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Leselupe.de > Ungereimtes
Du, Vollmond
Eingestellt am 19. 05. 2001 02:28


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peaches
???
Registriert: Apr 2001

Werke: 70
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Du stehst dort oben, voll und rund,
hörst manche Klage aus meinem Mund.
Ja du, du hörst mir immer zu
und doch lässt du mir meine Ruh.

Niemals werd`n wir uns verfehlen,
alles kann ich dir erzählen.
Du lässt meine Angst mich zähmen,
nichts wirst du mir übelnehmen.

Alles was ich sonst keinem sag
und alle Sorgen, die ich trag,
vertrau ich dir alleine an,
dir, dem ich immer trauen kann.

Du hast mich niemals ausgelacht,
du, der die Nacht zum Tage macht.
Alles was an des Menschen Seele nagt,
wer hat es dir nicht schon gesagt.

Du hältst mich nachts vom Schlafen ab,
am Tage fühl ich mich dann schlapp.
Trotzdem, böse kann ich dir nicht sein,
denn du, du lässt mich nie allein.

__________________
Phantasie ist wichtiger als Wissen!
(Albert Einstein)

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Prinz_und_Gloeckner
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Apr 2001

Werke: 5
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tragisch...

es handelt sich hier um ein
wahrhaft tragisches literarisches ich.

es spricht mit dem mond - und
unterliegt einem irrtum -
akustische datenuebertragung ist
im vakuum nicht moeglich, dazu
braucht man ein medium.
so kann der mond die klage
gut ertragen - und kann
auch nichts dazu sagen.
wie sollte er auch ausweichen?
von der gravitation auf seiner
bahn gehalten, ein lebloser
klumpen materie.
auch die sich zum freund zu
nehmen - tragisch fuer das
literarische ich.

ich sehe hier die tragik
der einsamkeit, des verlassenseins,
das macht mich etwas traurig...

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Bernd
Foren-Redakteur
Routinierter Autor

Registriert: Aug 2000

Werke: 2125
Kommentare: 10406
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Heute herrscht dort meist Vakuum, aber im Altertum, da konnte man noch mit Schwänen zum Mond fliegen und im Mittelalter mit Luftballons.

Sehr bemerkenswert, daß der Mond heute nicht mehr spricht.

Aber früher, da gab es tolle Dialoge.

Wie die Übertragung bei Werwölfen funktioniert und bei Somnambulen, weiß ich allerdings auch nicht.

Jedenfalls, auf mich hört der Mond. Ich habe ihn bei Vollmond gebeten, eine Warze von meiner Nase wegzunehmen, die da seit einigen Jahren vor sich hinwuchs, er hat mich erhört, und bis zum nächsten Neumond verschwand die Warze.

Was ich sagen will: Manchmal hört der Mond, und das ist keine Physik, sondern Magie der Poesie.

Viele Grüße von Bernd
__________________
Copy-Left, samisdada

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peaches
???
Registriert: Apr 2001

Werke: 70
Kommentare: 124
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Tja, wer weiss, vielleicht ist es ja manchmal auch besser, wenn der Mond all die Klagen nicht hören kann.
Andererseits, scheint er sie doch ab und zu zu hören und zu verstehen, aber vielleicht redet man sich dass auch nur ein, weil man es sich so wünscht...

gruss
peaches
__________________
Phantasie ist wichtiger als Wissen!
(Albert Einstein)

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leonie
Guest
Registriert: Not Yet

hallo peaches

Es gibt mehr zwischen Himmel und Erde als wir mit unseren Augen sehen können, manches sieht man nur mit dem Herzen, also kann es durchaus sein, daß der Mond alles versteht, nur er sagt nicht immer was dazu.
liebe grüsse leonie

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Prinz_und_Gloeckner
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Apr 2001

Werke: 5
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mit dem herzen sehen? ;o)

leonie,

den kleinen prinzen habe ich auch gelesen,
aber dass man mit dem herzen besonders
viel von seiner umwelt wahrnimmt, geschweige
denn etwas sieht, ist doch schierer unfug ;o)
verstehen und gefuehle verarbeiten ist nun
mal eindeutig im kopf angesiedelt,
dass das irgendwas mit dem herzen zu tun
hat, beruht natuerlich auf einem historischen
irrtum, den man leicht verzeihen kann, der
aber ebenso wie das maerchen vom spinat
heute nicht mehr zu rechtfertigen ist.
auch die lyrik sollte nicht in einem
historischen wahn steckenbleiben - nur
weil althergebrachte metaphern so
schoen klingen...

damit, dass es mehr dinge zwischen himmel
und erde existieren, als man sehen kann,
hast du natuerlich recht, fuer die gibt
es aber auch geeignete methoden der
wahrnehmung. das muss man heute nicht alles
im detail verstanden haben, aber wahrnehmen
kann man schon im prinzip fast alles.


wie romantisch man das alles auch sehen
mag, wer den mond zum (einzigen
vertrauenswuerdigen) freunde waehlt,
ist ganz schoen einsam, egal mit welchen
metaphern man das verklaeren mag, ich
denke, eher darum geht es...

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