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Leselupe.de > ErzÀhlungen
Der kleine Huschnapur
Eingestellt am 03. 12. 2003 12:11


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Mara Krovecs
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Der kleine Huschnapur

Am 1.Dezember jeden Jahres stellen wir auf unsere KĂŒchenfensterbank ein Schnapsglas mit frischer Milch und legen einen gebackenen Keks daneben.Zum ersten Mal geschah das, als unsere Tochter vier Jahre alt war.
Sie war ungehalten, weil etwas nicht so war, wie sie es sich dachte. Um sie abzulenken, rief ich vermeintlich verwundert: „Oh nein, da ist er, oh wie wunderbar, er ist da, schau mal, er ist wirklich da"! NatĂŒrlich ruckte ihr Kopf in die Richtung in die ich zeigte und sie lief mir sofort hinterher, als ich ihn zu suchen begann.“ Oh wie schade, er ist schon wieder fort, nur seine rote ZipfelmĂŒtze habe ich noch sehen können". „ Ich auch, hab ich auch gesehen", krĂ€hte sie mittlerweile wieder vergnĂŒgt. Wir einigten uns, dass er hinter dem Kachelofen verschwunden war und ich begann meiner kleinen Tochter seine Geschichte zu erzĂ€hlen .

Vor vielen Jahren lebte in einem unendlich weiten Tannenwald, VĂ€terchen Frost mit all seinen lustigen und magischen Geschöpfen.Der Winter war hier zu Hause und so kann man sich vorstellen, dass der Schnee niemals niedriger lag als ein Mann hoch war. Die BĂ€ume bogen sich unter der schweren weißen Last und unzĂ€hlige Eishexen erfanden stĂ€ndig Schneeerleichterungszauber, damit die schweren Schneezweige nicht in die unzĂ€hligen Eisfeuer brachen und die ganze Zauberei dann zunichte froren. Die Tiere, die hier lebten hatten es nicht immer leicht, denn anscheinend störten sie die merkwĂŒrdigen Geschöpfe des Waldes bei ihren Ritualen und Hexereien. Damit die Zauberwaldtiere nicht zu kurz kamen, hatte VĂ€terchen Frost einige Huschnapure aus einem noch viel Ă€lterem Zauberwald herbei hexen lassen. Sie sollten zukĂŒnftig fĂŒr das Wohl aller Tiere im Wald sorgen.

Huschnapure sind zierliche Geschöpfe, wobei ausschließlich mĂ€nnliche Geschöpfe bekannt sind. Allerdings gibt es weibliche Huschnapure; sie sind aber nicht einmal in den Ă€ltesten WinterbĂŒchereien beschrieben. Ihr Aussehen und ihre Zauberkraft sind ein streng gehĂŒtetes Geheimnis der uralten TannenwĂ€lder. Es ist nur bekannt, dass sie an Schönheit die der Elfen noch weit ĂŒbertreffen sollen.

Die Heilkraft der mĂ€nnlichen Huschnapure in VĂ€terchen Frosts WĂ€ldern sprach sich schnell herum und bald kamen nicht nur Tiere um ihre Schmerzen zu stillen und den tiefen Trost der kleinen Wesen zu erhaschen. Eishexen, die sich oft verbrannten, Wirbelwindler, die sich schnell die Köpfe stießen, und sogar VĂ€terchen Frost selber, der an einer geheimnisvollen Krankheit litt, waren stĂ€ndig bei den Kleinen zu Gast. Huschnapure schlafen wie die Eulen des Tags und so kam es, dass der Wald immer öfter zu Nachtzeiten hell erleuchtet und voller GerĂ€usche war. Das tat niemandem auf die Dauer wirklich gut und eines Tages kamen die Tiere, Hexen, Grimmbarte, Pilzzauberer und Winterwinde, um sich bei dem alten Frostvater zu beschweren.
„Wir brauchen wenigstens einen Monat im Jahr Pause", brauste der alte Nordwind auf.
„Sieh mich an, ich habe tiefe Ringe unter den Augen. So bekomme ich bald einen Schnupfen. Wenn meine Nase lĂ€uft, kann ich nicht wehen, das wĂ€re eine Zumutung fĂŒr alle"! VĂ€terchen Frost seufzte, auch ihm mangelte es mittlerweile an Schlaf.“ Gut, ich schicke sie fĂŒr einen Monat im Jahr zu den Menschen.“, entschied der Waldesvater, und so war es von dieser Stunde an.

Die kleinen Huschnapure sind treue Geschöpfe; wo sie einmal gut behandelt werden, kehren sie immer wieder ein. Man erkennt sie an den flammendroten langen ZipfelmĂŒtzen, die bis in ihre Kniekehlen baumeln und mit einem weißen Troddel enden. Wer im Dezember Milch und Kekse auf die Fensterbank stellt, und entdeckt, dass etwas Milch oder ein wenig Keks fehlt, der kann sich sicher sein, einen Huschnapur in seine Hausgemeinschaft aufgenommen zu haben. Sie sorgen fĂŒr ihre Menschen auf eine ganz eigene Weise: Sie schenken ihnen GlĂŒck, Gesundheit und ein leuchtendes, unvergessliches Weihnachtsfest.

„ Und in unserem Hause gibt es anscheinend einen Huschnapur", beendete ich meine Geschichte und zwinkerte meiner Tochter zu.
Die Luft draußen war frostkalt und ein einsamer Stern leuchtete ĂŒber unseren Tannen. „ Es riecht nach Schnee", sagte meine Mann. Ich liebe es wenn er sagt, dass es nach Schnee rieche, denn dann steht Weihnachten vor der TĂŒr. Meine kleine Tochter und ich sammelten einige Tannenzweige, aus denen wir dem Huschnapur ein Bettchen bauen wollten, falls er einmal mĂŒde werden sollte.Dann stellten wir noch ein Windlicht ins Fenster, damit er nicht stolperte, wĂ€hrend er zur Fensterbank lief, denn von diesem Tage an sorgten wir Abend fĂŒr Abend mit einem Keks und frischer Milch fĂŒr unseren Huschnapur.

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Rainer
???
Registriert: Jul 2002

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hallo mara krovecs,

bitte schau doch nochmal nach der form deiner interpunktion.
vor satzzeichen keine leerzeichen, dahinter aber bitte eins setzen, die wörtliche rede mit anfĂŒhrungszeichen oben beenden, danach folgt ein satzzeichen.
mit dem edit/delete-button unter deinem text kannst du diese geringfĂŒgigen Ă€nderungen realisieren; dein text wĂŒrde dadurch leichter lesbar und somit zu einem vergnĂŒgen fĂŒr die leser.


danke + viele grĂŒĂŸe

rainer

__________________
ist meine, und damit nur EINE Meinung

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Stoffel
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Hallo,

gefÀllt mir, die kleine Geschichte

lG
Stoffel

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Mara Krovecs
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Hallo Rainer,

ich bedanke mich fĂŒr Deine Tip`s ( etwas spĂ€t aber von Herzen ) und wĂŒnsche Dir ein gutes und gesundes Neues Jahr und weiterhin frohes Schaffen Mara

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Mara Krovecs
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Registriert: Sep 2003

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Liebe Stoffel,


ich habe mich sehr gefreut, dass Du meine Geschichte gelesen hast und dass sie Dir gefÀllt. Auch Dir ein
Frohes Neues Jahr und weiterhin viele gute Ideen fĂŒr Deine Gedichte und Geschichten.

L.G. Mara

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