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Leselupe.de > ErzÀhlungen
Die Stadt der Unsterblichen 3.Teil
Eingestellt am 05. 09. 2002 12:52


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mikhan
Festzeitungsschreiber
Registriert: Jul 2002

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6

Es war ihm gelungen ein Treffen mit dem Fernsehreporter auszumachen. Ihm war die Idee gekommen, Carmela ebenfalls dazu einzuladen. Sie trafen sich in einem bekannten Café, welches sich auf der Spitze eines Wolkenkratzers befand, von wo aus man die ganze Stadt betrachten konnte, deren RÀnder sich im Nebel auflösten.
WĂ€hrend sie auf das Essen warteten blickten sie schweigend auf das graue HĂ€usermeer, welches sich vor ihnen zu allen Seiten erstreckte. Es schien dem jungen Journalisten fast so zu sein, als wĂŒrde die Welt dort enden, wo der Nebel begann, oder war es anders herum?
Eine sehr junge Kellnerin, wohl eine Studentin, brachte die GetrÀnke und kurz darauf das bestellte Essen. Das Café war, wie immer, sehr voll, doch sie hatten gute PlÀtze bekommen. Der junge Journalist sah sich die beiden Menschen an, mit denen er hier zusammengekommen war, er blickte in fremde und doch auf seltsame Art und Weise vertraute Gesichter. Er wusste, dass er ihnen vertrauen konnte.
Der Fernsehreporter begann das GesprÀch:
„Was sie mir am Telefon erzĂ€hlten, war höchst interessant fĂŒr mich, haben sie doch bestĂ€tigt, was ich nur vermuten konnte. Wissen sie, ich beobachte das Projekt „Ewige Menschheit“ schon seit geraumer Zeit, und habe Entwicklungen wie diese vorhergesehen. So unglaublich dieses Projekt auch sein mag, es dient doch der Schaffung einer Elitegesellschaft, eine Gesellschaft, in der Jugend alles ist, was zĂ€hlt.
Menschen wie ihr gemeinsamer Freund, werden von der Stadtverwaltung vollkommen ausser Acht gelassen. Ich glaube, dass sein Tod erst der Anfang einer grossen menschlichen Tragödie war. Schauen sie nur einmal um sich, die Menschen die hier sitzen, sie haben noch gar nicht begriffen, das in dieser Stadt etwas ganz Aussergewöhnliches und auch Unheimliches geschieht. Wahrscheinlich rĂŒcken derartig bizarre VerĂ€nderungen erst dann in das öffentliche Bewusstsein, wenn es bereits zu spĂ€t ist. Dabei ist doch gerade jetzt der Augenblick gekommen, das Projekt in aller Öffentlichkeit zu disskutieren, stattdessen fĂŒgt man sich den Vorgaben der Stadverwaltung, die noch nie ein anderes Ziel als die Mehrung des eigenen Ruhmes und Profits verfolgt hat.
Wie bereits am Tag zuvor, in den Stadtnachrichten, sprach der Reporter wieder in einem kritisierenden und ungemein provozierenden Tonfall. Der Kern seiner Kritik richtete sich offensichtlich mehr gegen das Vorgehen der Stadtverwaltung als gegen das Projekt als Ganzes. Dabei kamen dem jungen Journalisten mehr und mehr Zweifel, ob der Mensch die Unsterblichkeit tatsĂ€chlich benötige, denn was nĂŒtzt schliesslich ein ewiges Leben, wenn man nicht zuerst zu leben gelernt hat.
Er sah zu Carmela hinĂŒber, sie hatte das GesprĂ€ch zwischen dem Fernsehreporter und dem jungen Journalisten aus den Augenwinkeln heraus mitverfolgt, aber bislang geschwiegen. Sie trank ihr Glas Orangenlimonade in einem Zug aus, rĂ€usperte sich und ging zur Toillette. Eine seltsame Frau, sie musste wirklich gut zu seinem verstorbenen Freund gepasst haben.
Der Fernsehreporter blickte zwischenzeitlich auf seine Digitaluhr und seufzte laut, als bereute er es darauf geschaut zu haben. Er sagte dem jungen Journalisten, dass er noch einen wichtigen Termin habe und verabschiedete sich flĂŒchtig von ihm.
Carmela kehrte von der Toillette zurĂŒck, setzte sich wieder an den Tisch, ohne nach dem Reporter zu fragen.
Sie fuhr sich durch ihr langes schwarzes Haar und blickte dem jungen Mann direkt in die Augen.
„Weisst du, ich möchte wissen wie das ist, ich meine, unsterblich zu sein. Hast du nicht auch schon darĂŒber nachgedacht? Er muss sich so sehr danach gesehnt haben, sehr viel mehr, als es einer von uns geahnt hĂ€tte.“
Der junge Journalist starrte nachdenklich auf seinen leeren Teller, als wĂŒrde dort die Antwort auf alle Fragen zu finden sein. Plötzlich schien er einen Entschluss gefasst zu haben.
„Lass uns zur Stadtverwaltung fahren, und das Projekt aus nĂ€chster NĂ€he betrachten. Vielleicht verstehen wir dann besser, wie das alles geschehen konnte und wie es weitergehen soll. Und ich kann nebenbei einige Informationen fĂŒr meine Reportage sammeln.“ Er fiel in Carmelas jovialen Tonfall ein.
„Deine Reportage?“
„Ja, ich soll noch in dieser Woche einen Artikel ĂŒber das Projekt „Ewige Menschheit“ schreiben. Ich habe zusammen mit ihm daran gearbeitet, ich weiss, dass es ihm wichtig wĂ€re, dass dieser Artikel geschrieben wird.“
„Dann lass uns dahin fahren.“ Willigte Carmela rasch ein, irgendwie von neuem Tatendrang erfasst.
WĂ€hrend sie das CafĂ© verliessen, liessen sie ihre Blicke noch einmal ĂŒber die Stadt streifen, diese traurig-schöne HĂ€usermeer, in welchem sie sich fĂŒr immer verfangen hatten. Am Himmel hing eine giftige Dunstschicht, durch die einige wenige gleissende Sonnenstrahlen drangen.


7

Das Rathaus lag im Zentrum der Stadt, ein unscheinbares GebĂ€ude, das zu den Ă€ltesten der Stadt gehörte. Doch die Ă€ußere HĂŒlle tĂ€uschte ĂŒber das hochmoderne Innere hinweg, welches jeden Besucher einzuschĂŒchtern vermochte.
Als sie den Wagen verließen, begann Carmela zu zögern, sie fĂŒhlte sich offenkundig unwohl. Der junge Journalist sah sie fragend an, worauf hin sie zu sprechen begann.
„Ich glaube, es ist besser, wenn ich hier draußen auf dich warte. Ich weiß eigentlich gar nicht, was ich hier will.“
„Aber vorhin hast du doch noch selbst gesagt...“
„Ja, ich weiß.“ unterbrach sie ihn. „Ich weiß, was ich gesagt habe. Aber das ist einfach alles zuviel fĂŒr mich. Bitte, geh du allein dorthin, ich warte hier auf dich.“
Auch wenn der junge Journalist Carmelas Verhalten befremdlich fand, beschloss er doch, sie nicht weiter zu drÀngen und machte sich auf den Weg in das GebÀude. Vielleicht war es das GebÀude gewesen, dass Carmela ihren Mut genommen hatte.
Es gab hier eine Unzahl von GĂ€ngen, von deren WĂ€nde ein eigenartige metallener Schimmer ausging. Kleine MĂ€nnchen mit schwarzen AnzĂŒgen und auffallend bunten Krawatten huschten ĂŒber die Flure, fast ohne ein GerĂ€usch zu verursachen.
Schon nach kurzer Zeit war die erst frisch gewonnene Antriebskraft wieder von ihm gewichen und so taumelte er ziellos durch das Wirrwarr der GĂ€nge.
Ohne bewusst danach gesucht zu haben, erreichte er aber schließlich einen grĂ¶ĂŸeren Raum, tief im Inneren des GebĂ€udes, der offensichtlich ganz dem Projekt „Ewige Menschheit“ gewidmet war. Auf langen MetallbĂ€nken saßen hier die AnwĂ€rter fĂŒr die Aufnahme in das Projekt und warteten auf ihren Aufruf. In der Mitte des Raumes befand sich ein glĂ€serner Fahrstuhl, von dem aus man in den nĂ€chsten, unterhalb gelegenen Raum gelangte, in welchem dann die FormalitĂ€ten erledigt wurden.
Der junge Journalist sich zog eine Meldekarte aus dem Automaten und setzte sich auf eine der BÀnke. Im selben Augenblick wurde ein junges Ehepaar dazu aufgerufen, in den Fahrstuhl zu steigen. Die beiden jungen Leute sahen sich ein wenig irritiert im Raum um, als könnten sie es nicht glauben, dass man sie aufgerufen hatte.
In ihren Augen spiegelten sich Hoffnung und Angst zugleich. Angst wovor? Davor den Passierschein in die Ewigkeit zu erhalten, ohne zu wissen, ob die Ewigkeit sie ĂŒberhaupt wollte. Die Ewigkeit. Was war das eigentlich? Er wusste keine Antwort, vielleicht wĂŒrde es niemals wissen.
Und warum war er hier? Was hatte er vor? Wollte er etwa die Stadtverwaltung fĂŒr den Tod seines Freundes verantwortlich machen, war es sein Artikel, oder wollte er sogar selbst in das Projekt aufgenommen werden? Er dachte an das GesprĂ€ch, das er mit seinem Freund am Tage der PrĂ€sentation gefĂŒhrt hatte. Dachte an die Trauer und die Wut seines Freundes. Ja, vielleicht sollte er die Aufnahme in das Projekt beantragen, so wie die anderen Menschen hier es auch tun wĂŒrden. Über diese Möglichkeit hatte er bislang kaum nachgedacht.
Plötzlich kam der Aufruf fĂŒr ihn, in den Fahrstuhl zu steigen. NervositĂ€t ĂŒberkam ihn, er war noch nicht so weit, wie sollte er jetzt die richtige Entscheidung treffen.
Als er dann selbst im Fahrstuhl stand und durch die Glasscheiben die auf den BĂ€nken sitzenden Menschen sah, da konnte er den Zwiespalt der GefĂŒhle, den er bei dem jungen PĂ€rchen beobachtet hatte, nachvollziehen.
Der Fahrtstuhl fĂŒhrte in einen weiteren, tiefer gelegenen Raum, der ĂŒber keine weiteren AusgĂ€nge verfĂŒgte. Diese Tatsache irritierte den jungen Journalisten und löste ein GefĂŒhl der Panik bei ihm aus. Es war, als gebe es von diesem Punkt aus kein zurĂŒck mehr fĂŒr ihn.
Direkt vor ihm stand ein lĂ€nglicher Tisch, an dem drei Beamte der Stadtverwaltung, zwei MĂ€nner und eine Frau, saßen, die ihn mit durchdringenden Blicken musterten.
„Bitte nehmen Sie doch Platz.“ Sagte einer von ihnen.
„Wir haben uns Ihre Personalien bereits angesehen. Sie sind Journalist, nicht wahr?“
„Ja, das ist richtig.“
„Und Sie schreiben gerade an einem Artikel ĂŒber das Projekt „Ewige Menschheit“?“
„Ja, das stimmt.“
„Warum sind Sie denn dann zu uns gekommen? Wir haben doch eigens eine Presseabteilung zu diesem Zweck eingerichtet.“
„Wissen Sie, ich bin nicht nur wegen meines Artikels hier. Es ist eher etwas persönliches.“
„Aha. Sie beziehen sich wahrscheinlich dabei auf den Tod jenes anderen Journalisten, der sich vergangene Woche aus dem Fenster gestĂŒrzt hat?“ der Beamte sah bedeutungsvoll zu seinen Kollegen hinĂŒber, dann fixierte er seinen Blick erneut auf den jungen Journalisten.
„Wie kommt es, dass Sie darĂŒber Bescheid wissen.“
„Nun, es ist doch schließlich unsere Aufgabe, ĂŒber das Schicksal unserer MitbĂŒrger zu wachen, und der Tod ihres Freundes hat sehr viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen, mehr Aufmerksamkeit als uns ehrlich gesagt lieb sein kann. Es wurde sogar eine Demonstration fĂŒr heute angekĂŒndigt, das hat zwar nicht unmittelbar etwas mit besagtem Vorfall zu tun, doch gerade in dieser frĂŒhen Phase des Projektes sind derartige Unruhen innerhalb der Bevölkerung durchaus nicht wĂŒnschenswert.
Unter diesen Bedingungen ist es uns verstĂ€ndlicherweise nicht ohne weiteres möglich, Ihnen die Aufnahme in das Projekt „Ewige Menschheit“ zu ermöglichen!“
„Aber...mein Freund war bereits zu alt, um ĂŒberhaupt in das Projekt aufgenommen werden zu können. Es war eine Verzweifelungstat, sollten Sie nicht lieber einmal darĂŒber nachdenken, anstatt in uns eine Bedrohung fĂŒr ihr Projekt zu sehen?“
„Wir bedauern den Tod ihres Freundes zutiefst, aber fĂŒr persönliche GefĂŒhle ist bei unserer Arbeit nun einmal kein Platz. Dieses Projekt ist fĂŒr die Zukunft unserer Stadt, wenn nicht sogar der gesamten Menschheit von zu großer Bedeutung, um auf derartige Probleme RĂŒcksicht zu nehmen.“
„Sie verwehren mir also die Aufnahme in das Projekt „Ewige Menschheit“ und verweigern sich kritischen Fragen? Wie soll das Projekt dann je allen Menschen gerecht werden können?!“ langsam begann der junge Journalist seine ĂŒbliche ZurĂŒckhaltung aufzugeben.
„Vorerst wird es wohl so sein mĂŒssen. Außerdem sind wir fĂŒr Kritik durchaus offen, wenden Sie sich dazu an unsere Presseabteilung. Dennoch mĂŒssen Sie verstehen, dass Sie zur Zeit nicht fĂŒr eine Aufnahme in das Projekt in Frage kommen.“
Mit diesen Worten wandte sich der Beamte von dem jungen Journalisten ab und signalisierte ihm damit, dass das GesprÀch beendet war.
Der junge Journalist begab sich zurĂŒck zu dem Fahrstuhl und fuhr nach oben. Desillusioniert und noch verwirrter als zuvor schritt er durch das Gangsystem der Stadtverwaltung, die er insgeheim verfluchte. Diese Menschen spielten Gott, sie entschieden ĂŒber Leben und Tod, gewissermaßen hatten sie auch den Tod seines Freundes beschlossen. Und nun sollte auch ihm der Zugang zu einer ewigen Zukunft verwehrt bleiben. Hatte er bislang keinen allzu großen Wert darauf gelegt, so erschien es ihm jetzt als unertrĂ€glicher Verlust, es kam ihm vor, als wĂ€re er nicht mehr lĂ€nger Teil der Gesellschaft.
Kaum hatte er den Ausgang erreicht, da stĂŒrmte Carmela schon auf ihn zu, sie schien vollkommen aufgelöst zu sein. Dann bemerkte er die vielen Menschen, die sich vor dem GebĂ€ude der Stadtverwaltung versammelt hatten. Sie trugen bunte Transparente mit sich und einige hatten sich mit Stöcken und Stangen bewaffnet.
„Es ist eine Demonstration, sie kamen kurz nachdem du in das GebĂ€ude gegangen bist!“ rief Carmela ihm aufgeregt zu.
„Wogegen protestieren sie denn?“
„Es geht um das Projekt, es sind Menschen, die aus AltersgrĂŒnden nicht fĂŒr die Aufnahme in Frage kommen, sie fordern den sofortigen Stopp des Projektes.“
Noch wĂ€hrend sie sprachen waren sie vor das GebĂ€ude getreten und standen nun inmitten des Tumults. Überall sahen sie in zornige Gesichter, es war eine wogende Masse, die von einer unsichtbaren Macht gelenkt wurde. Von ĂŒberall her nĂ€herten sich bereits die stĂ€dtischen SicherheitskrĂ€fte, die fĂŒr ihre rabiate Vorgehensweise bekannt waren. Einer der Demonstranten war auf das GrĂŒnderdenkmal direkt vor dem GebĂ€ude geklettert und brĂŒllte von dort aus mittels eines Lautsprechers in die Menge hinein.
„Liebe BĂŒrger und BĂŒrgerinnen, wir haben uns hier versammelt, um gemeinsam gegen das Projekt „Ewige Menschheit“ zu protestieren. Hier soll eine neue Gesellschaft etabliert werden, und es ist die Stadtverwaltung, die darĂŒber entscheidet, wer zu dieser Gesellschaft gehören soll und wer nicht. Es ist fast so, als solle Darwins Evolutionstheorie in die Tat um gesetzt werden, getreu der Maxime „Survival of the fittest“, werden nur diejenigen begĂŒnstigt, die aufgrund ihrer Jugend und Kraft als geeignet erscheinen, wir, die wir diese Kriterien nicht mehr lĂ€nger erfĂŒllen geraten ins Hintertreffen und mĂŒssen mit ansehen, wie sich diese neue Gesellschaft herausformt, ohne dass wir darauf Einfluss nehmen könnten. Darum fordern wir einen sofortigen Stopp des Projektes „Ewige Menschheit“, welches massiv gegen unsere moralischen und ethischen Grundwerte verstĂ¶ĂŸt.“
Der Sprecher wurde mit einem tosendem Applaus gefeiert, der sich aber sofort in einen panischen Aufschrei wandelte, denn mittlerweile hatten es die SicherheitskrĂ€fte aufgegeben, die Menge der Demonstranten einzukreisen und waren dazu ĂŒbergegangen, direkt gegen sie vorzugehen.
Carmela und der junge Journalist hatten keine weitere Zeit zu verlieren, wollten sie nicht in den Strudel der Aggressionen gesaugt werden, der unweigerlich folgen wĂŒrde.
Irgendwie gelang es ihnen die Demonstration unbeschadet zu verlassen und zu dem Wagen zurĂŒckzukehren. Langsam fuhren sie davon, die zornerfĂŒllten Schreie der Demonstranten und die Sirenen der Stadtpolizei hinter sich lassend.
Es war nicht etwa so, dass die Demonstration ihre Wirkung verfehlt hĂ€tte, doch in einigen Tagen wĂŒrde kein Mensch mehr davon sprechen, dies war bereits bei frĂŒheren Gelegenheiten so gewesen. Das Projekt „Ewige Menschheit“ jedenfalls konnte auf diese Weise nicht gebremst werden. Vielmehr nahm das Interesse am Projekt noch zu. Immer mehr junge Menschen wurden in das Projekt aufgenommen und so begann sich das Gesicht der Stadt langsam aber sicher zu Ă€ndern. Auf den Straßen waren kaum noch Ă€ltere Menschen zu sehen, sie hatten sich in ihre Wohnungen zurĂŒckgezogen und damit begonnen, ihren eigenen Wert zu anzuzweifeln. Welche Rolle spielten sie denn noch in dieser Stadt? Wer wĂŒrde sich an sie erinnern?

















































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Lugh
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Jun 2002

Werke: 5
Kommentare: 16
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Morgen mikhan.

So, das ist dann wohl der vorletzte Teil. Ich hoffe, dass der Text auch ein schönes Ende bekommt. Falls dir nicht gleich etwas dafĂŒr einfĂ€llt, lass dir Zeit. Besser lĂ€nger darauf warten als es halb roh vorgesetzt zu bekommen.

Kritik:
Der Fernsehreporter verschwindet sehr schnell wieder. Vielleicht könntest du die Stelle so schreiben, dass die direkte Rede von ihm nur ein kurzer Ausschnitt des GesprÀchs ist.

„Dann lass uns dahin fahren.“ Willigte Carmela rasch ein, irgendwie von neuem Tatendrang erfasst.
„Dann lass uns dahin fahren“, willigte Carmela rasch ein, irgendwie von neuem Tatendrang erfasst.

... dieses traurig-schöne HĂ€usermeer, in welchem sie sich fĂŒr immer verfangen hatten.
Das passt nicht zusammen, man kann sich nicht in einem Meer verfangen, höchstens darin untergehen.

Am Himmel hing eine giftige Dunstschicht, durch die einige wenige gleissende Sonnenstrahlen drangen.
FĂŒr „einige wenige“ wĂŒrde dich meine Deutschlehrerin erschlagen. Außerdem klingt „giftige Dunstschicht“ wohl bedrohlicher, als es gemeint war. Ich wĂŒrde den ganzen Satz neu formulieren. Etwas von wegen „Sonnenstrahlen, die wie die Finger eines Engels durch die dichte Wolkenschicht brachen“. Du darfst natĂŒrlich auch weniger dick auftragen.

Abend.

__________________
Es gibt nichts sinnloses. Selbst wenn etwas scheinbar sinnlos ist, zeigt es durch seine Sinnlosigkeit doch den Kontrast zum Sinnvollen - und erhĂ€lt dadurch einen Sinn. GĂ€be es schließlich nichts sinnloses, wĂŒssten wir nicht was sinnvoll ist.

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