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Leselupe.de > Erz├Ąhlungen
Erinnerung (Teil II )
Eingestellt am 30. 11. 2002 16:57


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hopeless-1
Wird mal Schriftsteller
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Er setzte sich neben mich auf die Bank und legte sein Arm um mich. Ich wollte mich wehren, doch er dr├╝ckte mich an sich. Es war Andy, es war nur Andy. Irgendwie hatte ich keine Angst mehr vor ihm, keine Angst, dass er mir wehtun w├╝rde. Also lie├č ich es geschehen, ohne mich zu wehren. Er nahm mich in dem Arm. Ich weinte und weinte. Die Tr├Ąnen flossen in Str├Âmen, ich konnte einfach nicht mehr aufh├Âren. Ich bemerkte erst, dass ich zitterte, als er mich darauf ansprach. Er sagte: ÔÇ×Hey, dir ist kalt! Lass uns reingehen, wir setzten uns in die Aula, ja? Wir m├╝ssen nicht zu den anderen.ÔÇť Ich zitterte, ja das stimmt, doch es war nicht vor K├Ąlte, sondern vor Angst, Angst dass jetzt alles rauskommen w├╝rde.
Ich vertraute ihm, ich wei├č nicht warum. Es war einfach so.
Also lie├č ich mich von ihm in die Aula f├╝hren und dort setzten wir uns in die hinterste Ecke, dort wo uns niemand so schnell sehen konnte.
Er fragte nicht, wer das war und was ich mit ihm zu schaffen hatte. Nein, er sa├č mir gegen├╝ber, hielt meine H├Ąnde und schwieg mit mir. Das tat gut. Ich hatte Zeit meine Gedanken zu ordnen.
Ich kenne Andy jetzt schon eine ganze Weile, wir verstehen uns gut, waren auch ab und zu gemeinsam nachmittags unterwegs. Und irgendwie ├╝berfiel mich in diesem Moment das Gef├╝hl des Vertrauens. Ich wusste, dass ich ihm alles anvertrauen konnte, ohne zu f├╝rchten, dass er es weiter erz├Ąhlen, oder sich von mir abwenden w├╝rde.
Und dann sprudelte es nur so aus mir heraus. Ich fing an, von ganz vorne zu erz├Ąhlen.
ÔÇ× Es begann vor ungef├Ąhr einem Jahr. Damals lernte ich Max kennen. Er wurde mir von einer Freundin vorgestellt. Ich fand ihn voll s├╝├č, okay er war etwas ├Ąlter, aber einfach einf├╝hlsam. Ich fing an ihn zu m├Âgen. Er h├Ârte mir zu, wenn ich ihn brauchte, er holte mich von der Schule ab und lud mich zu einem Kaffee ein. Es war einfach angenehm die Zeit mit ihm zu verbringen. Eines Tages, wir waren gerade von einer Party zur├╝ck und in seiner Wohnung, da machte er sich an mich heran. Wir sa├čen auf der Couch und er fing an mich zu streicheln und zu ber├╝hrenÔÇŽ Ich dachte als erstes, das es nur ein Spa├č sei, durch den Alkohol, doch dann wurde er immer zudringlicher. Ich sagte ihm zwar, dass ich nicht mehr wolle, als einfach in den Arm genommen zu werden, doch er lie├č nicht locker.
Er fing an mir unter die Kleidung zu greifen. Mir wurde das zu viel, ich wollte das einfach nicht. Deshalb versuchte ich ihn mit Gewalt von mir weg zu schieben, doch das ging nicht, er stemmte sich mit seinem ganzen Gewicht gegen mich und dr├╝ckt mich nach unten. Dann lag er auf mirÔÇŽEr hielt mit der einen Hand meine H├Ąnde ├╝ber meinem Kopf fest, w├Ąhrend er mit der anderen Hand meinen Rock hoch schob und mir die Bluse ├Âffnete. Die ganze Zeit ├╝ber murmelte er, dass ich es ja wolle, und das mein Wehren ihn nur noch mehr anmachteÔÇŽ das ich es einfach mal wieder richtig besorgt br├Ąuchte.
Ich wollte das nicht, ich wollte es nicht! Ich sagte ihm er solle mich in Ruhe lassen. Ich schrie ihn an, ich wehrte mich, doch es hatte keinen Sinn. Er war einfach st├Ąrker als ich.
Dann ├Âffnete er seine HoseÔÇŽ.ÔÇť
Ich konnte Andy nicht ins Gesicht schauen, w├Ąhrend ich ihm das erz├Ąhlte. Ich hatte zu viel Angst doch noch Abneigung zu sehen, Angst, dass er mir nicht glaubt, Angst, dass er es allen erz├Ąhlen w├╝rde. Und doch war ich irgendwie froh, dass ich es nun jemanden erz├Ąhlte.
Deshalb sprach ich auch weiter, langsam und leise. Irgendwie klang meine Stimme gef├╝hllos, so als w├╝rde ich nicht von mir und meinem Erlebnis erz├Ąhlen, sondern von irgendeiner anderen Person..
ÔÇ×Es tat so weh.. Ich hatte vorher noch nieÔÇŽ zum Gl├╝ck dauerte es nicht so lange. Ich war so froh als es vorbei warÔÇŽ
Dann schmiss er mich aus der Wohnung. An der T├╝r drohte er mir, dass wenn ich es jemanden erz├Ąhlen w├╝rde, er mich fertig machen w├╝rde.
Drau├čen ordnete ich meine Kleidung. Ich wusste nicht was ich machen sollte.. Ich stand da und starrte einfach vor mich hin. Mein Kopf war total leer. Ich weiss nicht wie lange ich da stand, auf einmal war da Robert. Robert ist ein Freund der Familie. Er wollte mich in den Arm nehmen, doch ich fing an zu schreien.. ich wollte nicht dass er mich ber├╝hrt.. ich hatte Angst dass er mir auch wehtun w├╝rde. Er war vollkommen geschockt, weil ich so los schrie. Erst dann fiel ihm auf, das ich meinen Rock krampfhaft nach untern zog und meine Bluse fest ├╝ber meinem Busen zusammen zogÔÇŽ. ÔÇ×

__________________
Ein Raum ohne B├╝cher ist ein K├Ârper ohne Seele (Cicero)

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hoover
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Hallo hopeless-1

ein schwieriges Thema, was du da beschreibst, aber ein sch├Âner Text ... irgendwie. Wirkt gef├╝hlsecht, als h├Ąttest du es selbst erlebt (was beinahe auf der Hand liegt).
Der Anfang klingt in meinen Augen aber etwas holperig, da springt du einfach in die Geschichte rein ohne wann, wie und warum. "Er" setzte sich neben dich auf die Bank, dann wird klar, dass es Andy ist, aber wie und warum du dich erst wehren willst, war mir nicht so ganz klar.
Ich denke, wenn du den Text mehr auf diese eine Stelle konzentrierst, die anf├Ąngt mit: "Es begann vor ungef├Ąhr einem Jahr" und den Text nochmal ├╝berarbeitest, w├╝rde alles ein bisschen besser klingen.
Aber der Text hat mir trotz der manchmaligen einfachen Beschreibungen gefallen ... *strange* ... vielleicht weil man die Situation kennt und sich deshalb mit ihr identifizieren kann.
Eine Geschichte zum Nachdenken.
Liebe Gr├╝├če
hoover

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hopeless-1
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Hallo hoover,

hm.. danke f├╝r deinen Komentar.

vielleicht ist dir aufgefallen, das dieser text den titel Erinnerungen(teil II)tr├Ągt. es ist der zweite teil. ich wollte die geschichte etwas staffeln, in der hoffnung spannung aufzubauen, und aus dem einfach grund, das viele leser einfach abgeschreckt sind, wenn sie einen sehr langen text sehen..
es gibt also auch einen ersten teil, den findest du auch hier im forum. wenn du ihn liest ist der einstieg in diesen teil der geschichte sicher einfacher zu verstehen.. die geschichte selber etwas leichter zu verstehen.

was meinst du damit :" wirkt gef├╝hlsecht, als h├Ąttest du es selbst erlebt (was beinahe auf der Hand liegt)"
diese -was beinahe auf der hand liegt- das verstehe ich nicht.

LG, Hopeless-1
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hoover
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo hopeless-1

hups *kicher*, den Titel hab ich verpennt. Tschuldigung.
Mit "dass es auf der Hand liegt" meinte ich, dass man einfach sp├╝rt, dass du die Geschichte selbst erlebt hast, die Problematik ist dir nicht unbekannt. Es sei denn, du hast eine gute Phantasie. Aber mir kam's so vor, als w├Ąr sie wirklich geschehen und das macht die Geschichte gef├╝hlsecht und authentisch.

Liebe Gr├╝├če
hoover

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hopeless-1
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:-)

hallo hoover,

tja, das mit dem titel *l├Ąchel* passiert jedem mal ;-)

hm.. ich nehm das einfach mal als kompliment, das die geschichte echt wirkt, *gg* denn dann hab ich wirklich phantasie .

es ist eine geschichte. aber mit dieser aussage m├Âchte ich dir jetzt nicht die lust am weiter lesen nehmen :-)

Liebe Gr├╝├če, Hopeless-1
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