Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, mĂŒssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5284
Themen:   87725
Momentan online:
115 Gäste und 4 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > ErzÀhlungen
Eine Reise
Eingestellt am 29. 01. 2006 18:13


Autor
Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.
Nieselregen
???
Registriert: Jan 2005

Werke: 2
Kommentare: 31
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Nieselregen eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Eine Reise


„ ... Heute am spĂ€ten Vormittag kam es im historischen Zentrum von Paris zu einem terroristischen Anschlag, dem das Weltkulturerbe der Unesco, die Kathedrale Notre Dame zum Opfer fiel. Eines der drei Tore der Frontseite, das sogenannte Ammenportal mit den Ă€ltesten Skulpturen des gotischen Bauwerks, sowie die darĂŒber liegende Königsgalerie wurden dabei stark beschĂ€digt und zum Teil unwiederbringlich zerstört. Der Sprecher des Amtes fĂŒr nationale Sicherheit Ă€ußerte den Verdacht, dass dieser Akt des Terrors möglicherweise im Zusammenhang mit den schweren Unruhen der letzten Tage in und um Paris, zu sehen sei. ...“
Ich wollte nichts weiter darĂŒber hören und schaltete das Radio aus.
Paris – Notre Dame – ja, das war wieder eine dieser verpassten Gelegenheiten. Lange Zeit vorgenommen - niemals in die RealitĂ€t umgesetzt - und nun war es zu spĂ€t! BeschĂ€digt – teilweise zerstört!
Die letzte Gelegenheit die Mutter aller Kathedralen in ihrer ganzen Pracht zu bewundern war vertan.
Meine Gedanken begannen zu fliegen – weit zurĂŒck in die Vergangenheit - bis in das Jahr 1977.
Die dröhnende Rockmusik, die aus gequĂ€lten, fĂŒr diese LautstĂ€rke nicht ausgelegten, Lautsprechern drang, war ohrenbetĂ€ubend. Mit orangefarbenem Krepppapier verhĂŒllte Lampen spendeten nur spĂ€rliches Licht. Sie erzeugten zusammen mit den RĂ€ucherstĂ€bchen und der von Zigarettenrauch schwangeren Luft die schale AtmosphĂ€re einer Party die ihren Höhepunkt lĂ€ngst ĂŒberschritten hatte. Jede FlĂ€che auf der es möglich war etwas abzustellen, stand voll mit leeren Flaschen. Der Boden war ĂŒbersĂ€ht mit Bröseln von Kartoffelchips und Erdnussflips und irgendjemand hatte einen der ĂŒberquellenden Aschenbecher umgekippt. Zigarettenstummel und Asche ergossen sich ĂŒber das flache Tischchen und die mit Decken ĂŒberzogenen Matratzen, die als Sitzgelegenheiten lĂ€ngs der Wand auf den Boden gelegt worden waren.
Tim und Veronika knutschten weltvergessen und Manni und Jockel diskutierten bis aufs Blut darĂŒber, ob der wahre Kommunismus letztlich durchfĂŒhrbar wĂ€re oder nicht. Alle anderen hatten sich schon lĂ€ngst verzogen. Nur ich war irgendwie ĂŒbrig geblieben. Die Arme um die Knie geschlungen saß ich zusammengekauert in einer Ecke und grĂŒbelte ob ich Veronika beneidete oder nicht.
Nicht um Tim, - um Gotteswillen nein - nicht um Tim. Sondern um ihre Situation – nun sie war eindeutig nicht allein – oder?
Mir gegenĂŒber, ĂŒber der Bar, hing ein Poster an der Wand auf dem der Eifelturm abgebildet war. Total kitschig! Aber dies war eben das Haus von Jockels Eltern und wenn wir in deren Partykeller feiern wollten, mussten wir die eine oder andere dröge Deco eben akzeptieren.
„Wie weit ist es eigentlich bis Paris?“ brĂŒllte ich gegen die Lautsprecher an.
Jockel und Manni unterbrachen ihr StreitgesprĂ€ch und Tim und Veronika tauchten verstört zwinkernd aus ihrer Versunkenheit auf, offensichtlich verwundert darĂŒber, dass sich die Party inzwischen beinahe aufgelöst hatte.
„Was hast du gesagt?“ brĂŒlle Jockel zurĂŒck.
Ich stand auf und ging hinĂŒber zu den Beiden.
„Mich wĂŒrde mal interessieren wie weit es eigentlich bis Paris ist.“
Wiederholte ich meine Frage.
„Na ja, vielleicht 300 oder 400 Kilometer. Wieso?“ in Mannis Augen spiegelte sich Neugier.
„Nur so, ich hab mir gerade das Poster vom Eifelturm angesehen und mir dabei ĂŒberlegt, dass ich noch nie in Paris war.“
„Ich auch nicht.“ Sagte Jockel und kratzte sich seinen lĂŒckenhaften blassbraunen Vollbart.
Manni, der Gefallen an dem Thema zu finden schien, lehnte sich behaglich zurĂŒck und schob die Daumen hinter den Bund seiner Jeans.
„Tja wenn wir jetzt losfahren, sind wir zum FrĂŒhstĂŒck da.“
„Mensch stark!“ jubelte Jockel: „Super Idee, wir fahren zum FrĂŒhstĂŒck nach Paris!“
Und damit schien die Sache auch schon beschlossen zu sein.

Manni finanzierte sein Studium, indem er Zeitungen auslieferte. Zu diesem Zweck besaß er einen uralten Ford Transit.
Um es kurz zu machen: Innerhalb einer Stunde hatten wir die Runde gemacht und mit Mannis alter Karre sÀmtliche SchlafsÀcke und ein paar andere unverzichtbare Kleinigkeiten bei jedem zu Hause abgeholt.
Ehe ich mich versah waren wir auch schon auf der Autobahn Richtung Paris. Mit von der Partie waren Jockel, Tim, ich und Manni. Veronika fand die Idee von unserem Spontantrip idiotisch und wollte nicht mit. Wahrscheinlich hatte sie einfach nicht genug Mumm.
Jockel und Tim hatten sich gleich hinten im Laderaum hingehauen und waren ziemlich schnell eingeschlafen.
Manni saß am Steuer. Irgendwie hatte ich Angst, dass auch er einschlafen könnte, deshalb versuchte ich krampfhaft eine Unterhaltung aufrecht zu erhalten, obwohl ich auch total mĂŒde war.
Manni war ein toller Typ. Er hatte unheimlich viel Ahnung von unheimlich vielen Dingen. Es war eigentlich immer spannend sich mit ihm zu unterhalten. Doch jetzt antwortete er immer nur einsilbig entweder mit einem bejahenden oder mit einem verneinenden Knurren, meistens sogar mit etwas was das so klang wie:„keine Ahnung, ist mir egal“.
Mit der Zeit gingen mir die Themen aus, je weiter wir kamen desto blödsinnigeres Zeug redete ich. ... Bis er schließlich, kurz vor SaarbrĂŒcken, entnervt zu mir rĂŒber sah und sagte:
„Franzi, das reicht jetzt. Du redest MĂŒll, das hĂ€lt keiner aus. - Na ja, ich jedenfalls nicht. - Los geh nach hinten und leg dich schlafen.“ Dann zwinkerte er mir freundschaftlich zu und wies mit dem Kinn nach hinten: „Los Maus, verschwinde ich verspreche dir nicht einzuschlafen.“
Hinten drÀngte ich mich zwischen Tim und Jockel und fand es ziemlich störend, dass das Dröhnen und Scheppern des alten Lieferwagens im leeren Laderaum hallte wie in einem Blecheimer. Tim schnarchte und Jockel blies mir seine abgestandene Bierfahne entgegen, trotzdem muss ich Sekunden spÀter eingeschlafen sein.
Ich erwachte als wir gerade direkt auf den Arc de Triumph zufuhren. Ich war begeistert. Ich fĂŒhlte mich wie in einem amerikanischen Spielfilm. Es war FrĂŒhling in Paris, die BĂ€ume blĂŒhten, die Luft war klar wie Kristall und das Licht glitzerte silbern ĂŒber dem Asphalt der Prachtallee auf welcher der Verkehr laut, hektisch und ohne jede erkennbare Ordnung dem Zentrum entgegendrĂ€ngte.
Jockel und Tim waren schon lĂ€nger Wach und erzĂ€hlten gerade SchauermĂ€rchen ĂŒber die vertrackte VerkehrsfĂŒhrung in Paris. Hinweisschilder, die einem die Richtung anzeigten waren dĂŒnn gesĂ€t. DafĂŒr wurde man hier so lange durch Einbahnstraßen geschleust, bis man sich hoffnungslos verfranst hatte. Jockel wusste sogar von einem Beispiel zu berichten wo sich jemand derart verfahren hatte, dass er zwei volle Tage und NĂ€chte brauchte um wieder aus der Stadt heraus zu finden.
„Das wird dann aber knapp fĂŒr mich, ich muss am Montag morgen um 2.00 Uhr eine Lieferung abholen.“ Grinste Manni, wirkte dabei allerdings nicht sehr besorgt: „Es wird schon besser sein wenn wir uns nicht verfahren.“
Die Stadt war wunderschön und total chaotisch und ich war heilfroh, dass nicht ich es war die hier fahren musste.
Dann kam der Eifelturm in Sicht und Manni entdeckte einen freien Parkplatz. ÜbermĂŒtig drĂ€ngten wir aus dem alten Ford und fanden nur wenige Meter weiter ein hĂŒbsches kleines Straßencafe. Bei Sandwich und Cafe o laite beratschlagten wir was wir anschließend unternehmen könnten.
„Jetzt, wo wir einmal hier sind sollten wir uns noch ein bisschen was ansehen. Wer weis wann wir je wieder nach Paris kommen.“
Diese wahrhaft prophetische Aussage Jockels veranlasste uns zu einer Diskussion der möglichen Besichtigungsziele. Ganz oben auf meiner Wunschliste standen Notre Dame und SacrĂ© coeur. Das man Mal auf den Eifelturm hoch mĂŒsste waren wir uns eigentlich alle einig. Letztlich setzte sich Jockel mit seinem Vorschlag als erstes das Centre Pompidou zu besichtigen durch. Er hatte zu Hause im Fernsehen gesehen, dass dort zur Zeit eine Ausstellung von Salvatore Dali war und das durfte man ja nun auf gar keinen Fall verpassen.

Dieses Mal war die Suche nach einem Parkplatz nicht so einfach. Schließlich wurden wir unser Auto doch noch los, nicht gerade optimal, aber wir hatten ja nicht den ganzen Tag Zeit.
Vor dem Centre Pompidou war ein großer Platz auf dem sich jede Menge Artisten und KĂŒnstler prĂ€sentierten. Maler stellten ihre Bilder aus. Ein Mann, dessen nackter Oberkörper mit mĂ€chtigen Muskeln bepackt war, spuckte Feuer. Ein anderer neigte den Kopf in den Nacken und schob sich ein Schwert in kompletter LĂ€nge durch den Mund in den Hals.
... Das war alles sehr interessant, ... doch direkt vor mir lief Manni! Die kurze Fliegerjacke lies den Blick auf sein knackiges, eng bejeanstes Hinterteil frei und was die Performance seiner schmalen HĂŒften und seiner breiten Schultern in mir anrichtete war der beste Beweis dafĂŒr, das auch achtzehnjĂ€hrige MĂ€dchen letztlich instinktgesteuert sind. Ich wusste gar nicht was auf einmal mit mir los war, ich konnte meinen Blick beim besten Willen nicht von ihm losreißen.

Nur Dali, mit der Kraft seiner Bilder, war stark genug meine Aufmerksamkeit, weg von Manni, an sich zu fesseln. Jeder von uns blieb unterschiedlich lange vor den einzelnen Bildern stehen. So kam es, dass wir uns nach und nach aus den Augen verloren und jeder fĂŒr sich durch das Museum ging.
An der TĂŒr zu einem Raum, an dem ich vorbei kam wurden Filme von Louis Bunuel angekĂŒndigt. Ich betrat den Raum durch eine Art Schleuse, welche die Zuschauer im Inneren davor bewaren sollte durch das helle Licht draußen im Flur gestört zu werden. Der Film der gerade lief war schwarz weiß und die Leinwand zeigte das Gesicht einer jungen Frau. Es war eine hĂŒbsche Frau. Ihre Haut war glatt und strahlte Jugend und Gesundheit aus. Ihre großen, freundlichen Augen hatten einen ruhigen zufriedenen Glanz. Obwohl ihr Gesicht unbewegt war schien sie von innen heraus zu lĂ€cheln. Ein Mann legte von hinten einen Arm um sie. Man sah, dass dieser Arm im Ärmel einer Jackettjacke steckte. Der schneeweiße Bund des Oberhemdes sah ein kleines StĂŒckchen unten am Ärmel heraus. Er hielt etwas in der Hand. Die Kamera konzentrierte sich nun auf die schönen ruhigen Augen der Frau. Der Gegenstand in der Hand des Mannes war ein Rasiermesser. Mit einer schnellen Bewegung zerschnitt er das Auge der Frau. Der Augapfel sprang schlitzförmig auf wie eine reife Frucht und das Innere quoll heraus. Was immer ich mir vorgestellt hatte, oder was auch immer sich tatsĂ€chlich im Inneren eines Auges befindet, das was aus diesem herausgeplatzt kam sah aus wie das graue GedĂ€rm einer ĂŒberfahrenen Maus.
Als hĂ€tte jemand eines meiner Augen verletzt kniff ich mit aller Kraft meine Lider zu. Ich keuchte vor Entsetzen. Ich hatte das GefĂŒhl mich ĂŒbergeben zu mĂŒssen, öffnete meine Augen wieder, wagte es jedoch nicht noch einmal auf die Leinwand zu schauen. Den Blick konzentriert auf den Boden gerichtet verließ ich fluchtartig dem Raum. Draußen im Flur lief ich Manni direkt in die Arme. Vor Erleichterung ihn zu sehen fing ich beinahe an zu weinen.
„He Franzi, da bist du ja. Wir haben dich schon gesucht, wo warst du denn.“ Dann sah er mich forschend an: „Was ist denn mit dir los, du bist ja totenblass.“
Mit weinerlicher Stimme erzĂ€hlte ich ihm was ich erlebt hatte. Er lachte gutmĂŒtig und nahm mich ganz fest in die Arme. (Mein Gott fĂŒhlte sich das gut an!) Immer noch lachend sagte er:
„Louis Bunuel ist nichts fĂŒr dich, das hĂ€tte ich dir vorher sagen können.“ Er entlies mich aus seiner Umarmung: „die Anderen sind schon am Ausgang und warten auf uns. Weist du ĂŒberhaupt, dass wir schon seit ĂŒber vier Stunden hier drinnen sind?“
Ich war verblĂŒfft. Eigentlich hatte ich gar nicht her gewollt und nun hatten mich die Bilder dermaßen gefangen genommen, dass ich nicht gemerkt hatte wie vier volle Stunden vergangen waren.
Draußen erwartete uns blendender Sonnenschein. Trotz der tollen Bilder tat es mir ein bisschen leid um die viele Zeit, die wir im Centre Pompidou zugebracht hatten. Vielleicht konnten wir nun dazu ĂŒbergehen uns das historische Zentrum der Stadt und insbesondere die Notre Dame Kathedrale anzusehen. Als ich meinen Wunsch ansprach waren die anderen zu meiner großen Freude gar nicht Mal abgeneigt.
Dann kamen wir zu der Stelle wo wir Mannis alten Lieferwagen geparkt hatten. Manni bemerkte es als erster:
„Was ist denn hier los? Wo ist mein Auto?“
... Es war nicht mehr da!
In fassungsloser Erstarrung standen wir einige Momente da und glotzten als wenn wir es dadurch wieder herbeirufen könnten. Jockel rÀusperte sich nervös und krÀchzte dann:
„Der hat doch gar nicht hier gestanden, sondern weiter vorne.“ Vielleicht hundert Meter weiter gab es einen kleinen Parkplatz: „Dort unter den BĂ€umen steht er doch.“
Aber Manni schĂŒttelte den Kopf:
„Nein, ich weiß doch, dass ich ihn hierher gestellt habe. Der Wagen dort vorne ist zwar auch blau aber das ist doch ein Peugot.“ Er strich sich mit einer verzweifelten Bewegung die Haare aus dem Gesicht.
„Wer klaut den so eine alte Kiste?“ Tim tippte sich mit dem Zeigefinger an die Stirn: „Das ist doch Blödsinn! Wir haben uns bestimmt vertan und die Karre steht friedlich hier irgendwo um die Ecke.“
Ich war mir aber auch sicher, dass hier die richtige Stelle war. Ich erinnerte mich an die hĂŒbsche Bepflanzung der BlumenkĂ€sten vor dem Speiselokal. Genau hier hatte Manni das Auto abgestellt.
„Nein,“ sagte ich: „das Auto ist verschwunden. Je ehr wir Anzeige erstatten, um so besser.“

Es war ein beachtlicher Fußmarsch zur nĂ€chsten Polizeistation.
Mit einer Art von Arroganz in der Stimme und einer Körperhaltung, zu der nur ein Franzose fĂ€hig zu sein schien, teilte uns der Polizeibeamte mit, dass unser Auto keinesfalls gestohlen, sondern vielmehr abgeschleppt worden war. Ob wir den nicht wĂŒssten das es verboten sei in zweiter Reihe zu Parken und ob man sich so etwas in Deutschland straflos erlauben dĂŒrfe.
- Als er mit seiner Strafpredigt zu Ende war, erhob er sich von seinem Stuhl hinter dem Schreibtisch um quer durch den Raum zu einem Stadtplan zu gehen. Er zeigte uns wo wir uns im Moment befanden und wo sich im, am sĂŒdlichen Ende der Stadt liegenden Viertel von Paris, das Polizeirevier befand zu dem unser Auto geschleppt worden war.

Von der Polizeistelle aus gleich um die Ecke war die nÀchste Metro-Station.
„Was solls, auf diese Weise lernen wir auch gleich noch die pariser Metro kennen. ... Ist doch gar nicht so ĂŒbel.“ Tim lief in freudiger Erwartung voraus. Es waren inzwischen Wolken aufgezogen und es war deutlich kĂ€lter geworden. Trotzdem ließ die Tatsache, das der Verbleib unseres Autos nun geklĂ€rt war, die allgemeine Stimmung wieder steigen.
Wir beschlossen, weil wir ja sowieso dort vorbei kamen, einen Zwischenstop einzulegen um den Boulevard Montparnass hinunter zu schlendern. Ich erinnere mich, dass dort an schicke Cafes waren und der Verkehr auf der Straße war sehr dicht. Ein MĂ€dchen, ungefĂ€hr in meinem Alter saß im Minirock und mit wehenden Haaren auf einem laut knatternden Mofa und schlĂ€ngelte sich in halsbrecherischer Art und Weise zwischen den im Stau stehenden Autos hindurch. Manni verrenkte sich den Hals um ihr mit leuchtenden Augen hinterher zu sehen:
„Paris ist toll!“ rief er aus: “Die sĂŒĂŸesten MĂ€dchen fahren hier Moped wie der Teufel und vorhin, dort hinten in dem Cafe, habe ich so eine Kleine gesehen, die hat die dicken Gitanes geraucht ohne mit der Wimper zu zucken.“
Ich fĂŒhlte, wie mein Herz ein ganzes StĂŒckchen sank. War es das was Manni an MĂ€dchen gefiel? - Wenn sie Gitanes rauchten oder Moped fahren konnten wie Rennfahrer? In Gedanken versunken bemerkte ich gar nicht, dass die Anderen dabei waren die Straße zu ĂŒberqueren, bis Manni meine Hand nahm:
„Auf geht’s SchlafmĂŒtze, immer schön bei der Gruppe bleiben.“
Auch als wir die gegenĂŒberliegende Straßenseite erreicht hatten ließ er meine Hand nicht wieder los. Ich hatte das GefĂŒhl auf Wolken zu gehen. Meine Hand lag in der seinen und ich fĂŒhlte wie ein warmes Kribbeln in meinem Arm hoch kroch und in einer betörenden Welle durch meinen ganzen Körper zog. Ich befand mich in einer Art Rauschzustand und konnte spĂ€ter gar nicht mehr sagen wie wir eigentlich zu der gesuchten Polizeistation gelangt waren.
Doch hier war Mannis alter Ford nicht. Der Polizist starrte uns verstÀndnislos an und legte sein angebissenes Pausenbrot beiseite:
„Haben sie hier irgendwo einen Parkplatz fĂŒr abgeschleppte Fahrzeuge gesehen? ... he? ... Wir haben ja kaum genug Platz um unsere Autos abzustellen.“
Nachdem wir in ausreichendem Maße unserer Verzweiflung Luft gemacht hatten, sah der Mann sich doch veranlasst einige Telefonate zu fĂŒhren und uns dann zu verkĂŒnden, er wisse nun wo sich unser Auto befand. Auf einer Karte von Paris zeigte er uns diesen Ort,... eine Polizeistation ganz in der NĂ€he des Jardin du Luxembourg!

Also hieß es zurĂŒck zur Metro und wiederum eine Fahrt quer durch die Stadt. Wir hatten inzwischen Hunger wie die Wölfe. Da wir aber nicht wussten, wie viel Geld wir brauchen wĂŒrden um das Auto auszulösen, wagten wir nicht viel auszugeben und holten uns Sandwichs und Coca Cola an einer Art Kiosk. Auf der Wiese am Medici-Brunnen ließen wir uns nieder. Die Sonne schaffte es noch einmal, eine LĂŒcke in der grauen Wolkendecke zu finden und wĂ€rmte uns mit Hoffnung bringenden Strahlen. Nahe bei uns saßen ein paar Leute zusammen und machten Musik mit einer Gitarre und ein paar Bongos. Es war eine schöne Stimmung und ich legte mich im Gras lang hin um das goldene Streifenmuster auf den Wolken zu betrachten, welches die wenigen vorwitzigen Sonnenstrahlen verursachten. Dann schob sich Mannis Gesicht zwischen das meine und den Himmel ĂŒber mir. Unsere Blicke verfingen sich ineinander und von dem Moment an befanden wir uns, wie umschlossen von einem imaginĂ€ren Kokon, in unserer eigenen Welt. Die Stadt, die Wiese mit dem Brunnen, die Menschen und die Musik um uns herum waren auf einmal weit, - weit weg.
Sein Kuss war so beglĂŒckend wie der Wind in meinem Haar, so berauschend wie ein Sternschnuppenregen in einer Sommernacht, so sinnlich wie heiße Himbeeren auf Vanilleeis und er war erregender als ich es jemals beschreiben könnte.
„He Leute“ rief Tim: „FĂŒr so was haben wir jetzt aber keine Zeit. Wir mĂŒssen erst mal sehen, dass wir die verdammte Karre wiederkriegen.“
Vor lauter Verlegenheit wurde mir ganz heiß. Manni flĂŒsterte ganz nah bei meinem Ohr:
„Wo er recht hat, hat er recht.“ Dann lachte er leise, wobei kleine StĂ¶ĂŸe seines warmen Atems an meinem Hals unterhalb des Ohres entlang strichen: „Hier ist sowieso viel zu viel Publikum fĂŒr meinen Geschmack.“
Mit geschmeidigem Schwung kam er auf die FĂŒĂŸe und zog mich gleich mit sich hoch. Ich kĂ€mpfte tapfer darum auf den Boden der Tatsachen zurĂŒckzukehren und wĂ€hrend meine Hand in seiner ruhte, folgten wir den anderen langsam durch die GrĂŒnanlage in Richtung der nĂ€chsten Gendarmerie.
Unser Auto fanden wir auch diesmal nicht. Es begann zu regnen und wir wurden tatsĂ€chlich noch zwei Mal kreuz und quer durch die ganze Stadt, von Polizeistation zu Polizeistation geschickt. Paris und die pariser Polizei offenbarten uns ihren weltberĂŒhmten Charme auf recht herbe Art und Weise und als es dunkel geworden war und sich die Lichter der Stadt auf regennassem Asphalt spiegelten, hatte ich dann langsam wirklich genug. Ich war hungrig, mir war kalt, die Feuchtigkeit war mir bis auf die Haut gekrochen, die FĂŒĂŸe taten mir weh und ich war hundemĂŒde. Mir war wirklich zum heulen zu mute. Manni legte mir beschĂŒtzend den Arm um die Schultern und nahm mich dabei mit in seine Jacke hinein. Keiner von uns wagte das Thema: „Was-ist-wenn-wir-das-Auto-gar-nicht-wieder-bekommen?“ anzusprechen, aber jeder hatte diese Frage im Kopf.
Dann endlich erreichten wir einen großen Platz, der mit einem mindestens drei Meter hohen Maschendrahtzaun eingezĂ€unt war. Dort erhielten wir das bitter vermisste Vehikel zurĂŒck.
– Nicht so ganz umsonst, - versteht sich.
Nachdem wir die Strafe und die Abschleppkosten, sowie die „ParkgebĂŒhren“ fĂŒr den polizeilichen Abstellplatz beglichen hatten, waren wir vollkommen pleite.
Wir konnten es uns nicht leisten lĂ€nger in Paris zu bleiben. Wir hatten nicht einmal mehr Geld genug fĂŒr ein FrĂŒhstĂŒck am nĂ€chsten Morgen. Es war ein GlĂŒck, dass wir auf der Herfahrt, kurz vor Paris noch getankt hatten. Dadurch hatten wir wenigstens genug Diesel im Tank um nach Haus zu kommen.
Wir waren alle mĂŒde und Manni hatte ja schon in der letzten Nacht nicht geschlafen. Mit einem grimmigen Grinsen suchte er sich einen ganz besonderen Parkplatz aus:
„Die Frechheit erlauben wir uns noch. Wir schlafen heute Nacht unter dem Eifelturm!“ knurrte er und zog dabei mit trotziger Entschlossenheit die Handbremse an.
Mit leichtem Wiederwillen krochen wir in unsere feuchtkalten SchlafsĂ€cke. Die Jungens nahmen mich zwischen sich um mich aufzuwĂ€rmen. Ich kuschelte mich mit dem RĂŒcken an Mannis Bauch, der sofort seinen Arm um mich legte.

In dieser Nacht hatte ich einen schrecklichen Alptraum. Es war eine helle Mondnacht und ich irrte durch eine hĂŒgelige Landschaft voller gespenstischer Schatten. Da waren jede Menge Kruzifixe in allen GrĂ¶ĂŸen, alle umwickelt mit grauem GedĂ€rme. Von GalgenbĂ€umen hingen langgezogene Uhren herunter und ĂŒberall lauerten mir zerlumpte Gestalten auf. Sie hatten grotesk lange, spindeldĂŒrre Arme und Beine und starrten mich aus leeren Augenhöhlen an.
Dann schreckte ich aus dem Schlaf hoch. Im ersten Moment war ich orientierungslos. Durch die beschlagenen Scheiben drang diffus das kalte Licht der Straßenbeleuchtung ins Wageninnere. Ich sah eine schwarze Hand auf mich zukommen. Entsetzt schrie ich auf.
Doch es war Manni, der mich offensichtlich geweckt hatte und dabei war, mir vorsichtig die Haare aus dem Gesicht zu streichen.
„Schschscht, ist ja gut. Alles in Ordnung.“ FlĂŒsterte er beruhigend. Ich konnte den Horror meines Traumes nicht wirklich abschĂŒtteln und er schien meine Panik zu spĂŒren:
„Ich bin ja bei dir, schlaf jetzt weiter.“ murmelte er.
Vor Erleichterung drĂ€ngte sich ein nervöses Lachen aus meiner Kehle. Ich fĂŒrchtete mich davor wieder einzuschlafen und versuchte mich noch ein bisschen mit ihm zu unterhalten:
„Ich hĂ€tte mir so gerne noch Notre Dame angesehen.“ Sagte ich: “Vielleicht hĂ€tten wir auf den Turm hinauf steigen können, zu der großen Glocke, wo Quasimodo gewohnt hat.“
„Dazu wirst du irgendwann bestimmt noch die Gelegenheit haben.“ Antwortete er und ich konnte das zĂ€rtliche Schimmern in seinen Augen trotz der Dunkelheit erkennen.

Es war ziemlich frĂŒh am Morgen, im ersten fahlen Morgenlicht, als jemand entschlossen von außen an die Seitenscheiben klopfte. Jockel wischte den Beschlag von der Scheibe und wir erkannten einen der unaussprechlichen pariser Polizeibeamten.
„Camping verboten“ brĂŒllte er. Das klang ausgesprochen kompromisslos. Manni schlĂŒpfte aus seinem Schlafsack setzte sich ans Steuer und fuhr los ohne ein Fenster geöffnet zu haben oder sonst irgendwie zu erkennen zu geben, dass er den Polizisten wahrgenommen hatte.
„Die können mich doch mal.“ War das einzige was er zu diesem Thema noch von sich gab.
Auf der Autobahn Richtung Frankfurt holte er alles aus der alten Karre heraus was ging. Die gequÀlte Dieselmaschine röhrte dabei furchterregend und wir waren alle heilfroh als wir zu Hause angekommen waren, ohne das uns der betagte Motor um die Ohren geflogen war.

Drei Jahre war ich mit Manni zusammen. Es war eine herrliche, wilde Zeit. Die Welt war ein großartiger, interessanter Ort. Wir hatten große Ideale und suchten etwas dass wir Freiheit nannten. Die Möglichkeiten, die sich fĂŒr unsere Zukunft boten, schienen grenzenlos zu sein. Wir glaubten wirklich das Leben sei uns nicht weniger schuldig, als dass wir unsere Ziele mit entsprechender MĂŒhe erreichen wĂŒrden. Doch mit der gleichen Sicherheit, mit der auf den Tag die Nacht folgt, erfuhren wir die erste EnttĂ€uschungen von wirklicher Tragweite. Bei einer dieser Gelegenheiten stellte sich heraus, dass das Band zwischen uns wohl doch nicht stark genug war.

In Paris - bin ich niemals wieder gewesen.


__________________
Wenn es einen Glauben gibt, der Berge versetzen kann, so ist es der Glaube an die eigene Kraft.

Marie von Ebner-Eschenbach

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


annaps
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Jan 2006

Werke: 8
Kommentare: 57
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um annaps eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Ich finde Deine Geschichte sehr interessant. Vor allen Dingen Deine ortskenntnisse lassen darauf schließen, Dass Du doch schon mal in Paris gewesen bist. Die Geschichte ist spannend geschrieben.
Gruesse, Anna

Bearbeiten/Löschen    


Charlene
HĂ€ufig gelesener Autor
Registriert: Jul 2002

Werke: 13
Kommentare: 30
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Charlene eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Hallo Nieselregen!

Mir hat deine Geschichte richtig gut gefallen. Ich finde, du bringst die Stimmung sehr gut rĂŒber, deine Beschreibungen sind sehr anschaulich und ich war gespannt, wie es weiter geht. Vor allem mag ich auch die Idee, einfach so spontan nach Paris zu fahren, ohne irgend etwas zu planen - wĂ€re es wert, mal ausprobiert zu werden...
Allerdings gibt es auch ein paar Kritikpunkte, die mir aufgefallen sind:
Als erstes wĂ€re da mal der Titel. "Eine Reise" klingt fĂŒr mich nicht sonderlich ansprechend, eher so nach... vielleicht einer Pauschalbusreise oder so - vielleicht fĂ€llt dir da ja etwas ein, was besser zur Geschichte passt.
Dann finde ich den Übergang zur Erinnerung ein bisschen zu hart. Zwar ist die Formulierung

quote:
Meine Gedanken begannen zu fliegen – weit zurĂŒck in die Vergangenheit - bis in das Jahr 1977.
nicht schlecht, aber fĂŒr mich war das wie in einem Film, in dem plötzlich eine RĂŒckblende kommt und dann im Untertitel das Jahr eingeblendet wird.
Genauso fehlt mir die Überleitung am Schluss von Manni zu Paris:
quote:
...dass das Band zwischen uns wohl doch nicht stark genug war.
In Paris - bin ich niemals wieder gewesen.

Tja, das war's aber auch schon... Außer dass ich mich gefragt habe, wie das geht einfach nach Paris zu fahren und dort bezahlen zu können, ohne Geld zu wechseln - Euro gab's ja noch nicht. *g*

TschĂŒs,

~Charlene~
__________________
"You live to make trouble, don't you?"
"Life is nothing without a little chaos to make it interesting."

Bearbeiten/Löschen    


Nieselregen
???
Registriert: Jan 2005

Werke: 2
Kommentare: 31
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Nieselregen eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil
Hallo

Hallo Charlene, hallo Anna
erst mal vielen Dank dafĂŒr, dass ihr euch die Zeit genommen habt, euch mit meiner Geschichte auseinanderzusetzen. Dass euch meine Geschichte gefallen hat, hat mich sehr gefreut.

Dieser Spontantrip nach Paris hat ĂŒbrigens genau so stattgefunden (abgesehen von der Lovestory). An der Grenze gab es immer Wechselstuben und ein paar Franc (oh Gott wie schieb sich diese WĂ€hrung nochmal? So lange ist es doch eigentlich gar nicht her!) hatte ich auch immer zu Hause.

Liebe Charlene,
deine Kritikpunkte (zu harte Breaks)decken sich mit dem was ich in meinem Schreibkreis schon zu hören bekommen habe, ich wollte es nicht glauben, aber wenn du es auch so siehst muß wohl was dran sein.
Kann ich den Titel meiner Story in der Leselupe Àndern?

Gruß
Nieselregen
__________________
Wenn es einen Glauben gibt, der Berge versetzen kann, so ist es der Glaube an die eigene Kraft.

Marie von Ebner-Eschenbach

Bearbeiten/Löschen    


HFleiss
gesperrt
Manchmal gelesener Autor

Registriert: Jan 2006

Werke: 99
Kommentare: 1313
Die besten Werke
 
Email senden
Profil
Eine Reise

Das ist ein minutiöser Bericht von einer Reise nach Paris, geeignet fĂŒrs Tagebuch, du hast ihn aber den ErzĂ€hlungen zugeordnet. Du hast in deinen Erinnerungen gewĂŒhlt, du schreibst ja, es habe sich alles so zugetragen, wie du berichtest. Nun kann man darĂŒber streiten, ob man ein Erlebnis unverfremdet aufschreiben sollte und solch einen Bericht eine ErzĂ€hlung nennen kann - meiner Ansicht nach nicht. Eine ErzĂ€hlung wird gestaltet, du aber hast Punkt fĂŒr Punkt deiner Erlebnisse "abgehakt", fast ein bisschen stereotyp, ich hatte beim Lesen immer das GefĂŒhl, jetzt mĂŒsste ein "Und dann" kommen. Du kannst dich nicht entscheiden, was auf dieser Reise wirklich wichtig war, alles ist gleichwertig: der neue Freund, die Fahrt nach Paris, Notre Dame, das verschwundene Auto, die Gendarmerie, die RĂŒckfahrt. Ich wĂŒrde dir vorschlagen, nicht die Beschwernisse der Reise selbst in den Mittelpunkt der ErzĂ€hlung zu stellen, sondern die Beziehung zu dem Jungen, das ist es, was den Leser wirklich interessiert: Junge Menschen finden sich. Schreib, was dich bewegte, als du seinen ersten Duft spĂŒrtest, die erste BerĂŒhrung, den ersten Kuss. Ich finde den ganzen Part mit dem Jungen auf seltsame Weise unbeteiligt berichtet Ă  la "Jetzt hab ich endlich einen Lover". Die Reise aber ist das, was drumherum ist, Milieu, wer kennt Paris nicht, bestenfalls könntest du das fĂŒr dich Neue, Ungewohnte betonen. Erst dann wird aus dem Bericht eine gestaltete ErzĂ€hlung. So aber, das ist mein Eindruck, eignet sich dieser Bericht eher fĂŒrs private Tagebuch. Aber, entschuldige, dass ich es sagen muss, sogar im Tagebuch kann man die deutsche Rechtschreibung und Interpunktion probeweise trainieren. Besonders vorsichtig solltest du bei der Schreibung des Französischen sein, sonst glaubt man dir am Ende gar nicht, dass du in Frankreich warst. Ich wĂŒrde mich freuen, wenn du den Text dahingehend ĂŒberarbeiten wĂŒrdest und aus ihm eine richtige ErzĂ€hlung machtest. Hanna





Bearbeiten/Löschen    


Nieselregen
???
Registriert: Jan 2005

Werke: 2
Kommentare: 31
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Nieselregen eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil
Antwort an HFleiss

Hallo HFleiss!

Schade das dir mein Beitrag so gar nicht gefallen hat. - Nun so etwas kommt immer wieder vor, damit muss man leben.

Du bist der Auffassung, diese ErzÀhlung gehört ins Tagebuch?

Dieser Meinung bin ich nicht.

1. TagebucheintrÀge werden noch unter dem Eindruck des Erlebten, innerhalb eines kurzen Zeitraums, möglichst am selben Tag niedergeschrieben.
Die “Reise” nach Paris, welche mir als Vorlage fĂŒr das “ErzĂ€hlte” diente, liegt beinahe 30 Jahre zurĂŒck.

2. Es ist eben kein minutiöser Bericht! Wie bereits erwĂ€hnt fand die Lovestory niemals statt. DafĂŒr ist so manches von dem, was sich tatsĂ€chlich abspielte, unerwĂ€hnt geblieben.

Ich bedanke mich fĂŒr deine Hinweise in punkto Gewichtung der Ereignisse, werde es aber trotzdem so lassen, mir gefĂ€llt es nĂ€mlich.

Ein wenig peinlich ist es mir schon, wenn sich Fehler in Rechtschreibung und Interpunktion eingeschlichen haben. Die neue deutsche Rechtschreibung will mir halt nicht so recht eingehen. Ich werde mein Schreibprogramm mal tĂŒchtig zur Rede stellen, warum es mich nicht auf meine vielen Fehler aufmerksam gemacht hat!

FĂŒr Schreibfehler bei den wenigen französischen Wörtern, die ich verwendete, kann ich mich nur demĂŒtigst entschuldigen. Ich kann wirklich kein Französisch! Übrigens genauso wenig wie TĂŒrkisch, Griechisch, Italienisch, Jugoslawisch, sĂ€mtliche skandinavischen Sprachen und viele mehr. Ich schwöre trotzdem feierlich, all diese LĂ€nder besucht zu haben.

Meine Antwort gefÀllt dir nicht?
Siehst du, so ist es mir mit deiner auch ergangen. Selbst wenn du in allen Punkten recht hÀttest und ich nur uneinsichtig wÀre, sehe ich nicht ein warum dein Ton notwendigerweise so unfreundlich, teilweise sogar verletzend sein muss, wie ich es in den letzten Tagen des öfteren in von dir verfassten Kritiken gelesen habe.

Mit freundlichen GrĂŒĂŸen
Nieselregen

__________________
Wenn es einen Glauben gibt, der Berge versetzen kann, so ist es der Glaube an die eigene Kraft.

Marie von Ebner-Eschenbach

Bearbeiten/Löschen    


ZurĂŒck zu:  ErzĂ€hlungen Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.



Leselupe-Bücher





Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!