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Die Menschenverschwenderin
Ich werde Dich zu Scheiße verarbeiten, hatte das blond gelockte, beinah elfenhafte Wesen mir eben noch ins Ohr geflüstert. Es sollte Recht behalten. Nun lag ich offenbar im Freien herum. Ich musste geschlafen haben, wie lange wusste ich nicht. Unter mir Asphalt. Über mir Stimmen. Und Schritte, endlos viele Schritte. Die Menschen gingen wohl schon zur Arbeit. Erst jetzt bemerkte ich, dass ich nicht mehr sehen konnte. Rühren konnte ich mich ebenso wenig, dafür schmerzte mein ganzer Leib.
Ich lag also einfach nur da auf dem kalten Asphalt und lauschte den Schritten. Dann und wann hörte ich ein paar Pumps an mir vorbeitippeln. Ich stellte mir vor, wie blonde und brünette Businesstussis mit ihren süßen Knackärschen in affig ausgestopften Blusen vorüberwackelten, um dann den ganzen Tag debil grinsend ihren Kunden das Geld aus den Taschen zu saugen, während ihren Vorgesetzten schön die Hosen spannten. Da musste ich selbst debil grinsen.
Plötzlich spürte ich einen Tritt. Ein Stück schien aus mir herauszubröckeln und eine Frauenstimme flüsterte verbittert Scheiße. Direkt neben mir versuchte jemand, seine Schuhe am Asphalt abzustreifen und lief leise fluchend von dannen. Das Gleiche wiederholte sich einige Male, die Stimmen flüsterten allerdings immer etwas Neues. Nur ein einziges Mal brachte jemand den Mut auf, sein Maul richtig aufzureißen. Pass doch auf wo Du hinlatschst, Du Schwachkopf, polterte eine tiefe Männerstimme. Ein Kind begann zu weinen und bekam prompt eine Ohrfeige. Es schrie noch lauter und fing gleich noch eine.
Da musste ich debil grinsen, aber ich konnte nicht. Mein Mund war verschwunden. Pissen ging auch nicht, obwohl ich dringend musste. Ähnlicher Grund. Eigentlich ging gar nichts. Nur herumliegen auf dem kalten Asphalt, den Schritten lauschen, dann und wann einen Tritt spüren. Riechen ging auch. Irgendwie roch es ziemlich nach Scheiße. Ich musste an die blond gelockte Elfe denken.
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