mich eng an sich. „Schade, meinte er, dass der Papa auch da sei!“
„Ja, da konnte man nichts machen!“ Es wĂ€r so schön gewesen, es hat nicht sollen sein!

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