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Leselupe.de > ErzÀhlungen
Der Wunsch des kleinen Noel
Eingestellt am 21. 12. 2005 13:56


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mandra
AutorenanwÀrter
Registriert: Apr 2004

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Mit jedem neuen Tag wird der Kalender dĂŒnner und dĂŒnner, schon frĂŒh leuchten die Straßenlaternen, bunte Lichter kĂŒndigen das Weihnachtsfest an.
Schneeflocken tanzen leise durch die stille Nacht.
Brrrrrrrrrr, am Morgen ist es schon recht kalt.

Eile ist geboten, die Post an den Weihnachtsmann soll noch rechtzeitig ankommen.
Weit ist der Weg, der Weg ist so weit. Wo mag nur Himmelspforten liegen?

Noel konnte es kaum erwarten, dass die vierte Kerze angezĂŒndet wird. „Es muss doch bald Weihnachten sein“, sagte er!
Wie lange muss ich denn noch schlafen, einmal, zweimal oder?
Ich weiß, „rief er etwas ungeduldig“, morgen kann ich wieder ein Blatt vom Kalender abreißen und dann, dann ist es endlich so weit!

Ein Kind stand vor mir und hatte viele Fragen.
Wenn die Sonne untergeht und die Sterne leuchten, schauen dann die Engel zum Weihnachtsmann herĂŒber, ob er noch Hilfe benötigt, dass alle Geschenke der Kinder rechtzeitig unter dem Tannenbaum liegen? Sicher hat er großen Zettel?
Sie mĂŒssen aufpassen, jedes Geschenk soll doch richtig ankommen!
„Der Weihnachtsmann kann nicht alles allein schaffen“, sagte er, dabei sah er mich mit großen, schwarzen Augen an.
Ich wĂŒnsche mir, ich wĂŒnsche mir - es schien, als wĂŒrde er einen Augenblick ĂŒberlegen.
Ein Polizeiauto, wĂŒnsche ich mir, das ist grĂŒn und die Sirene macht TatĂŒtata, dann mĂŒssen alle schnell Platz machen. Auf dem Dach ist auch eine Lampe und das Licht kann sich drehen, plapperte er drauflos.
Sieh nur, dies ist doch kein richtiges Auto, aber das hat mein Papa gemacht. Rasch hob er sein altes rostiges Drahtgestell in die Höhe. Ich spĂŒrte seinen Stolz, fĂŒr einen Moment hatte der Kleine seine Traurigkeit vergessen. Vor langer Zeit hatte er sein Lachen verloren und nun lag plötzlich ein Glanz in seinen Augen.

„Mein Papa ist im Himmel und manchmal rede ich mit ihm“, sagte er kaum hörbar.
Kannst du mir sagen, ob er mich lieb hatte und mich hören kann?
Oft erzĂ€hlte er mir Geschichten. Ach, war das schön – seufzte Noel, wenn er an meinem Bett saß. Ich bin dann schnell eingeschlafen, denn ich wusste, bevor er zur Arbeit ging, kam er noch einmal zu mir. „Bis spĂ€ter - mein Kind“, sagte er.
Und nun, nun warte ich und mein Papa schaut nicht mehr durch die TĂŒr.
Er ist einfach gegangen, hat nichts gesagt, ließ mich und meine Mama allein.
Manchmal höre ich Mama weinen, dabei hat sie doch mich und ich werde immer bei ihr bleiben.
Noel hob den Kopf, sah mich an und sagte: „Wie alle Kinder, hatten wir auch einen Opa”, aber auch er ist nicht mehr bei uns.

Ich nahm den Kleinen in den Arm, spĂŒrte das Pochen seines Herzens.
Seine Ärmchen umklammerten mich. "Bleibst du bei mir?“ fragte er.
Sanft strich ich ĂŒber seine schwarzen Locken, obwohl ich wusste - das es eine NotlĂŒge war, sagte ich, „ja, immer wieder nur ja 
“.

Wenn ich noch einen Wunsch habe, wird der Weihnachtsmann noch einen Spaziergang machen? Es kann doch sein, dass er vielleicht einen Wunschzettel vergessen hat?
Ohne auf eine Antwort zu warten, sagte Noel, „ich wĂŒnsche mir, dass alle Menschen glĂŒcklich sind, ein richtiges Zuhause haben, nicht frieren und genug zu Essen haben!“
Wie er so vor mir stand, ein kleiner Junge in seinen zerschlissenen Hosen, da liefen mir ein paar dicke TrÀnen die Wangen herunter.
Ein Kind dachte an die Menschen dieser Welt.

Weißt du, dass ich dich ganz doll lieb habe, bist du nun nicht mehr traurig?
Ich konnte nur mit dem Kopf schĂŒtteln.

Sag, hat der Weihnachtsmann einen langen weißen Bart, kommt er mit einem Schlitten und aus der Ferne ertönen leise Glöckchen?
Plötzlich streckte er mir ein zerknittertes Bild entgegen, das er in seinen kleinen HÀnden hielt, ein Bild vom Weihnachtsmann, das ich vergessen hatte. War es nur ein Bild?

Heiligabend kam nÀher und nÀher, langsam viel auch mir das Warten schwer.
Wie wĂŒrden Noels Augen vor Freude leuchten?

Die Stunden vergingen, an diesem Abend schaute ich den Sternen nach, in Gedanken schickte ich meinen Wunsch zum Himmel, fĂŒr einen Moment vergaß ich erwachsen zu sein und schlĂŒpfte in die Rolle eines Kindes.
Weihnachtsmann, wenn du mich hörst, zeige den Menschen, dass sie ohne Streit leben können, sie verschenken ihre Zeit. Was meinst du warum sie manchmal streiten?
Manchmal denke ich, dass sie den rechten Weg verloren haben und allein diesen nicht zurĂŒckfinden. Du musst ihnen helfen!

Ich lag in meinem Bett und trĂ€umte, dass aus der Ferne viele Glöckchen erklagen, ich dachte an Engel, die an ihren Harfen saßen und leise eine Sinfonie erklang. Stille Nacht, heilige Nacht.
War da nicht ein FlĂŒstern? “Schau zu deinem Koffer", sagte eine innere Stimme.
Plötzlich schien es als funkelten meine Wunderkerzen, dass das Polizeiauto sich selbststĂ€ndig gemacht hatte und seine Runden drehte, nur das TatĂŒtata blieb still.
Es war ein schöner Traum.

Am Morgen war Noel schon frĂŒh aufgestanden, “es ist Sonntag”, rief er freudig, heute können wir wieder eine Kerze anzĂŒnden. Nun sind es schon drei. Ob der Weihnachtsmann seinen Schlitten gepackt hat, vielleicht hat er ja auch an mein Polizeiauto gedacht?
Wieder schaute ich in fragende Kinderaugen. „ Nun dauert es nicht mehr lange, versuchte ich ihn zu trösten.
NĂ€chsten Sonntag können wir schon die vierte Kerze anzĂŒnden, dann musst du nur noch wenige Tage warten.
„Hurra, hurra",rief er vor Begeisterung, selten hatte ich ihn so fröhlich gesehen. Hat er endlich sein Lachen wieder gefunden?

Papa wird dem Weihnachtsmann helfen, damit er die Geschenke schneller verteilt! Mama hat gesagt, dass Papa im Himmel ist. Da wird der Weihnachtsmann auch wissen, dass ich
immer brav war? Mama kann dies bestÀtigen!
"Wenn ich groß bin, dann helfe ich Mama”, sagte er.
"Shirin sah ihren kleinen Jungen an, ja mein Kind, du warst immer brav", sagte sie.
Ich denke, dass der Weihnachtsmann dich nicht vergessen wird.
Der sehnlichste Wunsch, lag in einem kleinen Polizeiauto.
Fast wĂ€re ich zu meinem Koffer gelaufen und hĂ€tte das Auto geholt! Nur mit MĂŒhe konnte ich mich zurĂŒckhalten.
An diesem Tag gingen wir spazieren, die kleinen KinderhÀnde hielten mich umklammert und so gingen wir an den HÀusern der Reichen vorbei.
Die WeihnachtsbĂ€ckerei hatte angefangen und erfĂŒllte so manches Haus mit ihrem sĂŒĂŸlichen Duft: Spekulatius, PfeffernĂŒsse, Honigkuchen und vieles mehr der köstlichen Leckereien wurden vorbereitet.
Fensterscheiben waren hell erleuchtet, wie schön sie geschmĂŒckt waren.
Große WeihnachtsbĂ€ume erstrahlten in Glanz: Lametta, bunte Kugeln und Kerzen, wie sie schöner nicht sein konnten.
„Sieh nur”, rief Noel, wie groß die WeihnachtsbĂ€ume sind, sie strecken sich als wollten sie den Himmel berĂŒhren.
Sag, sind die Menschen glĂŒcklicher? Sie können doch alles kaufen.

Die Stunden vergingen nun wie im Flug, die vierte Kerze war lÀngst erloschen, es ist Weihnachten.
„Hörst du nun die Glöckchen vom Weihnachtsmann, fragte Noel?” Es ist spĂ€t, draußen ist es dunkel und spĂ€ter findet er den Weg vielleicht nicht.
Horch, sei still, waren da nicht Glöckchen zu hören?
Shirin lenkte ihren kleinen Sohn ab, rasch holte ich das Auto, legte es auf dem Tisch, dann erklang mein kleines Glöckchen.
Spannung erfĂŒllte den Raum, das Leuchten der Kerzen erstrahlte und verbreitete eine wohlige WĂ€rme.
Der Weihnachtsmann, der Weihnachtsmann ist da, erschallte Noels Stimme. Schnell lief er zum Tisch, öffnete sein PÀckchen, dann folgte ein Freudenschrei: Hurra, hurra, hallte durch die Abendstunden.
„Sieh nur”, rief er immer wieder, ein Polizeiauto, ein richtiges Polizeiauto, unaufhörlich ließ er die Sirene.
Das GlĂŒck eines Kindes - lag in diesem Auto.

Fröhliche Weihnachten!




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flammarion
Foren-Redakteur
Routinierter Autor

Registriert: Jan 2001

Werke: 277
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reichlich

verwirrend. sieh dir bitte noch mal die interpunktion an und lass deutlcher werden, wie viele handelnde personen in deiner geschichte sind.
lg
__________________
Old Icke

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mandra
AutorenanwÀrter
Registriert: Apr 2004

Werke: 18
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hallo old......,
ehrliche Antworten sind immer gut - etwas zu ĂŒberdenken.

Ich wĂŒnsche dir schöne Feiertage, aber auch allen anderen!

Lg. mandra

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