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Leselupe.de > Erz├Ąhlungen
Eine Distel ist auch eine Rose
Eingestellt am 25. 11. 2003 15:34


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ScarlettMirro
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Nov 2003

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Eine Geste, ein Schwung. Ich kann hier sitzen in der Sonne und den Passanten zusehen, ohne das mir langweilig wird. Sie beobachten und beobachten. Blicke kreuzen sich und dann trennen sie sich, so als sei es ein Zufall, das sie einander begegnet waren. Jeder beobachtet jeden irgendwie. Und wir werden beobachtet, wir f├╝hlen die Blicke des Anderen auf der Haut und ihre Neugier. Die Blicke formen uns. Sie ma├čregeln uns. Sie zeichnen uns. Unser Verhalten wird in Blicken und durch Blicke codiert. Wir beobachten wohlwollend, kleinlich, zimperlich, ├Ąngstlich, neugierig, interessiert oder sogar gelangweilt. Ich beobachte so viel ich kann. Ich liebe es, den Menschen bei ihrem ewig Gleichen zuzusehen. Wie sie den Kaffeel├Âffel im Becher drehen, wie sie ein Salatblatt aufspie├čen und zum Mund f├╝hren oder wie sie ihr Ei ├Âffnen. Mich interessiert, ob sie dann die Zunge erwartungsvoll der Speise entgegenstrecken oder ob sie nur den Mund aufmachen und den Genu├č im geschlossenen Raum erkennen. Ich schaue ihnen zu, wenn sie sich unauff├Ąllig oder unbewu├čt kratzen, vielleicht nur die Haare zur Seite schieben. Kleine Gesten, die wir von uns vielleicht nicht kennen, die suche ich, ein zitternder Finger oder einzuckendes Auge. Wir wissen, da├č wir beobachtet werden, immer und ├╝berall. Manchmal wollen wir das, manchmal ist es uns unangenehm und oft auch peinlich.
Fotografieren ist auch ein Beobachten, Beobachten auf Zeit eben, eine fixierte Beobachtung f├╝r andere. Und die Perspektive des Ausl├Âsers ist preisgegeben, f├╝r alle anderen Beobachter. Mit einer Fotographie hole ich ein St├╝ck Vergangenheit in die Gegenwart und mache Ver├Ąnderung sichtbar und vergleichbar. Ab der Pubert├Ąt lernen wir, da├č es unschicklich ist, wenn wir Freude daran haben, uns zu pr├Ąsentieren. Wir d├╝rfen keinen voyeuristischen und auch keinen narzisstischen Spass an unseren oder fremden Fotografien haben, Fotos werden entweder aus beruflichen Gr├╝nden oder aus sozialen Anl├Ąssen geschossen, aber nicht zum Vergn├╝gen am Beobachten und am Beobachtet?Werden. Und doch suchen wir heimlich uns auf dem Papier, suchen das Bild, welches wir von uns geben, weil wir den Verlust der Au├čenperspektive immer und ├╝berall sp├╝ren. Die Lust an den Fotographien verlernt sich wie von selbst. Aber das Beobachten ist mir nicht vergangen, selbst, wenn ich im Fahrstuhl z├╝chtig den Blick wie alle anderen senke, mir schnell eine Ecke suche, die ich dann eingehend studiere. Doch auch in der Nische kann ich beobachten. "Zeigt her Eure F├╝├če, zeigt her Eure Schuh." Und die Hosenbeine sind so verschieden wie die Menschen, ein Fleck hier und eine B├╝gelfalte dort. In die Details versinken bis die T├╝r den Anla├č zum Weggehen und Wegsehen gibt.
Und all die Beobachtungen treiben ihre Geschichten voran, ein blauer Fleck im Gesicht einer Frau und gleich frage ich mich, weshalb sie bei diesem Idioten bleibt. Aber es kann auch alles anderes sein, vielleicht wirklich und ausnahmsweise ein Unfall, vielleicht ein Liebesakt mit h├Ąrteren Methoden, vielleicht haben sich auch beide gepr├╝gelt oder es war der Vater oder ein Fremder.
Eine Stiergipsfigur wanderte beim Nachbarn gegen├╝ber von Fenster zu Fenster, immer war das Zimmer dahinter leicht r├Âtlich erleuchtet und ein bestimmter Vorhang verdeckte das Fenster; die Uhrzeit war nicht von Bedeutung, so schien es. Schon ohne es zu wollen, suchte ich nach der Figur auf dem Fenstersims und ma├č die Dauer des Standortes. Die Beobachtungen treiben ihre Geschichten selbst, und die Geschichten sind launisch wie das Wetter - in mir. Beobachten, was Andere nicht sehen k├Ânnen, aus meiner Perspektive sehen. Und die Welt ├Âffnet sich in meinem Sehen immer wieder neu. Den ganzen Tag kann ich so sitzen, die Beine ├╝bereinander geschlagen, die Sonnenbrille auf, in einigem Abstand das Buch auf dem Tisch und einfach nur so gucken und beobachten. Mich selbst beobachten, meine Gedanken beobachten, w├Ąhrend ich Andere beobachte und daran wie an einer Lust ertrinken. Vielleicht darauf achten, welche Geste mich gerade erwischt, wie ich die Haare aus dem Gesicht fische und mich dann fragee, wie das wohl aussieht von au├čen. Dieses Au├čen, das es nur bei den Anderen gibt, nie aber f├╝r mich. Dieses Au├čen, das ich bei Anderen sehen kann, bei mir kann ich es ahnen, vielleicht f├╝hlen. Ein Au├čen erfahren.
Ich sortiere mich, wenn ich so sitze und beobachte, ich sortiere meine Handlungen, teile sie analytisch meinen Beobachtungen zu, r├╝hre bedacht den Kaffee und pr├╝fe mein ├äu├čeres in seinen Details, nichts bleibt ungesehen, und ich schaue mich um, verliebe mich fast in mein Umfeld und stecke alle nur denkbaren Beobachtungsfelder ab. Nicht nur die Menschen, sondern auch Tiere und Bilder fange ich ein, der Geruch von der Hecke an der rechten Ecke und die Jalousie dort hinten im Haus, halb ge├Âffnet, nicht ganz zu, ich sortiere meinen Blick. Was verbirgt sich noch? Was kann ich nicht sehen, riechen, schmecken oder sp├╝ren? Wie ist die Farbe des Gl├╝cks, wenn die Kinder sich von der Hand reissen und lachen? Wie f├╝hlt sich die Furcht an, wenn der Wind aufzieht und weht, w├Ąhrend ich hier sitze und schaue, in das Leben der Anderen hineinschaue. Ich will sehen, was dahinter ist, hinter die Nacktheit m├Âchte ich sehen, nicht die Nacktheit selbst, die ist bei allen gleich. Ein anderes Innen um meine Nicht?Au├čen zu verstehen.

Das konnte ich mit ihr auch gut. Fr├Âhliches Leben leben. Vielleicht dabei einen Tee trinken, oder auch nicht. Manchmal haben wir nur so gesessen und Heringssalat zum Fr├╝hst├╝ck gegessen. Aber lustig war es mit ihr. Meine beste Freundin. Frauen haben immer eine beste Freundin, selten keine oder zwei. Eine beste Freundin ist das Gewissen, das alles weiss und alles kennt und auch alles versteht. Und am Ende der Freundschaft ist sie auch die, die zur besten Feindin wird. Das passiert nicht, weil man die Absicht hat, den geliebt Menschen zu verletzen. Man will ihr doch nur verstehen helfen, man kennt sie doch so gut. Und Verstehen war am sch├Ânsten mit ihr.
Diese mandelf├Ârmigen gro├čen Augen passten so gar nicht zu diesem heimlich vampirartigen Charakter; sie machten sie so treuherzig und lieb. Lieb war an ihr nichts, liebenswert sehr viel. Definiere mehr von nichts! Wenn wir irgendwo in einem der Stra├čencaf├ęs sa├čen ? so wie ich jetzt ?, dann lie├čen wir die Geschichten der Passanten treiben, wir erfanden den Streitgegenstand des Paares an der Stra├čenecke, oder dachten uns einen Monolog aus, den die alte Frau ihrem Hund erz├Ąhlten k├Ânnte. Manchmal schrieben wir die Geschichten auch auf oder verbanden sie miteinander. Sie war lustig. Ich habe sie solange geliebt, bis ich mir ihren Frohsinn und Optimismus abgeguckt hatte. Das war Madita, meine beste Freundin. Madita war von allem genau das Gegenteil von mir; sie hatte alles, was mir fehlte und ich ersetzte ihren Teil, der ihr fehlte. Ich hatte keine Ahnung davon, dass wir uns nur gespiegelt hatten, und dass jeder in jedem Anderen nur sucht, was er bei sich nicht sehen wollte oder konnte. Ich wusste das damals nicht. Sie auch nicht. Madita war eine starke Frau, belesen und gebildet. In der "Familienbibliothek" - so nannte sie die -, gab es zu jedem Thema mindestens ein Buch und immer, wenn sie Lust hatte, konnte sie sich irgendein Buch ausleihen; es gab sogar ein Buch mit dem Titel "Tantra - die vergessene Liebeskunst", enthalten waren verschiedene komische Stellungen, von denen ich nicht mal heute alle ausprobieren w├╝rde. Sie wusste auch zu allem etwas, sie wusste zumindest, dass es da ein Buch zu gab. Bei uns gab es keine B├╝cher. "Schliesslich gibt es Stadtbibliotheken!", hatte mir meine Mutter gesagt. Wozu sollte ich auch so viel lesen wollen, es ist Zeitverschwendung, denn man liest schon in der Schule so viel. Und dabei gab es wichtigeres, als sich mit irgendeiner Figur zu besch├Ąftigen, die Momo hie├č und real nicht mal existierte. Ich hielt diese Familienbibliothek f├╝r eine wundersame Ausnahme und fand, dass Madita viel Gl├╝ck hatte, als sie in diese Familie geboren worden war. Aber auch zu dem Thema fand Madita schnell das passende Buch: Aus dem ging hervor, da├č wir uns unsere Familien selbst w├Ąhlen, irgendwann zwischen Tod und Geburt oder Wiedergeburt. Ich habe nicht gew├Ąhlt, mich hat niemand gefragt, sonst h├Ątte ich mir selbst schon mehr Zielstrebigkeit und eine Talent mitgew├╝nscht.
Ich hatte Lust zu lesen, denn eigentlich wird in diesen Geschichten beschrieben, was jemand anders - wie der Autor - vielleicht beobachtet hatte. Und ich mochte B├╝cher, weil K├╝nstler sich trauen zu schreiben, was Andere nicht denken m├Âchten; sie k├Ânnen sehr gut beobachten. Alle K├╝nstler m├╝ssen diese Lust f├╝hlen, wenn sie beobachten, sonst w├Ąren sie nicht so gut darin. Ich lieh mir viele B├╝cher aus der Familienbibliothek aus, meine Mutter merkte es nie. Mist.
- "Ja, nat├╝rlich! Ich sitze hier und arbeite daran!" (...) "Nein, ich arbeite daran, das sagte ich doch schon!" und du st├Ârst mich in meinen Gedanken. "Wenn ich nicht damit fertig werde, rufe ich dich wieder an! Beruhigt dich das!?"; ich habe einfach jetzt noch keine Lust, aber wie soll ich ihm das erkl├Ąren. Ich will meine Beine schaukeln, hin und her wippen und warten, ob sich etwas ver├Ąndert, etwas, was sich sonst noch nicht ver├Ąndert hat. Nein, so etwas kann es ja nicht geben, nicht in seiner Welt! "H├Âr zu, wenn du mir nicht vertraust, dann mach es doch selbst! Ich muss es nicht machen!", heute will ich auch nicht. "Gut, dann hole es dir morgen ab, ich lass es liegen!", h├Ątte er mir auch eher sagen k├Ânnen. Wenn ich mich da wieder reingekniet h├Ątte, dann w├╝rde ich mich jetzt ma├člos ├Ąrgern.
Ob Madita das auch passiert w├Ąre? Wahrscheinlich nicht, sie war so intelligent und sie konnte so einfach entscheiden, was sie wollte. Sie gebrauchte keine Ausfl├╝chte, zumindest nicht vor mir; sie war nicht lieb.
Andere kann man selten in dem Moment beobachten, da sie ihre Sch├Ânheit freiwillig zeigen. Meistens laufen, stolzieren, gehen, schleichen oder hasten sie an uns vorbei und haben dieses Nichts im Gesicht. Ein Mensch auf der Stra├če, der auff├Ąllt, weil er sch├Ân ist, der tr├Ągt seine Gedanken im Gesicht, oder er tr├Ągt eine Idee, einen Wunsch auf den Lippen, oder er l├Ąchelt ├╝ber einen Witz, ├╝ber eine Geschichte oder ├╝ber eine Beobachtung. Unsere Gesichter sind im Moment der Bewegung von einem Punkt zum anderen oft ausdruckslos und h├Ąsslich leer. Ich sitze hier und sehe mir die Leute an, alle; die Kleinen auf dem Scho├č oder neben ihren M├╝ttern, die Gro├čen in ihren Cliquen, die M├Ąnner mit Vollbart, mit vorgeschobener Brust, mit h├Ąngenden Schultern, mit kahlen K├Âpfen und scheinschwangeren B├Ąuchen, die Frauen mit ihrem gebeugten Kreuz, mit den geschminkten Gesichtern und der perfekten Kleidung, mit ihren dicken und d├╝nnen und langen und nackten wie bedeckten Beinen, mit den kurzen und den langen, den grauen und gef├Ąrbten Haaren. Ich kriege nicht genug davon, ich kann es nicht lassen. Und immer mu├č ich es kommentieren; es am├╝siert mich, was ich sehe, es macht mich traurig, was ich sehe. Aber ich kann es nicht lassen. Es gibt immer wieder etwas Anderes, Fremdes, Neuartiges und dann stecke ich in den Beobachtungen drin, und sie treiben Geschichten aus. Es sind meine Geschichten, sie geh├Âren mir. Fr├╝her haben wir sie geteilt; oh und ich werde diese Geister nicht mehr los. Madita?
Oft kann ich das auch nicht mehr machen, hier sitzen und einen Kaffee trinken - ich trinke keinen Tee mehr - und mir die Menschen ansehen. Meine Kinder m├╝ssen versorgt werden; wenn sie aus der Schule kommen, muss vorher kocht sein. Nein, da bleibt nicht viel Zeit. Ich muss arbeiten, ein bisschen zumindest. Ist ja auch nur einen Halbtagsbesch├Ąftigung. F├╝r die Abwechslung. Ich mache auch nichts besonderes. Madita w├Ąre bestimmt sehr viel erfolgreicher geworden, egal was sie gelernt h├Ątte, sie w├Ąre einfach gut darin gewesen. Ich glaube, sie h├Ątte studiert, nun, sie h├Ątte es m├╝ssen bei den vielen B├╝chern, wahrscheinlich etwas schweres wie Betriebswirtschaft mit Spanisch und was Kreatives wie Jounarlismus; sie h├Ątte einen Weg gefunden, da├č sinnvoll zu einem Beruf zusammenzuschmelzen und schon damit w├Ąhrend des Studiums richtig Geld zu verdienen. Schon ihre Eltern hatten studiert und waren gebildet. Das f├Ąrbt ab. Madita hatte sich Kinder gew├╝nscht, eine kleine Kolonne, die dann mit ihr vorne weg durch die Stra├čen gezogen w├Ąre, w├Ąhrend sie Geschichten erz├Ąhlte. Sie h├Ątte wahrscheinlich auch noch geschrieben. Wir sprachen oft dar├╝ber, was wir machen wollten, wenn wir erwachsen w├Ąren. Madita, h├Ąttest du dir deinen Traum erf├╝llt? Bestimmt. Du bist immer so weit weg. Neulich erst habe ich sie besucht, und da war dann wieder dieses bedrohliche Schweigen, ganz so, als sei die Zeit verloren. Aber ich kann doch nichts daf├╝r. Und du bleibst stumm. Lachen war auch am sch├Ânsten mit ihr. Der Volksmund sagt, dass es f├╝r alles eine Zeit g├Ąbe. Die f├╝r unsere Freundschaft ist abgelaufen, vor langer Zeit. Unsere Freundschaft hat gedauert von bis. Aber das es so endete!? Ich wusste das nicht, sonst h├Ątte ich dar├╝ber noch mal gesprochen. In der Schule haben wir gelernt, dass man Geschichten anders enden lassen kann, so wie einen Alptraum, der einen nachts nicht schlafen l├Ąsst! Meine J├╝ngste hat noch letzte Nacht von M├Âhrensaft getr├Ąumt, den sie nicht trinken d├╝rfe, weil ein anderes M├Ądchen es verboten hatte; ich hatte es ihr erlaubt und so konnte sie weiterschlafen. Ich w├╝rde dir gerne diese Erfahrungen mit meinen Kindern geben, wenn man Erfahrungen verleihen k├Ânnte.
- "Ich w├╝rde lieber zahlen, bitte!", ich mu├č gehen, sonst werde ich melancholisch. "Nein, ich habe das passend. Hmm!" "Ja, behalten Sie den Rest. Bitte."
Nein, das sollte ich lieber nicht liegen lassen, er erschl├Ągt mich, wenn ich das Handy schon wieder vergesse. Muss ja auch nicht alles wissen. Ich faule T├╝te. Eigentlich ist es ja egal, ob er weiss, dass ich hier gesessen habe oder nicht!
Ich bedaure, dass er sie ├╝berhaupt nicht kennengelernt hat, ich meine, er hatte keine Chance. An ihr konnte man immer so sch├Ân messen, wie ernst die Absichten eines Mannes waren. Sie hatte stets behauptet, dass sie jeden haben k├Ânne; sie war eben nicht lieb. Eigentlich kann jede Frau jeden Mann haben, wenn sie es drauf anlegte. Erstens sind Frauen das Geschlecht der h├Ąsslichen Entleins und haben damit die Kraft, aus sich Schw├Ąne hervorzulocken. M├Ąnnern gelingt dies wesentlich seltener. Zweitens sind M├Ąnner auch das Geschlecht, dass eben zuerst auf den Busen schaut, bevor das Gesicht ├╝berhaupt interessant genug wird. Dadurch ist drittens gew├Ąhrleistet, dass eine Frau durch Nutzung eben jener Reize an ihr Ziel gelangt. Madita kannte diese drei Regeln. Schon der Volksmund behauptet, dass ein Mann nichts daf├╝r k├Ânne, wenn er mal bei einer fremden Frau schwach w├╝rde, da Sex bei ihm eben ├Ąusserlich sei. Und bei Frauen sei fremder Verkehr verwerflich, weil bei Frauen alles in die Tiefe reiche, eben so wie ihr Geschlechtsorgan! Mir ist das gesagt worden, als mein erster Liebhaber mit Madita im Bett gelandet war. Wie sollte ich ihr b├Âse sein, sie mochte zuf├Ąllig die gleichen M├Ąnner wie ich, aber es war mein erster, und er wusste nichts von den drei Regeln. Madita und ich haben ausf├╝hrlich ├╝ber dieses Problem diskutiert, haben es ganz in fraulicher Manier er├Ârtert, bei einer Tasse Tee in einem Caf├ę einen und noch einen Nachmittag lang. Mein Erster war der Ansicht, dass selbst eine Entschuldigung unangebracht war, weil es f├╝r ihn nicht wichtig war. F├╝r ihn war das nicht so bedeutsam, und ich sollte daran nicht markieren, was er f├╝r mich empf├Ąnde oder nicht; wir redeten nicht mehr weiter dar├╝ber, ich beendete die Beziehung und heulte mich bei Madita aus. Madita hatte mir zumindest vorher gesagt, dass sie schwach werden k├Ânnte, wenn die Gelegenheit es erlaubt. Und sie war ehrlich gewesen. Er nicht, denn er hat sie danach noch regelm├Ą├čig aufgesucht. Madita band sich nicht an einen Mann, sie wollte ihre jugendliche Freiheit genie├čen. "Sp├Ąter lass ich mir diesen Ring verpassen, der schon f├╝r sich das Gef├Ąngnis ist. Dann ist auch die Zeit f├╝r Kinder und die Zeit f├╝r Treue, aber nicht jetzt. Ich bin noch nicht gefangen, ich bin frei."
Ein spr├╝hende energiereiche Kombination ist es, wenn man jung und frei ist; die Fehler gehen noch m├╝helos von der Hand, ebenso wie un├╝berlegte Worte und ├╝berlegene Meinungen. F├╝r Madita war das Leben die Gegenwart, und in der Zukunft hingen die Tr├Ąume wie bunte Bonbons am Himmel.
Dabei gibt es f├╝r jeden Menschen so einen heimlichen Plan, dem er folgt, jede Generation hat seinen Plan. Ein Plan als roter Faden gibt den Weg vor, weshalb man seine Zeit mit Einkaufen im Supermarkt vertut, oder ob man diesen Einkauf auch an seine Haushaltskraft delegieren kann. Und doch ist der Plan immerzu eine ├ťberraschung, immer wieder steht man an einem Punkt in seinem Leben, und wundert sich, dass es zum einen so weit von der gew├╝nschten oder nur vorgestellten Lebenslinie weg ist und dass es zum anderen ├╝berhaupt dazu gekommen war, dass man an diesem Punkt nun selbst steht. Es gibt Dinge, die kann ich nicht mehr erreichen, selbst wenn ich mich noch so sehr bem├╝he. Ich w├╝rde gerne Klavier spielen k├Ânnen, doch mir fehlt die Zeit und ich werde ├Ąlter. Wenn ich so alt bin, da├č ich wieder mehr Zeit haben werde, dann kann ich das Handwerk vielleicht noch lernen, nicht aber das Gef├╝hl f├╝r die Musik. Vielleicht ist das der Grund, weshalb wir dazu neigen, unseren Kindern aufzuzwingen, was wir vers├Ąumten. Ja, das w├Ąre ein m├Âglicher Grund daf├╝r. Und siehe, sie sind undankbar. Sie wollen nicht. Sie beklagen sich. Und sie machen tats├Ąchlich die gleichen dummen Fehler, welch eine Zeitverschwendung. Madita, auch diese Erfahrung w├╝rde ich dir gerne schenken.
Ebenso ist unser Umgang miteinander, Zeitverschwendung. Ich m├Âchte am liebsten nicht mehr umgehen. Investitionen in Freundschaften haben sich nur als junger Mensch wirklich gelohnt, alles danach war Zeitverschwendung und Entt├Ąuschung. Als Jugendliche habe ich noch an die Freundschaft geglaubt, habe sie gelebt und dachte, ich w├╝rde einiges opfern, f├╝r einen Freund. Mit den Jahren wurden die Bekanntschaften immer oberfl├Ąchlicher und flachten letztlich so ab, da├č jegliche Freundschaft, die doch durch dick und d├╝nn gehen soll, sp├Ątestens bei mitteld├╝nn verloren ist. Geblieben sind oft nur Zweckfreundschaften, die sich aufl├Âsen, sobald man eine bestimmte B├╝hne verl├Ą├čt oder eine andere betritt. Entweder man erh├Ąlt sich eine Jugendfreundschaft oder es ist schwer, eine einigerma├čen interessante Beziehung aufrecht zu erhalten. Madita lernte ich fr├╝h genug kennen; wir hatten die Kraft f├╝r eine dauerhafte und ganz gro├če Freundschaft. Ich wu├čte schon damals, da├č ich ehrlich meinte, jederzeit f├╝r sie da zu sein, wann auch immer sie mich einmal brauchen sollte. Noch heute denke ich oft zur├╝ck und w├╝nschte, einiges von dem Gesagten nicht gesagt zu haben. Aber im Grunde ist es gleichg├╝ltig, denn die Schule war aus und wir hatten unterschiedliche Wege eingeschlagen. Wir haben versucht, unser ?Uns? aufrecht zu erhalten, was viel Zeit gekostet hatte. Schwierig war schon, da├č ich einen Beruf aus├╝ben wollte, der sich die Freizeit der Anderen als Einnahmequelle dienlich machte. Arbeiten, wenn die Freunde frei haben. Und sie. Sie ging ins Ausland, sie wollte vor dem Studium ihr Franz├Âsisch verbessern und nebenbei etwas Geld verdienen.
Und dann war er gekommen, ihr Superheld. Alles hatte sich ver├Ąndert. Es war nicht viel, aber es war ein d├╝nner Hauch, eine leichte Akzentverschiebung, die schon seine Sprache mitbrachte. Er war der erste, der mir auch gefiel. Ja. Er war ein arroganter Idiot und Draufg├Ąnger, aber er war witzig und charmant. Und er war im h├Âchsten Ma├če eifers├╝chtig. Als sie zur├╝ck kam, hatte sich ihre Aussprache perfektioniert und ihr Denken hatte das Franz├Âsische schon stark angenommen. Sie begann ein Studium der Sprache; an ihre F├Ącher kann ich mich nicht mehr erinnern. Er kam nach Deutschland, er kam zu ihr; er zog in ihr Leben ein und bezeichnete es als sein Quartier. Sie lie├č sich nach und nach immer deutlicher und f├╝hlbarer einschr├Ąnken. Schlie├člich war sie ihm das schuldig, er hatte alles f├╝r sie zur├╝ck gelassen und aufgegeben, selbst wenn er nicht mal ihre Sprache lernen wollte. Wer hatte gedacht, da├č sie f├╝r ihn auch das Studium als letzte Insel des Freiraums aufgibt? Unser "Uns" war das erste, was sie aufgegeben hatte. Ich hatte noch einen Kampf geschlagen, aber die Schlacht habe ich verloren. Versucht habe ich ihr zu beweisen, da├č dieser Mann nichts ist, worauf sie wert legen sollte. Doch sie erinnerte sich nicht daran, wie sie mir die Augen ge├Âffnet hatte, damals, bei meinem ersten. Sie war so verletzt. Sie hatte auch ausdr├╝cklich gesagt, da├č sie ihn nicht teilen werde, und wenn ich ihn mir n├Ąhme, dann w├╝├čte sie nicht, was sie t├Ąte. Sie hatte sich nicht getraut, zu sagen, was sie dann tun wollte. Ich war erfolgreich und sagte es ihr, bei einer Tasse Tee im Caf├ę. Wir stritten uns, aber wir machten keine Szene. Wir hatte tr├Ąnennasse Gesichter. Wir trennten uns mit Hoffnung. Aber wir telefonierten nur noch selten, es fehlte vielleicht auch an Zeit.
Ihr Studium vernachl├Ąssigte sie, und sie zog zu ihm. Beides ging sehr schnell. Manchmal klingelte das Telefon und er war dran. Jedesmal wollte er wissen, ob ich allein sei und Lust h├Ątte auf seine Gesellschaft. Schlie├člich sprach ich ja auch etwas franz├Âsisch, wenn kannte er denn auch sonst schon. Er war zwar eifers├╝chtig auf jeden Mann, der kurz zu Madita sah, aber er selbst hatte f├╝r sich keine Probleme damit. Madita hielt es f├╝r ein Zeichen der Liebe, da├č er eifers├╝chtig war. Sie kokettierte anfangs damit. Ich habe seitdem dem Gef├╝hl der Eifersucht misstraut. Wenn ein Mann eifers├╝chtig wird, dann handelt es sich nur um das Gef├╝hl von Angst vor Besitzesverlust. Ich bin kein Besitz. Und wenn ein Mann liebt, dann auch den Wunsch auf Freiraum. Aber das kriegt man nicht mit einem Mann zusammen. Ich habe das aufgegeben. Nur Eifersucht akzeptiere ich nicht als Liebesbeweis. Fehlende Eifersucht kann ist nach so einer Rechnung Ignoranz statt Toleranz? Madita machten seine kleinen Amor├Âsit├Ąten nichts weiter aus, sie war bei mir nur verletzt. Er war fies, wenn sie sich stritten, war ich die Waffe, die er auf sie richtete. Madita meldete sich nicht mehr. Sie glaubte mir nicht, nicht ein einziges Wort. Ich hatte verloren, ich hatte sie verloren in dem Kampf. Zuletzt blieb sie ganz in der Wohnung, ging kaum noch weg, fuhr h├Âchstens einkaufen, damit sie ihm kochen konnte. Zu der Zeit schlo├č ich meine Ausbildung ab; ich war nicht so gebildet wie Madita, aber ich schaffte die Lehre. Sie hatte aufgeh├Ârt zu schreiben und zu lesen. Sie hatte mit ziemlich allem aufgeh├Ârt, au├čer mit ihm. Wir sprachen ├╝berhaupt nicht mehr miteinander, selbst seine Offstimme blieb aus. Ich arbeitete dann an meinem Beruf, ich arbeitete daran, mehr als nur Tellertaxi zu sein. Frankreich mied ich, obwohl ich durch ihn besser franz├Âsisch als englisch sprechen konnte, also fuhr ich nach Spanien und lernte diese Sprache, diese K├╝che und diese Welt. Ich blieb und schickte Karten, ich blieb l├Ąnger und schickte mal einen Brief; alles blieb unbeantwortet, dennoch bildete ich mir dann und wann ein, wir seien noch immer so gute Freunde, nichts k├Ânnte "uns" trennen. Aber wenn schon gen├╝gend r├Ąumlicher Abstand gewachsen ist, dann drehen sich die Gedanken um andere Dinge und ich wusste nicht, ob ich nicht einfach f├╝r immer in Spanien bleiben sollte. Deutschland war kalt und fremd.
Damit ich einen kleinen Kontakt nach Deutschland behielt, kaufte ich mir am Touristikstand t├Ąglich eine Zeitung aus Deutschland. Aus Neugier und Langeweile habe ich mir angew├Âhnt, die Todes- und Geburtsanzeigen zu lesen. Ich bl├Ątterte eben gerne durch die Tageszeitung, weil ich dann zumindest gebildet aussah. Kann man sich Bildung aneignen? Unser Plan steht irgendwo geschrieben und in meinem sah niemand vor, da├č ich gef├Ârdert werden m├╝├čte, da├č ich die Ballettschule besuchen sollte, da├č ich eine ber├╝hmte Bildhauerin werden sollte, da├č ich Professorin oder auch nur ├ärztin werden sollte, auch kein Klavier war vorgesehen. Irgendwie hatte ich eben nur den Plan des ganz normalen, des durchschnittlichen und des einfachen. Von mir gibt es mehr, als von jenen, die Bildhauerin, Schauspielerin oder Professorin werden. Von mir gibt es so viele, da├č sie auf den Stra├čen alle gleich gelangweilt aussehen. Zumindest hat mir mein Plan eine Ausbildung geg├Ânnt, die ich sogar geschafft habe. Mein Plan hatte mir noch ein Jahr Spanienaufenthalt und Lebenserfahrungen in einem fremden Land beschert. Dann hat der Plan mir noch Kinder und ein bi├čchen "Zuschauen" gegeben. Allerdings kamen die Kinder etwas fr├╝her als ich mit meiner beruflichen Laufbahn fertig war; so gesehen war mein Plan vor mir mit dem Planen der beruflichen Laufbahn fertig. Ich hatte gedacht, da├č ich noch ein bi├čchen zur See fahre, und da├č ich danach nach Deutschland zur├╝ckkehre und zur Schule gehe, um mich weiter zu bilden und dann eine Managert├Ątigkeit im gastronomischen Bereich anstreben kann. Aber ich hatte abbrechen m├╝ssen. Mein Plan kreuzte sich mit dem Plan, der in einem gr├Â├čeren Zusammenhang zu stehen scheint. Als ich meinen Mann kennenlernte, war das zu einer Zeit, da ich Hilfe brauchte, ich war so einsam und so allein, so verletzlich und ungesch├╝tzt. Nur wegen Madita und weil sie dem ?Uns? keine Chance mehr gegeben hatte.
Der Winter kommt dieses Jahr etwas zu fr├╝h, das Laub h├Ąngt noch Gr├╝nbraun in den Zweigen und der Schnee liegt obenauf. Der Schnee vertreibt die Wilde und das W├╝ste des Herbstwindes, z├Ąhmt den Wind und macht ihn k├Ąlter. Die schneevermatschten Bl├Ątter dreht der Wind nicht in kleinen Wirbeln ├╝ber den Platz; kleine dreckige Bl├Ątterkn├Ąule liegen an den Stra├čenr├Ąndern und hier und da an den Wiesen. Wenn doch jetzt noch Krokuse durch die Erde br├Ąchen, oder schon die ersten Schneeglocken. Wenn der Fr├╝hling so fr├╝h k├Ąme, dann k├Ânnten wir Weihnachten Ostereier f├Ąrben. Jesus w├Ąre gestorben, bevor seine Geburt zu feiern sei. Madita ist auch Ostern gestorben; ich habe es in der Tageszeitung gefunden. Niemand rief mich an, weder ihre Familie noch er. Ich war ja auch nicht da, ich arbeitete in der spanischen Fr├╝hjahrssonne. Ich wu├čte nicht, ob ich hin sollte. F├╝r sie? Sie hatte mich nicht mehr sprechen und nicht mehr sehen wollen. Sie hatte mir nicht mehr geglaubt. Sie hatte auch an ?uns? nicht geglaubt. Sollte ich trotzdem hingehen? Er w├╝rde es wieder als Chance sehen, er w├╝rde mich nicht lassen k├Ânnen. Und ich, ich machte ihn verantwortlich. Wieso war sie gestorben? Lange dachte ich dar├╝ber nach, weil ich nicht wu├čte, was passiert sein k├Ânnte. Ich kannte sie so gut, sie hatte so viel Lust am Leben gehabt. Endg├╝ltig war ich allein. Die Hoffnung war jetzt begraben. Und, sollte ich nicht doch hingehen? Ihr die letzte Ehre erweisen? Sie sehen und erfahren, was ihr angetan wurde, wollte ich dringlich. Ich trug Trauer; ihr Halstuch und ihr Parfum, die Haare lie├č ich mir abschneiden, ganz kurz. Nein, kein schwarz, sie liebte die Sonne und gelb, ich zog ein gelbes Kost├╝m an, ein schwarzes Tuch trug ich bei mir. In meinem Herzen war alles so kalt und finster, die Tr├Ąnen kamen von woanders. Nach einem Jahr kehrte ich also schon wieder zur├╝ck nach Deutschland, der Grund meiner Abreise war der meiner Ankunft. Ich f├╝gte mich dem. Deutschland hatte anders ausgesehen, als ich wieder einreiste. Es war dunkler, hatte viele Schattierungen, die ich von den spanischen Inseln nicht kannte. Die Menschen sahen alle anders aus; bunter waren sie, nicht von der Kleidung, sondern viel mehr von ihren Formen. Deutschland ist ein buntes Volk, ich hatte das vorher nur geahnt. Jetzt wusste ich es genau, alle sehen einander anders aus; ├Ąhnlich m├╝sste es in Amerika sein.
Ich ging zur Trauerfeier, begr├╝sste die Familie. Tats├Ąchlich, er war auch da. Sie war bei ihm geblieben. Meine Neigung, ich beobachte die Trauergemeinde und vergesse, da├č ich ein teil von ihr bin. Ich will nicht dazu geh├Âren; ich h├Ątte sie nicht sterben lassen. Alle tragen Schwarz; schwarze Str├╝mpfe, schwarze Schleier, schwarze Schuhe. Es tropft aus meinem Gesicht. Der Pfarrer erz├Ąhlt eine traurige Geschichte von einer Frau, die zu jung starb, weil sie nicht essen wollte. Suppenkasper. Seine Kleidung ist auch schwarz. Der Krokus und die Schneegl├Âckchen bl├╝hen schon ├╝berall, die Erde ist nass und aufgew├╝hlt. Macht sie sich Gedanken? So wie ich? Ich werde fast irr, er erz├Ąhlt doch L├╝gen. "Woran ist sie gestorben?" ich hatte ungl├Ąubig ihn gefragt, in franz├Âsisch; und wie m├╝helos das klappte, allerdings hatte ich ein verr├Ąterisch spanisches R in der Aussprache, Akzentverschiebung. "Magersucht!?" Seine fast schon lakonische Antwort quittierte ich mit mehr Unglauben. "Madita hat sich zu Tode gehungert, seit Jahren schon? Ich kann es nicht glauben?" Warum hatte ich das nicht gewusst? War ich so blind f├╝r ihre Sorgen und Probleme? Sie konnte doch immer zu mir kommen? Es gab nichts, wovor sie sich h├Ątte sch├Ąmen m├╝ssen! Nichts, weswegen ich sie nicht getragen h├Ątte! Nichts! Stille. Ich wollte nicht ihm erz├Ąhlen, was ich durch diese Offenbarung durchmachte; es war peinlich genug, da├č er es augenscheinlich gewu├čt hatte, w├Ąhrend ich ahnungslos um unsere Freundschaft getrauert hatte. Ihre Mutter l├Ąchelte tr├Âstend zu mir her├╝ber, auch geschwollene Augen. Und das, obwohl ich f├╝r sie der Erzengel war, der ihre Tochter verf├╝hrt hatte. Milde sahen mich ihre Augen an. "Warum denn? Wieso hatte sie keine Therapie gemacht?" fast hysterisch klang meine Stimme und das rollende R wirkte wie ein ironischer Kommentar. "Pl├Âtzlich? War sie denn nicht bei Spezialisten? Nicht in einer Spezialklinik?", ich rang nach Worten, mir fehlte das Vokabular. "Zu sp├Ąt f├╝r k├╝nstliche Ern├Ąhrung? Das kann nicht sein. Sie war doch immer sehr schlank." Ich musste v├Âllig blind sein, ich habe das nicht gesehen. "Seit ihrem 15. Lebensjahr?" Sie hat nicht gek├Ąmpft. Nicht um unsere Freundschaft und nicht um sich selbst. Warum war sie magers├╝chtig? Niemand gab darauf eine Antwort. Ich sah ihn an; er grinste d├Ąmlich aus seinen angeschwollenen Augen. Sollte er sie geliebt haben? Doch? "Und was hat ihr gefehlt?"; die Frage l├Âste sich nur schwer von meinen Lippen. Ich wusste es auch nicht. Trauer und Hilflosigkeit mischten sich in mir zu einem endg├╝ltigen Grau. Keine Worte mehr. Keine Ber├╝hrung und kein Sehen. Hatte sie daf├╝r eine Sprache gesucht? Sie war immer gut gewachsen, nie dick, aber h├Ątte ich es nicht sehen m├╝ssen. Nichts konnte ich ├Ąndern, und ich konnte nicht verstehen. Jede Ver├Ąnderung w├Ąchst, selten erschl├Ągt sie uns pl├Âtzlich von einem zum anderen Moment. Ich kann auch immer noch nicht verstehen, was damals geschehen war. Ich weiss nur, da├č ich mein Versprechen nicht gehalten habe, ich war nicht da, als sie mich am meisten gebraucht hatte. Seit der Beerdigung gibt es ein Wort mit einer Bedeutungsvielfalt mehr in meinem Sprachschatz - Endg├╝ltigkeit.

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"Mit der Rose in der rechten Hand und der Distel in der linken schw├Âre ich dir, dass ich dich nehme, wie du bist, dass ich dich liebe, wie du bist und dass ich dir zur Seite stehe, wann immer du mich brauchst. Die Rose f├╝r dein Leben und die Distel f├╝r deinen Schatten, alles was ist, was war und was bleibt."


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JoshHalick
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Hallo ScarlettMirro,

leider hatte ich beim Lesen deines Textes einige Schwierigkeiten und kam nur sehr beschwerlich voran.
Jetzt habe ich in den ersten Seite, sehr viele Dinge bemerkt, die meines Erachtens verbesserungsf├Ąhig sind, dennoch habe ich ein gutes Gef├╝hl. Hm, wie soll ich es erkl├Ąren. Ich finde, dass du eine sehr gro├če Wortvielfalt besitzt aber diese Worte scheinen in meinen Augen sozusagen falsch angeordnet.
Lediglich die erste Seite las ich mit aller Aufmerksamkeit, den Rest ├╝berflog ich und schaute hier und da mal rein. Das lag daran, dass du einfach zu viel erkl├Ąrst.
M├Âglicherweise habe ich auch einfach keinen Sinn oder nicht gen├╝gend Geduld f├╝r so einen Text. Das ist dann mein Vergehen.

Deine Geschichte f├Ąngt mit den Beobachtungen an. In den ersten paar S├Ątzen ist das noch interessant und klingt viel versprechend aber nach und nach, wird, was du beschreibst immer wirrer und un├╝berschaubarer, so das ich letzten Endes ├╝berhaupt keine Vorstellung mehr davon hatte wor├╝ber du ├╝berhaupt schreibst. Ich wei├č nicht ob es f├╝r dich m├Âglich ist, diese ganzen… ich nenne es mal Philosophien zu k├╝rzen oder mit ein bisschen Bewegung zu verkn├╝pfen. Etwas Abwechslung w├Ąre ganz sch├Ân. Vielleicht auch ein kleiner Fingerzeig, damit man wei├č worum es in der Geschichte ├╝berhaupt geht. Ein wenig fehlt einem mit der Zeit die Motivation weiter zu lesen, es ist kein Anreiz da, nichts das einen lockt.

Aber wie gesagt, obwohl ich in meiner Kleinlichkeit sehr viel zu meckern habe, hatte ich ein gutes Gef├╝hl beim Lesen der Worte, als steckte da viel mehr in dir als du hier gezeigt hast.
Viele deiner S├Ątze sind so abgehackt. Ich denke mal du schriebst das bewusst so, f├╝r mich klingt es dennoch falsch. Wer von uns beiden nun richtig liegt und wer nicht, wei├č ich nicht. Mir bleibt nur die M├Âglichkeit die Dinge aus meiner Sicht zu beurteilen.

Hier meine Anmerkungen.


Eine Geste, ein Schwung. Ich kann hier sitzen in der Sonne und den Passanten zusehen, ohne das mir langweilig wird. Sie beobachten und beobachten. Blicke kreuzen sich und dann trennen sie sich, so als sei es ein Zufall, das sie einander begegnet waren. Jeder beobachtet jeden irgendwie.

Eine Geste, ein Schwung… das sagt f├╝r mich ├╝berhaupt nichts aus. Die Geste ist noch in Ordnung, aber der Schwung? Das k├Ânnte alles sein. M├Âglicherweise k├Ânnte man das etwas genauer definieren.
In den folgenden S├Ątzen ist es genau der Schwung, der mir fehlt. Sie klingen leblos, diese S├Ątze, mechanisch. Fast wie eine Gebrauchsanweisung. Ein wenig unklar, die Aussage das die Erz├Ąhlerin dort sitzen kann ohne sich zu langweilen. Das k├Ânnte ich auch, vielleicht f├╝r eine halbe Stunde, der n├Ąchste k├Ânnte das auch, f├╝r 5 Minuten. Vielleicht k├Ânnte man auch hier etwas pr├Ązisier werden, z.B. k├Ânnte man schreiben: Ich kann stundenlang in der Sonne sitzen und die Passanten beobachten, ohne das es mich langweilt.
Dieses „Sie beobachten und beobachten“, gibt dem ganzen Text etwas Tr├Ąges. Zumal es ├╝berfl├╝ssig ist da du bereits im Satz zuvor erkl├Ąrtest das sie den Passanten zusieht.
Auch der Satz darauf ist ein wenig schwerf├Ąllig. Ich frage mich auch ob im „kreuzen“ nicht schon inbegriffen ist, das sie sich wieder trennen. Kreuzen bedeutet doch soviel wie, durch die Mitte und dann weiter geradeaus.
Das „irgendwie“ w├╝rde ich unbedingt streichen. Es vermittelt mir eine unangenehme Unsicherheiten, vonseiten des Autors und der Protagonistin.

Wir beobachten wohlwollend, kleinlich, zimperlich, ├Ąngstlich, neugierig, interessiert oder sogar gelangweilt. Ich beobachte so viel ich kann. Ich liebe es, den Menschen bei ihrem ewig Gleichen zuzusehen.

Ich bin nicht sicher ob „zimperlich & kleinlich beobachten“ so treffend ist und klingt.

….ob sie dann die Zunge erwartungsvoll der Speise entgegenstrecken oder ob sie nur den Mund aufmachen und den Genu├č im geschlossenen Raum erkennen.

…den Genuss im geschlossenen Raum erkennen. Sehr seltsam und uneindeutig...


Ich schaue ihnen zu, wenn sie sich unauff├Ąllig oder unbewu├čt kratzen, vielleicht nur die Haare zur Seite schieben. Kleine Gesten, die wir von uns vielleicht nicht kennen, die suche ich, ein zitternder Finger oder einzuckendes Auge. Wir wissen, da├č wir beobachtet werden, immer und ├╝berall. Manchmal wollen wir das, manchmal ist es uns unangenehm und oft auch peinlich.

Ich habe mir noch nie Gedanken dar├╝ber macht, ob man einem Menschen ansieht ob er sich bewusst oder unbewusst kratzt. Meinst du nicht das dass etwas viel ist, zu behaupten man w├╝sste das? Angesichts der Abermillionen individuellen Verhaltenweisen der Menschen wenn es irgendwo juckt? Es ist zwar eine Winzigkeit ├╝ber die man sicher ein Buch schreiben k├Ânnte wenn man wollte… Wie dem auch sei, ich w├╝rde das noch mal genau durchdenken.
Einzuckendes Auge, hast du aus versehen zusammen geschrieben. Wie ein zuckendes Auge aussieht kann ich mir auch schlecht vorstellen. Ein zuckendes Lid … aber ein Auge? Klingt als ob das weh tut.
Unangenehm und peinlich ist doch ein und dasselbe, oder bin ich schon so verkalkt das ich mich da irre?

Fotografieren ist auch ein Beobachten, Beobachten auf Zeit eben, eine fixierte Beobachtung f├╝r andere. Und die Perspektive des Ausl├Âsers ist preisgegeben, f├╝r alle anderen Beobachter. Mit einer Fotographie hole ich ein St├╝ck Vergangenheit in die Gegenwart und mache Ver├Ąnderung sichtbar und vergleichbar.

Fotografieren ist Beobachten auf Zeit… hm, das empfinde ich nicht so. Die Perspektive des Ausl├Âsers. Im Grunde genommen ist der Ausl├Âser der kleine Knopf auf den man dr├╝ckt um ein Bild zu schie├čen, der Mensch dahinter dr├╝ckt den Ausl├Âser und l├Âst somit wohl auch was aus aber allein zum besseren verstehen w├╝rde ich ihn Fotograf nennen.
Hole ein St├╝ck Vergangenheit in die Gegenwart… das erschlie├čt sich mir nicht. Richtiger m├╝sste doch sein, ich nehme ein St├╝ck Vergangenheit mit in die Gegenwart. Holen, klingt so nach Zeitmaschine. Verstehst du, was ich meine?

Ab der Pubert├Ąt lernen wir, da├č es unschicklich ist, wenn wir Freude daran haben, uns zu pr├Ąsentieren. Wir d├╝rfen keinen voyeuristischen und auch keinen narzisstischen Spass an unseren oder fremden Fotografien haben, Fotos werden entweder aus beruflichen Gr├╝nden oder aus sozialen Anl├Ąssen geschossen, aber nicht zum Vergn├╝gen am Beobachten und am Beobachtet?Werden. Und doch suchen wir heimlich uns auf dem Papier, suchen das Bild, welches wir von uns geben, weil wir den Verlust der Au├čenperspektive immer und ├╝berall sp├╝ren.

Was du hier schreibst ist wirklich sehr seltsam. Das verstehe ich nicht. Nein ich kann dir nicht folgen. Mir wurde ab der Pubert├Ąt nicht beigebracht Fotografien sein etwas Schlechtes. Fotos aus beruflichen Gr├╝nden oder aus sozialen Anl├Ąssen.
Ich vermutet diesen Absatz solltest du wirklich noch einmal genau studieren. Meines Erachtens nach werden die meisten Fotos aus Vergn├╝gen und zum Vergn├╝gen geschossen.
Wenn ich mir ansehe was dort oben steht, k├Ânnte ich mir h├Âchstens vorstellen das es hier um anr├╝chige Bilder geht oder so etwas aber das geht wiederum auch nicht hervor. Also wovon sprichst du hier und was hat das zu bedeuten? Ich bin absolut ratlos. Das verwirrt mich alles…


Die Lust an den Fotographien verlernt sich wie von selbst. Aber das Beobachten ist mir nicht vergangen, selbst, wenn ich im Fahrstuhl z├╝chtig den Blick wie alle anderen senke, mir schnell eine Ecke suche, die ich dann eingehend studiere. Doch auch in der Nische kann ich beobachten. "Zeigt her Eure F├╝├če, zeigt her Eure Schuh." Und die Hosenbeine sind so verschieden wie die Menschen, ein Fleck hier und eine B├╝gelfalte dort. In die Details versinken bis die T├╝r den Anla├č zum Weggehen und Wegsehen gibt.

Den Blick z├╝chtig im Fahrstuhl senken… kommt mir wirklich bald vor als liefen in dieser Geschichte nur Nackte rum ;o)
Eine Ecke eingehend studieren… hm…
Dann diese T├╝r die Anlass zum Weggehen gibt. Das beschw├Ârt leider eine unfreiwillige Komik herauf. Eine T├╝r die einen veranlasst zu gehen. M├Âglicherweise k├Ânnte man gerade noch schreiben: bis die sich ├Âffnende T├╝r mir erlaubt zu gehen …

In den folgenden Zeilen wird der Text f├╝r mich noch etwas unverst├Ąndlicher. Zum Beispiel verstehe ich nicht wie Beobachtungen „ihre“ (wer auch immer ihre ist) Geschichten vorantreiben.

Ich springe mal zu den einzelnen Holpersteinen die ich noch an sp├Ąteren Stellen in dem Text markierte.


Das konnte ich mit ihr auch gut. Fr├Âhliches Leben leben. Vielleicht dabei einen Tee trinken, oder auch nicht. Manchmal haben wir nur so gesessen und Heringssalat zum Fr├╝hst├╝ck gegessen. Aber lustig war es mit ihr. Meine beste Freundin. Frauen haben immer eine beste Freundin, selten keine oder zwei.

Fr├Âhliches Leben leben. Das ist Doppelgemoppelt. Klar lebt man ein Leben. Seltsam ist es, das du schreibst. Man lebt ein fr├Âhliches leben und trinkt dabei einen Tee. Wie mag man sich das vorstellen?
Manchmal haben wir nur so gesessen…. Im Gef├Ąngnis? Ich wei├č, das meinst du nicht, aber so klingt es. Und nur so gesessen trifft es eigentlich auch nicht, da sie ja fr├╝hst├╝ckten.
Und dann folgt: Aber lustig war es mit ihr… Warum aber? Setzt der Hering voraus, dass das Fr├╝hst├╝ck nicht lustig war?
Meine beste Freundin… m├╝sste es nicht hei├čen: Aber lustig war es mit ihr, meiner besten Freundin…. ?



Nein, das sollte ich lieber nicht liegen lassen, er erschl├Ągt mich, wenn ich das Handy schon wieder vergesse. Muss ja auch nicht alles wissen. Ich faule T├╝te. Eigentlich ist es ja egal, ob er weiss, dass ich hier gesessen habe oder nicht!


Wenn ihr bewusst ist, dass dort das Handy liegt, kann sie es doch gar nicht mehr vergessen, sondern lediglich noch mutwillig zur├╝cklassen.


Das war es soweit erstmal.
Es tut mir wirklich leid, dass ich nicht bis zum Ende dranbleiben konnte aber es war einfach zu schwer lesbar f├╝r meinen Geschmack. Man kann an den Gedankeng├Ąngen der Frau auch so schlecht teilhaben da sie soweit ich es ├╝berblickte kaum nachvollziehbar waren. Ich denke es w├Ąre hilfreich wenn man dem Leser den Weg der zu diesen Ansichten f├╝hrte nicht ganz verschweigt, damit er mitziehen kann. Ich hatte bei dir nun oft das Gef├╝hl du setzt mich an irgendeinem fremden Bahnhof aus in der Erwartung ich k├Ânne mir schon denken aus welcher Richtung ich h├Ątte kommen k├Ânnen.
Meine pers├Ânliche Meinung ist, dass du dir, was hier steht als Vorlage nehmen solltest um den Text noch einmal komplett neu zu schreiben. So tu ich es auch oft. Nachdem ich etwas schrieb, schaue ich mir noch mal genau an, wo die Priorit├Ąten in der Geschichte liegen und worauf ich ├╝berhaupt hinaus will. Danach f├Ąllt es dann leicht eine Struktur hineinzubringen. Man schaut einfach welche Gedanken dazu beitragen, die Geschichte voranzutreiben, zu erkl├Ąren und letzten Endes auf den Punkt zu bringen. Ein wenig mehr Dichte, k├Ânnte, denke ich, diesem Text auf keinen Fall schaden. Ich mag mich irren, ich wei├č nicht.

Beste Gr├╝├če
Josh

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Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile. - Plato -

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ScarlettMirro
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Ja, danke erstmal f├╝r die ausf├╝hrliche Kritik zu dem ersten Teil des Textes!

Hallo Josh!

Mir ist schon ziemlich schnell klar, was du meinst. Es fehlt an Aktion! Wenn es mir darum gegangen w├Ąre, dann h├Ątte ich sicher den Text k├╝rzer fassen k├Ânnen ... Um es ganz kurz zu machen, dieser Text ist ein Teil einer NOvelle, der als Homage an R. Musils "Drei Frauen" gedacht ist u ist tats├Ąchlich dem Stil einer seiner Geschichten nachempfunden! Also ganz klassisch nachgearbeitet mit ner ganz anderen Intention allerdings!
Zweitens meine ich, dass der Inhalt mit der Form hier durchaus zusammengeht ..., ich finde es jedoch total legitim, wenn man manche Formen der Literatur nicht mag, sie einem zu tr├Ąge oder fade oder zu langweilig sind!

Viele deiner Anmerkungen kann ich sogar nachvollziehen, aber dennoch gibt es kaum etwas... was ich ├Ąndern w├╝rde: bspl. Fotographieren... ich habe ne andere Vorstellung von der Zeit! Habe mich im Rahmen meines Studiums vor allem immer wieder mit der Zeit auseinandergesetzt!
Dann sind das alles die Gedanken meiner Figur, insofern m├╝ssen sie nicht logisch einwandfrei sein, sondern k├Ânnen auch den Charakter des assoziativen tragen ... seh ich so... u die Gedanken drehen sich dann vielleicht auch im Kreis, haben keine genaue Aussage oder ├Ąhnliches... U ganz deutlich gesagt, es gibt hier ├╝berhaupt keinen anderen Erz├Ąhler als die Stimme der Ich-Erz├Ąhlerin!
Hier liegen die Feinheiten - bilde ich mir ein - im Detail! ABER: das ist ganz klar auch einfach GESCHMACKSACHE! ... (habe dazu auch schon verschiedenste Meinungen geh├Ârt nach zwei Lesungen)

Trotzdem danke, dass du dir soviel M├╝he gemacht und gegeben hast, ich werde mir deine Anmerkungen alle noch mal durchlesen u gucken, was ich f├╝r mich herausziehen kann ... wie gesagt, vieles davon versteh ich nur zu gut!

liebe Gr├╝sse
Scarlett
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