Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, müssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5284
Themen:   87708
Momentan online:
267 Gäste und 4 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Ungereimtes
Der "unbegründete" Zweifel
Eingestellt am 11. 01. 2002 22:23


Autor
Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.
Feder
Häufig gelesener Autor
Registriert: Dec 2000

Werke: 413
Kommentare: 1763
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Feder eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil



Ist man ein guter Menschenkenner,
fällt Schätzen leichter. Viel liegt bloß.
So manche Freundschaft hält viel länger,
denn Einiges fällt in den Schoß.

Doch dieser Einblick legt beizeiten
zusätzlich Negatives frei.
Die guten wie die schlechten Seiten.
Die Gabe ist kein Einerlei.

Die Liebe birgt hier noch mehr Hürden.
Oft scheint jetzt Einsicht wie dem Fluch.
Was Augen sonst nicht sehen würden
liegt hierdurch offen – wie ein Buch.

Dazu kommt noch so manche Ahnung
die sich verteilt darunter mischt.
Vergangenheiten, Grenzerfahrung,
wird neu erlebt und aufgefrischt.

Manchmal wird solch ein Mensch erschrecken.
Vor sich und damit dem Gefühl.
Doch immer wird er auch entdecken,
was er im Grunde finden will.


__________________
copyright by Feder______________________Die Dinge sind nie so, wie sie sind.Sie sind immer das,was man aus ihnen macht.*Jean Anouilh*http://www.feder-online.de

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


Sansibar
Guest
Registriert: Not Yet

Erfahrung

Guten morgen Feder,
es ist gut "den" Blick zu haben, für das was hinter der Fasade steckt und während man augenmäßig am Putz kratzt, kommt vielleicht eine Seltenheit zum Vorschein, man findet einen "Schatz". Doch häufiger findet man hinter der Fasade nur Heu und Stroh.
Kommst du nach Berlin? Ich würde mich sehr freuen auf dich!
Sansibar

Bearbeiten/Löschen    


Filou
Hobbydichter
Registriert: Jan 2002

Werke: 0
Kommentare: 37
Die besten Werke
 
Email senden
Profil

Ein Gedicht, das an eine Tugend und Fähigkeit appelliert, die zu haben heute schwer fällt, nämlich Menschenkenntnis, die durch Eigenliebe abgelöst erscheint. Das dein Werk schon im Ansatz Menschenkenntnis vorausetzt und diesen Gedanken in all seinen negativen und positiven Konsequenzen ausführt, ist für mich hier nur angedeutet. Mir fehlt überhaupt ein thematischer Ansatz, der auf die fast vollständig fehlende Menschenschkenntnis als gesellschaftliches Phänomen verweist. So bleibt Deinem Gedicht nur eine, allerdings offentsichtliche Aussauge übrig: Mag man einen Menschen kennen, so kennt man auch seine guten und seine schlechten Seiten. Im Gedicht jedoch sehr harmonievoll umgesetzt. Deshalb gibts von mir sechs Punkte.

Bearbeiten/Löschen    


Feder
Häufig gelesener Autor
Registriert: Dec 2000

Werke: 413
Kommentare: 1763
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Feder eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Hallo Sansibar,
erst einmal ganz lieben Dank für deine Zeilen. Lockruf nach Berlin? Ich war nur einmal dort und zugegeben, irgendwann wollte ich mit Michael dort noch einmal hin. Was machst du in Berlin? Hast du Geburtstag? Kannst du mir mailen?
Auch ich bin gespannt auf Sansibar, und wenn das Land Sansibar ein Stadtteil von Berlin ist, wäre es ja immerhin "auch real" erreichbar!
Ich würde mich freuen!

Ganz liebe Grüße nach SANSIBAR,
deine Feder


Hallo Filou,
was du nicht unbedingt wissen kannst und auch nicht unbedingt hast herauslesen müssen und es daher nicht können ist, dass dieser "Menschenkenner" nichts anderes ist als der Mensch, der sich hinter dem Pseudonym "Feder" verbirgt.
Gott sei dank UND MANCHMAL leider habe ich Menschenkenntnis. Ich beschrieb hier etwas aus meiner Warte und Perspektive.
Diese Gabe, deren Voraussetzungen man in seiner Persönlichkeit findet, mit der man groß wird und während dieser Zeit lernt, an ihr wächst, manchmal fast an ihr scheitert - wenn man eben die negativen Seiten verarbeiten muss, die sie mit sich bringt - bringt einem Menschen näher - im sprichwörtlichen Sinn.
Kurz: ich bin dankbar dafür, wenn auch ich oft Schwierigkeiten hatte und habe, damit umzugehen, denn irgendwo existiere ich ja auch noch. Es ist eine Gratwanderung - und eine Prise Eigenliebe fällt sicherlich mit hinein, was aber nicht schlimm ist, denn das Schlimmste ist, sich ganz und gar für einen oder insgesamt Andere aufzugeben - damit umzugehen.
Man muss abwägen und was man lernt ist, sich zurückzunehmen, denn sonst kennt man nur eins: sich!
Und dann war die Vergabe dieser Gabe "Perlen vor die Säue"!

Ich habe geschrieben, dass hierdurch Freundschaften länger halten, dass Liebe schwieriger wird (allerdings auch tiefer, weil man den Anderen nur zu gut durchschaut und, wenn seine Beweggründe, einem Zweifel entgegenzubringen nur aus der Angst geboren werden, dass man die Liebe vielleicht nicht so tief wie er selbst versteht). Warum? Weil, wenn der "unbegründete Zweifel" einen beißt oder einem selbst etwas vorgeworfen wird, von dem man weiß, dass es unbegründet ist, tut dies umso mehr weh, desto lieber man das Gegenüber hat. Und, mit wessen Persönlichkeit man sich auseinandersetzt, der Mensch dahinter ist einem auch wichtig.

Was den Titel anbetrifft, so wünsche ich Jedem hier und mir selbst, dass uns der Zweifel letztlich immer als "unbegründeter" begegnet oder, wenn einen Zweifel vom Gegenüber erreicht, dieser sich als unbegründet erweist.

Du hast Recht, ALLES zu diesem Thema habe ich nicht geschrieben - aber es sollte auch etwas sein, was eine Situation beschreibt, die mich erreichte und die sicher Jeder irgendwo auch schon mal erfahren hat (außerdem würde ALLES Bücher füllen oder den schönen neuen Server der LL sprengen, was ich nicht vorhabe, auszulösen ).

Ich habe nie vor, die LL über Seiten zu "buchen" - ich möchte nicht "oberlehrerhaft" erscheinen. Was ich hier beschreibe, ist immer subjektiv - eben mit meinen Augen und meinem Herzen gesehen - und ich freue mich über Menschen, die meinen Gedankengängen folgen können und mich verstehen - weil sich dann die "Verbindung" von Mensch zu Mensch ergibt, welche die eigentliche Aufgabe der Menschenkenntnis ist - im Positiven wie im Negativen.

Verständnis für mich? Dann hast du sicher auch Menschenkenntnis!
Denn ich bin sicher: Ich stelle KEINE AUSNAHME dar!

Lieben Gruß und danke für die Punkte!
Feder
__________________
copyright by Feder______________________Die Dinge sind nie so, wie sie sind.Sie sind immer das,was man aus ihnen macht.*Jean Anouilh*http://www.feder-online.de

Bearbeiten/Löschen    


Brigitte
Autorenanwärter
Registriert: Dec 2000

Werke: 98
Kommentare: 933
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Brigitte eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Liebe Feder,

Habe so mal in deinen Werken "rumgeschnüffelt" und das hier gefunden. Das was du so ausführlich beschrieben hast, ergänzt meine eigene Einstellung.
"unbegründete" Zweifel, ja, wenn sie es sind, und der Glaube fehlt, das tut verdammt weh, vor allem, wenn man dann immer wieder damit konfrontiert wird. Ich kann ein Lied davon singen (maile dir darüber).
Ich habe auch Menschenkenntnis, und trotzdem ist es schon passiert, dass ich mich getäuscht habe, sowohl negativ, als auch positiv. Dann kommen manchmal doch Zweifel, ob man wirklich ein guter Menschenkenner ist oder nicht. Und ich denke, diese Zweifel lassen uns dann letztendlich nicht zu "vollkommen" erscheinen. Wichtig ist doch, dass uns unsere Kenntnis für das Wesentliche immer erhalten bleibt.

In diesem Sinne, mit lieben Grüssen
deine Brigitte
__________________
Brigitte

Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für das Auge unsichtbar.

Bearbeiten/Löschen    


eigenregie
Hobbydichter
Registriert: Jan 2002

Werke: 6
Kommentare: 12
Die besten Werke
 
Email senden
Profil

gefällt mir gut.

eigen

Bearbeiten/Löschen    


Zurück zu:  Ungereimtes Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.



Leselupe-Bücher





Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!