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Leselupe.de > Erz├Ąhlungen
Die Geschichte von einem Mann und einer Frau
Eingestellt am 16. 06. 2002 23:04


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Pauline
Festzeitungsschreiber
Registriert: Jun 2002

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Die Frau hatte eine Verabredung mit ihren Freunden in einer Kneipe, in der sie gemeinsam Karneval feiern wollten. In dieser Kneipe arbeitete ein Kellner, der der Frau bis dahin noch unbekannt war.

Die Frau hatte mit ihren Freunden einen sehr sch├Ânen Abend in dieser Kneipe. Im Laufe des Abends fiel der Frau dieser Kellner immer wieder auf, da er sie oft beobachtete und intensiver als normal anschaute. Auch der Frau gefiel der Kellner. Da der Mann als Bruder John und die Frau als Robin Hood verkleidet war, lachten sie gemeinsam ├╝ber eine Filmpassage, in welcher Bruder John Robin ├╝ber einen Bach trug.

Rosenmontag und Aschermittwoch war die Frau wieder in der Kneipe. Die Frau freute sich sehr, als der Mann die Frau wieder ansprach und mit ihr lachte.

Dann einige Tage sp├Ąter h├Ârte die Frau ├╝ber ihre Freundin, dass der Mann seinem Chef immer wieder von der Frau vorschw├Ąrmte. Der Chef erkundigte sich immer wieder bei der Freundin, ob die Frau wirklich alleine w├Ąre und keinen Partner h├Ątte. Der Mann, so sagte der Chef h├Ątte sich in die Frau verliebt.

Wieder einige Tage sp├Ąter bekam die Frau von ihrer Freundin einen Anruf, dass der Chef nach der Telefonnummer von der Frau gefragt h├Ątte. Der Chef wollte dem Mann behilflich sein, da der Mann sich nicht traute die Frau danach zu fragen. Die Freundin durfte nat├╝rlich die Telefonnummer bekannt geben, da die Frau den Mann n├Ąher kennen lerne wollte.

Die Frau war schon ganz nerv├Âs, ob und wann der Mann anrufen w├╝rde. Dann irgendwann rief er tats├Ąchlich an. Die Frau freute sich sehr dar├╝ber und so verabredeten sich die beiden.

Schon Stunden vor der Verabredung war die Frau schrecklich aufgeregt, aber dem Mann ging es wohl nicht anders, so wie er vor dem Lokal stand.
Die beiden verbrachten einen sehr netten Abend miteinander, und am Ende des Abends war der Frau klar, dass sie sich in den Mann verliebt hatte.
Am n├Ąchsten Tag rief der Mann an und bedankte sich f├╝r den sch├Ânen Abend. Er schlug ein Treffen zum Fr├╝hst├╝ck vor. Die Frau sagte nat├╝rlich zu, obwohl ihr nicht klar war wie sie, da sie so verliebt war, ├╝berhaupt etwas essen sollte.
Nachdem die beiden das Fr├╝hst├╝ck hinter sich gebracht hatten (wie schon gesagt: verliebt und dann auch noch essen), gingen die beiden im nahegelegenen Park noch etwas spazieren, dort haben sich die beiden dann auch zum ersten mal gek├╝sst.

Von nun an, rief der Mann zwei bis dreimal t├Ąglich an, nur um ihre Stimme zu h├Âren. Die Frau war sehr gl├╝cklich und der Mann machte diesem Eindruck auch auf die Frau.

Da der Mann Kellner war und dadurch nur sehr sp├Ąt am Abend Zeit hatte, trafen die beiden sich Abends oft auf ein Glas Wein in einer nahegelegenen Kneipe. Da diese Treffen oft bis in die Morgenstunden andauerten, bekam die Frau in dieser Zeit nur sehr wenig Schlaf, was ihr aber nichts ausmachte, da sie den Mann gerne ├Âfter und l├Ąnger gesehen h├Ątte.

Eines Tages musste der Mann f├╝r einige Tage in eine andere Stadt fahren. Die Frau brachte den Mann fr├╝hmorgens zum Bahnhof und als der Zug abfuhr f├╝hlte sich die Frau pl├Âtzlich sehr alleine und verlassen. Die Frau verbrachte die meiste Zeit neben dem Telefon und wartete auf einen Anruf von dem Mann.
Dann, nach einigen Tagen meldete er sich endlich, die Frau hatte so sehr darauf gewartet. Der Mann sagte; dass er sich freuen w├╝rde wieder zur├╝ck zukommen und das er so komische Schmerzen kurz unter dem Hals h├Ątte. Die Frau hatte die gleichen Schmerzen.

Dann endlich war es soweit: Der Mann kam zur├╝ck.
Die Frau war so gl├╝cklich als der Zug in den Bahnhof einfuhr und als der Mann ausstieg, h├Ątte sie vor Freude jubeln k├Ânnen. Auch der Mann machte auf die Frau diesen Eindruck.

Da der Mann und die Frau so unterschiedlichen Arbeitszeiten hatten, konnten sie sich nicht so oft sehen, wie die beiden es gerne gehabt h├Ątten. Die beiden wurden immer unzufriedener und trauriger. Die Frau wollte aber mit dem Mann zusammen bleiben, auch wenn es ihr oft schwergefallen ist, dass sie ihn nicht sehen konnte.
Eines Tages erz├Ąhlte der Mann, dass er noch immer seiner Ex-Freundin nachtrauerte. Er fragte die Frau, ob sie auf ihn warten w├╝rde. Die Frau konnte die Frage nicht beantworten, da ihr nicht klar war, wie lange sie warten sollte, die Frau wusste nur, dass sie den Mann sehr lieb hatte.

Das Verh├Ąltnis der beiden k├╝hlte stark ab, da der Frau nicht klar war, wie sie sich dem Mann gegen├╝ber verhalten sollte. Sollte sie den Mann weiter in die Arme nehmen? Waren Z├Ąrtlichkeiten dem Mann zuviel? Dachte er dabei an die Ex-Freundin? Wollte der Mann die Frau ├╝berhaupt zur Freundin?
Die Anrufe des Mannes wurden immer weniger, er schottete sich immer mehr von der Frau ab und auch die Frau verschloss sich ebenfalls immer mehr. Sie hatte einfach Angst, dass ihr weh getan wird.

Eines Tages, der Mann und die Frau waren verabredet, kam ├╝berraschend ein Freund des Mannes zu Besuch, durch diesen Besuch wurde das Treffen der beiden sehr verk├╝rzt. Vom Verstand her war es der Frau klar, dass dieses Treffen f├╝r den Mann sehr wichtig war, er war schlie├člich alleine ohne Freunde in einer neuen Stadt. Vom Gef├╝hl her, war die Frau sehr traurig, sie h├Ątte gerne mehr Zeit mit dem Mann verbracht.

Dann, wieder einige Zeit sp├Ąter, trafen sich die beiden nochmals zum Fr├╝hst├╝ck. Der Mann erz├Ąhlte der Frau, dass er beruflich sehr unzufrieden w├Ąre. Er h├Ątte zwei M├Âglichkeiten: einen anderen Job suchen oder zur├╝ck in die andere Stadt.
Die Frau sagte dem Mann, dass sie ihm dabei nicht helfen k├Ânnte, sie k├Ânnte ihm diese Entscheidung nicht abnehmen. Die Frau konnte dazu nicht mehr sagen, weil sie ihre Gef├╝hle f├╝r den Mann nicht zugeben wollte, sie wollte keine Angriffsfl├Ąche f├╝r Verletzungen bieten.
Die Frau machte sich gro├če Sorgen, sie hatte den Eindruck der Mann wollte sich auf diese Art von ihr verabschieden.

In ihrer Verzweiflung sprach die Frau dem Mann einige b├Âse Worte auf den Anrufbeantworter. Der Mann meldete sich kurz danach. Er erkl├Ąrte der Frau, dass dies nicht so w├Ąre, er w├╝rde sich bei Problemen immer zur├╝ckziehen und das er sich daf├╝r selber nicht leiden k├Ânnte. Er fragte die Frau wieder, wie lange sie auf ihn warten w├╝rde und wieder konnte die Frau aus Angst etwas preiszugeben nicht antworten.
Der Mann schlug nochmals ein Treffen vor, was aber nicht stattfand.

Der Mann und die Frau hatten keinen Kontakt mehr miteinander. Der Mann kellnerte weiter und die Frau besuchte die Kneipe als ganz normaler Gast mit ihren Freunden.
Der Mann und die Frau sprachen auch nur noch das N├Âtigste miteinander, von dem was mal gewesen war, war nichts mehr ├╝brig.
So schien es zumindest f├╝r Au├čenstehende. Der Frau ging es in dieser Zeit gar nicht gut. Sie versuchte den Mann zu vergessen, da sich aber ihre Freunde immer in dieser Kneipe trafen, war dies nicht einfach. W├Ąren die Freunde nicht gewesen, h├Ątte sie die Kneipe nicht mehr betreten.

Dann eines Tages, die Frau betrachtete den Mann schon fast als ganz normalen Kellner, fing der Mann wieder an mit der Frau zu sprechen. Die Freundin der Frau, wohnte ganz in der N├Ąhe der Kneipe und wenn die Frau von einem Besuch der Freundin kam, steckten pl├Âtzlich Zettel unter dem Scheibenwischer des Autos. Mit diesen Zetteln fragte der Mann nach dem Befinden der Frau, oder er fragte danach, ob sie ausgeschlafen h├Ątte und nun "K├Âpper" ├╝ben gehen w├╝rde.
Die Frau verstand die Welt nicht mehr! Was sollte das? Sie beschwerte sich bei ihrer Freundin: "Jetzt geht das wieder los! Mir geht es gerade wieder gut und jetzt das!".

Eines Tages, die Frau war mit ihren Freunden wieder in der Kneipe, bastelte sie aus Langeweile Papierschiffchen. Der Mann sagte, dass er so ein Schiff f├╝r seine Wohnung haben wolle und man sollte sich doch mal treffen, um bei ihm zu Hause so ein Schiff zu basteln.
Die Frau freute sich, dass der Mann Interesse an ihr zeigte, war aber mehr als misstrauisch wie sie sein Verhalten deuten sollte.
Die Papierschiffchen waren die n├Ąchsten Wochen noch oft Aufh├Ąnger f├╝r ein Gespr├Ąch.

Der Mann und die Frau gingen nun wieder ├Âfter zusammen essen oder ins Kino.
Der Frau war noch immer nicht klar, was sie ├╝ber dieses Verhalten denken sollte. Auch kamen die beiden sich k├Ârperlich immer n├Ąher. Wollte der Mann nur seinen Spa├č oder meinte er es diesmal so, wie die Frau es vor einigen Monaten gemeint hatte?

Die Frau hatte sich inzwischen, obwohl sie es nicht wollte, wieder in den Mann verliebt. Sie wollte dem Mann eigentlich keine Gelegenheit mehr geben, ihr noch einmal weh zu tun. Manchmal hat die Frau den Mann auch gefragt, was die beiden nun f├╝r ein Verh├Ąltnis miteinander h├Ątten, sollte das eine Beziehung werden oder war es nur ein "praktisches Verh├Ąltnis". Auf diese Fragen antwortete der Mann nur immer sehr ausweichend.

Im Sommer fuhr die Frau mit ihrer Freundin in Urlaub und auch der Mann fuhr ins Ausland. Die Frau wusste, dass der Mann einige Tage eher als sie nach Hause k├Ąme. Beim Abschied sagte er, er w├╝rde sich melden, wenn er wieder da w├Ąre. Der Mann meldete sich nicht.
Die Frau erinnerte sich sofort an die erste Zeit mit dem Mann, in der er oft gesagt hatte, er w├╝rde sich melden und es dann doch nicht tat. Der Mann erkl├Ąrte der Frau, warum er sich nicht gemeldet hatte, aber sie blieb misstrauisch.

Sie hatte einfach zuviel Angst, dass sie noch mal verletzt wird.
Wenn der Mann sich in Laufe der Zeit, aus welchen Gr├╝nden auch immer, mal nicht wie verabredet meldete, hatte die Frau alle M├╝he mit diesem Misstrauen umzugehen. Sie zweifelte dann sofort die ganze Beziehung an.

Im Sommer wurde die Frau und ihre Freundin, vom Chef der Kneipe zu einem Geburtstag eingeladen. Auch der Mann war anwesend. Es wurde ein sehr netter Abend f├╝r die beiden. Auch bei anderen Feiern waren der Mann und die Frau zusammen anwesend. Bei solchen Gelegenheiten war die Frau sich dann doch sicher, dass ihr Handeln richtig war und sie keinen Grund hatte sich Sorgen zu machen, dass der Mann sich mit ihr doch nur einen Spa├č machen k├Ânnte.

Der Mann und die Frau verbrachten eine sehr sch├Âne Zeit miteinander, sie gingen ins Kino, Wein trinken oder abends zum Essen aus. Die Frau verlor langsam aber sicher ihr Misstrauen. Sie war gl├╝cklich und auch der Mann machte diesen Eindruck.

Eines Tages erz├Ąhlte der Mann, dass ein Freund von ihm einen sehr guten Arbeitsplatz f├╝r ihn in einer anderen Stadt h├Ątte. Die Frau konnte es nicht fassen als sie davon erfuhr.

Einige Zeit sp├Ąter meldete sich diese Firma bei dem Mann und bat ihn zu einem Vorstellungsgespr├Ąch. Als der Mann von dort zur├╝ck war, konnte er der Frau nicht sagen, wie seine Chancen bei der Firma waren. Sie w├╝nschte ihm zwar eine positive Antwort von der Firma, aber sie wollte den Mann nicht schon wieder verlieren, denn dass, was sie im Fr├╝hjahr erlebt und gef├╝hlt hatte, war ihr noch zu genau in Erinnerung.
Die Frau versuchte diese Angelegenheit zu verdr├Ąngen, was ihr aber nur schlecht gelang.

Eine Woche nach dem Vorstellungsgespr├Ąch bekam der Mann die Zusage von der Firma. Er sollte in vier Wochen dort beginnen.
Die Frau war an diesen Tag in einer anderen Stadt, einige Kilometer von zu Hause, unterwegs. Nach dem Gespr├Ąch, bei dem der Mann von der Zusage erz├Ąhlte, blieb die Frau noch lange auf einen Autobahnparkplatz stehen. Sie versuchte, dass was sie eben geh├Ârt hatte zu verdauen.

Als die beiden sich einige Tage sp├Ąter trafen, sprachen sie dar├╝ber, was sie nun tun sollten. Der Mann und die Frau hatten die gleichen ├ťberlegungen angestellt: entweder sie trennten sich sofort oder sie blieben zusammen und warteten einfach ab, was die Zeit bringen w├╝rde.
Die beiden blieben zusammen.

Es war eine seltsame Zeit f├╝r die Frau. Sie war gl├╝cklich und zufrieden mit dem Mann und wusste doch, dass sich die Beziehung in den n├Ąchsten Wochen und Monaten ver├Ąndern und das sie Liebeskummer bekommen w├╝rde, weil der Mann ihr sehr fehlen wird. Die beiden w├╝rden sich nicht mehr so oft sehen k├Ânnen, Kinobesuche, Abendessen, lange gemeinsame N├Ąchte und auch das morgendliche Wecken w├╝rden wohl wegfallen. Der Mann und die Frau w├╝rden das alles sehr vermissen.
Die Frau stellte sich auch die Frage, was aus ihnen werden w├╝rde. W├╝rden sich die beiden aus den Augen verlieren und die Beziehung dadurch beendet werden?
Auch hatte die Frau Angst, dass sie wie am Anfang der Beziehung, neben dem Telefon auf einen Anruf warten w├╝rde und sich fragen musste, ob die Beziehung noch in Ordnung war oder nicht.
Auch dem Mann besch├Ąftigten diese Fragen.

Die letzten gemeinsamen Wochen und Tage waren sehr sch├Ân f├╝r die beiden. Die Frau bem├╝hte sich sehr den Mann mit ihrer Angst nicht zu nerven und ihm die Freude an der neuen Stelle nicht zu verderben. Und auch der Mann war sehr vorsichtig, er sagte nur ein einziges Mal, dass er sich auf den neuen Arbeitsplatz freuen w├╝rde, er wollte der Frau nicht noch mehr weh tun.

Nun begann langsam das Abschiednehmen.

Der Mann und die Frau genossen die Zeit die sie noch zusammen hatten sehr. Sie versuchten sich so oft wie m├Âglich zu sehen. Die beiden waren dann sehr gl├╝cklich, auch wenn es nicht immer einfach war.
Die Frau war oft still, weil sie an das denken musste, was in ein paar Wochen kommen w├╝rde. Immer, wenn der Mann davon sprach, dass er zum Beispiel seine Wohnung k├╝ndigen m├╝sste, fuhr der Frau der Schreck in die Glieder. Etwas wissen und etwas best├Ątigt zu bekommen war wohl doch ein Unterschied.
Der Mann lie├č es sich nicht so sehr anmerken, vielleicht war er auch schon zu sehr mit den kommenden Ver├Ąnderungen besch├Ąftigt oder er zeigte es einfach nicht.
Erst als der Mann zum letzten Mal zur Arbeit in die Kneipe fuhr, mailte er der Frau, dass er sich nicht gut f├╝hlen w├╝rde.

Als die letzten Tage anbrachen nahm die Frau sich Urlaub, um diese Zeit mit dem Mann verbringen zu k├Ânnen.
Es war eine sehr sch├Âne Zeit. Der Mann und die Frau gingen sehr liebevoll miteinander um, sie suchten viel ├Âfter als vorher die N├Ąhe des anderen.

Dann brach der letzte Abend an.

Sie fuhren gemeinsam in die Kneipe. Der Mann hatte f├╝r seinen Chef ein Geschenk und auch von einigen lieben G├Ąsten wollte sich der Mann verabschieden. Es war ein sehr netter Abend, es wurde gelacht und erz├Ąhlt. F├╝r Fremde ein ganz normaler Abend, nur Betroffenen war klar, dass dies doch ein besonderer Abend war.

Als der Abend vor├╝ber war, fuhren der Mann und die Frau zu ihr nach Hause. Dort verbrachten sie, f├╝r l├Ąngere Zeit die letzte Nacht miteinander. Auch dies war seltsam. Eigentlich war es wie immer und doch ganz anders als sonst.

Als die beiden in der Wohnung des Mannes ankamen musste dieser nun endg├╝ltig mit Packen beginnen. Der Mann und die Frau unterhielten sich ├╝ber den Abend und ├╝ber Dinge, die sie gemeinsam erlebt hatten. Keiner von ihnen wollte ├╝ber den Abschied sprechen.
Der Mann sagte ├Âfter, dass beide versuchen m├╝ssten beim Abschied so tapfer wie m├Âglich zu sein.
Am fr├╝hen Morgen war es dann soweit.

Die beiden schafften es tapfer zu sein.
Die Frau fuhr nach Hause. Auf der Fahrt und auch zu Hause war die Frau gar nicht mehr tapfer.

Am Tag als der Mann weg war hatte die Frau abends in der Kneipe kegeln. Als sie die Kneipe betrat scherzte der Chef, dass sie schuld w├Ąre, dass der Mann nicht mehr da w├Ąre. Die Frau brach in Tr├Ąnen aus.

Es war eine schwere Zeit f├╝r die Frau, sie wusste zwar, dass sie den Mann in einigen Wochen wiedersehen w├╝rde, aber das war noch lange hin. Er fehlte ihr sehr.
Die Frau versuchte sich mit Verabredungen abzulenken, aber wenn sie danach alleine zu Hause war, viel es ihr sehr schwer.
Auch der Mann versuchte sich mit Verabredungen abzulenken.

Der Mann und die Frau telefonierten in dieser Zeit sehr oft miteinander. Oftmals nur kurz, aber das allein tat den beiden schon gut.

Der Mann erz├Ąhlte, dass er noch nicht sehr begeistert von dem neuen Job war. Auch ├Ąu├čerte er Zweifel, ob das was er machen w├╝rde alles so richtig w├Ąre. Er sagte auch mal, dass er was die Arbeitszeiten betraf, in der Kneipe h├Ątte bleiben k├Ânnen. Es h├Ârte sich f├╝r die Frau so an, als m├╝sste sich der Mann selber Mut zusprechen.

Die Frau konnte sich noch gut an das Gef├╝hl erinnern, das sie hatte, als der Mann sich im Fr├╝hjahr nach einigen Wochen nicht mehr meldete. Aus diesem Grund hatten die beiden verabredet, dass sie die verabredeten Zeitpunkte zu denen sie telefonieren wollten, versuchen w├╝rden einzuhalten.
Jetzt, als der Mann in der anderen Stadt war, konnte er diese Termine nicht immer einhalten, da er sehr viel und auch oft bis in den Abend hinein arbeite musste. Die Frau hatte aber trotzdem nie das Gef├╝hl, dass sie dem Mann misstrauen oder das sie Angst um den ihn haben muss.

Dann war es nur noch eine Woche bis die beiden sich wiedersahen. Die Frau z├Ąhlte die Tage. Sie freute sich sehr den Mann zu sehen.

Die Frau freute sich sehr als sie den Mann zu Silvester sah.
Sie hatte damit gerechnet, dass die beiden viel Zeit miteinander verbringen w├╝rden, was dann aber doch anders kam.
H├Ątte die Frau n├╝chterner dar├╝ber nachgedacht, w├Ąre sie darauf gekommen, dass der Mann die meiste Zeit in der Kneipe verbringen w├╝rde.
Aber als er direkt am ersten Abend den Wunsch ├Ąu├čerte in die Kneipe zu fahren, war sie schon sehr entt├Ąuscht. Von den Tagen hatten die beiden auch nicht viel, da sie entweder schliefen oder der Mann auf dem Sprung in die Kneipe war.
Das der Mann Zeit in der Kneipe verbringen w├╝rde war der Frau klar, schlie├člich war es kein normales Angestelltenverh├Ąltnis, sondern Freundschaft geworden. Aber das die Frau soweit zur├╝ckstecken musste, damit hatte sie dann doch nicht gerechnet. Und als in der Silvesternacht der Wirt der Frau erkl├Ąren wollte, sie m├╝sse Verst├Ąndnis daf├╝r haben, schlie├člich h├Ątte der Wirt den Mann lange nicht gesehen, h├Ątte sie ihn am liebsten auf den Mond geballert. Hat der Wirt denn nicht dar├╝ber nachgedacht, dass die Frau den Mann genauso lange nicht gesehen hat? Was sollte die Frau denn machen? Sollte sie dem Mann eine Szene machen und die kurze Zeit die sie hatten mit so etwas verderben? Und wie hatte ├╝berhaupt der Mann sich das Wochenende vorgestellt?
Vielleicht hatte die Frau zu hohe Erwartungen und sah die ganze Geschichte viel zu ernst an.

Auch hatte die Frau den Eindruck, dass die Vertrautheit zwischen den beiden verschwunden war, und diese Vertrautheit hatte die Frau sehr sch├Ân gefunden, als der Mann noch in der Stadt war. Klar, freute sie sich sehr den Mann zu sehen, zu f├╝hlen und mit ihm zu sprechen, aber die Gespr├Ąche drehten sich um Arbeit und Freunde. Was war mit Ihnen? Wie sollte es weiter gehen? Die Frau war in Gedanken bestimmt schon weiter als der Mann. Der Mann war mit seiner neuen Arbeit so sehr besch├Ąftigt, was auch mehr als verst├Ąndlich ist, dass er f├╝r solche Gedanken ├╝berhaupt keine Zeit hatte. F├╝r die Frau war das Leben aber normal weitergegangen und somit hat sie viel Zeit ├╝ber solche Dinge nachzudenken.

Sicher war auf jeden Fall, das es den beiden und auch der Beziehung sehr gut getan hatte, dass sie sich gesehen hatten.

Dann kam die Zeit in der der Mann zum Telefonieren kaum Zeit hatte, auch schaffte er es ├Âfter noch nicht mal eine Mail zu schicken. Die Frau war sehr verunsichert in dieser Zeit. Die Frau begann sich Sorgen zu machen. Auch war nicht sicher, wann die beiden sich wiedersehen w├╝rden. Der Mann sagte, bei den weniger gewordenen Telefonaten zwar immer, dass er die Frau lieb h├Ątte, aber die Frau war so unsicher. Sie hatte den Eindruck, dass sie mehr Gef├╝hl einsetzten w├╝rde als der Mann. Sie bef├╝rchtete verletzt zu werden. Auch hatte sie Angst den Mann mit ihren Anspr├╝chen an eine Beziehung einzuengen oder zu ├╝berfordern. Sie fand diese Zeit sehr schwierig.

An einem Wochenende telefonierten die beiden recht lange miteinander. Die Frau war sehr froh, als der Mann ihr erkl├Ąrte, dass sie sich unn├Âtig Gedanken gemacht h├Ątte und das alles in Ordnung war.
Und als der Mann sie fragte, ob sie zu ihm in die fremde Stadt ziehen w├╝rde, war sie sehr ├╝berrascht. Damit hatte sie nun ├╝berhaupt nicht gerechnet. Sie freute sich sehr.

An einem Wochenende Ende Januar sahen sich die beiden wieder.
Der Mann war beruflich so eingespannt, dass er nur eine Nacht und einen Tag bei der Frau bleiben konnte. Er hatte auch in der Kneipe niemandem erz├Ąhlt, dass er in der Stadt war, weil er sonst dort einen Besuch h├Ątte machen m├╝ssen.
Bei einem Telefongespr├Ąch sagte er, er w├╝rde sich an diesem Wochenende nur zwischen Bett, K├╝hlschrank und Bad bewegen wollen. Die Frau am├╝sierte sich in Gedanken oft ├╝ber diese ├äu├čerung und sie war sich wieder sicher, dass die Sache richtig lief.
Es war ein sehr sch├Ânes Wochenende. Dem Mann und der Frau ging es sehr gut, beide f├╝hlten sich in der Anwesenheit des anderen sehr wohl. Als der Abschied kam, fiel es der Frau wieder einmal sehr schwer. Eigentlich sollte sie im Abschiednehmen langsam ├ťbung haben!

Diesmal stand beim Abschied fest, dass sie sich in drei Wochen wiedersahen.

Der Mann arbeitete weiterhin sehr viel. Er hatte kaum Zeit die Frau anzurufen, Freunde zu treffen oder nach einer Wohnung zu suchen.

Die Frau schaffte es zwei Wochen lang sich keine Gedanken um die Beziehung zu machen.
Sie schaffte es sogar in dieser Zeit ihre Freundin nicht mit der Geschichte zu nerven. Aber an einem Sonntag war es dann wieder soweit.
War das alles richtig was da lief? War das, was da lief nicht viel zuwenig? Sie hatte den Mann sehr lieb, das war wenigsten sicher. War es heute nicht schon fast normal, dass der Freund der Arbeit wegen in eine andere Stadt zog? Die Frau hatte immer mehr das Gef├╝hl, dass ihr das alles nicht reichte.

Die Frau hatte keine Ahnung was richtig und was falsch war. H├Ątte der Mann sie nach einer L├Âsung gefragt, h├Ątte sie keine Antwort gefunden, die beiden gerecht k├Ąme.

Dann h├Ąuften sich auch langsam die Fragen von Freunden und Bekannten wie die Geschichte weitergehen sollte. Sie fragten, ob es der Frau denn reichen w├╝rde, den Mann alle paar Wochen zu sehen. Ob sie denn, wenn sie sich dann sahen, Zeit h├Ątten mal ins Kino zugehen oder andere Dinge zu unternehmen. Auch fragten sie, ob der Mann zur├╝ck k├Ąme oder ob die Frau zu dem Mann gehen w├╝rde. Die Frau konnte diese Fragen nur schlecht oder gar nicht beantworten. Eine Beziehung wie diese hatte sie noch nie gehabt. Die Frau f├╝hlte sich in ihren Zweifeln best├Ątigt, wenn sie die Fragen nicht beantworten konnte und sie die Blicke der anderen sah. Auch aus einem anderen Grund war diese Frage nicht leicht zu beantworten.

Der Mann hatte der Frau zu Anfang oft gemailt, dass sie ihm fehlen w├╝rde. Jetzt war es so, dass der Mann dies gar nicht mehr schrieb und auch nicht darauf antwortete, wenn die Frau dies ├Ąu├čerte. Der neue Job lie├č dem Mann wohl gar keine Zeit die Frau zu vermissen. Was die Frau ja auch verstand. Die Frau hoffte zumindest, das es an dem Job lag, dass er die Frau nicht vermisste. Die Frau wollte nichts h├Âren, was nicht wahr war.

Die Frau war die st├Ąndige Berg und Talfahrt oft so leid.
Sie wusste aber auch, wenn sie den Mann zu Karneval sah, w├╝rde alles wieder gut und sch├Ân sein. Sie hatte den Mann einfach sehr lieb.

Dann, am Tag als der Mann wieder mal zu Besuch kam, war die Frau von ihrer Firma zu einer Konferenz eingeladen. Bei der Begr├╝├čung bot einer der Gesch├Ąftsf├╝hrer der Frau an, in der Stadt in der der Mann lebte zuarbeiten. Die Frau freute sich im ersten Moment sehr ├╝ber dieses Angebot.

Sp├Ąt in der Nacht kam der Mann an. Die beiden freuten sich sehr. Sie tranken Wein und erz├Ąhlten ( mit sehr angenehmen Unterbrechungen) was sie erlebt hatten. Die Frau erz├Ąhlte von dem Angebot ihrer Firma nichts, sie musste erst alleine dar├╝ber nachdenken und ein bisschen Licht ins Dunkel bringen.
Der Mann und die Frau verbrachten eine sehr sch├Âne Nacht miteinander, es tat so gut, das der andere da war.

Erst am n├Ąchsten Morgen erz├Ąhlte die Frau von dem Angebot. Der Mann freute sich ├╝ber die Aussicht, dass die Frau zu ihm kommen k├Ânnte. Die Frau war ├╝berrascht, dass der Mann sich so dar├╝ber freute. Sie hatte angenommen, dass der Mann es gar nicht so schlecht fand, das die Frau soweit weg von ihm wohnte. Sie hatte mit so einer Reaktion nicht gerechnet, vielleicht war die Frau auch einfach nur eine dumme Pute und dachte zu schlecht von M├Ąnnern!

Die Frau hatte viele Zweifel. Sie war, was den Mann betraf, oft so unsicher. War es da ├╝berhaupt richtig zu dem Mann zu. gehen? Sie zweifelte so oft die ganze Geschichte an. Sie hatte den Mann sehr lieb, er fehlte ihr so oft, sie h├Ątte gerne ├Âfter mit ihm gesprochen, ihn gesehen oder nur ├Âfter seine N├Ąhe gesp├╝rt.
W├╝rde sie in die fremde Stadt gehen, k├Ânnte sie dies alles haben, nicht immer, aber doch ├Âfter als jetzt.
Aber was w├Ąre, wenn die Geschichte ein Ende h├Ątte? Dann w├Ąre die Frau alleine in einer fremden Stadt. Das w├Ąre ein Erlebnis was die Frau nicht haben musste.
Der Mann hatte die Frau schnell durchschaut, dass dies ihr gr├Â├čtes Problem war.

An diesem Karnevalswochenende sahen sich die beiden wieder nicht viel, der Mann arbeitete in der Kneipe und auch f├╝r den Sonntag hatte der Wirt eine Verabredung mit dem Mann. Sicher war die Frau traurig dar├╝ber, das Wochenende war eigentlich anders geplant gewesen, ( die Frau musste ein bisschen zicken! ), aber so hatte sie viel Zeit ├╝ber das Angebot nachzudenken.

Beim Abschied sagte der Mann, dass es nicht schlimm w├Ąre, wenn die Frau nicht zu ihm k├Ąme. Er k├Ânnte auch in die Stadt der Frau zur├╝ckkommen. Er wusste auch einen Stadtteil indem er dann wohnen wollte. Die Frau war froh, dass der Mann die Sache so sah, er wusste schlie├člich das dies keine leichte Entscheidung f├╝r sie sein w├╝rde.

Die Frau entschied sich f├╝r die fremde Stadt.

Die Frau h├Ątte dem Mann ihre Entscheidung gerne mitgeteilt, konnte ihn aber telefonisch nicht erreichen. Sie h├Ątte ihm gerne gesagt, dass sie sich auf die gemeinsame Zeit sehr freute, auf die Wochenenden und die N├Ąchte die sie zusammen h├Ątten. Sie war auch neugierig auf die gro├če Stadt und die Menschen die dort lebten.

Eine Woche sp├Ąter bekam die Frau eine Absage von ihrer Firma.

Sie war so entt├Ąuscht. Entt├Ąuscht, weil die Beziehung erst mal so bleiben w├╝rde wie sie war.

Die Frau konnte dem Mann die Absage nur telefonisch mitteilen. Sie w├Ąre in diesem Moment so gerne bei dem Mann gewesen, es h├Ątte ihr gut getan, wenn der Mann sie in die Arme genommen h├Ątte. Der Mann schlug eine Familienzusammenf├╝hrung vor und die Frau musste schon fast wieder lachen. Es war schade, aber es war nun mal so.

Etwas Gutes hatte die Geschichte dann aber doch. Die Frau war, was den Mann betraf nicht mehr so unsicher. Nat├╝rlich regte die Frau sich noch immer auf, wenn der Mann sich nicht meldete, aber das mehr aus Sorge als aus Unsicherheit.

Der Mann und die Frau sahen sich erst acht Wochen sp├Ąter wieder. Inzwischen war es Fr├╝hling geworden.
Es war ein komisches Treffen. Die Frau hatte immer mehr den Eindruck, dass sie den Mann nicht mehr erreichen k├Ânne, er hatte sich so weit von ihr entfernt. Die Frau konnte nicht sagen woran das lag. Er hatte ihr gemailt, dass er sich auf sie freuen w├╝rde. Sie glaubte ihm das auch, aber sie hatte trotzdem ein komisches Gef├╝hl im Bauch.

Der Mann und die Frau gingen im nahegelegenen Park spazieren und die Frau fragte den Mann, ob er sich langweilen w├╝rde. Er verneinte dies, aber die Frau wusste, dass es nicht ganz der Wahrheit entsprach.

Der Mann musste an einem der Tage zu einem Seminar und die Frau half dem Mann sich auf dieses Seminar vorzubereiten. Es war sch├Ân dem Mann bei dieser Sache zu helfen, die Frau hatte endlich mal wieder das Gef├╝hl, dass der Mann und die Frau etwas gemeinsames taten. Sicher schliefen, a├čen und lachten die beiden zusammen, aber das war doch mal eine andere Situation.

Als der Mann einige Tage sp├Ąter wieder in die fremde Stadt fahren musste, verabschiedeten sich die beiden am Bahnsteig von einander. Die Frau hatte wieder ein komisches Gef├╝hl im Bauch. Der Mann ging so leichtfertig von ihr weg, sie ahnte schon fast, dass dies das letzte Treffen mit ihm war. Auch hatte der Mann nicht gesagt, wann sie sich wiedersehen w├╝rden.

Dann kam die Zeit in der der Mann sich ├╝berhaupt nicht mehr meldete, oder Termine zum Telefonieren nicht einhielt.
Der Mann hatte einmal gesagt, er w├╝rde sich Sonntags melden und Mittwochs hatte die Frau noch immer nichts von ihm geh├Ârt. Die Frau wurde fast verr├╝ckt vor Sorge um den Mann. Was war da los? War dem Mann etwas passiert? Wollte oder konnte der Mann sich nicht melden?
Die Frau erreichte den Mann dann endlich und er war ganz verwundert, dass die Frau ├╝ber sein Verhalten so b├Âse und entt├Ąuscht war. Wenn man einen Menschen lieb hat, geht man nicht so mit ihm um, man l├Ąsst den Menschen nicht tagelang auf einen Anruf warten. Zeit f├╝r ein kurzes Gespr├Ąch gab es immer.
Der Mann hatte sich wohl innerlich schon von der Frau verabschiedet. Die Frau hatte Angst den Mann zu verlieren. Sie hatte ihn so schrecklich lieb.

Der Mann hielt keine Telefontermine mehr ein. Er mailte der Frau wohl noch ein paar mal, dass er sich zu einem bestimmten Termin melden w├╝rde, aber er hielt diese Termine nicht ein.
Die Frau versuchte zwei Wochen lang den Mann zu erreichen und irgendwann war sie so sauer und entt├Ąuscht, dass sie ihm mailte, dass er sich nicht mehr melden br├Ąuchte.

Die Frau war schrecklich ungl├╝cklich.
Sie konnte nicht verstehen, dass ein Mensch so feige sein konnte und nicht in der Lage war, zu sagen, dass man eine Beziehung beenden m├Âchte. Was war blo├č los mit dem Mann?
Sicher, war die Sache von Anfang an seltsam gewesen. Der Mann hatte der Frau nie die Telefonnummer des Freundes gegeben, bei dem er wohnte, auch hatte die Frau nie die Nummer von dem B├╝ro des Mannes bekommen. Sie hatte nur die Handynummer des Mannes gehabt. Vielleicht h├Ątte sie da schon Wachwerden m├╝ssen. War der Mann in die Wohnung der Exfreundin eingezogen? Er hatte mal erz├Ąhlt, dass die beiden sich eigentlich sehr gut verstanden h├Ątten, nur das es zwischen ihnen wie Bruder und Schwester ablief.

Es ging der Frau in dieser Zeit gar nicht gut.

Eines Tages im Sommer sprach der Wirt die Frau an, ob sie etwas von dem Mann geh├Ârt h├Ątte. Er erz├Ąhlte, dass sich der Mann bei ihm und auch bei der Wirtin nicht mehr gemeldet h├Ątte. Auch er konnte das Verhalten des Mannes nicht verstehen. Der Wirt vermutete, dass es dem Mann in der fremden Stadt nicht gut ging und dass der Mann dies nicht zugeben wolle und er sich deshalb nicht mehr melden w├╝rde. Die Frau glaubte dies nicht. Sie war mehr davon ├╝berzeugt, dass der Mann einfach nur im Hierundjetzt lebte und nicht an vergangenes zur├╝ck dachte. Auch der Wirt war sehr entt├Ąuscht von dem Verhalten des Mannes.

Im September feierte die Frau ihren Geburtstag. Zu dieser Feier war auch ein Freund und Kollege aus der Kneipe in der der Mann gearbeitet hatte, eingeladen.
Der Freund erz├Ąhlte von einem Abend, der sich in der Kneipe abgespielt hatte. Er sagte, dass der Mann abends in der Kneipe eine Mail von der Frau erhalten h├Ątte. Der Freund fragte den Mann, ob die Mail von der Frau w├Ąre und was mit der Exfreundin von dem Freund w├Ąre. Der Freund schlug vor, dass er doch die Frau nehmen k├Ânne und der Mann solle die Exfreundin behalten. Der Mann sagte, dass er die Frau behalten wolle.
Der Freund erz├Ąhlte der Frau, dass er den Eindruck hatte, dass der Mann zweigleisig fuhr. Seine Exfreundin hatte ihn mal gefragt, was denn mit dem Mann los w├Ąre, er h├Ątte sich bei ihr nicht mehr gemeldet.

Die Frau war an dem Abend der Feier so abgelenkt, dass ihr das Erz├Ąhlte nichts ausmachte. Aber als am Morgen auch die letzten G├Ąste gegangen waren und sie die Wohnung in Ordnung brachte, kam die ganze Geschichte wieder hoch. Es ging ihr nicht gut. Sie war so entt├Ąuscht und gekr├Ąnkt. Sie w├Ąre damals so gerne mit dem Mann zusammen geblieben. Sie hatte nicht damit gerechnet, dass der Mann sich schon zu der Zeit als sie noch zusammen waren, nicht aufrichtig verhalten hatte. Sie hatte zwar sehr oft ein komisches Gef├╝hl gehabt, aber das es so war, hatte sie nicht erwartet.

Sie hoffte, dass sie den Mann nie wieder sehen w├╝rde.


Das war das Ende der Geschichte von einem Mann und einer Frau. Kein Happy End, eine Geschichte die das Leben schrieb und wie sie schon tausendfach passiert ist.

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Pauline

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anemone
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hallo Pauline,

welch einen widerlichen Macho beschreibst du denn da?
und wie bl├Âd kann eine Frau noch sein, um sich in sowas zu verlieben? Ganz abgesehen davon, dass die Bezeichnung "die Frau" und "der Mann" bei der L├Ąnge der Geschichte sich ruhig mal ├Ąndern k├Ânnten in "er" und "sie"

Mag sein, dass es so beknackte Typen gibt! Auf solche Bekanntschaften kann "Frau" verzichten.

l.G.
anemone

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