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Leselupe.de > Erz├Ąhlungen
Der Stein
Eingestellt am 30. 12. 1999 00:00


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Norbert Hilgers
Festzeitungsschreiber
Registriert: Aug 2000

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Der Stein der Erkenntnis
Als wir die schlammige Einfahrt zu unserem Ferienhaus hinauffuhren, ahnten wir noch nichts von den nervenaufreibenden Tagen, die unseren Urlaub in der Bretagne zu einem aufregenden Abenteuer werden lie├čen. Vor einem Holzgatter das zwischen Steinmauern unsere Weiterfahrt verhinderte, hielt Vater unseren altersschwachen VW an. "Lena" rief er ungeduldig nach hinten "steig doch bitte mal aus und mach das Gatter auf". Meine Schwester jedoch, den Walkman auf volle Leistung, zuckte nur ekstatisch mit Kopf und schien wohl kein Wort verstanden zu haben. " Also gut", dachte ich "bevor es jetzt zur Diskussion kommt ....". Ich streckte mich so gut es ging, ├Âffnete die Wagent├╝r, und stieg aus. Na ja , so konnte ich wenigsten als Erster einen Blick auf unser Domizil werfen. "Absolute Spitze" , war der erste Gedanke der mir durch den Kopf ging. Vor mir lag, zwischen zwei H├╝geln eingebettet, ein kleines aus Granitsteinen gebautes typisch bretonisches Bauernhaus. Es war im Besitz meines Onkels Poul der in Wirklichkeit Paul hie├č aber seit mehr als 15 Jahren in der N├Ąhe von Paris lebte. Mein Onkel hatte uns angeboten unsere Ferien kostenlos in seinem Haus zu verbringen. Als Gegenleistung erwartete er lediglich, da├č wir die ein oder andere kleine Reparatur an seinem Anwesen durchf├╝hren sollten. Von au├čen zu mindestens machte das Geb├Ąude einen gepflegten Eindruck. Ein bisschen Rasenm├Ąhen vielleicht ein paar B├╝sche zur├╝ckschneiden und dann ,Leben wie Gott in Frankreich, ganze drei Woche lang. Nachdem ich das Gatter ge├Âffnet hatte fuhr mein Vater die letzen Meter bis zum Haus, und stellte den Motor ab. Wenig sp├Ąter stand die gesamte Familie Winkelmann ehrf├╝rchtig und staunend vor dem schmucken Palais. " Das h├Ątte ich Paul wirklich nicht zugetraut" gab mein Vater von sich, der als erster wieder zu sich fand. " Poul" , meinte meine Mutter leicht verschnupft "er hei├čt jetzt Poul" und au├čerdem solltest du endlich deine Vorurteile gegen├╝ber meiner Familie aufgeben". " Aber seine Wohnung in Paris war doch der reinste Schweinest......." Schlu├č jetzt " unterbrach in meine Mutter und die Betonung lie├č keinen Widerspruch zu. Dann kramte sie in ihrer Ledertasche und hielt triumphierend ein Schl├╝sselbund in H├Ąnden. Mit w├╝rdevollen Schritten ging sie zur Eingangst├╝r steckte ihn ins Schl├╝sselloch und versuchte die T├╝r zu ├Âffnen. Gespannt wartete der Rest der Familie auf den gro├čen Moment. " Mist, verdammt, Holger ! das Schlo├č klemmt". " La├č mich mal" brummte mein Vater, der noch leicht s├Ąuerlich wirkte. Er nahm meiner Mutter den Schl├╝ssel aus der Hand, steckte ihn ins Schl├╝sselloch, und mit einer gekonnten Umdrehung trennte er ihn in zwei Teile. Fassungslos starrte er auf den Teil des Schl├╝ssels den er noch in H├Ąnden hielt. Mit einer Pinzette die ich aus dem Erste Hilfe Koffer im Auto holte gelang es mir den anderen Teil aus den Schloss zu ziehen. "Was jetzt" ? fragte meine Schwester. " Ach sicher hat Paul ├Ąh Poul in seiner Weisheit irgendwo am Haus einen Reserveschl├╝ssel versteckt", meinte Vater. Also machte sich die gesamte Familie an die Untersuchung der Umgebung. Fensterl├Ąden, Fu├čmatten, Fensternischen und Fugen wurden untersucht, und tats├Ąchlich fand Hanne ihn nach kurzer Zeit unter einem Blumenk├╝bel. Die T├╝r lie├č sich nun pl├Âtzlich unerwartet leicht ├Âffnen, und wir standen wenig sp├Ąter staunend in Wohnzimmer des Bauernhauses. "Geschmackvolle Einrichtung" meinte Mutter, und obwohl wir normalerweise in diesem Thema unterschiedlicher Meinung waren, dieses Mal musste ich ihr zustimmen. Alle M├Âbel waren aus Weichholz gefertigt, zum Teil in bunten Farben geschmackvoll lackiert. Die K├╝che war auf dem neuesten Stand der Technik und die Ausstattung an T├Âpfen Pfannen und Zubeh├Âr lie├č nichts zu w├╝nschen ├╝ber. Die n├Ąchsten Stunden verbrachten wir damit unsere Sachen in die R├Ąume zu sortieren die zur Verf├╝gung standen. Nach dem Abendessen blieben wir noch um den K├╝chentisch versammelt, da Mutter noch auf die Arbeiten zu sprechen kommen wollte, die Onkel Poul von uns verlangt hatte. Sie hatte einen Briefumschlag vor sich liegen auf dem mit gro├čen Buchstaben " Erst im Ferienhaus zu ├Âffnen" stand. Feierlich ├Âffnete sie den Umschlag nahm den Brief heraus und begann vorzulesen.
Hallo ihr vier, ich hoffe ihr seit gesund und fr├Âhlich angekommen. Sicher habt ihr euch ein wenig ├╝ber den Zustand des Hauses gewundert, aber ich versichere euch, da├č ihr nach ein wenig Arbeit einen entspannten, wohltuenden Urlaub in meinem Refugium verbringen werdet. Da ich meine Schwester kenne brauche ich euch ├╝ber die wenigen Dinge die im Hause zu erledigen sind nichts weiteres zu sagen. Nach ein zwei Tagen werdet ihr euch wie zu Hause f├╝hlen. Die einzige Bitte die ich dar├╝ber hinaus an euch habe, ist das was ihr aus dem Fenster seht erkennen werdet. Leider versperrt es mir schon seit Jahren die Sicht auf die kleine vorgelagerte Bucht. Lieber Schwager, da├č ist meine Bitte an Dich, sorge daf├╝r, da├č du in der Zeit wieder f├╝r eine freie Sicht aufs Meer sorgst. Und jetzt genug der Worte. Ich sehe gegen Ende eurer Ferien noch mal f├╝r ein paar Tage bei euch vorbei Gru├č Poul.
Wir schauten uns fragend in die Augen dann gingen wir nach drau├čen auf die Veranda um zu sehen was Poul wohl in seinem Brief gemeint hatte, als er von freier Sicht gesprochen hatte. "Dieser Schuft!". Vater sprach das aus was jeder von und in diesem Augenblick gedacht hatte. Vor dem Haus in einem Blumenbeet ragte ein ca. drei Meter hohen hinkelsteinf├Ârmiger Stein in den bretonischen Himmel. " Der mu├č Tonnen wiegen" meinte ich, verzweifelt, "das kann er nicht von uns verlangen ". Aber wie man es auch drehte es war der einzige Gegenstand der vom Haus aus gesehen den Blick auf das Meer verhinderte. Wir einigten uns als erstes darauf das Problem zu ├╝berschlafe, wobei wir jedoch am n├Ąchsten Morgen feststellen mu├čten das der Stein ├╝ber Nacht nicht kleiner geworden war. Es half nichts, wir riefen den Familienrat ein und debattierten nach dem Fr├╝hst├╝ck wie wir das Problem am besten Anpacken sollten. " Jeder soll Vorschl├Ąge machen egal wie unsinnig sie erscheinen" und ich schreibe alles auf. Dann sortieren wir sie St├╝ck f├╝r St├╝ck nach ihrer Durchf├╝hrbarkeit aus.
Die ersten Vorschl├Ąge die verworfen wurden waren:
Den Stein mit Essigessenz wegzu├Ątzen Den Stein mit einem Gasfeuerzeug erhitzen und dann mit kaltem Wasser zu ├╝bergie├čen und somit zu sprengen. Den Stein meerblau zu streichen.
Weiter Vorschl├Ąge schieden aus, da die ben├Âtigten Materialien wie Dynamit, Nitro-Glitzerin, oder Schwarzpulver nicht zur Verf├╝gung standen. Mutter kam auf die Idee das ganze Haus erst einmal nach den Gegenst├Ąnden abzusuchen die uns bei unserem Problem hilfreich sein k├Ânnten. Leider fanden wir nicht das geringste was uns als Hilfsmittel dienen konnte. Hanne entdeckte schlie├člich eine bauf├Ąlligen H├╝tte , die etwas unterhalb des Hauses am Hang stand. Sie war zwar abgeschlossen aber die T├╝r war so morsch, da├č sie nach einem kleinen Tritt willig aufsprang. Muffiger abgestandener Geruch schlug uns entgegen. Hier hatte seit Jahren keiner mehr sauber gemacht. Aber in einem Verschlag fanden wir etwas brauchbares. Ein alter Seilzug, der wohl fr├╝her zum ausrei├čen von Baumst├╝mpfen benutzt wurde. Nach einem Liter ├ľl und gutem Zureden lie├č er sich wieder in Gang setzen. Nachdem wir das eine Ende des Stahlseiles um die Spitze des Steines gelegt hatten, mu├čten wir etwas finden was als Gegenanker dienen konnte. Die Stahltr├Ąger des Vordaches der Veranda schienen Vater stabil genug, schlie├člich wollten wir den Stein nur umlegen. Wir hatte uns n├Ąmlich ausgemessen, das der Stein in liegendem Zustand nicht h├Âher als 80 cm war und die Sicht nicht mehr behinderte. Nach den ersten Hebelbewegungen an der Winde strafte sich das Stahlseil Vater mu├čte nun kr├Ąftiger an dem Hebel ziehen, aber zuerst tat sich nichts. Der Stein stand wie ein Fels in der Brandung. "Noch zwei H├╝be dann kommt er" rief er siegessicher. Und tats├Ąchlich es kam Bewegung in die Winde. "Er f├Ąllt" rief Vater wie ein Waldarbeiter, "da├č Seil wird schlaffer!". Ich zweifelte, da ich die ganze Zeit die Spitze des Brockens beobachtet hatte, und wurde in meiner Vermutung best├Ątigt, als ich durch ein Krachen in meiner Konzentration gest├Ârt wurde. Niemand hatte beobachtet, das sich die Stahlst├╝tzen des Vordaches durch die hohe Kraft verbogen hatten und schlie├člich ihre Last nicht mehr halten konnten. Das Dach klappte wie ein Deckel nach unten, und bedeckte die gesamte Front des Ferienhauses. Meine Bemerkung das der Stein nun nicht mehr die Aussicht st├Âren w├╝rde, wurde ignoriert.
Den Rest des Tages verbrachten wir damit das ramponierte Vordach wieder an Ort und Stelle zu versetzen, und bis auf ein paar unbedeutende Kratzer, war ihm nichts mehr anzusehen. Das Projekt Winde wurde als Fehlschlag zu den Akten gelegt . Am Abend tagte wiederum unser Familienrat, und in aller Bescheidenheit kann ich sagen das es meine Idee war die dem Projekt einen erfolgreichen Abschlu├č versprach. Mein Vorschlag war es unter zu Hilfe nahme unseres Autos den Stein zum Umfallen zu bewegen. Der erste Versuch kostete unserem Wagen jedoch die Sto├čstange, die der Belastung nicht gewachsen war. Dann kam Vater auf die Idee das Seil um eine Achse zu wickeln und mittels Motorkraft das Objekt zu kippen. Schnell wurde der Reservereifen bei einer Tankstelle vom Gummi befreit, und mit einem Rad der Antriebsachse getauscht. Dann wurde der Wagen vorne hochgebockt. Das Stahlseil der Winde ein paar mal um das Rad gedreht und das andere Ende um den Stein gelegt. Die gesamte Familie versammelte um den Wagen, Vater stieg ein startete den Motor, legte den ersten Gang ein gab Gas und lie├č langsam die Kupplung kommen. Wir alle sahen gespannt zu wie sich das Stahlseil spannte. Da ! die Spitze des Steines begann leicht zu zittern. " Mehr Gas", rief ich. Der Motor heulte auf, und langsam stieg uns der Geruch von verbrannten Kupplungsbel├Ągen in die Nase. Dann geschah das Entsetzliche. Die Steine, die wir unter den Wagens gelegt hatten, rutschten weg und unser Wagen schoss wie ein Pfeil an unseren ungl├Ąubigen dreinschauenden Gesichtern vorbei und landete krachend am unteren Ende des Hinkelsteines. Mutter rief entsetzt den Namen meines Vater, und wir liefen alle schreckensbleich zu den dampfenden ├ťberresten unseres Autos. Vater entstieg jedoch gerade bleich, aber unverletzt dem Wagen, und trottete ohne ein weiteres Wort an uns, vorbei ins Haus. Sp├Ąter untersuchten wir den Schaden, und stellten fest das der K├╝hler durch den Aufprall geplatzt war, und alles in Wasserdampf geh├╝llt hatte. Die vordere Sto├čstange war jedoch nur noch ein Haufen verbogenes Blech. " Alles noch reparabel" stellte Vater sp├Ąter fest. Am Abend sa├čen wir zusammen auf der Veranda, als mein Blick am Stein h├Ąngen blieb. " Er steht schief" rief ich. Alle Augen richteten sich nun auf ihn. Tats├Ąchlich das schwere Monster hatte sich ein paar Grad zur Seite geneigt. Zwar reichte das noch lange nicht um einen ungest├Ârten Blick in die Bucht zu werfen, aber wenn Onkel Poul kam, konnte man ihm wenigstens beweisen das man es versucht hatte. Dann etwas sp├Ąter am Abend fing es an zu regnen, erst nieselte es ein wenig, dann sch├╝ttete es wie aus Eimern. Wir beschlossen an diesem Abend fr├╝h in Bett zu gehen. Irgendwann gegen morgen wurde ich von einem dumpfen Ger├Ąusch geweckt, dann polterte es noch eine ganze Weile und wurde dann von dem Schlagen der Brandung gegen die Felsen verschluckt. Am darauffolgenden Morgen war von dem Unwetter der Nacht nichts mehr zu entdecken. Da die Morgensonne als erstes in mein Zimmer schien wurde ich vor allen anderen geweckt. Ich beschlo├č der Familie eine Freude zu machen und auf der Veranda den Fr├╝hst├╝ckstisch zu decken. Nachdem Kaffe, frisch aufgebackene Br├Âtchen den Fr├╝hst├╝ckstisch zierten lehnte ich mich in meinem Stuhl zur├╝ck, um die Ruhe und den Blick auf das t├╝rkisfarbene Wasser in der Bucht zu genie├čen. Das t├╝rkisfarbene Wasser in der Bucht ? Ich schreckte aus meinen Gedanken hoch. Der Stein war nicht mehr an seinem Platz ! Wie eine Sprungfeder schnellte ich aus meinem Stuhl hoch, und lief zu der Stelle an der gestern noch der Brocken gestanden hatte. Bis auf eine grubenartige Vertiefung im Boden war nichts mehr von ihm zu erkennen. Dann erst sah ich Spuren in dem aufgeweichten Boden die aussahen als wenn ein schwerer Gegenstand ├╝ber ihn gerollt w├Ąre. Den Rest konnte ich mir zusammenreimen. Unsere gestrige Aktion hatte wohl seinen Schwerpunkt verlagert. Dann war der Boden, auf dem das Gewicht des Steines ruhte, in der Nacht durch den Regen aufgeweicht worden ,daraufhin war er umgekippt, und auf dem absch├╝ssigen Hang ins Rollen geraten. Ich verlor keine Sekunde und jagte zur├╝ck ins Haus um die freudige Nachricht zu verk├╝nden. Nachdem mir kein Wort geglaubt wurde zerrte ich meine Schwester in ihrem Pyjama nach drau├čen. Durch den lautstarken Freudentanz angelockt erschienen dann meine Eltern. Ungl├Ąubig starrten sie auf die Stelle wo gestern noch der Stein gestanden hatte. " Wo ist er hin ?" fragte mein Vater nach dem er sich gefangen hatte. " Keine Ahnung " entgegnete ich schulterzuckend. Dann verfolgten wir anhand der Spur den Wege den der Stein genommen hatte. Wir fanden ihn vor der verfallen H├╝tte die unterhalb unseres Ferienhauses stand. er hatte sich eine Schneise durch das Gestr├╝pp, da├č vor dem Haus wuchs gebahnt und sich in einer Felsspalte im Boden verklemmt. Erstaunlicher weise Stand er wieder aufrecht da, als wenn er schon seit Urzeiten nirgendwo anders gewesen w├Ąre. Nachdem die Aufregung abgeebbt war, schauten wir uns noch ein wenig die Umgebung an. "Eine merkw├╝rdige H├╝tte" meinte mein Vater. Scheint aber gelegentlich noch bewohnt zu werden. Dann ging er um das Haus herum, und kam bleich wie ein Blatt Papier zu uns zur├╝ck. Er fa├čte meine Mutter am Arm und zog sie ohne ein weiteres Wort hinter sich her und um die H├╝tte herum. Dann h├Ârten wir nur noch einen spitzen Schrei. Wir Kinder schauten uns nur entgeistert an, und st├╝rmten um das Haus herum. Meine Mutter stand weinend an einen Pfosten gelehnt, w├Ąhren mein Vater sichtlich ersch├╝ttert auf den morschen Treppenstufen sa├č die zur Eingangst├╝r hinauff├╝hrten. " Holt eure Sachen" meinte Vater. Wir verstanden immer noch nichts. "Wir sind ins falsche Haus gezogen !". Er deutete auf ein Namensschild an der T├╝r welches den Nachnamen meines Onkels Poul trug. Nun bekam alles einen Sinn, der Schl├╝ssel der nicht ins Schl├╝sselloch pa├čte, und das h├╝bsch eingerichtete Haus das nicht zu meinem Onkel pa├čte. Wie die begossenen Pudel zogen wir los und schafften all unser Hab und Gut in die Bruchbude die meinem Onkel geh├Ârte. Allein zwei Tage brauchten wir um den M├╝ll, der ├╝berall herumlag, zu beseitigen. Weitere zwei um einen halbwegs bewohnbaren Zustand zu erreichen. Dann s├Ągten und schnitten wir B├╝sche und kleine B├Ąume ab die den Blick auf das Meer verhinderte. Eine Woche sp├Ąter kam Onkel Paul ( wie ihn jetzt auch meine Mutter nannte ) vorbei. Verwundert blieb er vor dem mannshohen Stein stehen der hinter seinem Haus stand. " Seltsam", meinte er, "der ist mir fr├╝her ├╝berhaupt nicht aufgefallen , er war wohl die ganzen Jahre vom Gestr├╝pp verdeckt gewesen". Wir haben ihn erst viel sp├Ąter ├╝ber unser Abenteuer aufgekl├Ąrt, und erfahren das es sich bei dem Stein um einen echten Menhir gehandelt hatte, der in der Steinzeit von der Urbev├Âlkerung aufgestellt worden war. Mein Onkel war nach unserer Abreise noch in einen Rechtsstreit mit dem Besitzer verwickelt worden, der behauptete das er den Stein absichtlich auf sein Grundst├╝ck verfrachtet hatte. Der Proze├č war Mangels an Beweisen eingestellt worden. Die weiteren Ferien, die ich mit meinen Eltern verbrachte, fuhren wir nach Holland an die See, da die gr├Â├čten Steine die wir in den D├╝nen fanden nur ein paar mm gro├č waren !"

(├ťbernommen aus der 'Alten Leselupe'.
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