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Leselupe.de > Ungereimtes
Endlich wieder Krieg
Eingestellt am 21. 09. 2001 12:32


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mod
Hobbydichter
Registriert: Sep 2001

Werke: 13
Kommentare: 65
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Wäre doch endlich wieder Krieg,
dann hätten
die Zeitungen was zum Schreiben,
die Leser was zum gaffen
und w√ľrden die die Araber hassen.
Nichts verkauft sich so gut wie Hass.
Deshalb schreiben die Zeitungen den Krieg herbei.

Wäre doch endlich wieder Krieg,
dann hätten
die Generäle wieder was zu sagen
die Soldaten könnten wieder heldenhaft sterben,
und w√ľrden alles zerst√∂ren, was Ihnen nicht passt.
Nichts währt so lang wie der Ruhm der Helden.
Deshalb befehlen die Generäle den Krieg.

Wäre doch endlich wieder Krieg,
Dann hätte
die Industrie wieder Profite zu machen,
Die Arbeiter könnten wieder schwitzen
und w√ľrden Kanonen bauen, die Soldaten t√∂ten.
Nichts ist so reich wie Kriegsgewinnler.
Deshalb produzieren die Fabriken Waffen.

Wäre doch endlich wieder Krieg,
dann hätten
die Politiker wieder treue Untertanen,
die Minister könnten endlich neue Gesetze machen.
M√∂ge das letzte St√ľckchen Freiheit in Frieden ruh'n.
Nichts ist so sexy wie F√ľhrer eines erfolgreichen Krieges.
Deshalb regieren die Politiker den Krieg herbei.

Wäre doch endlich wieder Krieg,
dann hätten
die Kinder was zum F√ľrchten,
die M√ľtter was zum tr√∂sten,
und sie w√ľrden tr√∂sten, bis jeder ihre Liebe erkennt.
Nichts beweist mehr Liebe als Trost in der Not.
Deshalb schweigen die M√ľtter den Krieg herbei.

Wäre doch endlich wieder Krieg,
ein Krieg,
den die Armen der Welt gegen die Reichen f√ľhren,
ein Krieg, den nur die Reichen gewinnen können
und wir gewinnen ihn dank unsrer √ľberlegenen Waffen.
Doch "nichts ist [stärker] als eine Idee, deren Zeit gekommen ist".
Deshalb: "zum Gl√ľck gewannen wir ihn nicht".

Danke Erich.

__________________________________________
Lebe einsam, wild und gefährlich.

©20010921’mod

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