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Leselupe.de > Ungereimtes
Die xte Verletzung
Eingestellt am 17. 04. 2001 14:26


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Jasmin
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Die xte Verletzung

Verletzungen immer wieder
und immer das letzte Mal
und immer nie wieder
verbrennen deine Worte
die Haut auf meiner Seele
verglüht verdampft
Asche zu Asche
Staub zu Staub
immer wieder den Fehler suchend
bei mir
immer wieder dir verzeihend
dich erklärend dich begründend
doch gestern schlug die Stunde
die allerletzte
die Würfel sind gefallen
die Schlacht geschlagen
der Bruch endgültig
meine Augen wirst du
nie wieder sehen
und meine Stimme
nie wieder hören
aus den Augen
aus dem Sinn
mein Schwur dir gilt
Vater

__________________
Jasmin

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Marten Sallberg
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Das klagend-anklagende Ich hier macht einen stolzen Eindruck ...bis zur letzten Zeile, dann greift Wehmut und es bleibt Verbitterung, die den Stolz in Frage stellt.
__________________
M.S.:-)

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Yamiko
Guest
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hallo liebe jasmin

es ist schön dass du mal deine wut zum ausdruck bringst

deine miko

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Jasmin
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Wehmut

Die letzte Zeile besteht aus nur einem Wort - "Vater". Meinst du, dass dieses Wort Wehmut ausdrueckt und den Stolz bricht?
__________________
Jasmin

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Jasmin
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Wut

hallo liebe miko,

ja, es ist wut, bitterkeit, verzweiflung. ich hatte auch ein komisches gefuehl, als ich das postete, ist es doch sehr persoenlich und kunstlos.

uebrigens - ich kann ploetzlich nicht ueber icq antworten. keine ahnung, was los ist. ich bekomme deine mesgs, kann aber nicht anworten...

liebe gruesse


jasmin
__________________
Jasmin

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Marten Sallberg
Schriftsteller-Lehrling
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Liebe Jasmin,
ich kann ja bei einer wie auch immer gearteten Beurteilung zunächst nur von dem ausgehen, was da steht. Sieh das mal so ähnlich wie bei einem Luftballon und einer Stecknadel, die ihn zum Platzen bringt. Wenn Du die letzte Zeile so stehen lässt, allein das Wort "Vater", dann muss das als eine Art Zuspitzung des vorher Gesagten aufgefasst werden können. Und in dieser Zuspitzung sehe ich eben auch einen guten Schuss Wehmut, denn ein Wort wie "Vater" ist schon etwas Großes, Bedeutendes... Du kannst nicht immer davon ausgehen, dass Gedichte genau so gesehen werden, wie eine Verfasserin es vielleicht gefühlt hat. Wenn ich nachempfinden möchte, halte ich mich auch und grade an formale Aspekte bei der Konstitution eines möglichen Sinns.
Vielleicht fasst Du es ja nicht so sehr als Kritik auf als vielmehr eine Erhellung eines vielleicht unterbewusst gebliebenen Zusammenhangs.
__________________
M.S.:-)

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Jasmin
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Wehmut

Lieber Martin,

natuerlich musst du dich bei deiner Beurteilung auf den Text stuetzen.


<<Wenn Du die letzte Zeile so stehen lässt, allein das Wort "Vater", dann muss das als eine Art Zuspitzung des vorher Gesagten aufgefasst werden können. Und in dieser Zuspitzung sehe ich eben auch einen guten Schuss Wehmut, denn ein Wort wie "Vater" ist schon etwas Großes, Bedeutendes...>>

Eben diese letzte Zeile entstand "einfach" so und ich liess sie stehen. Deine Reaktion zeigt mir, dass du den Text sehr gut verstanden hast. Jetzt, wo ich ihn noch einmal lese, sehe ich genau das. Die Verletzung, die Wut, der daraus resultierende Wunsch nach endgueltiger Distanz...und dann dieses "Vater". Du hast recht, darin schwingt Wehmut...und fast schon wieder ein Brechen des Stolzes. Und auch eine Bewusstheit, dass man mit dem Vater nicht einfach Schluss machen kann, wie mit einer Beziehung zu einem anderen Mann...


<<Vielleicht fasst Du es ja nicht so sehr als Kritik auf als vielmehr eine Erhellung eines vielleicht unterbewusst gebliebenen Zusammenhangs.>>

Ja, genau so fasse ich es auf. Als eine Art von Psychoanalyse...

Danke.

Jasmin

__________________
Jasmin

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